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° Das Grundeinkommen im Experiment ° Mittwoch, 01. Januar 2014

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Das ein Grundeinkommen in Verbindung mit einer freiwirtschaftlichen Geldlösung, die Zukunft für unseren Planeten wäre, steht für die Kenner der Materie außer Frage.

Wie wäre es also wenn man die halbe Entwicklungshilfe in ein solches Experiment stecken würde?

Was passiert wenn man mit einem ganz kleinen Betrag in einen Dorf in Namibia damit beginnen würde?

ZitatTeilAuzügeTAZonline:

In einem namibischen Dorf erhalten alle Bewohner monatlich 100 Namibia-Dollar. Eine Revolution in der Armutsbekämpfung oder Belohnung für Faulpelze?

Wer nicht arbeitet (für jeden Lohn) der soll auch nicht essen und verhungern?

Das Wort Faulpelz umschreibt somit eine Armutskatastrophe im menschlichen Hirn. Jeder soll Leben, dann muss auch jeder Essen und die Faulpelze haben schon immer die Erfindungen gemacht. Da kann so ein fauler Pelz sein leben lang nichts tun aber eine einzige Idee macht sein ganzes Dorf reich!

In der 1.200-Seelen-Gemeinde gut 100 Kilometer östlich von Namibias Hauptstadt Windhuk erhält jeder Bürger monatlich 100 Namibia-Dollar, umgerechnet sind das acht Euro. Reich ist man damit nicht, aber leben kann man davon, vielleicht sogar ein bisschen mehr. Tun muss man dafür nichts, es gibt keine Bedingungen und kein Kleingedrucktes. Wer in Otjivero lebt, bekommt das Geld. So einfach ist das.

Echtes Grundeinkommen ist Bedingungslos!

Die Lutherkirche testet im modernsten Segment in der Gesellschaft, das ist wirklich außergewöhnlich – sie erfanden gerade eine ganz neue Entwicklungshilfe!

Nur wer nicht hungert, wird wirtschaftlich aktiv und kann sich selbst aus der Armut befreien.” Damit stützt er den Bericht einer staatlichen Kommission, die der namibischen Regierung schon vor sechs Jahren die Einführung des Grundeinkommens für jeden Bürger zur Lösung der sozialen Schieflage im Land empfohlen hat. Aber die Regierung hat gezögert und gezögert…

Die Regierungen zögern weil ihre Chefs zögern – die Banken!

Ich kann jetzt einen alten Pick-up abbezahlen…Wenn Leute in die Stadt wollen, ins 50 Kilometer entfernte Gobabis, dann lade ich sie auf die Ladefläche und fahre sie dorthin.” Zehn Namibia-Dollar verlangt er für die Hin- und Rückfahrt, bis zu zwölf Personen bekommt Thomason locker zusammen: wegen des Grundeinkommens gibt es auf einmal zahlende Kunden.

Sofort im angeregten Geldkreislauf entstehen neue Geschäfte – Wie sagte es Konfuzius? Geld muss ausgestreut werden wie Mist!

Ein Pfarrer hat mich gewarnt: Dieses Dorf ist ein Krebsgeschwür, geht da nicht hin”, erinnert sich Haarmann. Inzwischen, berichten manche Dörfler stolz, seien die Farmer von nebenan ab und an gar bereit, Leute aus Otjivero als Erntehelfer oder Handlanger einzustellen. “Das wäre früher nicht möglich gewesen.

Die Leute schicken ihre Kinder in die Schule und hören mit der Wilderei im Nationalpark auf und bekommen auf einmal sogar neue Jobs.

Das Dorf als kriminelles Krebsgeschwür und das erfolgreiche Medikament – Grundeinkommen, was rein rechnerisch für ganz Namibia möglich wäre!

Genau das nämlich werfen die Kritiker dem Projekt vor: den Untätigen werde Geld in den Rachen geworfen. Anstatt Arbeit zu belohnen, werde Untätigkeit finanziert. Und tatsächlich feierten die 13 Kaschemmen, Shebeens heißen sie hier, am Abend des ersten Ausgabetags das Geschäft ihres Lebens. Wegen Alkoholismus und “ungebührlichen Verhaltens” nahm die Polizei ein paar Bewohner mit in die Ausnüchterungszelle. Andere trugen ein paar Tage später stolz ein neues Handy oder anderes Konsumgut zur Schau.

Aber spätestens wenn einer den Nachbarn um einen Kredit angehauen hat, kam die Antwort: wieso, du hast doch auch deine 100 Dollar bekommen

Aber Gleichheit, bringt auch neue Normen ins Spiel.

Der Zwischenbericht, den Bischof Kameeta unlängst der namibischen Regierung vorlegte, zieht für die ersten sechs Monate eine fast enthusiastische Bilanz.

Der Prozentsatz mangelernährter Kinder ist demnach von 42 auf 17 Prozent gefallen.

Die Zahl der Eltern, die Schulgeld bezahlen, hat sich verdoppelt: Statt bisher 40 brechen nur noch fünf Prozent der Kinder die Schule ab.

Auch Gesundheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste: Die Zahl derjenigen, die vier Dollar für einen Arztbesuch auf den Tisch legten, hat sich seit Januar verfünffacht.

Das für die Nachhaltigkeit des Projekts vielleicht wichtigste Ergebnis: Mit ihrer Arbeit ist es den Bewohnern gelungen, ein Gesamteinkommen zu erzielen, das über der Summe des ausgezahlten Grundeinkommens liegt. Die Kriminalität in und um Otjivero ging unterdessen um 20 Prozent zurück.

Erfolg auf der ganzen Linie aber da gibt es noch die Herrscher.

Mit solchen Argumenten, wird man die Regierung von einer Ausweitung des Projekts überzeugen können – trotz kraftvoller Gegenspieler, allen voran der Internationale Währungsfonds.

Die haben der Regierung die Kosten für das Grundeinkommen künstlich hochgerechnet und das mir gegenüber so begründet: wir sind halt gegen das Prinzip.

Die Gegenspieler sind die internationalen Banken, sie wollen die Waffe – Armut – als Erpressungspotential nicht aus der Hand geben. Ihre Rechnungen hören auch wir in der Diskussion – kein Wunder wenn die Menschen die Verschwörer satt haben!

Ansonsten lasst uns gleich die Banken wählen und die Parteien abschaffen, dann gibt es auch kein Lobbyismus mehr!

Es geht auch über Entwicklungshilfe = Spenden + Mikrokedite + Zinslos!

Dabei steigert die stetige Tilgung und Spenden den Topg gewaltig!

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  1. 30.08.2009 19:07 — consultman

    Das bedingungslose Grundeinkommen für alle könnte einen möglichen nächsten Crash (möglicherweise mit blutigen Auseinandersetzungen auf den Straßen) verhindern.

    Stellen wir uns nur einmal vor:
    ca. 5 Mio. Rentner (von 20,0 Mio Rentnern) bekommen statt 500 Euro jetzt 800 oder 1.000 Euro bedingungsloses Grundeinkommen.

    Jetzt wollen 5 Mio. Rentnerinnen 1 x monatlich zum Friseur.
    Dauer der Haarpflege: nur 30 Minuten,
    bei 200 Arbeitsstunden monatlich kann eine Frisöse bis zu 400 Rentnerinnen frisieren. Für 5 Mio. neue Kunden benötigen wir minimal 12.500 Frisöre mehr.

    Jetzt wollen 5 Mio. Rentnerinnen 2 x monatlich zur Fußpflege, Dauer der Fußpflege: 30 Minuten, …usw. usf.

    Und wenn nach Cafe und Trödeleinkauf noch etwas übrig bleibt, so erhöhen sich die finanziellen Möglichkeiten der Enkelkinder….

    Das bedingungslose Grundeinkommen für alle würde für die sogenannten Hartz-IV-Empfänger ein menschenwürdiges leben ermöglichen…

    Das bedingungslose Grundeinkommen für alle würde auch die Relationen der Arbeisnebenkosten verschieben….

    Das bedingungslose Grundeinkommen für alle führt dann auch zur Arbeitslosigkeit von 30.000 Beamten und Angestellten, die im öffentlichen Dienst das Kindergeld bundesweit berechnen. Trost zum Jobverlust: sie erhalten dann auch das bedingungslose Grundeinkommen

    doch dazu später mehr

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