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# 6 # Handelsbeziehungen, Bananas de la Monarquía Democrática Popular Mittwoch, 22. Mai 2019

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Kapitel 1

Wie die BMDP, die Bananas de la Monarquía Democrática Popular und die DVDSD, die Demokratische Volks Diktatur Saxonia Deutschland, zu ihren Handelsbeziehungen kamen.

Noch vor der großen Krise, die man heute „die Deutsche“ nennt, als die Deutsche Bank als erste umfiel und das Weltbankensystem darauf hin kollabierte. Es hätte ja auch jede andere Bank sein können, aber der dunkle Hintergrund hatte entschlossen das es die deutsche Bank sein sollte.

Sie hatte den richtigen Namen und die Deutschen waren es gewöhnt worden alle Schulden der Welt auf sich zu nehmen!

Da schickte der König von Bananas de la Monarquía Democrática Popular, Ahab der Dritte, seinen Sohn namens Adamo nach Deutschland, um dort eine Frau zu finden und um dort zu studieren.

Die Krise begann genau an dem Tag in Frankfurt, als zu den 20 Uhr Nachrichten im Fernsehen, der Nachrichtensprecher salopp sagte:

„Die Deutsche ist tot, die Regierung wird sie retten, ihr Geld ist aber nur zur Hälfte fort.“

Da viel auf seinen Kopf ein mächtiger Scheinwerfer, der Mann schaute noch recht komisch, bis er tot um viel. Da jedoch dieser Nachrichtenmann für seinen Unsinn gemeinhin bekannt war, nahm dies sein Publikum nicht recht ernst.

Adamo, wollte dies seinem Vater unbedingt berichten, aber zu diesem Zeitpunkt waren schon alle Telefonsysteme und das Internet abgeschaltet worden. Die Bananas de la Monarquía Democrática Popular wurde damals noch von Ahab den 2ten regiert, obwohl sein Sohn schon im Amt war.
In diesen schweren Zeiten wurden die Fischereirechte der Insel an die Japaner verkauft, so bekamen die Insulaner keine Einnahmen und auch keinen Fisch mehr zum angeln. Die BMDP hatte aber Bananenfelder und weil gerade ein Bananenschädling bei der Konkurrenz grassierte, waren die Einnahmen noch gut. Doch am Tag als die „Deutsche“ fiel, kamen auch keine Bananendampfer und die Insulaner aßen von früh bis spät, nur noch Bananen. Sie haßten Bananen! Deshalb erinnerten sich die Menschen heute nur noch daran, das der König große Sorgen hatte, weil er nichts von seinem Sohn hörte und an die Berge von Bananen im Küchentopf.

Deutschland zerfiel in der großen Krise in 27 Einheiten, ganz Europa zersplitterte in viele Hunderte kleine Gebiete. Es gab jede Menge Hunger, keine Medikamente mehr, Feindschaft und Elend. Dann kämpften die Fremden gegen die Fremden und die Deutsche gegen Deutsche, so auch Deutsche gegen Fremde und Fremde gegen Deutsche. Kriegsherren übernahmen im ganzen Land die Herrschaft und kämpften meist gegeneinander. Bis sich sieben dieser Herren einig wurden, dies geschah im Osten des Landes.

Sie gründeten die DVDSD – sie fürchteten sich vor einer neuen Parteidemokratie, schafften aber das Grundgesetz nicht, setzten es aber aus, unter Konstruktion. Der Führer wurde gewählt von den 7 und der Führer mußte nun jedes Jahr zur Wahl stellen, sein Volk entschied. Vor der Wahl aber bestimmte er 7 seiner Nachfolger, dann konnte er zurücktreten oder auf dem Stuhl platz nehmen. Es war eine Telefonwahl, zwei Nummern konnten gewählt werden, genau 7 Minuten dauerte diese wichtige Teil der Veranstaltung. Eine qualifizierte Mehrheit von 66 % traf die Entscheidung, dann würde ein mehrfach Megawatt starker Lichtbogen durch seinen Körper fahren, so das er auf der Stelle verdampften würde. Diese Demokratie war eben bewußt einfach gewählt, weil man große Aufgaben zu lösen hatte, das Land war ruiniert und von Millionen Fremden besetzt, man hatte sie damals eben eingeladen!

Das Problem bei einem Führer ist doch nicht das ein Führer entscheidet, wie auf jeden Schiff auf den Weltmeeren auch, sondern das man den Bösartigen oder den Unfähigen, den Fremdbestimmten, nicht mehr weg bekam. In einer Wahlperiode von vielen Jahren konnte so einer leicht das Land ruinieren, was ja in der „Deutsche“ Geldkrise locker zum wievielten Male vorgeführt worden ist!

Der Führer hieß nun: „Der Erste 1“, die Leute jubelten im Saal, die Feuerwehrleute gingen von der Bühne. Seine 7 Nachfolger stammten alle aus schwierigen Berufen. Dem er die Finanzaufgabe stellte war ein Bauer, der auch Hobby Astronom
und einst Einhandweltumsegler war.

Als zweites gab er das Dekret, das die Demokratische Volks Diktatur Saxonia Deutschland, nun um zu benennen sei, von DVDSD in DVDT, die Demokratische Volks Diktatur Teutonia.

Als drittes Dekret, gab er die Gründung des DWI bekannt, das Deutsche Währung Institut.
In diesem Augenblick konnte man die Pfiffe im Saal nicht überhören, die bösen Worte der Zeit waren „Deutsch“ … „Exportweltmeister“ … „Weltbürger“ … „Euro“ … „Europa“ … „Partei“ … und „Wir schaffen das“!

An diesem Tag funktionierten die Telefone wieder, so das Adamo seinen Vater unterrichten konnte das es ihm gut gegangen war. An diesem Tag aber auch wurden die neuen Polizeisoldaten zu einer grausamen Macht, dies löste die erste Fluchtwelle aus, es waren Politische und Kriminelle. Da auch an diesem Tag die Eisenbahn wieder fuhr, auch wenn die Kontrolle über streng waren, so bekam der Westen Neubürger und so einige von dort wechselten das Land in der Himmelsrichtung. Zu dieser Zeit begannen auch die Hilfelieferungen aus Russland, Polen, Ukraine, Tschechien, Dänemark, Schweden, Finnland und Estland. Der Rest von Westdeutschland protestierte in der UNO, die Diplomaten dort hatte man ganz vergessen.

In der Bananas de la Monarquía Democrática Popular, freute man sich und feierte die baldige Rückkehr des Königssohns. Man hoffte das die ewige Bananenesserei bald ein Ende haben würde. Man sucht für ihn schon mal fürsorglich eine Frau aus, weil er wohl das Wichtigste, in der Fremde nicht geschafft hatte. Bald aber sollte das erste Schiff nach langer Zeit wieder im Hafen anlegen.

Der Finanzminister Bauer gab nach drei Tagen bekannt. Alle alten Schulden werden gestrichen, weil sie aus einem Verbrechen heraus entstanden waren. Es wird neues Geld geben, ein UVG Währung. Es wird ein theoretisch ewig stabiles Geld sein, in der kein Staat oder Bank mehr Schulden haben kann. Dieses umlaufgesteuerte Vollgeld, wird Teutonia retten, der Wiederaufbau kann beginnen. Es wird nur noch eine Bank geben, in dem Jeder sein Geld auf dem Konto hat. Die Bargeldausgabe wird später beginnen, diese Scheine werden ein Haltbarkeitsdatum haben und weil Papier, zu mal Spezialpapier kostet, auch nur gegen eine Gebühr zu haben sein! Dann sprach der Finanzminister noch von seiner Weltumseglung und davon das er glaube, das jedes Volk auf der Erde nicht gleich dem Anderem ist, wohl aber eine eigene Aufgabe hat, die es erfüllen sollte.
Diese Aufgabe dient zu erst dem Volk selbst um hernach allen Völkern zu dienen: „Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen“ und zwar freiwillig. Gerade einmal hatten die Schießereien auf den Straßen aufgehört, die Teutonen trauten solchen Worten nicht über den Weg. Dennoch war das Währungsamt nun im Internet zu erreichen. Natürlich waren deren Server völlig überlastet, viele Angaben mußten gemacht werden, eigentlich wollten sie alles von einem wissen, das alte Bankkonto, Arbeitgeber, Familie, Geburtsdaten und vieles mehr. Doch schon am nächsten Tag gab es Waren in den Geschäften und wenn man endlich sein Konto hatte, da stand dort ein erquicklicher Betrag. Von dort aus konnte man bezahlen oder Geld in Kredit geben. Rückzahlung, 123 Raten, bei einem Zinssatz von 25 %.

Teutonien erlebte eine Wirtschaftsblüte, es schlossen sich neue Gebiete an, so das sie nun einen Seehafen hatten, Rostock. Die ehemalige Hauptstadt Berlin, gehörte aber nicht dazu, dieser Moloch verlor aber seine Bürger. Die Fremden zogen nach Fremdland in Nordrhein Westfalen, andere in Richtung Saxonien.

Zu dieser Zeit traf er mit einer Frau in Port Bananas ein. Seine Frau hatte er im Zug nach Spanien kennengelernt, sie kam einfach mit ihm.

Sein erstes Treffen mit seinem Vater, war natürlich Privat, dennoch erfuhr er von den Nöten im Inselreich. Er spürte die Erwartungen, alle Menschen hofften, das es ihnen bald besser gehen würde. Natürlich hatte er darüber nachgedacht!

Als erstes lieber König Vater, so sprach er Adamo:

„Als erstes lieber König Vater, brauchen wir Minister, für jeden Zweck. Wir kennen uns doch Alle, da wird es doch nicht schwer sein, diese zu finden? Natürlich machen sie dies zu ihrer Ehre und als Nebenjob. Wen machen wir zum Finanzminister, wir machen auch eine UVG Währung? Wir brauchen auch einen Tourismusminister und einen Bananenminister und und und … !

Kapitel 2

Wie sich Theodora sich in einen Kapitän verliebt und sich in Hamburg höchsten Kreisen wiederfindet – Drecksgeschäfte!

Die Fahrt sollte drei Wochen dauern, in dieser Zeit hatte Theodora ihren Adamo schon vergessen, in den Armen des jungen Kapitäns des Schiffes. In Lissabon kamen frische Zeitungen auf den Frachter, die Mannschaft diskutierte in der Messe darüber. Die Truppen der DVDST marschierten in das „freie“ Berlin ein. Das war eher ein einsickern gewesen, wobei eine Woche zuvor Demonstrationen gab, gegen die Macht der arabischen Clans. Erst waren es einige Mutige danach einige Hundert um dann zu vielen Tausenden zu werden. Die Berliner erkannten die Entwicklung in ihrer unmittelbaren Umgebung, sie waren aber isoliert, wie einst Westberlin.

Die ehemalige BRD wurde nun durch NRW vertreten, ohne Mandat. Die südlichen deutschen Länder warteten die Entwicklung noch ab, die Presse und das zeitweilige Internet als auch das zeitweilige Fernsehen, stellten die Zustände Rosarot dar.

Der Norden von Bayern begann sich aber schon abzuspalten, die Bürgerkriegsherren verhandelten hinter geschlossenen Türen.
In die Letzte Demonstration wurde mit Schnellfeuergewehren hinein geschossen, es gab hunderte Tote. Der Bürgermeister von Berlin, Nihal Dincer, verkündete die Sicherheit im Griff zu haben, da sickerten die Truppen der Demokratischen Volks Diktatur Teutonia schon ein. Die Clans konnten bis zu 30 Tausend Kämpfer aufstellen, doch sie konnten auch fliehen. Die Züge nach Nordrhein-Westfalen fuhren ohne Unterbrechung und die Autobahnen waren offen.
Die Härte der Angriffe als auch die Unterstützung der Bevölkerung, ließ die Banden wissen, das ihre „Heimat“ nie ihre Heimat war! Sie kämpften um ihre Familien aus der Stadt zu bringen und ihre Diebesgut. Dann stellte NRW die Zugverbindung ein und auch in den Niederlanden, in Belgien, in Stuttgart und selbst in Köln begann die große Flucht. Nihal Dincer und seine Sippe bis sich in Gelsenkirchen fest.
Nur wen, außer die anderen Sippen, konnte man noch ausbeuten, bestehlen und erpressen? Viele versuchten in ihre alte Heimat zu entkommen, andere merkten schnell das ein echter Krieg nichts mit ihren Banden zu tun hatte. Die Opfer hoben den Kopf, ihre verstaute Wut brach sich den Weg.
Da kämpften aber nicht Deutsche gegen Fremde, sondern Deutsche und assimilierte Fremde auf der einen Seite, die Opfer gegen die Banditen!
Als die Züge wieder fuhren, fuhren sie nicht leer nach Berlin zurück, im Gegenteil sie waren völlig überfüllt. Nordbayern bis Ingolstadt und Schleswig Holstein, traten der teutonischen Allianz bei. Ihnen war freigestellt ihr Volk später zu fragen und jederzeit wieder zu gehen zu können.
Das Ausland mischte sich kaum ein, weil es ihnen ja nicht besser erging. Nur Russland brachte unbezahlte Nahrungsmittel in die neuen Gebiete, die Schulden wurden in UVGW geschrieben, dazu führte Russland diese Währung als Zweitwährung ein, die Erstwährung blieb der Goldrubel. Es wurde aber immerhin bekannt gemacht, das die Golddeckung eines Tages abgebaut werden könnte!

Theodora knutschte sich indessen mit ihrem Kapitän, dieser war der Sohn eines bekannten Reeders und verheiratet, seit vielen Jahren. Er wollte seine Theodora schon im Hafen loswerden, doch daraus wurde nichts.

„Wenn Du denkst nur etwas Spaß gehabt zu haben, dann ist das eben so, ich verliebe mich eben auch sehr schnell. Doch ich bin eine Frau und ich bin Konsul, dazu werde ich Handelskontakte brauchen, die Du mir verschaffen kannst, dafür hast Du keinen Ärger“!

Ein Schiff um die Welt zu führen ist das Eine, eine Frau wie Theodora das Andere. Was sie aber nicht wußte, das der König von Bananien gar nicht erwartete das sie irgendeine Aufgabe erfüllte, sie sollte nur in Hamburg sein, weit weg eben.

Die Reichsten der Reichen wohnen in den Vororten von Hamburg, etwa in Blankenese, einmal im Monat trafen sie sich in ihrem Club, auf eine spezielle Einladung hin, durften mal Fremde hinzukommen.

Die alten gediegenen Herren freuten sich über die junge Dame, die von angenehmen Gerüchten umwirkt war. An ihrem Tisch nahmen etwa ein Dutzend der Reeder platz. Sie unterhielten sich untereinander, so als ob sie gar nicht anwesend war.
Wann denn die Geschäfte wieder beginnen würden, wann der Hafen völlig versandet war um ihn nicht mehr benutzen zu können. Was sie mit dem neuen Schiff machen sollen, es gab ja keine Käufer.
Die letzte Werft musste aber immer mal ein Schiff bauen, sonst ging das Wissen darüber verloren.
Sie sprachen darüber was sie mit 180 Rostschiffen machen sollten, deren Eigentümer glücklicherweise nicht Hamburger Reeder waren sondern irgendwelche Kapitalgeber, die wohl schon lange Pleite sind. Von der Müllkippe, die man eines Tages sehr teuer bezahlen muss, wenn man sie nicht wegbrachte und vieles mehr.

Da säuselte Theodora:

„Meine Herren, an ihrem Tisch sitzt eine Frau, mit einem wunderbaren Bier zum kosten, so etwas haben sie noch nie trinken dürfen, könnte man nur mit Champagner in Kontakt bringen.“

Da war sie in aller Mittelpunkt, als sie davon sprach viele leere Flaschen zu brauchen um noch mehr herbei bringen zu können.
Da lachte ein Herr, das sein weißer Schnauzer erzitterte, genau ich habe eine riesige Müllhalde davon. Sein Nachbar brüllte, genau, ich gebe noch eine Müllhalde Plastikmüll oben auf, den man in den letzten Jahren aus dem Meer gefischt hat.

Der Nächste streichelte ihr die Haare, und meinte, ich schenke dir noch 180 Schiffe dazu, richtig geile Rostlauben. Der Tisch brüllte so laut das er wackelte, sie sahen die Frau dabei wie sie ohne eine Regung einfach nur still und ernst dabei saß und brüllten gleich wieder los.

Bei diesen Veranstaltungen waren zwei Dinge üblich, die Gäste restlos fertig zu machen oder einfach ein Schnäppchen zu schnappen.

Theodora:

„Gut gelacht meine Herren, ich kenne Jemanden der ihre Rostschiffe kauft und nie dafür bezahlen wird. Sie bringen sie aber vor Ort, dort werden sie dann verschwinden. Werfen sie den Plastikmüll einfach drauf, einige alte Mercedes obenauf, ein zwei LKW und nicht vergessen, achten sie drauf das es noch genug heile Flaschen im Glasmüll gibt! Dafür will ich ihr neues Schiff, es hat hoffentlich 30 Passagierkabinen und einen Ladekran? Wenn ihr in Zukunft auch noch euren Propeller Schrott der Windräder los werden wollt, für gutes Geld, dann nehmen sie doch einfach mit dem Konsulat der Bananas de la Monarquía Democrática Popular Kontakt auf! Vielleicht kennen wir Uns dann noch, weil wir früher so gute Geschäfte gemacht haben? Ihre Schiffe sind Rostlauben, völlig unverkäuflich aber noch fahrtüchtig, bald liegen sie aber im Hafenschlick, Reeder ohne Hafen, wie lustig, weil sie lieber eine Feministin auslachen wollten und verlernt haben Geschäfte zu machen, na ja man wird eben doch alt! 100 Tausend Flügel und niemand weis wohin?“

Die Männer Runde war plötzlich ganz still, diese Frau hatte erkannt das sich die Rostschiffe auflösen müssen, die Kosten sie später zu entsorgen treffen zwar die Eigner, doch diese waren schon lange weg. Natürlich könnten die auch klagen später um Geld zu machen, doch dafür macht man eine schicke Offshore Konstruktion.

Nicht in der Runde aber sehr nahe, auf einem eigenen Stuhl, etwas in der Ecke der Holztäfelung, im Schatten, bis jetzt von Theodora unbemerkt, ein Greis, eine lange Habichtsnase, graues schütteres Haar, ein Mann mit einer traditionellen Schiebermütze auf dem Kopf, an dem ein goldener Anker prangte.

Er sprach:

„Als Vorstand will ich dazu etwas sagen, Feminismus kotzt mich an aber die Frau hat recht. Ein Land was keiner kennt, ein Konsul den keiner kennt. Es fließt kein Geld, keine Rechnungen, keine Pleitebanken, noch ist keiner von uns verarmt aber wenn wir beim Neustart nicht sofort im Rennen sind dann ist es für uns völlig vorbei.
Unser Schiff bei Blom & Voss ist fast fertig, ein kleiner Umbau ist kein Problem. In einem Jahr ist der Hafen wieder frei, die großen Pötte braucht vielleicht nie wieder jemand, bedenken sie doch die Entwicklung in Teutonien, dies kann man auch positiv sehen, Qualität statt Masse. Wenn die Frau Konsul also liefern kann, mein Wort gilt dann, wir brauchen keinen Vertrag!
Zuerst bekommt ihr euer schickes modernes neues Schiff, es passt n den Hafen von Bananien hinein, habe es gerade überprüft!

Die Runde schaute sich an, jeder stand auf und gab der Frau nach einer kurzen Verbeugung die Hand, die Reise zurück war schon gebucht! Auf der Rückreise gab es keine Abwechslung, doch Theodora machte sich nun riesige Sorgen, was passiert wenn die Insulaner oder der König nicht wollen, wohin mit dem Müll?

Nach der Ankunft erfuhr sie, das es eine große Aufregung gab, die Insulaner hatten drei chinesische Schwarzfischer geentert und die Leute mussten nun im Steinbruch arbeiten, weil sie aber keinen Steinbruch hatten, mussten sie eine große Felswand so abreißen das da eine glatte Fläche entstand, so 50 mal 100 Meter, warum wusste keiner, nur das man es so macht!

Als erstes ging sie nicht zu Adamo, noch zum König, sondern zum Minister für Kreativität. Ihm beichtete sie die ganze Geschichte, den ganzen Deal. Der Minister für Kreativität nickte nur und war sofort in seinem Element.

Wir sind derzeit die einzigen Bananen Hersteller der Welt .. so erzählte er … wir verkaufen gar keine Bananen mehr! Das ist doch die Lösung oder nicht! Das Bier trinken wir selbst, da wird nichts exportiert, wer was trinken will soll gefälligst herkommen. Wir ernten nur noch richtige braune süße Matsch Bananen, dann brauchen ein paar Braukessel die größer sind und machen davon Bier und Maische. Mit Sonnenspiegel machen wir das heiß und machen besten Bananen Schnaps, den einzigen und Besten der Welt, eben Qualität und nicht Quantität!

Da begann Theodora zu weinen, einerseits weil sie an Adamo denken musste und anderseits weil die Blaunase ihr Riesenproblem nicht kapierte.

„Du verstehst mich nicht … schluchz … ach was soll ich jetzt tun? Wie konnte ich das nur machen?“
Da ergriffen zwei starke Hände ihre Schulter, es war Adamo, mach langsam, die Blaunase braucht noch Treibstoff für solch große Fragen und ich brauche Dich!
Da tropften große Tränen, soll sie oder soll sie nicht? Ach was das Meer, es ist doch immer nur das Meer!

Der Minister für Kreativ und Braukunst wankte wie eine Boje, er stand auf und nahm Theodora wie ein kleines Kind in die Hand.

„Den ganzen Plastikmüll, den kippen wir in den Vulkan, müssen nur die Straße dahin wieder etwas erneuern, der Rest macht der Minister für Fischerei, die alte Paola, die sitzt wie immer an der Pier, so ich gehe jetzt in meine Penne“!

Irgendwie eine gute Vorstellung, das die Leute die Dinge leicht machten. Als sie alleine an der Pier entlang ging, da saß die alte Frau und knüpfte an einem Netz. Sie erzählte ihr einfach alles und weil sie einmal dabei war, auch das mit dem jungen Kapitän.

Tiefe blaue Augen aus einem gegerbten Gesicht, da strahlt der Witz hindurch als sie … aha … sagte.

„Aha … das wichtigste zuerst, du willst von mir bald wissen, wie das Ritual mit deinem Adamo ablaufen wird. Das werde ich dir Hühnchen nicht sagen! Aber was ich dir sagen kann, der König braucht Kinder, die Insel braucht Kinder, auch wenn sie fast alle in die Ferne ziehen müssen, so helfen sie uns doch und haben immer eine Heimat.
Was ich weiss, du bist auf keiner Insel geboren, da gehen immer die Weiber fremd und die Kerle tun so, als ob sie es nicht wüssten. Die Familie in den Bergen mit ihren 7 Idioten, die machen das nicht! Du brauchst es ihm nicht erzählen, ich erzähle es schon herum, irgendwann ist eben irgendwann.
Aber du willst ja meine Meinung zu den Schiffen wissen, wir werden sie nutzen und wir werden sie zwischen den Inseln versenken, wir machen daraus ein Geschenk an das Meer, sie werden zu Riffe und wenn sie einmal zerfallen sind, dann werden daneben natürliche Riffe gewachsen sein.
Das heißt Fisch und viel Fisch, das heißt Arbeit für die Männer und für mich.
Wer fragt mich heute noch wie das Wetter wird?
Die Schwarzfischer sollen mal kommen, die Schiffe werden wir schon geschickt hinlegen. Um den Glasschrott müssen wir uns keine Gedanken machen, die guten Flaschen legen sie sowieso oben auf, aber aufpassen müssen wir schon, reinschauen was darunter ist. Die Scherben werden rund im Sand und können keinen schneiden, vielleicht kommen die Gäste um Funkel Glas zu sammeln, das machen auch alle Weiber auf der Welt, aber passt auf, das Öl und das Zeug sollte verbrannt sein!“

Da schenkte Theodora der Fischereiministerin einen Blackjack zier und hau Knoten, den sie in Hamburg erworben hatte, die Augen der alten Frau erstrahlen, sie nahm die Schlinge um das Handgelenk, sie spürte das Bleigewicht, sofort Pfiff die Luft. Paola umarmte Theodora, sie sagte … „das mache ich jetzt für mich selbst und alle die es von mir kaufen wollen, ist der aber schön und macht der vielleicht mächtig Schmerz, einen Hai kann ich damit den Kopf einschlagen!“

An diesem Tag hatten die Sklaven eine gerade senkrechte glatte Felswand gebaut und sie wollten nach Hause, erst einmal feierte man aber ein Fest um den Räubern zu vergeben, dann versprach man ihnen, mit dem nächsten Schiff was kommt, die Heimfahrt. Doch einige der Chinesen wollten freiwillig bleiben, jedenfalls noch eine Weile, sie konnten ja nun jederzeit weg und auf einem neuen Schiff anheuern.

In etwa zu dieser Zeit gewann die DVDT den Kampf um Berlin, sie ließen aber die bewaffneten Gegner in Richtung Westen abziehen. In Amsterdam, Den Haag, Utrecht, Brüssel und in einigen kleineren Städten in Frankreich waren die Entwicklungen ähnlich. Zu dieser Zeit traten auch Teile von Hessen, der Pfalz, das Saarland, Baden und von Württemberg, der teutonischen Allianz bei. Jede Gruppe kopierte die umlaufgesicherte Vollgeldwährung, doch hatten sie alle untereinander einen Wechselkurs. Der Führer Eins erließ inzwischen weitere Dekrete. Das Wichtigste war eine dynamische Export- / Importsteuer, die bis zu 25 % steigen konnte, wenn es einen Überschuss nach der einen oder der anderen Seite hin gab. Das betraf den Handel zwischen Teutonien und Russland als auch den Innerdeutschen Handel. Dieser Steuerbetrag, im neuen Land war eine Steuer auch das was der Name sagte, eine steuernde Bewegung. In der jeweiligen Länderbeziehung war dieser Finanztopf dazu da, ausschließlich, um den Ausgleich zu erreichen. Lieferte das eine Land in etwa die gleiche Menge wie das andere Land, dann war diese Steuer bei 1%.

Die Hamburger Reederschaft diskutierte ausführlich und sehr oft über diesen Unsinn, sie beschwerten sich noch mehr darüber das der Ostseehafen Kiel, mehr Umsatz machte als das große Hamburg.
Das gemeinste war aber, das die teutonische Union bis an die Stadtgrenze vorgerückt war, und die blanke Angst herrschte, das sie auch bald einrücken könnten, was sie aber nie taten!
Die Reeder schickten das fertige Schiff los und suchten eine besonders gute Mannschaft aus.
Die größten und wertlosesten der Schrottschiffe wurden beladen, sie ließen sich dies natürlich von der Stadt Hamburg als Rettung des Hafens bezahlen. „Der Erste 1“ verkündete indes schon in nächsten Dekret: Die Ausgabe von Geldscheinen, die über ein gelochtes Wertdatum verfügten und nach Ablauf verfallen, danach noch 1 Jahr auf ein Konto einzahlbar waren!

Die Reeder dachten schon darüber nach, noch etwas anderes unter den Müll zu mischen, aber sie kamen davon ab, weil primitive Völker auch primitiv reagieren könnten, außerdem war ihr guter Ruf die Grundlage für viele Geschäfte.

Natürlich dachten sie nicht daran alle Schiffe zu verbringen, so der Schiffsmarkt wieder anspringen würde und sie mehr Geld bekamen als die Stadt bezahlen kann.

Die Runde tagte nicht mehr an einem Tisch, so wie es seit eher Tradition war, ganz einfach weil sie zerstritten waren in genau zwei Hälften, ob sie das neue UVGW als Zahlungsmittel einführen wollten oder nicht. Sie überlegten sogar ob der Senat den Nord Ostsee Kanal blockieren sollte mit einigen Schiffen, so wäre der Weg für teutonische Schiffe viel weiter und nicht so einfach, dies getrauten sie sich aber dann doch nicht.

Indes bekam die Frau Konsul von Theodora der Bananas de la Monarquía Democrática Popular ein offizielle anschreiben der DVDT, der Demokratischen Volksdiktatur Teutonia.

Ob der von ihr vertretene Staat eine diplomatische Botschaft in der DVDT Zone eröffnen wollte, auch wenn die Zeiten noch schwer seien und ob sie ein UVGW als Zahlungsmittel verfügen oder beabsichtigen dieses zeitnah einzuführen. Sie fragten auch an welche Produkte sie einführen und welche Produkte sie ausführen könnten und wollen und sie machten ausführlich über die Ex/Im Steuer aufmerksam, die jede Seite in der gleichen Weise haben sollte.

Dieser Brief kam mit dem ersten Schiff, was die Insel in dieser Größenordnung selbst besaß im Hafen an und wurde im Al Pirata Rojo dem König und dem Konsul gereicht, die gerade die neue Sorte Bananenbier probierten. Der Lärm vom Kai schwoll an und wurde immer lauten, die Leute waren außer Rand und Band, diese einzigartige Schiff, Pastelllindgrün gestrichen, der mächtige schwarze Kran, der aus der Ferne schon winkte, das Signalhorn, das präzis Anlegemanöver, der schicke Kapitän und seine kräftigen Matrosen, diese Schätze, die bald darauf abgeladen wurden, große Rollen, Mercedes Autos, Materialien, Bagger, Lastkraftwagen und vieles was die Inselbewohner noch nie gesehen hatten.

Da dieses Schiff niemals eine Liegegebühr zahlen würde, war jetzt auch die Zeit die nächsten drei Tage pflichtgemäß durchzufeiern.

Eine neue Zeit war angebrochen, viele ihrer Kinder würden zurückkehren, viele Fremde würden noch kommen, auch Touristen. Es wird Arbeit und Geld und viele Dinge geben, die faulen Zeiten waren für den jungen Vize König Adamo nun vorbei, der alte traf nur noch Grundsatzentscheidungen – kein Flughafen!

Kapitel 3

Wie die größten Vollidioten der Insel das Geldproblem lösen und dabei nur jeder eine Frau im Sinn haben.

Es waren nur wenige Plastik Rollen, die man in Hamburg vor der Abfahrt verpresste, weil man sich dachte das die Insulaner dies sonst einfach in ihr Meer schütten könnten. Diese Proben passten genau auf die Ladefläche der alten LKW, bald sollten noch mehr kommen.

Es gab schon Streit darüber, wer die Mercedes fahren darf, wem sie gehören?
Adamo empfahl das sie alle dem König gehörten und an das Volk als Taxi vermietet werden – dazu braucht es einen Taximinister, der auch die Werkstatt und die Pflege dafür übernehmen sollte.
Glücklicherweise gab es eine Familie, deren Kinder, Mädchen wie Jungen alle eine technische Begabung hatten aber meist nichts zu tun, ihre Urgroßmutter hatte Mercedes mit Vornamen geheißen, da war es dann auch Logisch wer es machen sollte, ihre Tochter.
Diese nahm dann den Namen ihrer Großmutter an, dies nennt man „Markennamen“ erzählte sie im la Pirata Rojo!

Die Kinder lebten in Venezuela, krank vor Heimweh, sie packten ihr Werkzeug in einen Seecontainer, der kostenlos befördert wurde von der lindgrünen „Adamo 4“.

Der Finanzminister Bauer hatte seine Geldidee ja schon verkündet, nur wusste er nicht wie man es auf der armen Insel umsetzen sollte. Sie hatten keine Bank, keinen Tresor, keinen Geldautomaten, sie konnten auch nicht Drucken, kein Spezialpapier, keine Computer, wer hatte auch schon Ahnung von etwas?

Er hatte viele Kontakte in der Welt, er hatte auch den Reichtum und die Armut gesehen und immer ging es um Geld, bei allen Problemen geht es um Geld. In den Kriegen geht es um Geld, bei den Boykotten geht es um Geld.

Da war ihm ein Buch in die Hand gefallen in Argentinien, die natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gesell, dies klang sehr langweilig aber die Strecke über den stillen Ozean war sehr lang, da liest man jedes Buch mehrfach, was sollte man auch sonst tun um seinen Geist zu füttern.

Diese lange Einsamkeit macht den Geist regelrecht hungrig, so das man fressen muss, das man saufen muss, der Kopf will aufnehmen wie ein trockener Schwamm.
Er hatte auch nie geglaubt, dass er lange auf der Insel bleiben würde, er hatte auch nie gedacht, das die jemals etwas auf die Beine bringen würden, was ihm irgendwie ja auch gefallen hat.
Wie sollte erdenken das ein Titel irgendwie ernst gemeint sein sollte, das ist hier eben so, kann man ja an der Fischereiministerin sehen.

Da kamen der alte König und Theodora auf ihn zu und sagten ihm das er machen sollte, wie aber? Er fragte den Lehrer wo man Papier her bekommen könnte, in großer Menge und einen guten Drucker?

Der erzählte davon das hinter der Schule der Container steht, den mal ein chinesisches Schilf verloren hatte, der war voller kleiner Schreibkladden, kleine gebundene Bücher, leere Seiten, davon habe man noch viel, sehr viel. Bleistifte gibt es dort auch in 10 Kilo Packungen.

Das Problem wurde aber so groß, das es nun auf Ministeriale Ebene geklärt werden musste.

Das Büro im Pirata war noch leer, natürlich war der Kreativminister einer sofortigen Konferenz mit dem Finanzminister nicht abgeneigt.
Als das Problem vorgetragen war und die vorhandenen Ressourcen aufgezählt, als der Zeitdruck klar gemacht wurde, weil es hier schlicht weg um Internationale Demokratie geht, das Bananenbier angetrunken war … da nickte die Blaunase wie immer.
Dieses Nicken schien eine Kettenreaktion zwischen seinen Ohren auszulösen, eine Druckwelle breitete sich in Ihm aus, das er gleichzeitig Rülpsen und Furzen musste. Danach bekam er davon einen Lachkrampf und viel vom Stuhl. Der Wirt konnte ihn aber aus seiner sofort einsetzenden Bewusstlosigkeit dadurch befreien das er ihm etwas vom selbst Gebrannten unter die Nase rieb.
Dann wollte der Minister aber genauer zuhören und frage wie das denn die Teutonen machen, die haben es doch erfunden?

Wie soll ein weitgereister gebildeter Mann das dem Saufkumpan erklären? Was Banken sind? Wie Bankkonten aufgemacht sind, wie sie funktionieren, von Rechenzentren, Bankomaten, Analyseverfahren?

Er versuchte es ihm so zu erklären:

„Jedes Konto ist ein Buch, da schreibt man hinein was auf gezahlt wird und was herunter genommen wird, man kann auch aufschreiben was man einem Andere geben will, der auch ein Konto hat, man kann auch Gebühren oder so etwas abziehen!Wenn man einen Kredit haben will das darf der Typ der dir diesen Kredit geben will, in dein Buch schauen, ob du auch zahlst oder für lau durch die Gegend ziehst“!

Die Blaunase nickte wieder und meinte „Alles klar, man muss wie ein Blödmann rechnen wenn man keinen Rechendings hat, vor allem dann wenn du auch noch Prozente da rein knallst oder raus schlürfst, das ist voll klar was wir machen, das wird aber eine Aktion. Sage mal brauchen wir das ganze wirklich, brauchten wir doch früher nicht?

„Du brauchst nicht nur einen Blödmann sondern neun Blödmänner, die regeln das für dich wenn du ihnen eine Frau versprichst … na ja … das die Frauen sie dann sehen und treffen mögen, das reicht! Jetzt ist es keine Zeit, morgen in der Frühe gehen wir in die Berge … da machen wir dann noch einen offiziellen Besuch bei Senior Negrin, den musst du kennenlernen, ein Philosoph, ein großer Künstler, er denkt weit voraus.
Die Touristen werden ihn lieben und nur wegen ihm wiederkommen, danach gehen wir zu den neun Blödmännern!“
Noch im nach Hause gehen dachte der erfahrene Seemann, was wäre wenn die Blaunase nichts zu trinken hätte oder wenn er in Teutonien zu Hause wäre, weil er eben dort geboren wurde, was wäre er dann für ein Mensch?

Ganz früh am Morgen steht der Finanzminister Bauer üblicherweise auf, er tritt auf seine Veranda und saugt sich seinen großen Garten ein, er spürt welche Arbeit die Pflanzen an diesem Tag brauchen. Es nieselt warm im Licht der ersten Sonnenstrahlen, so das der Bauer splitternackt zwischen seinen Pflanzen wandelt, sich durch die Büsche quetscht und die Blätter streichelt. Dieser Duft nach frischer Erde, wie die Blätter der Fruchtbäume ihn berühren, wie seine nackten Füße in dem Schlamm stecken bleiben und wie die ersten Vögel in begrüßen … Wumm … Wumm Wumm … Wum!

Irgendein Irrer schlägt gegen die Türe am Haus, als ob er diese aufbrechen wolle, er rennt und rutscht aus, schlägt fast hin, ergreift sich die Hose und sein Hemd, zappelnd zieht er sich an, während die Blaunase vor seiner Tür schreit … „Wann kommt der segelnde Bauer endlich aus seiner Tür, es ist Zeit!“

Sie hatten nun einen Fußweg von einigen Stunden vor sich, die Serpentinen der Straße schlängeln unentwegt in die Höhe. Da hörten sie ein grollen was in brummen überging, ein Laster quälte sich den Berg hinauf , hinten auf standen ein dutzend Männer, mit Hacken, Schaufeln und Brecheisen. Der Fahrer hupte und gab Zeichen das sie hinten auf springen sollen aber das er nicht anhalten kann, wäre im zu glatt.

Die Männer johlten, und halfen den Beiden auf zu springen, einer sagte von ihnen: „Da kommt der Finanzminister höchst persönlich um uns zu besuchen, er will uns Geld und Wohlsand bringen … die Blaunase ist aber auch noch recht nüchtern?“ Da trommelten sie mit ihren Werkzeugen gegen den Boden und lachten, so das sogar der Fahrer durch das Hinterfenster blicken musste um zu sehen was los war.

Der Kreativminister antwortete:
„Wohlan das ihr guten Mutes seit, ihr werdet noch sehr viel zu tun bekommen, danke für eure Hilfe und ich staune darüber, woher ihr wissen könnt das wir wirklich euch Geld bringen werden … und ich staune über eure Unwissenheit … ich war nach dem aufstehen noch nie besoffen!“

Da jubelten sie erneut und fingen an ein Lied nach den anderen zu singen, in der Höhe wurde es merklich kühler, als der LKW im oberen Dorf hielt, wusste der Fahrer schon wo, ohne das man es ihm gesagt hätte.

Da tanzte ein dürrer Mann und winkte heftig mit seinen Armen, Hallo … Hallo … welch eine Freude … hoher Besuch … Hallo … ich habe schon lange gewartet!

Das Alter von Senior Negrin konnte man nicht schätzen, er empfing sie und führte die Beiden in seine Garten. Seine Frau war sehr Jung, da sah er dann doch schon etwas sehr Alt aus. Sie brachte Tee, sie saßen auf Korbstühlen, der Ausblick aus der Höhe war Phänomenal, ganz unten sah man den Schaumrand der Brecher gegen die steinige Küste brechen. Er sprach ununterbrochen merkwürdige Sätze wie: „Man kann nur etwas draußen halten indem man es herein lässt und kontrolliert … oder … Was Falle das Stoße … oder … Seht doch mein Kunstwerk … ich freue mich das ihr es besichtigen wollt!

Da wechselten zwei Männer die Blicke, es waren wie schwebende Fragezeichen.

Da erkannten sie es auf einem Blick. Vor der großartigen Aussicht stand ein großer Baum, der einen starken Ast weit von sich spreizte, darunter hatte jemand eine Bühne aus poliertem Holz gebaut, eine quadratische Bretterkonstruktion, darauf stand ein Stuhl, unter dem Ast, an diesem Ast hing ein dickes Seil mit einem Henker Knoten, dieses Tau lief um eine Rolle die am Ast befestigt war, das führt zur anderen Seite des Baumes und lief dort um einen anderen Ast, daran ebenfalls um eine Kranrolle, daran hing wiederum ein leerer großer Sack aus Segeltuch und darüber ein Gartenschlauch.

Senior Negrin, der Philosoph erklärte darauf hin den fassungslosen Regierungsmitgliedern:

„Schade das wir es nicht probieren können, denn diese Kunst ist für die Bewegung gedacht. Doch leider hat König Ahab der 2te das Hängen einstweilen ausgesetzt und der heutige gnädige König, leider noch keine Zeit gehabt sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.
Die Strafe ist nicht der Tod, wir werden alle sterben, die Strafe ist auch nicht ein verkürztes Leben, welche Wette will man denn gegen Gott wetten, das es nicht die Hölle selbst sein kann?
Die Strafe ist die Qual und die Qual ist für den Schuldigen eine andere wie für einen Unschuldigen, was ja immer passieren kann, der Mensch ist ja nicht allwissend wie Gott. In beiden Fällen darf der Delinquent seinen letzten Sonnenaufgang erleben, er darf soviel Bier trinken wie er will, er darf aber nicht aufstehen um pissen zu gehen, das Problem konnte ich noch nicht lösen.

Er kann aber den Sternen zuschauen und über sein Leben nachdenken, er sieht sein geliebtes oder ungeliebtes Meer, wartet auf das erste Sonnenlicht, zu neuem Leben.
In der Nacht kann die Seele sich verirren. Dann wenn die Vögel im zurufen am Morgen, dreht der Henker wortlos den Gartenschlauch auf und geht zum Frühstück.
Der Sack hält das Wasser und wird schwer, es zieh den Delinquenten ganz langsam hinauf, so das er viel leiden darf. Dem Schuldigen wird so sein schlechtes Karma erlassen oder verkürzt und dem Unschuldigen erwartet die Erleuchtung, sein Schmerz hat für alle Zeiten ein ende! Na was sagt ihr dazu?“

Kapitel 4

Der herzliche Empfang bei den Blödmännern und die damit verbundene Veränderung auf der Insel, alles wird anders !

Der herzliche Empfang bei den Blödmännern und die damit verbundene Veränderung auf der Insel, alles wird anders!

Sein Schiff lag noch auf Reede vor Anker, als Walter. P von der Barkasse überstieg auf den Pier. Merkwürdig, weit und breit keine Passkontrolle, auf den Trick viel er nicht herein. Unauffällig sondierte er die Umgebung, welche Personen spielen hier irgend eine Rolle und ist es ihre echte Rolle? Eine ältere Frau fiel ihm auf, die sich sehr geschickt hinter einem Fischernetz drapiert hatte und an diesem Netz zupfte. Sie beobachtete ihn, ihr Alter schien eine Tarnung zu sein, aber er hatte lange genug trainiert um eine Observation zu erkennen. Er ging deshalb auf sie zu, scheinbar zufällig, er fragte sie beiläufig, wer denn hier zuständig sei für die Einreise. Sie meinte das der König für alles zuständig ist, das sie es aber im genauen nicht wusste. Da hakte Walter P. nach, gibt es hier keine Polizei? Die Frau lachte, ihre Augen waren viel zu jung, ob sie eine Latexmaske benutzte?

Die Fischereiministerin sagte:

„Wir brauchen hier keine Polizei und fragen sie mich bitte nicht was ich mache wenn mir jemand meine Brieftasche stehlen will, ich habe keine!
Wenn mir aber einer meine Perlenkette mausen will dann soll er sie eben haben, das Meer ist voller Perlen! Wenn aber ein Typ so ganz zufällig aus der Fremde kommt um mich auszufragen dann soll er das nur tun, ich gebe gerne und jedem eine Antwort, wer mehr wissen will der gehe zu Senior Negrin, dann würde er auch mehr verstehen. Wenn aber ein Typ denkt er kann mir an die Wäsche gehen, dann macht er seine Bekanntschaft mit Blackjack!“

In diesem Augenblick pfiff etwas über seinen Kopf, obwohl er schnellste Reflexe hatte wäre er zu spät gekommen und tot, einen Fußtritt weit von der Pier gefallen.
Diese Frau mit ihren seltsamen jungen Augen tanzte dabei rückwärts und drehte so elegant ihren Rock, das er aufflog, ihr Hüften kreisten dabei federleicht, so fing sie den Schwung von etwas ab, was sie dann mit einer Handbewegung um ihren Gürtel band, das war also ihr Blackjack.

Agent Walter P. aus Teutonien hatte genug gesehen, so das er wusste das er es hier mit Vollprofis zu tun hatte.
Er würde sich die zwei Namen merken, als erstes wollte er eine Unterkunft finden und eine Basis für seine Unternehmungen, da stand er schon vor dem roten Piraten, er ging hinein, um diese Zeit war kein Betrieb, er trank ein Bier, der Wirt erzählte ohne Aufforderung, solange er nur weiter bestellte, am Abend wusste er viel, auch was Bananabier so drehte und war außer Gefecht gesetzt!

Die Ministerdelegation und Senior Negrin, der Insel Philosoph, standen vor dem Haus der Blödmänner, sie sahen aus als wären sie Zwillinge die als Neunlinge auf die Welt gekommen waren. Hinter dem Haus fluchte eine alte gebückte Frau, dies schien ihre Mutter zu sein. Die Neun standen auf der Terrasse, wie die Orgelpfeifen und glotzten ohne ein Wort zu sagen. Da kam die Alte mit lehmigen Fingern auf die hohen Leute zu, sie spuckte vor ihnen aus und frage:

„Was ihr wollt?“

Jetzt verstand der Finanzminister, weshalb sie Senior Negrin im Schlepptau hatten. Die Minister war einfach nur baff!

Senior Negrin antwortet ihr:

„Auf Order von König Ahab des Dritten, werden die Söhne in seine Dienste treten, um für ihre arme alte Mutter Geld verdienen zu können, und das sie selbst endlich Geld verdienen als das sie eine Frau heiraten, ich meine natürlich jeder eine Frau!“

Die Alte fragte:

„Was ist Geld?

Der Finanzminister antwortet:

„Eine sehr kluge Frage, die 99% der Menschheit nicht richtig beantworten kann. Geld ist kein Ding, man braucht es zum Geben und Nehmen, dann wird es für Alle mehr, so man nicht bescheißen kann!“

Die Alte fragte:
„Was hat das mit mir zu tun oder meinen Söhnen?“

Der Finanzminister antwortet:

„Ich bin selbst Bauer, was man sät kann man ernten, deine Söhne werden das Geld säen und alle, so auch du, werden ernten!“

Da nickte die Alte, drehte sich um und schrie ihre Söhne an:

„Besuch, Tee kochen, kein dummes Zeug reden!“

Der Senior Negrin zischelte dem Bauern in sein Ohr:

„Respekt … Respekt … das hat noch keiner geschafft!“

Die blöden Jungs tanzte vor Freude und jubelten in einem mehrstimmigen Chor, „be su hu hu ch“. Danach ging die Angelegenheit so schnell voran, als ob die blöden Jungs nur darauf gewartet hatte. Den Spitznamen „blöde“ hatten sie schon immer, deshalb waren sie auch stolz darauf, immerhin waren sie die Einzigen, die so einen tollen Namen hatten.

Der Finanzminister legte einige Kladden auf den Tisch und erklärte den Jungs:

„Ihr seid nun eine Bank und diese Bücher sind Bankkonten, da schreibt ihr hinein wer sein Geld , seine Zahl von dem Einen zum Nächsten schickt. Ein Prozent davon gehört euch wenn ihr es hineinschreibt und ordentlich führt, natürlich geteilt für euch alle, durch 10! Jeden Monat zieht ihr ein Prozent für den König ab, in dieses Buch darf nur Geld hinein und nichts heraus, verstanden? Wenn Einer dem Anderen Geld borgen will, dann kann er es tun, den Zins können sie selbst aushandeln. Ihr bekommt davon 1 Prozent. Wenn der Währungsminister kommt, als in dem Fall ich selbst und euch sagt, schreibt allen eine summe sowieso ein, dann macht ihr da so! Dafür bekommt ihr aber nichts! Wenn der König sagt, dies oder jenes ist zu machen,wer will es machen, ihr bekommt sowieso dafür, dann schreibt ihr es ihm in sein Buch. Das ist alles, noch Fragen?

Dem Größten der Pfeifen, rollten die Augen, dann fragte er:

„Wir bleiben hier oder gehen hier weg? Was ist Sowieso? Kann man sich auch eine Frau kaufen? Wo sollen wir denn hin gehen wenn wir hier weggehen?“

Der Kleinste fragte:

„Da wäre dann eine Spalte Haben, eines Spalte Abzug oder Zugut, Verdienst, Summe und Gesamtsumme, der Name oben auf?“

Der mittlere fragt:

„Wo bekommen wir den die Kladden her und erlaubt uns das unsere Mutter?“

Der Kreativminister spricht:

„Die Kladden haben wir schon, auch Bleistifte, das mit den Spalten macht ihr genauso, ihr geht jeweils zu Dritt in drei große Ortschaften, drei von euch machen Pause und wechseln sich ab oder helfen der Mutter! Ja Frauen kann man kaufen nur erzählt man es nie einem Anderen, schon gar nicht seiner Mutter! Sowieso ist immer nur eine Zahl, die Mutter fragen wir nun gleich!“
Die hatte natürlich unter der Hütte gestanden, neben den Hühnern, die sie fütterte, so das sie gut lauschen konnte, sie stieg überlegend die quietschende Treppe hinauf.

Da fragte der Währungsminister, er hatte ja soeben eine eigene Währung gegründet:

366 Tausend 487 geteilt durch 23, nur mal so eine Frage?

Der Chor antwortete:

„15934 Komma 21739130435“ !!!

Die Mutter kam herein und schnauzte ihre Kinder an:

„Raus mit euch, macht euch gefälligst nützlich, macht ja keinen Quatsch, Frauen kann man nicht kaufen so ein Unsinn auch, vergesst ja eure arme alte Mutter nicht, nun macht euch vom Acker“!

Noch am selben Abend wurde in der amtlichen Nachrichtenstube, im Al Pirata Rojo, Bananen Trembo frei Haus serviert. Der König gab bekannt, das er nun beschließen werde, das alle Insulaner ab heute, Reich sein werden, jeder bekam 25 Pesetas per Dekret zugeschrieben! Da entstand eine merkwürdige Pause. Der Wirt meinte, was seien denn 25 Pesetas Wert? Stille … da erhob sich Walter P. Teutonischer Einflussagent, prostet alle zu und rief in die Menge:

„Das was heute 10 Bananabier schmecken und morgen 100 Kilowatt Strom im Monat kosten“!

Das war eben ein Einflussagent der die Stunde zu nutzen wusste.
Der König aber rief: „Heute sind es 10 Bier und Morgen 100 Kilowatt Stunden im Monat aber Übermorgen wird es ein Wert sein, der in der Vergangenheit liegt, sich also nie wieder verändern kann, das ist die Garantie für ewige Stabilität!

Da nahm die Blaunase seinen Mund von des Königs Ohr, und kippte sich sein Glas auf einen Zug hinunter, diesen Matrosen aber würde er von nun an in Augenschein nehmen!

Paola reichte der Nase sogleich ein frisches Glas bestes Bananenbier!

Kapitel 5

Das Geheimnis der größeren Insel, was der Geheimagent herausfinden will.

Früh am Morgen, als der Tau noch in der Luft hing und die Straße auf den Berg noch rutschig war, da fuhr Walter P. mit seinem Seemannskollegen im LKW den Berg hinauf. Dieser war vollgeladen mit 5 großen schweren Plastikrollen, die mit Gurten verzurrt wurden.

Einige von der Mannschaft, mit denen er her gekommen war, heuerten auf vorbeikommenden Schiffen an oder arbeiteten freiwillig an Land. Dieser Hamburger wollte hier bleiben und ein Bauunternehmen gründen. Er erzählte das er mit einem der Bankmänner schon gesprochen hatte, dieser sich wohl geneigt zeigte ihm einen großen Kredit zu geben, wobei der König immer einen Eigenanteil von 20% hielt, dafür brauchte er auch nicht Steuern zahlen oder in die Korruption ein zusteigen.

An der Straße standen kleine Bautrupps, die diese ausbesserten, die Leute winkten mit ihren Schippen und einige Leute sprangen hinten einfach auf. Es hatte sich so eingebürgert, das die Menschen in den Bergen, die Fahrten als notwendiges Transportmittel benutzten, natürlich noch ohne zu zahlen. Oben angekommen, kroch der LKW das letzte Stück fauchend im ersten Gang, bis sich ein größerer Platz öffnete, mit einem riesigen Ausblick. Walter P. wollte sich in Ruhe umschauen, der Fahrer hatte nichts dagegen, er kam ja an diesem Tage noch oft zurück, um ihn mit zu nehmen.

Plötzlich krachten die Rollen den Hang hinab, es staubte und grollte noch eine Weile, in etwa 200 Meter Tiefe kamen diese Müllstücke zum stehen. Ganze Berge lagen dort, die unterste Lage war aber schwarz und geschmolzen, der Vulkan kochte das Plastik aus zu Teer, ohne das es brannte oder qualmte.

Der Rundumblick war so grandios das Walter P. einen Augenblick lang vergaß, warum er eigentlich hier war. Er suchte neue Verbündete für Teutonien, die im gegenseitigen Netzwerk ihren gesunden Platz haben konnten und somit auch Teutonien stärkten.

Bisher waren nur die Hamburger mit ihren Ruhr Vasallen im Geschäft, doch Walter P. hatte über das Agentennetz schon länger erfahren das die Reederschaft mit den Pakistanis verhandelte um ihren die etwas besseren Schrottschiffe zu verkaufen. Sie hatten absichtlich den Insulanern den Gewinn im voraus gezahlt, sie hatten ja nun ihr Schiff, so konnten sie, wenn ihr Hafen frei genug war oder die Hamburger Bürgerschaft nicht mehr dafür aufkommen wollte, ganz einfach den Vertrag brechen.

Doch zuerst mussten sie noch schnell ihren Müll loswerden um an die notwendigen Grundstücke zu kommen. Derweil baute Bananien seine Kapazitäten aus, die sehr plötzlich abbrechen werden. Er dachte nach ob er dem Fahrer einen Tipp geben sollte, aber er entschied das dies seine Mission Gefährten könnte, also besser nicht!

Er stand auf der einen Kante der Insel, von hier fiel sie stark ab um dann senkrecht, in etwa 50 Meter tief, in das Meer zu stürzen, die andere Seite hingegen hatte einen sanft auslaufenden Zug, der in der kleinen Stadt, dem Hafen und dem Strand endete. Da hinaus war das Meer nicht sehr tief und in etwa 3 Seemeilen Entfernung sah man gut die Nachbarinsel, die sie El Silencioso nannten.

Eigentlich war es ein Inselsystem, nur das El Silencioso, ungefähr halb so groß war und rings herum umgeben von 50 Meter hohen Basaltklippen, kaum zu erklimmen war.
Einen natürlichen Hafen gab es dort nicht, auch war es selten möglich an dieser Geröllküste mit einem Schiff zu landen, weil die Brecher unberechenbar sein konnten und waren.

Walter P. wusste aber, das er nicht mehr viel Zeit hatte und mit der restlichen Mannschaft zurück fahren musste, seine Vorgesetzten warteten auf ihn, man würde den Hamburgern das Feld nicht überlassen, zumal die BMDP, die Bananas de la Monarquía Democrática Popular, alle formalen Bedingungen für eine freie Assoziation erfüllen würde, also ein Handelspartner werden sollte.

Er schaute also noch einmal und gründlich mit seinem kleinen Fernglas, da entdeckte er das vor dieser Insel, noch eine kleine Insel stand. Er fand später heraus das diese Vogelinsel wie ein U geformt war, die eine Seite hatte einen etwa 30 Meter breiten Strand und war halb umschlossen von steilen Felsen, die andere Seite aber, zu El Silencioso hin, war genauso schroff wie diese.

Der Abstand der Beiden, betrug ungefähr 100 Meter, da hatte er was er brauchte, nun brauchte er noch etwas, als das die Insulaner auch bezahlen konnten!

Auf der Rückfahrt stieg eine Frau hinzu, er staunte nicht schlecht, das sie fließendes Deutsch sprechen konnte. Sie unterhielt sich die ganze Zeit mit dem Hamburger Fahrer, Walter P. sinnierte, er hatte keine Lust auf ein Gespräch, dennoch sprach er etwas mit, nur um der Frau zu zeigen das sie auch mit ihm sprechen konnte.
Sie hatte einen regelrechten Drang zum sprechen, solche Leute sind in seinen Beruf sehr wichtig, die sollte man immer gut behandeln, also lud er sie abends zum essen ein.

Als er in das Pirata gehen wollte fing ihn Paola ab, sie bedeutete ihm es sei wichtig, er hatte eine Vorladung zum König Ahab den Dritten bekommen. Gleichzeitig erzählte sie ihm alles was er wissen wollte über diese seltsame Frau. Sie war nämlich seit einigen Jahren einfach nur so da, keiner und sie selbst nicht, wusste wo sie herstammte oder wie sie hieß oder irgendwas. Deshalb nannten sie sie nach der Insel, Seniora Silencioso, seltsamerweise behauptete sie später, sie hatte ein Jahr lang kein Wort sprechen können, um danach gleich 3 Sprachen fließend zu können, das sie diese Insel betreten hat und ihr Geheimnis kennt.

Er wog bedenklich den Kopf als er dieses Geheimnis erfuhr und schwieg danach selbst.

Vor einiger Zeit, kam ein seltsamer Mann als Tourist auf die Insel im 666 Programm, andere Touristen Visa wurden gar nicht mehr ausgestellt, weil der Andrang dazu sowieso zu groß wurde. Der König war über diese Idee von Blaunase sehr begeistert. 6 Wochen dauerte die Anreise und 6 Wochen die Abreise, man blieb für 6 Wochen auf der Insel.
Die An- und Abreise bezahlte man im voraus. Mal kam man mit einem Frachter mal mit einem Segler oder beides in Kombination, auf der Her- und Rückreise sah man viele schöne Dinge. Wer keine Zeit hatte war unerwünscht! In der ersten Woche arbeitete man 6 Tage und 6 Stunden am Tag. In der zweiten Woche 5 Tage und 5 Stunden am Tag, danach in der Dritten 4 Tage und 4 Stunden. In der Vierten 3 Tage und 3 Stunden am Tag. So also in der Fünften 2 Tage zu 2 Stunden und die Sechste Woche hatte man frei oder man machte den Rest, was man noch erledigen wollte.

Dieser seltsame Mann trug einen Rock und hatte einen roten Bart, er hatte eine Kamera dabei und wollte in dieser Zeit einen Film über die Insel drehen, er war im Auftrag der Ruhrgebietler hier. Dieser Mann nannte sich aber selbst eine Frau und bekam deshalb stetig und ständig von den Männer auf seinen Po geklopft oder gar gestreichelt.

Deshalb beschwerte er sich über dieses anzügliche Benehmen, ab diesem Tag schaute ihn keine Frau und kein Mann mehr an, er war so etwas wie flirrende Luft.

An ihm wurde auch kein Alkohol mehr ausgeschenkt oder es wurde nicht mit ihm gesprochen.

Er filmte was das Zeug hielt und die Einzige die ihn anschaute und mit ihm sprach war die Junge Seniora Silencioso, sie kämmte ihr rabenschwarzes Haar mit Kokosöl, so das es duftete und glänzte, sie wurde in allen Posen und in allen Orten photographiert und in die Kamera gebannt.

Vor seiner Abreise musste der Tourist wie abgemacht eine Kopie seiner Dateien abgeben, der König schaute sich diese einen Tag lang an, dann konnte er das Schiff nehmen. Auf dem Schiff erfuhr dieser unglückliche Mann/Frau erst, das es eine große Tradition sei, den Männern auf den Po zu hauen oder zu streicheln, von den Frauen, so wie es die Männer mit den Frauen auch taten.

Wer dies nicht wollte wurde sofort zu einem unsichtbaren Fremden! Der König wollte dieses Ungemach also umgehen und gab das Dekret, nur Frauen und Männer durften die Insel betreten, wer dies in sich oder äußerlich nicht wahr, bekam keine Einreise!

Es gab nur eine Ausnahme, die war aber bekannt, Paola!

Dieser Mann mit Rock, änderte auf der Rückfahrt sein Geschlecht und wurde zu einem Mann.

Gleichermaßen änderte er seine Loyalität und ging schon in Rotterdam von Bord um dann nach Kiel weiter zu fahren, in das Land Teutonien.

Die Prüfungen der Übersiedler wurden mit der Zeit immer strenger, bei diesem Mann dauerte es recht lange, nur die Tatsache das er so gutes Filmmaterial dabei hatte, hielt man ihm zugute. So kam Walther P. in das Projekt!

Die Szene, wie sie freihändig von dem kleinen Boot federte um über das Geröll zu springen wie eine Gazelle, um dann mit bloßen Händen, nur einen Beutel Kreide hatte sie dabei, diesen Felsen empor zu steigen, umkreist von Raubvögeln, die sichtlich irritiert waren, diese Szene war es, die dem Geheimagenten die Idee brachte.

Er saß dem König gegenüber, dieser faltete seine Hände über den Bauch und fragte den Walther P. :
„Sie haben viel gesehen in Bananien? Was wissen sie was ich nicht weis? Ehrlich!“

Das kam für den Walther P. völlig unerwartet, er zögerte, genau in diesem Augenblick fühlte er einen sanften Windhauch, es roch nach Kokospalme, er spürte wie sich sein Polster ganz leicht bewegte.
Er schaute absichtlich nicht in diese Richtung, er brauchte noch Zeit zum überlegen, eine Grundsatzentscheidung zu treffen, als er antwortete.:

„Was hat es mit der Insel El Silencioso auf sich? Wir können Handel treiben zwischen Teutonien und der BMDP, die Reeder werden dir nicht mehr lange neue Schiffe schicken, die ihr ausnehmen und verwerten könnt, aber warum ihr sie im Meer versenkt das verstehe ich nicht!“

Der König lächelte und sprach:

„Ihr wollt also El Silencioso anschauen? Eine kleine Expedition dahin, das Meer ist morgen sehr günstig? Ihr fragt Euch was die Rostschiffe im Meer sollen? Wir machen gerade eine Entwicklung durch, da braucht man zum anstoßen solche Großprojekte.

Die letzten 2 Schiffe werden voller Flaschen und Glasschrott sein, dann wissen wir das wir neue Aufgaben brauchen!
Die Flaschen sind wirklich das Problem!
In die drei Monaten ist so ein Schiff zugewachsen, in einem Jahr hat sich dort ein Riff gebildet, und in drei Jahren gibt es viele Fische, die wir uns nicht wieder wegfangen lassen von Fremden! Doch sind wir von diesen künstlichen Riffen nicht mehr abhängig, dank Blaunase! Wollt ihr morgen zur Insel des Schweigens?“

Walther P. hatte ein Teilziel erreicht, die Insulaner hatten Agenten in Hamburg, das war schon die Nachricht alleine wert.

Doch kam es nun auf seine Antwort an, als er sprach:

„Ich will euch anbieten, das die Teutonen eine Brücke bauen von der Vogelinsel zur Insel des Schweigens, deshalb würde ich gerne diese auch betreten wollen, auch um zu berichten ob es möglich sein wird!“

Der König:

„Keinen Flughafen! Nur eine Hängebrücke für Fußgänger, die aber lange halten soll, hier gibt es auch Stürme! Wie können wir Euch helfen?“

Der Agent war nun doch etwas enttäuscht wie leicht es auf einmal geht und wie sehr der König die Möglichkeiten von vorne hinein schon einzuschränken gedenkt, aber es ist zumindest ein Resultat!

Jetzt braucht er aber eine Antwort: Was war die ehrlichste Antwort, die der König nicht lösen kann? Er sprach:

„Derzeit haben wir nur ein Problem, wir haben zu viel Gefangene, das erzeugt Unmut in der Bevölkerung. Einfach nur deshalb weil niemand ein Gefängnis vor seiner Nase haben will, mit Gewalt sollte man so etwas aber nicht bauen!“

Der König nickte, wie immer wenn er zwar ein Problem kapierte aber nicht selbst weiter wusste, er dachte an „Nase“, ach ja „Blaunase, genau, der Kreativminister wartete doch schon hinter dem Vorhang, seine Fußspitzen waren schon zu sehen, also Befahl er so Herrisch wie er nur konnte:

„Minister für Kreativ, sofort und schnell zum König!“

Der Minister kam hervor und setzte sich zu Füßen des Königs Ahab des 3 ten, er fragte:

„Ein Gefängnis kann doch an jedem Ort sein? Wenn es die Leute aber nicht wollen, dann kann es doch nur an einen Ort sein wo es keine Leute gibt? Oder einem Ort wo das Gefängnis mal da ist und am Mittag schon wieder weg?

Vielleicht sollte es auch etwas Ladung mitnehmen können und einen Ladekran haben? Dann fährt es hin und her oder hin und her und her und hin? Wenn wir Leute brauchen die etwas taugen dann leihen wir sie auf unsere Kosten aus?
Das Ding bauen müsst ihr aber selbst, auch betreiben müsst ihr es selbst, bezahlen müsst ihr es auch selbst, auch die Hafengebühren und was die sonst noch brauchen!“

Am nächsten Tag, die Idee hatte den Walther nicht schlafen lassen, auch die Vorstellung, das sie in etwa wussten wer er war.

Dieser etwas genußsüchtige Kapitän, mit dem Theodora nach Hamburg gefahren war, dessen Vater, der die Ehre des anständigen Kaufmanns gefressen hatte, bis sie zu seinen Knochen geworden war, ja diese Mann und ein paar Männer mehr, hatten eine große Sympathie dafür, endlich an die Seite Teutonien zu wechseln und somit war es ihnen klar, das es nicht einherging, wenn schon die Reeder zu Gaunern wurden.

Im Deutschen heißt es „redlich“ sein, das war führ ihn keine Redensart!

Tatsächlich waren die Verhandlungen schon weit gediehen, die Pakistaner hoben jeden Monat die Preise und auch die Anzahl der Schiffe. Alle spekulierten darauf das es in naher Zukunft wieder richtig losging, wofür es aber eigentlich keine guten Gründe gab, nur Kiel und der Ostseekanal boomten inzwischen.

Die Nachrichten aus dem Ruhrgebiet, indem tatsächlich die Krankheit Ruhr grassierte, waren eher schlechter als schlecht.

Sie erwarteten wirklich ausländische Hilfe um ihr Produktion auf Kriegswirtschaft umstellen zu können, dabei vergaßen sie in vollem Umfang, sich um das zu Sorgen, was viel wichtiger war.

Diese vielen Bergwerke die man einst dort hatte, soffen mit Wasser ab, was eigentlich nie passieren durfte, denn dazu waren stetige Pumpen in Betrieb um dies zu verhindern.

Wenn diese nicht laufen, dann würde der Boden einsacken weil die Schächte im inneren zusammenbrechen, da halfen auch Verfüllungen nichts mehr.

Irgendwer hatte es vergessen, die Banden dort hatten wichtigere Dinge vor, das Knarren der Häuser konnte man zwar schon hören, doch wer war da noch zuständig?

In der letzten Zeit war alles abgewandert, was noch etwas taugte oder wer es sich noch leisten konnte, die Zuwanderer kamen aus vielen Gründen, einige verschwanden von dort in ihre Heimat nach wenigen Tagen oder Wochen!

Der Süden aber erholte sich, nur sie fuhren nicht mehr über die Autobahn der Ruhr, der schlechten Straßen und der Überfälle wegen. Sie wendeten sich lieber nach Frankreich oder Italien, die schon über eine Assoziation berieten.
Da die Wahl anstand in Teutonien, hatte man einen teuflischen Plan in NRW ausgeheckt, man wollte das Telefonnetz manipulieren um ein Exempel zu statuieren.
Besseres viel der scheinheiligen Regierung dort nicht mehr ein.

Natürlich war der Plan verraten worden, doch hielt man ihn in Teutonien geheim, man brauchte keine Eskalation, man wollte den Selbstzerstörungsprozeß einfach nicht stören, ein Krieg hätte zum Doping gewisser Kräfte werden können.

Man hielt also alles beim Alten, nur erfand man das „Volksfest der Volksdemokratie“ , wobei keiner recht wusste was das sein sollte.

Nun ganz einfach, es gab Musik und Bier und zu Essen, sehr preisgünstig, meist auf einem Marktplatz, der Zugang war nur von einer Seite gedacht, Ausgänge aber nach allen Seiten, die erst nach der Wahl geöffnet wurden.

Zu Beginn würden die Leute durch einen schmalen Schlauch laufen müssen, der sich an einer Gabel teilte, dort stimmte man mit den Füßen ab, da lang oder da lang, diese Ergebnis wollte man dann mit dem Telefonergebnis vergleichen um es verifizieren zu können!

Kapitel 6

Mit Moos viel Los, auf El Silencioso, zum Gegensatz der Wahl des "Ersten 1“ in Teutonien.

Kapitel 6

Mit Moos viel Los, auf El Silencioso, im Gegensatz der Wahl des "Ersten 1“ in Teutonien.

Dies mal hörte der große Volksdiktator in der Demokratischen Volksdiktatur Teutonia seinen eigenen Atem, wie er schnaufte und er hörte seinen dabei seinen eigenen Puls.

Als die Graphitstäbe seinen Körper in die Metallschale pressten, blieb die Zeit einfach so stehen.
Alles um ihn herum machte keinen Sinn mehr, er wollte diese Führerschaft nicht mehr haben, er wollte auf ein Schiff steigen und weit weg fahren, schon seiner Familie wegen.
Sein Schweiß lief ihm über seinen Bauch, durch seine Hose und tropfte an seinem linken Bein herab.

Verdammt nochmal, warum das dauerte diesmal so lange?
Weil er die Zeit nicht mehr spüren konnte merkte er nicht das der Unterschied nur 12 Sekunden betrug, dann blitzte das grell weiße Licht auf, hunderte Scheinwerfer.

Die Sperre klappte sofort auf, er hörte ein Dröhnen, es war das ekstatische Publikum, er rannte einen Sprint und sprang aus vollem Lauf von der Bühne, so als ob er von drei Meter Höhe in ein Meer eintauchen wollte.
Er sackte leicht durch, aber hunderte Hände bewegten ihn über die Köpfe der Menge.
Der Wahnsinn ließ in schreien, sein Glück brannte sich tief in sein Hirn, das war der Moment zum Wahnsinnigen zu werden, doch war er gerade auf diesen Augenblick vorbereitet worden.

Er war in diesen Sekunden Gott, dies war auch gut so, hernach würde er zur Besinnung kommen und seine Rede verlesen, er krümmte sich vor Lachen, die Menge der tausend Hände, warf ihn herum wie ein Ball, einfach nur so zum Spaß.

Da schwebte von oben ein Artist an einem Seil auf ihn zu, er zog ihn in die Höhe, seine Beine umfassten ihn fest wie ein Schraubstock und seine Hände legte ihm einen Sicherungshaken an, schon war er in Dunkelheit, einem stillen Raum, ein Glas echtes Bananenbier!

Außen um ihn herum wurde das weiße Rauschen weniger und in ihm wollte das rosa Rauschen nicht leiser werden. Seine Leute warteten respektvoll.

Er ging unter die kalte Dusche und zog sich neue Kleider an, eine ältere Dame fönte dann sein Haar und richtete es mit einem Kamm und etwas Haarlack.
Seine Schritte hinunter zur Bühne, wo der besagte Apparat hinter einem dicken tiefroten Vorhang schon verschwunden war. Sie legten ihm die Kabel um, und richteten sein Mikrofon, er hörte einen strengen Befehl: „Los jetzt!“

Der Erste 1 sprach zu seinem Volk:

"Liebe Menschen, ich verdanke euch mein Leben, das macht mich sehr glücklich. Ich weis nicht wie lange ich noch die Kraft dazu habe, diese schwere Bürde zu tragen, dennoch werde ich es für ein weiteres Jahr tun.“

(Applaus, ein Konzert an Pfiffen und Schreien)

"Die BMDP, die Bananas de la Monarquía Democrática Popular, ein Land weit weg von hier, das die meisten Leute nur kennen, weil sie das Bananenbier von dort kennen und lieben. Dieses Land, eine Insel, ist der freien Assoziation beigetreten, andererseits haben sich in den ehemaligen freien Staaten von Amerika die Kräfte zu Wort gemeldet, die unseren Planeten immer wieder in ein großes Unglücke stürzten.“

(Puuh, Puuh, böses Pfeifen, Haut ab, Haut ab)

"Sie kritisieren uns dafür, das wir uns an den eigenen Haaren aus der Katastrophe ziehen, deshalb werden wir die Beziehungen zu Russland weiter verstärken, die neue Zusammenarbeit soll auch endlich den gut gefüllten Fond leeren, der dadurch entstanden ist, das wir viel zu sehr zum Importeur geworden sind. Dies war aber notwendig und in den ersten großen Lieferungen war nie von Geld die Rede!“

(Klatschen, was rhythmisch wirkt)

"Es wird aber noch lange dauern, bis unsere Felder sich erholt haben, es wird viel Kosten und Arbeit machen, um dies zu erreichen. Früher warf man einfach Uran Verseuchten Mineraldünger samt Pflanzengift auf den Acker und nahm die Gewinne mit, man dachte sich dafür jede Menge Unsinnigkeit aus, was das Klima betrifft und unser aller atmen.“

(Langer ruhiger Beifall)

"Wir werden deshalb ein großes gemeinsames Russisch Teutonisches Projekt starten, wir erschaffen eine Energie, die uns überreichlich zur Verfügung stehen wird, zu jeder Zeit ohne den Gefahren von einst, weil man diese Energie mit Dummheit verbaute. Wir werden auch das Problem lösen, das unsere Gefängnisse nicht leerer werden können, der Fremden wegen, wir werden einfach mehr bauen, wir werden sie so bauen, das die Menschen im Land nicht dagegen sein werden und wir werden damit unsere kleinen Werften wieder mit Aufträgen versorgen.“

… … …

"Das Grundgesetz nenne ich hiermit per Dekret um, in "Die vorläufige Verfassung Teutonia“, wir werden ausführlich darüber sprechen und nachdenken, ohne Hast und Eile.“

"Wir werden jedes Absolut hinterfragen, auch ob die Würde des Menschen unantastbar ist, man aber Menschen Fesseln darf, sie Töten darf, sie Gefangen nehmen darf und vieles mehr, was die Würde verletzt. Denken wir an die Ehrwürdigkeit und denken darüber nach ob Würde und Ehre nicht Zwillinge sind, so wie der Tag und die Nacht, ich Befehle euch das Nachdenken, nicht die letztliche Entscheidung darüber.“

"Ich füge dieser vorläufigen Verfassung den § 0,1 hinzu, das Gesetz wird niemals durch ein höheres Gesetz gebrochen, alle Gesetze die höher sein wollen sind damit per Definition ungültig.“

(langes rauschendes ruhiges Klatschen)

"Ich füge hiermit § 0,2 hinzu, das alle Gesetze unterhalb der Verfassung eine Haltbarkeitszeit bekommen und danach bei nicht Verlängerung automatisch ablaufen.“

"Gesetze können nur im Menschen wirken, wenn sie Klar und ohne Widerspruch in sich selbst sind. Liebes Volk, die aufkommenden Kräfte in Süd, Ost und West Nordamerika bedrohen uns schon wieder mit einem Krieg. Wir aber werden keine Armee erschaffen, die wiederum unsere Nachbarn dazu zwingen würde das Selbige zu tun, wir werden aber eine gewaltig Superwaffe erschaffen, die alles schlägt was es auf diesem Planeten gibt, diese Waffe kann nicht zum Angriff benutzt werden, nicht einmal zur Selbstverteidigung, diese Waffe nenne ich, "Das Deutsche Selbstmordrohr“, glaubt es den Deutschen, glaubt es dem Herrscher von Teutonien oder glaubt es nicht, wir gehen unseren eigenen Weg, an unserem Wesen soll die Welt genesen, dies ist unsere Prophezeiung, nicht aber das wir unser Wesen in fremde Völker pressen oder das fremde Völker zu uns kommen um ihre Kultur zu leben und uns als Siedlungsgebiet betrachten.“

(trommeln mit den Füßen, im Takt der schlagenden Hände)

"Deutsch ist der, der sich Deutsch assimiliert hat, durch Geburt oder Einsicht, durch Selbstzweck oder Religion, durch was auch immer, dies ist die Linie, alle anderen sind Gäste und werden sich wie Gäste benehmen müssen, sie werden wie Gäste behandelt! Danke mein Volk!“

Vor der Halle warteten hunderte Reporter, keiner hatte Zutritt nach Innen, sie hörten nur den Klang einer Rede, nicht aber seinen Inhalt, sie hörten das Rauschen, wie eine Brandung die auf und ab, gegen eine steinige Küste schlägt. Dann kamen viele junge Mädchen, sie brachten Kaffee und Kuchen, sie brachten auch das gedruckte Redemanuskript!

In etwa zur selben Zeit, saßen die Herren von der Reeder Vereinigung zusammen und diskutierten wie es mit den Schiffen an die Insel weiter gehen sollte, zwar beklagte niemand einen Verlust, dennoch könnte der Gewinn aber noch größer sein, weil die Pakistanis erneut ihr Angebot erhöht hatten.

Sie wollten mit dem rostigen Seelenverkäufern noch einige Monate oder Jahre fahren, damit Kasse machen, danach sollten sie in Pakistan auf einen flachen Strand gesetzt werden, man würde sie dann mit billigem Lohn zerlegen lassen, der Schrottwert war nicht zu verachten.
Der Älteste der Versammlung, hatte eben besondere Rechte, er konnte bei einem Patt der Stimmen, eine Seite überstimmen.
Er kannte natürlich seine Leute als er sprach:

"Da habt ihr nun die Plastikmüllhalde nach Übersee verschifft, dieses Plastik wurde noch vor kurzer Zeit aus dem Meer gefischt, hoffentlich haben es die Leute dort unten nicht in ihr Meer wieder gekippt, ihr würdet es nämlich so tun, darüber nachgedacht habt ihr jedenfalls in der nahen Vergangenheit.“

"Ihr habt nun zwei neue Pier, wenn das Geschäft hochkommt dann macht gutes Geld? Verladet also noch drei Schiffe mit dem Glasflaschen Müll und schickt sie weg. Es war ihnen sehr wichtig, nicht das diese Kannibalen noch in Euer Haus kommen?“

"Danach könnt ihr verkaufen und jetzt darüber eine Abstimmung machen! Die Bürgerschaft muss auch noch das Baggern der Elbe bezahlen, das macht sie aber nur wenn ihr Gewinne garantieren könnt, dies könnt ihr aber nur, wenn irgend jemand da draußen, unseren Hafen für einen netten kleinen Krieg braucht. Sie arbeiten daran, ihr auch, ich weiss! Nur kenne ich den frischen Inhalt der Rede des Teutonen, ich bin mir da nicht mehr sehr sicher, das euer Plan aufgeht?“

So stimmten sie in seinem Sinne ab, ehe es sich der Alte noch anders überlegen würde, doch würde man ihn auch bei nächster Gelegenheit aus dem Club werfen!

Mit einem kleinen Rettungsboot fuhren Adamo, Seniora Silencioso, der Agent, Blaunase und der Finanzminister, in seiner Eigenschaft als Weltensegler in Richtung der unbekannte Insel.

Das Meer war heute wirklich sehr zurückhaltend, kein Wind war zu spüren, unterwegs umfuhren sie die große Pötte, die ausgeräumt an ihrer Ankerkette hingen, deren Motoren dampften schwarzen Rauch. Sie liefen mit kleiner Kraft rückwärts, nur um die Kette zu straffen und um die Öle zu verbrennen.

Noch immer warfen Arbeiter gerollte Kabel von Bord, an einem Fender befestigt, schwamm dies dann im Wasser. Sie zogen so das Material bis in den Hafen, wo der Hafenkran, wenn er mal Zeit hatte, dieses Gewirr an Land zog.

Die kleine Abenteuer Gruppe hielt aber daran vorbei, ihrem Ziel zu. Fast senkrecht stand diese glatte schwarze Wand aus Basalt, nur kleinste Risse konnte das ungeübte Auge sehen.
Die Stille Seniora, sprang auf die stille Insel, das heißt auf die schweren Steine, durch denen das Meer gurgelte, den Anderen gelang dies auch, nur mit viel Mühe und einigen Versuchen.

Ihnen Allen stockte der Atem, als sie sich einen Leinensack um die Hüfte band und damit wie eine Katze gegen die Wand sprang, so zog sie sich höher, machte dabei breite Schritte zur Seite, nur konnte keiner sehen worauf sie stand, einmal hing sie so frei das ihre Beine baumelten, sie überquerte so, einen Überhang, ihr Kopf lag dabei unter ihren Beinen.

Sie wagten nicht zu rufen, sie hofften nur, das die Mühe bald ein Ende hatte und sie heute nicht weinend nach Hause fahren mussten. Da stand sie oben und winkte mit ihren schmalen schneeweißen Händen, sie wirkte so klein. Sie hatte sich eine dünne Schnur um die Schulter gewunden und diese lies sie nun herab, so konnte ein stabileres Seil empor gezogen werden und daran eine Strickleiter aus Webleinen. Nun dauerte es fast eine Ewigkeit bis sie Alle nach oben gekommen waren, das Seil und die Leiter würde man hängen lassen.

Von oben war der Blick auf Bananien einzigartig, nach dem inneren der stillen Insel, neigte sich das Land, wie eine flache Kuhle, die Gebüsche waren meist Farne, verwachsen mit Lianen, man sah keine Bäume und keine Tiere außer Vögel.

Adamo ging mit dem Braumeister und sagte den Anderen sie sollten zusammenbleiben und die Klippe erforschen, wo die Brücke gebaut werden sollte, aber nicht in das Innere gehen, so wollte es der König, außerdem waren dort giftigste Schlangen!

Blaunase wunderte sich, das Adamo ihn zu seiner Seite nahm um eigene Wege zu gehen, es dauere lange bis sie eine steinige Rille fanden, die man als einen provisorischen Weg benutzen konnte, dann sahen sie zwischen den Blätter hindurch, die einige Meter über ihren Köpfen schwankten, etwas seltsames.

Adamo schien zu wissen, das er dahin wollte, es war wie ein spitzer grüner Hügel, der ringsherum in einem Abstand, der in etwa die Höhe der Farne entsprach, eine Wiese hatte.

Aus seiner Tasche brachte der Adamo einen Sextant hervor und vermaß die Höhe als auch die Breite, von diesem seltsamen Ding. Der Finanzminister Bauer hatte es ihm einst selbst beigebracht, wie man das mit einem solchen Gerät machen konnte, da brauchte er nur in eine der Lagerhallen zu gehen und sich so ein Ding zu besorgen und etwas damit zu üben.
Es war wohl eine Pyramide. Hand dick bewachsen mit einem verfilzten Moos, eine feste grüne Matte. Blaunase riss sie auf und griff hinein, er schob sich ein Stück vom Moos in seine Hosentasche. Darunter schimmerte es wie blaues Metall.

Adamo nickte ernst, er legte den Finger auf die Lippe und deutete zu dieser ungewöhnlichen Form, in mitten in der Wildnis. So gingen sie zurück und fanden den Rest ihrer Gruppe, sie stiegen hinab zum Boot. Walther P. konnte seine Freude nicht verbergen, in dem er den Platz den sie untersucht hatten als Perfekt empfahl.

Kapitel 7

In dem der König viele Audienzen geben mußte, weil er die Gefahr auf allen Seiten sah.

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  1. Oh ja … die Geschichte geht weiter und nimmt noch an lauf zu! ###

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Text und Idee, Rechte: Winfried Klemm Bilder und Idee: Sabrina Watzl

Hintergrund

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