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# Buch Walter Rusell Dienstag, 25. April 2017

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Walter Rusell Org

Kapitel I
Die ewige Frage
»Wer bin ich?«
»Was bin ich?«
»Warum bin ich?«
»Wohin bin ich unterwegs?«
»Welcherart ist meine Beziehung zum Universum, zu Gott und den Menschen?«
»Was ist Wahrheit? Wie kann ich sie erfahren?«
»Woher stammt meine Kraft? Was ist die Quelle meiner Kraft?«
»Wie kann ich ins Gleichgewicht kommen? Wie kann ich im Umgang mit meinen Mitmenschen jene Ausgewogenheit im Geben und Empfangen kennen lernen, durch welche sie und ich gleichermaßen bereichert werden?«
»Es gibt religiöse Lehren wie Sand am Meer, und zahlreich sind die Gebote, Gutes zu tun. Aber das Gute ist vor meinen Augen noch verborgen wie durch einen undurchdringlichen Nebel. Er verbirgt Dein Licht, und ich suche es vergeblich.«
»Ich stolpere in dieser Dunkelheit. Wenn ich mein Gleichgewicht nicht finde, stürze ich.«
»Oh Du unsichtbarer Einer, reiße den verhüllenden Schleier von meinen Augen, der den Pfad zu Deinem Licht verbirgt, damit ich den Weg zu Dir finde.«
So erklingt durch alle Zeiten das Flehen der Menschheit.
So lautet die unbeantwortete Frage, die aus den Herzen dieser erwachenden Generation aufsteigt.
Die Zivilisation schreitet in Zyklen voran. Neue Ebenen des Verstehens transformieren die Menschen in regelmäßigen Schüben zu immer höher entwickelten Wesen. Wir erleben jetzt die Geburtswehen eines neuen Zyklus von dreitausend Jahren.
Gottes Allwissenheit, Allmacht und Allgegenwart sind im Bewusstsein eines jeden Menschen verankert; aber nur wenige erkennen die Einheit ihres Seelen-Selbst mit dem universalen Seelen-Selbst. Der Mensch braucht viele Jahrtausende, um sich dieser Einheit bewusst zu werden. Jeder Entwicklungszyklus des Menschen bringt ihn näher zu dem Bewusstsein, eins zu sein mit dem Licht aus der Quelle seines Selbst.
Der Mensch lebt in einer verwirrend komplexen Welt von AUSWIRKUNGEN, deren URSACHE er nicht kennt. Diese scheinbar unendliche Vielfalt und Komplexität verstellt ihm den Blick für das zugrunde liegende Prinzip des Gleichgewichts in allen Dingen. Daher verkompliziert er die Wahrheit, bis ihre vielen Winkel, Seiten und Facetten untereinander und mit ihm das Gleichgewicht verloren haben.
Wahrheit ist einfach. Gleichgewicht ist einfach. Rhythmischer, ausgewogener Austausch zwischen polar gegensätzlichen Paaren stellt bei allen Naturphänomenen und in allen zwischenmenschlichen Beziehungen die vollendete Meisterschaft in Gottes Licht-Universum dar und ist das Gesetz. In diesem einen grundlegenden Universalen Gesetz liegt die ausgewogene Fortdauer aller schöpferischen Ausdrucksformen in Gottes Universum aus elektrischen Wellen begründet. Dieses Universum besteht aus zwei sich bedingenden Lichtqualitäten in scheinbarer Bewegung, die Gottes Eine Gesamtidee der Schöpfung in Gestalt unzähliger, scheinbar getrennter Bruchteile jener Gesamtidee aufzeichnen.
Die innere Stimme
Auf die große unbeantwortete Frage der Menschheit gibt es eine einfache Antwort. Die leise Stimme im Innern eines jeden Menschen flüstert ihm diese Antwort unablässig in sein erwachendes Bewusstsein. Jede Sehnsucht, die im Herzen des Menschen geschrieben steht, wird zur Quelle getragen, und die Antwort kommt immer, aber nur wenige fragen gründlich, und kaum jemand lauscht auf die Antwort.
Es bedarf vieler Zeitalter der Vorbereitung, um diese Stimme hören zu lernen, denn das Bewusstsein des Menschen ist durch die Wahrnehmungen seines elektrisch gesteuerten Körpers, den er fälschlicherweise für seinen Geist und sein persönliches Selbst hält, von seiner Quelle getrennt.
Was er als seinen objektiven menschlichen Geist bezeichnet, ist nichts weiter als der Sitz der elektrischen Empfindungen seines Körpers. Was er für Denken hält, ist nur eine elektrische Wahrnehmung von Dingen, die gespürt und für eine neuerliche Nutzung als so genannte »Erinnerung« in den Gehirnzellen gespeichert wird. Mit dem Wissen des Universalen Geistes, welcher dem Menschen innewohnt, haben Erinnerungen nicht mehr zu tun als eine Schallplatte mit der Quelle ihrer Aufnahme. Was der Mensch für seinen lebendigen Körper hält, ist nur eine elektrisch gesteuerte Maschine; sie täuscht Leben vor durch Bewegung, die ihr vom Seelen-Selbst in ihrem Innersten zuteil wird. Dieses allein lebt, und nach seinem Willen bewegt sich der Körper.
Was der Mensch seinen subjektiven Geist nennt, ist sein Bewusstsein, sein geistiger Speicher von Allwissenheit, Allmacht und Allgegenwart. Dieses Bewusstsein ist sein Selbst, sein EWIGES Selbst, durch welches sich seine Allwissenheit, Allgegenwart und Allmacht in dem Maße ausdrücken, wie ihm deren Vorhandensein in sich allmählich bewusst wird.
Die elektrisch schwingenden Nervenbahnen, die seine Körperfunktionen steuern, arbeiten fast ausschließlich mit automatischen Reflexen und instinktiven Reaktionen und nur in sehr kleinem Umfang aufgrund mentaler Entscheidungen. Jede Zelle und jedes Organ des menschlichen Körpers nimmt die eigene Bestimmung auf elektrischem Wege wahr und erfüllt sie ohne jedes mentale Zutun von Seiten der Intelligenz, die diesen Körper bewohnt. Der Herzschlag zum Beispiel ist rein automatisch. Die weißen Blutkörperchen eilen so automatisch zur Heilung einer Verletzung, wie eine Klingel ertönt, wenn man auf den Knopf drückt.
Der Mensch glaubt, dass er in diesem Körper und seinem elektrisch aufzeichnenden Gehirn denkt und lebt, liebt und stirbt. Er hält sich für bewusst, wenn er wach ist und für bewusstlos, wenn er schläft; dabei ist ihm nicht klar, dass es in der gesamten Natur einen Zustand wie Bewusstlosigkeit gar nicht gibt, auch wenn die Wahrnehmung im Schlaf zum Erliegen kommt.
Der Mensch sagt auch nicht, sein Zahn sei bewusstlos, wenn dieser durch Kurzschließen des elektrischen Stroms in der Nervenbahn, die in diesem Zahn wahrnehmbare elektrische Empfindungen ermöglicht, betäubt wird. Wir wissen, dass Zähne nicht bewusst sein können, aber uns ist nicht klar, dass unser gesamter Körper nicht bewusst sein kann.
Auch weiß der Mensch nicht, dass sein Bewusstsein niemals schläft und sich nie verändert, weil die Unsterblichkeit des Menschen in seinem Bewusstsein liegt. Dieses Bewusstsein ist das Licht, das er unwissentlich sucht und dabei die Wahrnehmungen seines Gehirns für sein Denken hält.
Der Mensch ist noch jung. Er hat das Dunkel seines Urwalds eben erst verlassen. In den Millionen oder mehr Jahren seiner Entwicklung hat er sich für sein Handeln auf Wahrnehmungen und für sein Wissen auf die Beweise seiner Sinne gestützt. Er ist sich des ihm innewohnenden Geistes erst seit wenigen Jahrtausenden bewusst. In diesem beginnenden neuen Gewahrsein ist er verwirrt und weiß nicht, was in ihm Geist ist, was Bewusstsein und was Wahrnehmung.
Der Mensch hat noch nicht gelernt, dass der Körper nur ein vom Selbst geschaffener Mechanismus ist, der das ihm innewohnende Selbst zum Ausdruck bringt, und dass dieses Selbst einen Teil Gottes manifestiert. Auch hat er noch nicht gelernt, dass Körper weder leben noch sterben, sondern sich ständig und immerdar wiederholen, so wie alle Ideen des Geistes sich wiederholen.
Das Rad zum Beispiel ist ein Mechanismus aus Nabe, Speichen und Felge. Ein kleiner Teil des Rades berührt den Boden, fühlt ihn und verlässt ihn dann, um aus der Reichweite der Wahrnehmungen, die Felge, Speichen und Boden miteinander verbinden, zu verschwinden.
Doch dann kehrt dieser Teil zurück.
Wenn das dem Menschen geschieht, sagen wir: »Er wurde geboren, lebte und starb.« Widerfährt es dem Apfel, der Flamme oder dem Baum, sagen wir: »Der Apfel ist aufgegessen, die Flamme ist erloschen, der Baum ist vermodert.« Wir sprechen so, weil nur ein kleiner Teil aus dem Kreislauf einer jeglichen Idee in die Reichweite unserer Sinne gelangt. Der größere Teil des Kreislaufs liegt jenseits unseres Wahrnehmungsausschnitts, so wie der größere Teil des Rades sich jenseits der gefühlten Wahrnehmung des Bodens befindet.
Wir wissen noch nicht, dass der unsichtbare Teil des Kreislaufs aller Ideen ebenso ein Kontinuum bildet wie das Rad. Der Kreislauf des Apfels besteht aus Licht, das von Sonne und Erde ausgehend zu jener positiven Hälfte des Apfels führt, die wir in der Hand halten. Die negative Hälfte des Kreislaufs ist Licht, das zur Sonne und zur Erde zurückkehrt, um die ewige Idee »Apfel« in Gestalt einer anderen Manifestation neu zu erschaffen. Dasselbe gilt für die Flamme, den Baum und jeden anderen Teil der Einen Gesamtidee Schöpfung.
Für unsere Wahrnehmung »erlischt die Flamme«. Aber sie IST noch immer. Genauso erscheinen der Baum, der Wald, der Berg, der Planet und der ferne Sternennebel, sie verschwinden und erscheinen unweigerlich wieder neu.
Genauso erscheint der Mensch, verschwindet und erscheint in zahllosen Kreisläufen immer wieder neu, um das ewige Leben des Geistes in ewigen Wiederholungen jenes Teils im Menschheitszyklus zum Ausdruck zu bringen, den der menschliche Körper wahrnehmen kann.
Der Mensch stirbt niemals. Er ist so beständig wie die Ewigkeit. Jesus sagte ganz richtig, der Mensch werde dem Tod nicht begegnen, denn es gibt keinen Tod, dem er begegnen oder den er erfahren könnte.
Entsprechend lebt der Körper des Menschen nicht, und da er nie gelebt hat, kann er auch nicht sterben. Allein der Geist lebt. Der Körper manifestiert lediglich den Geist. Das, was wir im menschlichen Geiste für Leben halten, manifestiert sich, indem es den Körper zum Handeln veranlasst. Solche Handlungen, die der Körper unter dem Befehl der ihm innewohnenden Seele ausführt, haben keine Willenskraft oder Intelligenz in sich selbst; Körper sind wie Maschinen, die von einem allwissenden und allmächtigen Geist angetrieben werden.
Diese Dinge wissen wir noch nicht, denn der Mensch läuft noch in seinen Kinderschuhen. Er beginnt gerade erst, das Licht kennen zu lernen.
Transformation auf ewig
Seit Ewigkeiten sucht der Mensch nach dem Licht, damit es ihn leite auf dem langen, beschwerlichen Weg, der ihn aus dem Dschungel seines Körpers zum Gipfel seiner erwachenden Seele führt.
Seit Ewigkeiten findet der Mensch dieses Licht und wird auf ewig transformiert, da er es findet.
Und indem er es findet, findet er allmählich sein Selbst, welches das Licht IST. Und da er durch das Gotteslicht des in ihm erwachenden Selbst immer mehr transformiert wird, lässt er den Dschungel immer weiter im Dunkeln hinter sich.
Manche Menschen suchen das Licht, und der Mut verlässt sie, weil sie es scheinbar nicht finden können. Dabei merken sie nicht, dass sie seit Ewigkeiten Findende sind. Die Unwissenden erwarten, in einem blendenden Blitz von Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart alles auf einmal zu finden.
In dieser Art kommt es jedoch erst, wenn man dem Gipfel sehr nahe ist. Der Mensch kann nicht so viel Licht auf einmal ertragen, solange sein Körper noch unerfahren und seinem Dschungel zu nahe ist. Wer den Dschungel ein Stück hinter sich gelassen hat, besitzt bereits genügend Licht, um sich den Ausweg aus seinen finsteren Tälern zu beleuchten.
Wer den Dschungel weit hinter sich gelassen hat und weiterhin das Licht in den höchsten Himmeln sucht, findet es immer wieder und wird stets aufs Neue im Finden transformiert.
Der Suchende darf keinen Moment die Augen von seinem höchsten Himmel abwenden, denn der kleinste Blick nach unten in die Dunkelheit bringt ihn zurück zu den Ängsten der Dunkelheit, die ihn dazu verleiten wollen, in sie zurückzutauchen.
Schaut daher für immer nach oben in die Himmel der Inspiration, wo Glorie die furchtlosen, allwissenden Reisenden auf ihrer Suche nach Schönheit in der Reinheit des universalen Lichtes erwartet.
Wessen Augen zum Himmel erhoben sind, zu dem wird das Licht ewig kommen, und im Finden wird er auf ewig transformiert werden.
Die dunkle Straße aus seinem Dschungel zum Gipfel seiner Glorie wird während des Aufstiegs vom Körper zum Geist immer heller erleuchtet.
Es ist ein steiniger, aber glorreicher Aufstieg. Alle müssen ihn bewältigen.
DER AUFSTIEG DES MENSCHEN VOM DUNKEL IN DAS LICHT ist das sich ewig wiederholende Spiel des Menschen auf den Planeten, die um Sonnen kreisen.
Wenn die ganze Menschheit das Licht gefunden hat, ist das Spiel zu Ende, so wie dieser Planet dann auch nicht länger eine Bleibe für den Menschen sein wird. Die Erde wird dann ihre sich immer erweiternde Umlaufbahn verlassen, und die Venus wird allmählich ihre Stelle einnehmen, um zur Bühne der nächsten Runde im AUFSTIEG DES MENSCHEN in diesem Sonnensystem zu werden.
Wir als Spieler müssen daher einverstanden sein mit den Spielregeln, die jedem von uns im Licht offenbart werden. Desgleichen müssen wir während unserer ständigen Transformation immer mit Freude dabei sein, denn jeder von uns lernt seine Rolle, Zeile für Zeile, um sie immer würdiger auszufüllen.
Alle Teile des Spiels sind Erfahrungen, sie machen die Handlung des Stückes aus. Alle Erfahrungen des Menschen sind Teil seiner Entfaltung. Jede Erfahrung ist ein Teil seiner Reise vom Dunkel ins Licht.
Alle Erfahrungen sind Schritte auf jener Reise des Menschen zum Gipfel seiner Glorie. Daher sind alle Erfahrungen gut.
Es gibt nichts als das GUTE. Es gibt kein Böses.
Es gibt nichts als LEBEN. Es gibt keinen Tod.

Kapitel II
SCHÖPFER UND SCHÖPFUNG
Gott der Schöpfer ist alles, was IST; alles, was EXISTIERT.
Gottes schöpferisches Universum aus Materie in Bewegung scheint zu existieren. Für unsere Sinne verschwindet es immer wieder, um stets wieder neu zu erscheinen. Es ist nicht real. Es täuscht Wirklichkeit nur vor durch die Illusion von zweifach gegenläufig projizierten Lichtqualitäten in Bewegung.
Gott der Schöpfer ist das Eine Wesen, die Eine Person, der Eine Geist, der Eine Denker, das Eine Selbst, das Eine Leben, die Eine Seele, die Eine Kraft, die Eine Wirklichkeit.
Gottes Schöpfung ist die verbildlichte, geprägte Form von Gottes Vorstellungen, nach Seinem Bilde erbaut. Die Schöpfung ist der Körper Gottes, die Niederschrift Seines Denkens, von Ihm erschaffen, um die All-Einheit von Leben, Liebe, Geist, Seele und Kraft, die in Ihm allein ist, zum Ausdruck zu bringen.
Das Eine Licht
Gott ist Licht. Gott ist universaler Geist. Geist ist Licht. Geist weiß.
Geist denkt, was er weiß. Geist denkt in zwei gegensätzlichen Lichtqualitäten, die von ihrer zentralen weißen Lichtquelle aus gleichzeitig projiziert und in Zyklen stets aufs Neue wiederholt werden.
Gottes Denken und Seine Vorstellungen sind Qualitäten Seines Wissens. Gottes wissender Geist ist zeitlos und in Ruhe. So sind auch Gottes Denken und Vorstellen zeitlos und in Ruhe. Gleichermaßen sind Denken und Vorstellungen des Menschen so zeitlos und in Ruhe, wie sein Wissen es ist.
Ruhe kann niemals Bewegung sein oder Bewegung werden, aber sie kann so erscheinen. Bewegung scheint nur zu sein, während Ruhe immer IST. Das universale Gleichgewicht kann nie etwas anderes sein als sein eigenes Gleichgewicht, aber es kann so erscheinen. Die Illusion, die sich Bewegung nennt, entspringt aus der Ruhe und kehrt in sie zurück. Dies ist ein Universum der Ruhe. Im Universum gibt es nur Ruhe.
Der Geist kennt seine Eine Gesamtidee der Schöpfung als Ein Ganzes.
Der Geist denkt Seine Eine Gesamtidee in Form scheinbarer Teile. Daher stammt die Illusion von Bewegung, die wir Schöpfung nennen, und die Illusion von Stofflichkeit, die wir Materie nennen.
Materie, Bewegung, Zeit, Veränderung, Dimension und Stoff haben kein Sein. Allein das Licht des wissenden Geistes existiert.
Es gibt nur Einen Geist und Einen Denker.
Das Eine Licht des wissenden Geistes ist das Selbst oder Gott. Es ist das Universale Selbst, das den Mittelpunkt aller allgegenwärtigen selbsterschaffenden Körper von Gott-Selbsten bildet. Dieses selbsterschaffende Universum ist der aus dem Geist ersonnene Körper Gottes und die Aufzeichnung von Gottes Denken.
Wir können Gott KENNEN. Seinen Körper können wir nicht KENNEN, aber wir können ihn SEHEN. Genauso können wir den Menschen KENNEN. Des Menschen Körper können wir nicht KENNEN, aber wir können ihn SEHEN. Was Gott ist, ist der Mensch. Gott und Mensch sind EINS.
Unsere scheinbare Dualität
Wir leben scheinbar in zwei Universen; dem ruhenden kosmischen Geist-Universum des WISSENS und dem bewegten WAHRNEHMUNGS-Universum aus rhythmischen Wellen, vom Geist erdacht.
Wir können weder das kosmische Universum von Gottes Wissen wahrnehmen, noch können wir das aus Gedankenwellen bestehende Universum von Gottes Denken kennen.
Das Universum des kosmischen Geistes aus dem Einen Licht der Allwissenheit ist alles, was ist.
Das schwingende Wahrnehmungs-Universum aus Gedankenwellen existiert nur scheinbar.
Das kosmische Gotteslicht
Das eine ruhende Licht Gottes ist das kosmische Licht, das über allen schöpferischen Dingen wacht, an zahllosen Punkten, die der Mensch lokalisieren, aber nicht sehen kann.
Die Sinne des Menschen haben ihn dazu verleitet, an eine Kraft namens Magnetismus zu glauben, die Kompassnadeln ausrichtet und tonnenschwere Stahlblöcke anhebt. Diese Bewegungsphänomene gehen auf Elektrizität zurück und nicht auf Magnetismus. Das kosmische Licht ist in absoluter Ruhe. Es zieht weder an noch stößt es ab.
Wir müssen nun das Wesen und den Zweck der „magnetischen Pole“ von Sonnen, Planeten und allen anderen bewegten Ausformungen des Einen Lichtes verstehen. Auch müssen wir das Wesen und den Zweck der beiden elektrischen Kräfte erkennen, die dieses Trugbild scheinbarer Bewegung aus Licht weben und wieder auflösen, um es immer wieder neu zu bilden. Dies wird dem Menschen eine Wissensgrundlage geben, mit deren Hilfe er die Illusionen durchschauen kann, die seine Sinne täuschen.
In der Geschichte der menschlichen Reise aus dem Dschungel der Materie zum Gipfel des Geistes ist nun der Zeitpunkt gekommen, wo es unerlässlich für den Menschen ist, immer mehr im kosmischen Lichtuniversum des Wissens zu leben und immer weniger im elektrischen Wellenuniversum des Wahrnehmens.
Der Mensch muss wissen, dass seine Kraft in der Ruhe seines innersten Selbstes liegt und nicht in der Bewegung, über die er jene Ruhe manifestiert. Er muss wissen, dass sein Selbst Gott in ihm ist. Auch muss er allmählich das in ihm aufdämmernde Bewusstsein des kosmischen Gotteslichtes in sich gewahren, denn damit wird ihm seine eigentliche Aufgabe bewusst, nämlich das Licht zu manifestieren, sowie die Kraft, es zu manifestieren.
Der Mensch muss Gottes Universum nun als das erkennen, was es ist und nicht mehr als das, was seine Sinne ihn haben glauben lassen, das es sei.
Auch muss er wissen, dass dieses auf ewig schöpferische Universum, das ihm so real erscheint, nur ein vom Meister-Dramatiker ersonnenes kosmisches Kino ist. Es ist nur ein elektrisch projiziertes Lichtspiel über URSACHE UND WIRKUNG, das in allen Spektralfarben und Klangwellen aller Art auf die schwarze Leinwand von vorgestelltem Raum und ersonnener Zeit geworfen wird.
Die URSACHE ist real. Die WIRKUNG täuscht Realität nur vor.
Das menschliche Selbst ist Ursache. Sein selbst-erschaffender Körper ist Wirkung.
Gottes Universum aus magnetischem Licht ist statisch.
Gottes unermüdlich schöpferisches Universum der elektrischen Wellen aus zwei beweglichen Lichtqualitäten ist dynamisch. Es bewegt sich ewig. Die beiden beweglichen Lichtqualitäten werden vom statischen Einen durcheinander hindurch projiziert und bringen so eine Illusion der Idee hervor, für die sie stehen. Dieses Trugbild, das durch scheinbare Bewegung die Idee der Schöpfung manifestiert, ist nicht identisch mit der Idee selbst, die es scheinbar zum Ausdruck bringt.
Die Schöpfung ist das Produkt von Geistes-Wissen, das durch Geistes-Denken Gestalt erhält.
Das Produkt des Geistes ist nicht die Idee, die es vorgibt zu sein. Keine Vorstellung des Geistes wird je erschaffen. Sie wird durch Form und Bewegung nur vorgetäuscht. Die Idee an sich ist ewig und gehört zu Gottes ruhendem Universum des Wissens.
Die materielle Form einer Idee ist vergänglich, wird jedoch als vergängliche Form der Idee auf ewig immer wieder neu erschaffen.
Das positive Prinzip
Die Grundlage des geistigen Universums ist Ruhe; die ausgewogene Ruhe des Einen magnetischen Gotteslichtes.
Ausgewogene Ruhe ist das Positive Prinzip von Stabilität und Einheit. Hier gibt es keine Negationen.
Das negative Prinzip
Die Grundlage des physischen Universums ist Bewegung; diese sich ewig wandelnde Bewegung entsteht aus Paaren unausgewogener Zustände, die sich immerfort bewegen müssen, um die ausgewogene Ruhe der Einheit zu suchen, aus der sie als vielfache Paareinheiten entsprungen sind.
Unausgewogene Bewegung ist das Negative Prinzip von Instabilität, Vielfalt und Getrenntheit, aus dem unser physisches Universum aus elektrischen Oktavwellen entgegengesetzter Lichtqualitäten besteht.
Im Negativen Prinzip gibt es nichts Positives. Es besteht ausschließlich aus Paaren von Negationen, die sich auf ewig gegenseitig aufheben, ihre jeweiligen Aktionen und Reaktionen zunichte machen und einander negieren, indem sie sich gegenseitig nie erlauben, ihre festgelegte Nullsumme an universaler Ruhe zu überschreiten.
Qualität erzeugt Quantitäten
Dieses ruhende magnetische Lichtuniversum aus Gottes Wissen ist eine unsichtbare, unwandelbare, absolute und unmessbare Qualität. Aus ihr entspringen sichtbare, wandelbare, relative und messbare Quantitäten, die diese Qualitäten mit Hilfe zweier gegenläufiger Wellenbewegungen vortäuschen.
Es gibt in keiner Sprache ein Wort für diese Qualität, sodass wir dafür viele Worte brauchen. Sie haben alle dieselbe Grundbedeutung, aber einen unterschiedlichen Beiklang.
Diese Worte lauten Geist, Bewusstsein, Liebe, Leben, Wahrheit, Verlangen, Wissen, Kraft, Gleichgewicht, Ausgleich und Gesetz.
Die Gottesqualität des Einen Lichtes wird durch Aufteilung in Paare polar entgegengesetzter Lichtdruckqualitäten scheinbar in die Quantitäten unseres elektrischen Universums umgewandelt. Diese Einzelpaare werden dann vervielfältigt zu zahllosen Oktavwellen-Einheiten von Lichtdruckqualitäten und in gegenläufige Bewegung versetzt. So entsteht die Illusion von Abfolge, Wandel, Dimension, Zustand und Zeit in einem Universum, in welchem keine dieser Auswirkungen von Bewegung wirklich existiert.
Die ruhige See zum Beispiel ist eine unwandelbare, unmessbare Qualität der Einheit, Gleichförmigkeit und Stille. Auf ihrer unbewegten Oberfläche gibt es keinen Wandel, nichts zu zählen oder zu messen.
In dem Augenblick, wo aus dieser Qualität der Ruhe Quantitäten von Wellen entspringen, können diese Quantitäten gemessen werden. Sie ändern sich fortwährend. Und es gibt keine zwei Punkte, die im gleichen Zustand sind.
Unser schöpferisches elektrisches Universum besteht aus Lichtwellen in Bewegung, die gleichsam einer ruhigen See des Einen ruhenden Lichtes entsprungen sind.
Es ist ein Universum aus Paaren von Quantitäten in Bewegung, die jene Qualität der Ruhe, aus der sie entspringen, nachahmen. Diese Quantitäten geteilter und abgegrenzter Paare aus gegenläufigem Licht, die so das Eine vortäuschen, sind nicht das Eine, das sie vortäuschen.
Der Schöpfer ist ein einziger, unteilbarer All-Geist. Die Schöpfung ist die Eine Gesamtidee des All-Geistes, aufgespalten in zahlreiche durch Bewegung vorgetäuschte Ideen des Geistes. Die Nachahmung der Idee, die auf diese Weise zum Ausdruck kommt, ist nicht die Idee, die sie ausdrückt.
Die Aufteilung der Einen Gesamtidee in Teile ist nur Schein. Es gibt keine zwei getrennten oder trennbaren Dinge im Universum. Es gibt nur das Eine Gesamt-Trugbild der Einen Gesamtidee.
Was irgendwo geschieht, geschieht überall. Der Löwenzahnsamen, der an seinem Fallschirmchen gemächlich durch den Sommerhimmel schwebt, beeinflusst das Gleichgewicht des gesamten Universums aus Sonnen und Galaxien. Jeder Teil des Universums bewegt sich in vernetztem Einklang, so wie die Rädchen einer Uhr sich gemeinsam bewegen. Die Uhrenräder sind mechanisch miteinander verbunden. Das Universum rhythmischer Wellen ist elektrisch verbunden.
Das gesamte Universum ist eins und muss als eins im Gleichgewicht bleiben. Eine Zustandsänderung in einem beliebigen Teil spiegelt sich gleichzeitig in jedem anderen Teil und wird später in diesem wiederholt.

Kapitel III
Wahrnehmung und Bewusstsein
Gott ist Bewusstsein. Bewusstsein ist statisch. Bewusstsein ist das WISSEN des Geistes. Wissen ist statisch.
Bewusstsein ist das geistige Gewahrsein von Sein, von Allwissenheit, Allmacht und Allgegenwart.
Denken ist elektrisch.
Gottes Denken wird durch gegenläufig bewegte Wellen ausgedrückt, die vom Bewusstsein ausgehen wie ein Pendel, das um einen festen Ansatzpunkt schwingt, oder wie Wellen, die sich aus der ruhigen See erheben. Der Ausdruck des Denkens ist dynamisch. Denken gehört zum elektrisch wahrgenommenen und in verschiedenen Zuständen schwingenden Bewegungsuniversum. Denken ist das bewegungslose Prinzip im Licht, das die Illusion von Bewegung erzeugt.
Das Selbst des Menschen gehört zum statischen, unsichtbaren, bewussten, nicht bedingten Universum des WISSENS. Im dynamischen, sichtbaren, elektrisch bedingten Universum der Wahrnehmung bringen wir Wissen zum Ausdruck.
Wahrnehmung ist das elektrische Gewahren von Bewegung. Bewegung täuscht geistige QUALITÄTEN der Einen Idee vor, indem sie QUANTITÄTEN von Einzelformen mit scheinbarer Stofflichkeit als Abbilder erschafft.
Bewusstsein ist real. Wahrnehmung täuscht Realität vor durch die Bewegung von Lichtqualitäten im Austausch, aber die Fata Morgana einer Stadt ist nicht die Stadt, die sie spiegelt.
Ob wir aus dem Wissen heraus bewusst denken oder anhand von Gedächtnisprotokollen, die in unserem Gehirn gespeichert sind, elektrisch wahrnehmen, darüber herrschen Verwirrung und Missverständnisse. Diese stellen uns vor die Notwendigkeit, zwischen beidem zu unterscheiden durch den allgemeinen Sprachgebrauch von Ausdrücken wie „der menschliche und der vergängliche Geist“. Wir benutzen diese Ausdrücke, obwohl wir genau wissen, dass es nur den Einen Geist des Einen Lebendigen Gottes der Liebe gibt.
Der universale Geist ist das Zentrum jedes Teilchens und jeder Masse in diesem Universum, ob Tier, Pflanze oder Mineral, Elektron, Atom oder Sonne.
Der Mensch ist die einzige Einheit in der Schöpfung mit bewusstem Gewahrsein des Geistes, welcher in ihm wohnt, und mit elektrischem Gewahren der zwei Lichtqualitäten, die auf seine Sinne wirken. Alle anderen Teile der Schöpfung besitzen nur elektrisches Gewahrsein.
Allein der Mensch kann sich vom Körper befreien, um mit Gott zu denken, mit Gott zu reden und von Seinem innersten Licht inspiriert zu werden. Alle anderen Teile der Schöpfung sind in ihrem Handeln auf automatische Reflexe beschränkt. Diese beruhen auf sinnlichen Erinnerungen, die im Laufe von äonenlanger sinnlicher Wahrnehmung und deren Aufzeichnung zu Instinkten entwickelt wurden.
Dieselbe Verwirrung veranlasst uns, Begriffe wie „Unterbewusstsein“ oder „Überbewusstsein“ zu übernehmen.
Es gibt nur Ein Bewusstsein, den Einen Geist, der universal in allen schöpferischen Dingen wirkt, und dieser Eine Geist ist weder geschichtet noch in Mehr oder Weniger aufgeteilt. Es gibt weder unterschiedliche Zustände des Einen Geistes noch verschiedene Arten von Geist.
Vorstellungen
Gott stellt sich Seine Eine Idee vor.
Alle Vorstellungen sind Gottes Vorstellungen.
Alle schöpferischen Formen in diesem gedachten Universum aus Gottes Vorstellungen sind als Abbild Seiner Vorstellung erschaffen und schöpferisch „nach Seinem Bilde“.
Alle Formen in diesem schöpferischen Universum aus imaginierten Formen sind nur elektrische Aufzeichnungen von Gottes Vorstellungen. Sie existieren nicht wirklich. Niederschriften einer Idee sind nicht die Idee, welche sie aufzeichnen.
Sie haben keine Substanz. Sie sind nur schwarze und weiße Lichtqualitäten der von der Sonne ausgehenden Wellenfelder im Raum, angeordnet in schwingenden Systemen, um in einem objektiven Universum, welches nicht ist, aber zu sein scheint, Substanz vorzutäuschen.
Gottes Vorstellungen haben keinen Anfang und kein Ende.
Dieses Universum wurde weder in einer längst vergangenen Zeit durch irgendwelche unermesslichen kosmischen Ereignisse „erschaffen“, wie gemeinhin angenommen wird, noch ist es durch Ausdehnung ins Nichts zum „Wärmetod“ verurteilt.
Dieses Universum ist schöpferisch, nicht Schöpfung.
Gott begann nicht zu einer bestimmten Zeit, sich etwas vorzustellen, denn die Zeit gibt es nicht. Dieses Lichtwellen-Universum, das Gottes Wissen anhand Seines Denkens und Vorstellens aufzeichnet, ist so ewig wie Gottes Denken selbst.
Inspiration
Inspiration ist die Sprache des Lichtes, die der Mensch benutzt, um mit Gott zu sprechen. Inspiration ist ein tiefes Gewahren des Bewusstseins vom Sein und unterscheidet das Genie und den Mystiker vom Menschen durchschnittlicher Erkenntnis.
Die Inspiration eines Menschen ist von einer intensiven geistigen Ekstase begleitet; diese zeichnet alle aus, die sich ihrer Nähe zu Gott bewusst werden.
Inspirierte Genies vergessen ihren Körper, während sie sich ihrer Existenz ganz aus dem Geiste bewusst sind. Ihre derart vergessenen Körper handeln nahezu automatisch, den Instinkten und Reflexen des Zellgedächtnisses gehorchend.
Inspirierte Genies übersetzen Gottes Wissen in menschliche Worte, um die menschliche Seele zu nähren. Sie erheben die gesamte Menschheit, indem sie alle, die ihren ekstatischen Worten und Rhythmen lauschen, neu inspirieren.
Wer sein Herz auf die Botschaften des Genius einstimmt, reinigt sich. Keine Unreinheit kann in seinem Herzen sein, denn er ist dann wahrlich in Kommunion mit dem Heiligen Einen.

Kapitel IV
KOSMISCHES BEWUSSTSEIN
Der Mystiker ist noch weiter fortgeschritten als das Genie.
Der Mystiker hat durch eine vollständige Trennung von Bewusstsein und Wahrnehmung kosmisches Bewusstsein erlangt. Er ist sich dann seines Körpers fast gar nicht mehr bewusst, seine Aufmerksamkeit ist vollständig auf das Licht Gottes in seinem Innersten gerichtet. Allwissenheit erfüllt ihn in jenem zeitlosen blendenden Lichtblitz, der für eine vollständige Loslösung charakteristisch ist. Dieses Erlebnis wird in der Erleuchtung des Heiligen Paulus beschrieben. Jeder zeitlose Blitz intensiver Inspiration in einem Menschen ist eine teilweise Erleuchtung, denn Inspiration ist die Art und Weise, wie neues Wissen vom Kosmos zum Menschen gelangt.
Jesus war das überragende Beispiel für alle Mystiker aller Zeiten. Er war der Einzige in der gesamten Geschichte, der die vollständige Einheit mit Gott im kosmischen Bewusstsein gekannt hat.
Die Bibel spricht von Erfahrungen kosmischen Bewusstseins als von „Erleuchtung“ oder „im Licht sein“ oder „im Geiste sein“.
Aus der Menschheitsgeschichte sind knapp vierzig Menschen mit teilweise kosmischem Bewusstsein bekannt, und wahrscheinlich haben nicht mehr als drei von ihnen annähernd jenen vollständigen Erleuchtungszustand erreicht wie der Nazarener.
Kosmisches Bewusstsein ist das letztendliche Ziel der gesamten Menschheit. Alle werden es kennen lernen, bevor die lange Reise des Menschen endet, aber in diesem gerade anbrechenden neuen Zeitalter gibt es viele, die teilweise oder sogar ganz dafür bereit sind.
Viele Menschen ersehnen sich die vollständige Erleuchtung, aber es ist besser, wenn sie nach und nach kommt, denn die vollständige Loslösung ist sehr gefährlich. Die Ekstase dieser höchsten Erfahrung ist so großartig, dass niemand den Wunsch hat, zurückzukehren. Die Fähigkeit, die Seele vom Körper zu lösen, kann leicht erlangt werden, es ist jedoch sehr schwierig, dann wieder in den Körper einzutreten.
Der Weg zur allmählichen Erlangung eines kosmischen Bewusstseins führt über die Intensivierung des bewussten Gewahrseins durch viel Alleinsein und die Nähe zu Gott, während man Ihn gleichzeitig in jedem Augenblick und in jeder Aufgabe des Lebens manifestiert.
Die ständige, unmittelbare Nähe zu Gott geht einher mit einer so starken Wahrnehmung unserer Einheit mit Ihm, dass die Transformation zum vollen Gewahrsein der Einheit jederzeit leicht stattfinden kann.
Verhindert wird kosmisches Bewusstsein durch das Gefühl, Gott sei weit entfernt und nicht in uns, und wir könnten diesen fernen Gott nur durch Quellen außerhalb unserer selbst erreichen.

Kapitel V
SCHÖPFERISCHER AUSDRUCK
Nur der inspirierte Mensch kann dauerhaft gültige Werke schaffen. Um zu erschaffen, müssen wir zuerst empfangen.
Um zu empfangen, müssen wir aufhören zu denken und WISSEN. Alle Wahrnehmung muss zum Erliegen kommen. Im Denken liegt keine Macht. Denken drückt nur die Macht aus, die im Wissen liegt. Wir müssen unser Selbst in das stille Licht des Wissens projizieren, um Gott nahe zu kommen. Wir müssen mit Gott eins werden, um eine Idee zu empfangen, und dann die Gestalt dieser Idee hervorbringen. Der Plan muss eher da sein als seine Umsetzung in der Welt der Form.
Die gesamte Menschheit empfängt ihre Kultur von den wenigen Inspirierten, die Gott in sich kennen. Nur sie erfahren Unsterblichkeit.
Die Kunst einer Zivilisation überlebt diese Zivilisation um lange Zeit. Die ägyptischen Pyramiden zeugen immer noch von der Schöpfung einer Rasse, die längst vom Angesicht der Erde verschwunden ist. Die Schönheit der Statuen und Gebäude in Griechenland erzählt uns immer noch von einer schöpferischen Genialität, die bislang unübertroffen blieb. Es gibt nur wenige wirklich große Künstler. „Nur die Kunst besteht. Alles andere vergeht.“
Große Kunst kann nur in der unmittelbaren Zusammenarbeit mit Gott und durch Sein Mit-Erschaffen entstehen. Wenn Mensch und Gott in dieser Weise zusammenarbeiten, verständigen sie sich miteinander als Eine Person. Die Sprache ihrer Verständigung ist die Sprache des Lichtes, die der Mensch als „Inspiration“ bezeichnet.
Wenn der Mensch allein arbeitet, sind seine Werke flüchtig wie der Wind. Wenn der Mensch mit Gott als Mit-Schöpfer zusammenarbeitet, sind seine Werke bleibend.
Jedes große Genie manifestiert dieses Gesetz: Das Genie ist Eins mit dem Gottes-Geist. Gott in ihm ist die Quelle jedes Gedankens. Das Genie wird von jener inneren Allwissenheit und Allmacht inspiriert, die seinem Werk Bestand verleihen.

Kapitel VI
WISSEN
Wissen ist kosmisch. Es gehört zu dem ruhenden Licht des positiven Prinzips. Es kann nie zu einer Eigenschaft der beiden Gegensätze werden, die unser illusionäres Universum von Materie in Bewegung ausmachen.
„Alle Dinge kennen“ heißt, alles über die Eine Gesamtidee des Kosmos als URSACHE zu wissen. Damit ist nicht das Wissen um die erschaffenen Dinge gemeint, die Wirkung einer Ursache sind. Die kosmische Gesamtidee ist einfach. Jeder durchschnittlich intelligente Mensch kann sie verstehen. Die verwirrende Kompliziertheit liegt in den Auswirkungen der Ursache.
Vergängliche Wirkungen kann der Mensch nicht wissen. WISSEN kann er nur die Ursache. Die Wirkung kann er lediglich verstehen. Zum Beispiel kann der Mensch einen Abendhimmel nicht wissen, aber er kann ihn verstehen, wenn er die Ursache dafür kennt. Wissen ist also auf die Ursache begrenzt.
Alles Wissen ist vorhanden. Die gesamte Menschheit kann es erhalten. Sie braucht nur darum zu bitten. Das Wissen ist im Menschen und wartet darauf, dass dieser der All-Gegenwart dieses Wissens in sich gewahr wird.
Wissen kann nicht von außen über das Gehirn erworben werden; es muss aus dem Inneren des bewussten Selbst „er-innert“ werden. Allmählich erwachendes bewusstes Gewahrwerden ist nichts anderes als allmähliches Erinnern an das All-Wissen, das immer im Menschen vorhanden war.
Der Mensch kann Wissen nicht aus Büchern oder in der Schule erlangen. Auf diesem Weg kann er Informationen sammeln, aber Informationen sind nicht Wissen, bevor sie nicht vom geistigen Bewusstsein eines Menschen erkannt wurden, so wie das Essen erst dann Nahrung für den Körper wird, wenn es in den Blutstrom aufgenommen worden ist. Informationen, die durch Sinnesbewegungen erlangt wurden, müssen in die Stille der Quelle zurückgeführt werden, bevor sie zu Wissen werden.
Aus demselben Grund kann der Mensch aus den so genannten „materiellen Tatsachen“ kein Wissen schöpfen, denn in einem Universum von vergänglicher Materie in Bewegung gibt es keine materiellen Tatsachen. Alle Materie in Bewegung ist nur eine Abfolge von Illusionen, die den Menschen zu falschen Schlussfolgerungen verleiten.
Es ist dem Menschen erst möglich, die rechten Schlüsse aus seiner Beobachtung von Materie in Bewegung zu ziehen, wenn er die Fähigkeit erlangt hat, die dynamische Wirkung zurück zu übersetzen in ihre Ursache. Dies kann er nur durch Dezentrierung, also entspannte Hinwendung zu dem Einen Licht seines bewussten Gewahrseins von der Quelle allen Wissens. Bevor er das WARUM einer Wirkung und ihrer Trugbilder nicht kennt, besitzt er überhaupt kein Wissen, auf das er sich verlassen kann. Er verfügt nur über unzuverlässige Informationen.
Informationen über den Körper zum Beispiel vermitteln kein Wissen über die Ursache des Körpers oder über seine Beziehung zum Universum. Informationen über Geburt und Tod des Körpers in der Annahme, dass der Körper das Selbst sei, können nie zu dem Wissen führen, dass der Körper nicht das Selbst ist und dass das Selbst unsterblich ist.
Informationen über den materiellen Körper allein, seine Chemie und seine Funktionen können den Körper auch niemals heilen. Der Körper bringt das Leben zum Ausdruck, das Leben selbst jedoch ist kosmisch. Das Leben ist nicht im Körper. Leben ist Geist, und der Geist ist in Ruhe. Leben besteht nicht aus Chemie oder aus Materiekeimen. Um den Körper so zu heilen, dass er das Leben seines Geistselbstes zum Ausdruck bringen kann, muss man dem Körper in seinem Ungleichgewicht das Gleichgewicht des Geistes schenken. Nur die Erkenntnis des Lichtes kann dies bewirken. Alle Informationen der Welt können einen Körper nicht heilen ohne die Unterstützung des Lichtes in ihm – in ihm, der heilt, und in ihm, der geheilt wird.

Kapitel VII
WISSEN KONTRA DENKEN
Das Wissen des Menschen ist seine Macht. Sein Denken ist der Ausdruck dieser Macht. Der Ausdruck von Macht ist nicht die Macht selbst; insofern ist Denken nicht Macht.
Während der Mensch sich seiner Allwissenheit nach und nach bewusst wird, nimmt die elektrische Spannung seines Denkens zu, proportional zum wachsenden Gewahrsein seiner Allwissenheit.
Denken fließt in Form elektrischer Wellen aus dem zentralen Dreh- und Angelpunkt von Wissen. Denken spaltet Wissen scheinbar auf in Ideen und setzt diese Ideen dann in Bewegung, um den Ideen als Produkten des Wissens Gestalt zu verleihen.
Das Wissen des Menschen ist wie ein tiefer Brunnen stillen Wassers. Sein Denken ist wie eine Zwei-Wege-Pumpe. Sie teilt die QUALITÄT dieser Stille in portionierte QUANTITÄTEN auf und bringt sie zum Fließen.
So verhält es sich auch mit dem objektiven Universum; es besteht aus Quantitäten vieler scheinbar getrennter Ideen, die Gestalt angenommen haben und doch alle Teile der Einen Gesamtidee sind.
Jeder scheinbar getrennte Teil ist eine dynamische Erweiterung der Einen Statischen Einheit. Aber die Getrenntheit ist nur scheinbar, denn im Licht ist alles unauflöslich als eins miteinander verbunden.
Wissen ist die Grundlage für alle menschlichen Vorstellungen.
Denken überträgt Vorstellungen in Ergebnisse. Die Qualität dieser Ergebnisse ist abhängig davon, in welchem Ausmaß ein Mensch sich seines Wissens bewusst ist, nicht jedoch von der Qualität, Quantität oder Intensität seines Denkens.
Aus einem leeren Brunnen kann man kein Wasser schöpfen, und einem schlammigen Brunnen kann kein klares Wasser entnommen werden. Genauso kann intensives Denken nur dann gute Ergebnisse zeitigen, wenn dieses Denken auf Wissen gründet.
Keine Idee des Geistes kann je zu Materie werden. Ideen für ein Produkt können nie selbst zum Produkt werden. Mehr noch, nichts in der Natur Verwirklichtes ist die Idee, die es zum Ausdruck bringt.
Das Ergebnis der Idee ist nicht die Idee, die es vortäuscht. Die Idee ist kosmisch und kann nicht materialisiert werden. Die Idee muss im Geist empfangen werden, bevor sie in Gestalt eines Produktes nachgeahmt werden kann. Ideengebäude gehören einzig zum magnetischen Gottes-Licht und können nie Materie werden.
Ein Hebel beispielsweise, der sich auf seinem Ansatzpunkt bewegt, drückt die Idee von Kraft in Bewegung aus, aber die Idee der Kraft liegt in dem ruhenden Ansatzpunkt, der Kraftquelle, nicht im bewegten Hebel. Der Hebel wäre kraft- und bewegungslos ohne die Ruhe des Ansatzpunktes, von dem die Vortäuschung von Kraft ausgehen kann.
Eine Uhr drückt die Idee der Zeit aus, aber die Uhr ist nicht die Zeit. Ebenso drücken sich in ihr mechanische Prinzipien aus, aber die Uhr ist nicht die Idee, die durch diese mechanischen Prinzipien zum Ausdruck kommt.
Das gedruckte Gedicht ist nicht die Idee, die in seinen Zeilen zum Ausdruck kommt. Es hat für jemanden, dessen Erkenntnis nicht ausreicht, um die Idee aus dem Geiste des Dichters in seinem eigenen Geist zu reflektieren, keinerlei Bedeutung. Keine geistige Idee wird je zu Materie.
Genauso sind weder die Noten einer Komposition noch die Kunst des Musizierens, die in Form von Klängen aus Musikinstrumenten ertönt, identisch mit der inspirierten Idee des Musikers.
Inspiration kann nie hergestellt werden. Sie kann nur von einem inspirierten Geist zu einem anderen, wiedererkennenden Geist gespiegelt werden. Idee und Inspiration mögen von Geist zu Geist weiterhallen, aber sie können nie ein Produkt aus Materie in Bewegung werden.

Kapitel VIII
DENKEN KONTRA WAHRNEHMEN
Mit ganz wenigen Ausnahmen ist der Mensch noch ein Primat. Er hat noch nicht gelernt, kraftvoll aus dem Wissen heraus zu denken. Er beginnt gerade erst, als Erweiterung des Wissens zu denken.
Wir nehmen auf elektrischem Wege wahr und verwechseln diese elektrische Wahrnehmung beobachtbarer Wirkungen mit Denken. Wahrnehmen ist nicht dasselbe wie Denken. Wahrnehmung ist nur ein elektrisches Gewahrwerden von Wellenbewegung durch andere Wellen.
Wir halten die elektrischen Aufzeichnungen der von unserem Gehirn als Wahrnehmung gespeicherten Informationen fälschlicherweise für Denken und Wissen.
Solcherart durch die Sinne gewonnene Information ist jedoch kein Wissen. Ein Mensch kann über unermesslich viele Informationen und große Kunstfertigkeit verfügen und doch sehr wenig Wissen besitzen.
Die großen Naturwissenschaftler von heute zum Beispiel sind gut informiert. Sie verstehen es, wunderbare Dinge zu tun, aber kennen sie das WARUM ihres Tuns?
Informationen, die aus der Beobachtung von Wirkungen stammen und die Fähigkeit, solche Wirkungen für nützliche Zwecke miteinander zu kombinieren, haben sich vervielfacht, seit der Mensch begonnen hat, natürliche Phänomene zu beobachten. Seine Beobachtungsgabe sagte ihm, wie man ein Boot baut und dann das Segel dazu. Später entdeckte er das Rad und das Feuermachen. Elektrische Wahrnehmung der Auswirkungen von Bewegung, plus Erinnerung, plus das Vermögen, vernünftig zu schlussfolgern, gaben ihm die Befähigung hierzu. Nur sehr wenig davon hat der Mensch aufgrund von Denken oder Wissen erlangt.
Daher verwechseln wir Wahrnehmen mit Denken und Wissen, während wir in Wirklichkeit nur anhand gefühlten elektrischen Gewahrseins auf der Grundlage von Informationen funktioniert haben.
Die so erhaltene „Information“ ist elektrisch, nicht geistig. Das Telegramm, das über irgendeinen Draht übertragen wird, ist nicht der Gedanke, der durch die Botschaft weitergegeben wird. Selbst das getippte Telegramm ist nicht der Gedanke, den es transportiert. Seine Symbole informieren den Denkenden über den solcherart übertragenen Gedanken, aber das Telegramm ist nicht dieser Gedanke.
So kommt es, dass unser riesiges mechanisches, elektrisch betriebenes Universum vernetzt ist, damit jeder Nervenfortsatz in jeder Zelle aller organischen und anorganischen Teile über den Zustand aller anderen Teile in diesem Universum informiert werden kann.
Unsere angeblich fünf Sinne
Wenn wir von einem elektrischen Gewahrsein reden, das wir als Wahrnehmung bezeichnen, denken wir an unsere fünf Sinne, nämlich Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten.
Diese fünf Sinne sind jedoch alle zusammen nur der eine Sinn des Fühlens. Wir haben keine fünf Sinne. Sehen ist eine Wahrnehmungsform, bei der wir Lichtwellen durch unsere Augen fühlen. Hören ist eine Wahrnehmungsform, bei der wir Lichtwellen durch unsere Ohren fühlen. Schmecken und Riechen sind Wahrnehmungen, bei denen wir Lichtwellen durch Mund und Nase spüren.
Alle Abwandlungen in diesem Gefühlssinn sind auf unterschiedliche elektrische Zustände von pulsierender Wellenmaterie zurückzuführen. Wenn pulsierende Wellenmaterie nichts anderes ist als eine Aufzeichnung von Gedanken in Form elektrischer Wellen, ist auch Wahrnehmung nichts anderes als eine Aufzeichnung von Gedanken in Form elektrischer Wellen. Keines von beiden ist real. Keines von beiden ist identisch mit dem Gedanken, den sie aufzeichnen.
Daraus folgt: Wenn Materie, Bewegung und Stofflichkeit elektrische Aufzeichnungen von Gedanken sind, dann ist Wahrnehmung nicht real – denn Wahrnehmung ist nur das elektrische Gewahren von Wellenbewegung durch andere Wellen.
Daraus folgt ferner: Wenn Materie, Bewegung und Stofflichkeit elektrische Aufzeichnungen von Gedanken sind, sind die Elektrizität, die den Gedanken aufzeichnet, sowie der Gedanke selbst nicht existent.
Es gibt nur eines in diesem Universum – LICHT – das ruhende Licht allen Wissens. Das Eine Licht, welches Gott ist. Nur Gott lebt. Sein Denken und Vorstellen ist Wissen, und das Wissende Universum ist alles, was ist. Der Wissende All-Geist ist Ruhe. Im Universum des Geistes wie im Universum der Materie gibt es so gesehen keinerlei Aktivität.
Empirisches Wissen
Die gegenwärtige Zivilisation des Menschen ist auf der Grundlage empirischen Wissens errichtet, das der Mensch durch seine Sinne erlangt hat. Was ist nun empirisches Wissen? Im Wörterbuch wird es so definiert: „Schlussfolgerungen, die allein auf Experimenten und Beobachtungen beruhen.“
Mit anderen Worten, das so genannte „Wissen“, auf das sich der Mensch verlässt, gründet sich auf die Informationen seiner Sinne, oder einfacher gesagt, auf die nicht vorhandenen Bewegungswellen einer nicht vorhandenen Stofflichkeit.
Diese Tatsache erklärt, warum die Menschheit bis jetzt praktisch kein Wissen hat. In seinen Tagen als Amöbe und im Dschungel lebte der Mensch ein rein sinnesgesteuertes Sein. Seine Körperzellen wurden vollständig über den instinktiven Fluss durch die Lichtfäden gelenkt, die sich direkt vom Schöpfer zu ihm erstreckten.
Der Mensch ist noch jung
Nach Millionen solcher Jahre hat der Mensch gerade ein paar tausend Jahre hinter sich, in denen sein keimendes Bewusstsein eine leise Ahnung seines spirituellen Erbes in ihm erweckte.
Seit die ersten Boten Gottes auf der Erde erschienen, um diesen aufglimmenden Bewusstseinsfunken in ihm anzufachen, beruht der Fortschritt des Menschen auf sinnlich gewonnenen und in Form von Erinnerungen in seinem elektrisch arbeitenden Gehirn gespeicherten Beobachtungen. Aus diesen Beobachtungen hat er durch ein elektrisch empfängliches Gehirn Schlussfolgerungen gezogen.
Alle diese Schlussfolgerungen, die auf den Informationen der Sinne beruhen, tragen Elemente von Täuschung in sich, wie sie allen Auswirkungen von Bewegung in diesem dreidimensionalen Universum der Illusionen eigen sind.
Mancher dieser Illusionen ist sich der Mensch bewusst, zum Beispiel denen der Perspektive. Dem Menschen ist klar, dass Eisenbahnschienen nicht am Horizont zusammenlaufen, aber ihm ist nicht bewusst, dass alle Wirkungen von Bewegung etwas anderes sind, als sie zu sein scheinen. So wird er zu Schlussfolgerungen verleitet, die keinerlei Bezug zur Natur haben. Man kann kein Wissen um Wirkungen haben, denn alles Wissen liegt in der Ursache. Unsere neuen grundlegenden Gesetze und Prinzipien müssen auf dem Wissen von der Ursache aufbauen.
Gesetze auf der Grundlage von Illusionen
Newton zum Beispiel wusste eingestandenermaßen nicht, was Gravitation ist, schrieb jedoch Gesetze darüber nieder, die auf seiner Beobachtung dessen basierten, was die Schwerkraft mit einem Apfel machte. Auch schloss er daraus, dass der Mond auf die Erde fiele, wenn er sich nicht bewegen würde. Er bewies dies sogar mathematisch, uneingedenk der Tatsache, dass dieselben mathematischen Formeln für jeden Satelliten, Planeten und Stern am Himmel gelten müssten wie auch für jedes Elektron in jedem Atom, die ja alle nicht in ihren Ursprung zurückfallen.
Beobachter natürlicher Phänomene errechnen immer noch das Alter des Universums und das Gewicht der Erde. Das Universum ist ohne Alter. Es hatte keinen Anfang. Ebenso wenig hat die Erde Gewicht in Bezug auf irgend etwas anderes im Universum. Jeder Himmelskörper steht in vollkommener Balance mit jedem anderen.
Boten des Lichtes
Das wenige Wissen, welches der Mensch während der vergangenen Jahrtausende erworben hat, wurde ihm von den seltenen Genies, Propheten, Mystikern und anderen Lichtboten geschenkt, die jeweils kamen, um mit ihrem inspirierten Wissen die Menschheit neu zu inspirieren.
Von diesen kostbaren Wenigen stammen unsere kulturellen Im-pulse. Ohne sie gäbe es kein Verständnis für Schönheit in der Welt. Ohne Schönheit wäre der Mensch noch immer barbarisch. Nur über die Schönheit wird er sich allmählich seiner Einheit mit dem Licht bewusst gewahr werden.
Wenn der Mensch das Licht kennt, wird er alle Dinge kennen. Heute ist dieses Licht in der ganzen Menschheit so schwach, dass noch niemand das Geheimnis des Lichtes, der Schwerkraft, von Strahlung, Elektrizität, Wachstum, Leben, Reinkarnation oder der Welle ergründet hat.
Der Tag ist nun gekommen, wo er diese Dinge erfahren wird. Dies ist das Erbe, das der Mensch für dieses Neue Zeitalter antritt.

Kapitel IX
WAHRNEHMUNG HÄLT ALLE DINGE ZUSAMMEN
Die gegenseitige Wahrnehmung und elektrische Wechselwirkung der beiden von dem Einen ruhenden Licht ausgehenden pulsierenden Lichterweiterungen dient dem Zweck, Gedankenmuster in der Materie abzubilden.
Der Geist kennt nur eine Idee als Ganzes. Ein Gedanke ist IDEE, die nun losgelöst und als einzelne Idee geprägt wird. Ein Gedanke ist diese geprägte Idee, elektrisch ausgedrückt und elektrisch in Materie aufgezeichnet durch ihre beiden pulsierenden, sich austauschenden Lichtqualitäten.
Dieses Universum aus Materie in Bewegung ist nichts anderes als die elektrische Aufzeichnung von Gedanken. Der Vorgang der Aufzeichnung beinhaltet, die Eine, ungeteilte Universale Idee abzutrennen und in Form vieler scheinbar getrennter Teile auszudrücken. Dies verleiht einem Universum, das doch nur aus Einem besteht, die Gestalt und Vielfalt der vielen scheinbaren Teile und Dinge.
Elektrizität ist die Dienerin des Gott-Geistes. Elektrizität setzt das Streben des Gott-Geistes nach schöpferischem Ausdruck um, indem sie das Eine ruhende Licht dem Anschein nach in vergängliche Lichtwellen spektral aufgeteilter positiv-negativer Farben aufspaltet.
Das gesamte Universum scheinbarer Stofflichkeit besteht einzig aus vergänglichen Lichtwellen in scheinbarer Bewegung. Bewegung selbst ist Illusion.
Scheinbare Getrenntheit
Alle geprägten Gedankenschöpfungen Gottes oder des Menschen bestehen aus Spektralfarben der beiden elektrischen, gegensätzlichen Lichtwellen, die miteinander zu den strukturierten Modellen dieser Gedanken verwoben sind.
Man könnte die Schöpfung mit dem Weber eines kostbaren Wandteppichs vergleichen, der die eine Idee als Ganzes KENNT, sie dann als Teile DENKT und diese Teile dann in Materie AUFZEICHNET, indem er ihre Spektralfarben in die vielen Formen verwebt, die – alle zusammen – die Gesamtidee manifestieren.
Um zu veranschaulichen, was wir meinen, betrachten wir einen beliebigen Teil der gesamten Schöpfungsidee – Eisen zum Beispiel. Eisen ist ein abgetrennter Teil des Ganzen.
Eisen ist für uns ein hartes, kaltes Metall mit bestimmten Eigenschaften, aufgrund derer wir es zu vielerlei Produkten verarbeiten können. Wenn Eisen in seinem gefrorenen Zustand ist, denken wir nicht daran, dass es Licht ist. Wenn wir es aber bis zur Weißglut erhitzen, können wir in seinem Lichtschein sogar fotografieren.
Es ist in diesem Zustand nicht ausschließlich Licht, aber alle Eigenschaften, die es uns als Eisen verfügbar machen, sind nun nicht zugänglich. Es ist, als hätte der Teppichweber alle Fäden der Idee „Eisen“ aufgelöst und sie Faden für Faden nach ihren Spektralfarben geordnet.
Der Physiker kann uns sagen, welches Element diese Lichtfäden in gefrorenem Zustand ergäben. Er würde die Spektrallinien anschauen und sagen: „Das ist Eisen“. Aber es wäre nicht die Form des Eisens, wie wir sie kennen – es wäre die formlose Idee des Eisens, wie die Sonne sie kennt.
Es gibt keine Trennung
In der weißglühenden Sonne sind alle Ideen enthalten, welche die Erde kennt. Die Idee des irdischen Apfels ist in der Sonne, die des Baumes mit seinem Holz und die des Veilchens am Waldrand gleichermaßen, und genauso die kühle Erde mit ihren Flüssen und Bergen.
Im Licht der Sonne sind alle Ideen eine einzige Idee. Das Licht der Sonne wird erst unterteilt in seine vielen scheinbar getrennten Ideen, wenn es sich elektrisch von der Sonne aus fortpflanzt und diese Ausläufer elektrisch zu ihr zurückhallen.
Die Sonne ist ein Schmelztiegel, der alle Ideen zu einer verschmilzt und sie dann hinaussetzt in den Weltraum, damit sie abkühlen und sich in die vielen Einheiten dieser einen Idee aufspalten.
Genauso wird auch die IDEE des Geistes erst zu den vielen Ideen der Schöpfung, wenn die Elektrizität die Eine Idee in viele getrennte Ideen aufteilt.
Das Eine Licht kann nicht geteilt werden, aber Ausstrahlungen des Einen Lichtes können so erscheinen, als teilten sie es. Es gibt viele Lichtflecken auf dem Kirchenboden, aber alle gehen sie aus dem einen Licht ihrer gemeinsamen Quelle in der Sonne hervor. Genauso ist auch die Menschheit eine Ausstrahlung (Emanation) der Einen IDEE vom Menschen, denn im Lichte seiner Quelle ist der Mensch Eins.
Genauso sind alle Ausstrahlungen des Einen ruhenden Lichtes, wie sie sich im weißen Licht von Sonnen und dem schwarzen Licht des sie umgebenden Weltraums beweglich manifestieren, nur Ausstrahlungen der einen Quelle.
Idee bedeutet Ruhe
Die Bedeutung dieses Satzes wird im Kino veranschaulicht. Auf der Leinwand sehen wir viele Ideenmuster in lärmender, heftiger Bewegung. Wir wissen jedoch, dass die gesamte Bewegung getrennter Ideen und alle Geräusche, die von diesen geprägten, sich bewegenden Formen ausgehen, sofort zum Erliegen kämen, wenn die ruhende Lichtquelle, von der die Projektion dieser Bilder und Klänge ausgeht, abgeschaltet würde.
Wir wissen, dass die Ursache für all diese vergängliche Aufteilung in positive und negative Wirkung in dem einen ruhenden Licht liegt, von dem die Projektion ausgeht. Wir wissen, dass die Klänge, die wir hören, aus dieser Stille aufsteigen, doch es scheint uns überhaupt nicht bewusst zu sein, dass unser gesamtes pulsierendes Universum nur eine Ausstrahlung des Einen ruhenden Lichtes des Universalen Geistes ist, die durch positives und negatives Licht hindurch auf die universale Leinwand des Raumes projiziert wird.
Es ist schwierig, sich die Erde mit all ihren Phänomenen von Bewegung, Klang, Menschen, Tieren und Pflanzen als eine Filmvorführung seitens unserer Sonne vorzustellen. Aber alle getrennten Ideen der Erde sind in diesem einen weißglühenden Licht der Sonne enthalten. Alle sind nur eines: Licht.
Würde die Sonne ausgeschaltet, würden alle ihre Ideenmuster auf der Erde augenblicklich verschwinden. Die ruhende Idee, die zu Bewegung erweitert wird, ist nicht in der Bewegung enthalten, sondern in der Stille, aus der sie abgeleitet wird.

Kapitel X
FUNKTIONSWEISE DES GEHIRNS
Das elektrische Gewahren beobachteter Wirkungen von Materie in Bewegung wird im Gehirn aufgezeichnet.
Es wird gemeinhin angenommen, das Gehirn würde denken und wissen.
Das Gehirn denkt weder noch weiß es. Es ist nichts anderes als ein Speicher für aufgezeichnete Sinneswahrnehmungen. Das Gehirn „erinnert“ diese Aufzeichnungen für den Gebrauch durch den Menschen und um die Bedürfnisse des Körpers zu befriedigen.
Das Gehirn ist ein komplexer Bewegungszustand, ausgedrückt durch Lichtwellen, die in Kreisläufen pulsieren.
Bewegungszustände können nichts WISSEN und auch nichts ?DENKEN. Das Gehirn ist Teil einer Maschine, der menschlichen Körpermaschine.
Maschinen können Gedanken, die elektrisch durch sie projiziert werden, zum Ausdruck bringen, aber sie sind nicht in der Lage, die so projizierten Gedanken zu denken.
Genauso können Maschinen Wissen zum Ausdruck bringen, aber sie können es nicht selbst haben.
Und ebenso können Maschinen wunderbare Dinge tun, wenn sie von Wissen geprägt und gesteuert werden, aber sie können nicht WISSEN, was sie tun.
Allein der zentrale bewusste Geist des menschlichen Seelen-Willens denkt, indem er die Sehnsucht nach schöpferischem Ausdruck mit Hilfe der Gehirnmaschine projiziert.
Das Verlangen im Geist wird auf elektrischem Wege zum Ausdruck gebracht. Elektrizität ist die treibende Kraft, die das Eine Licht des Geistes auf zwei Arten projiziert und so Lichtwellenzyklen erschafft, um Gedankenzyklen auszudrücken.
Das Verlangen ist nicht im Gehirn. Es liegt im zentralen bewussten Selbst. Verlangen ist die Ursache aller Bewegung.
Das Gehirn zeichnet Sinneseindrücke auf
Das Gehirn ist lediglich die elektrische Aufzeichnungsvorrichtung für das bewusste Denken im Geist. Und es ist seit jeher das menschliche Speicherorgan für die elektrischen Aufzeichnungen von Erinnerungen und Gedanken.
Es ist der Diener der Universalen Intelligenz. Es lenkt sämtliche Körperfunktionen. Es dient dem Körper als zentrale Schaltstelle für alle willkürlichen und unwillkürlichen instinktiven Handlungen.
Das Gehirn ist der Sitz der Sinneswahrnehmung. Seine Aufgabe liegt in dieser Hinsicht darin, den Körper durch elektrische Signale über dessen Zustand informiert zu halten.
Solche Signale sind nicht geistig. Sie sind rein elektrisch. Sie erzeugen Sinneswahrnehmungen. Das Gehirn nimmt jede Botschaft wahr und zeichnet sie auf. Es sendet kompensierende Botschaften zu anderen Körperbereichen.
Der Körper ist ein riesiger und komplexer Mechanismus. Das Gehirn zeichnet auf, verteilt, verstärkt und empfängt elektrisch alle Funktionen dieser vielzelligen Maschine, ohne dass diese Vorgänge etwas mit Intelligenz zu tun hätten.
Das Gehirn zeichnet Wahrnehmungen von Erfahrungen und Beobachtungen auf, die ihm von den Sinnen übermittelt werden. Solche Wahrnehmungen werden mit Denken und Wissen verwechselt. Aus elektrischer Bewegung entstehende Wahrnehmung ist rein automatisch.
Die fälschliche Annahme, das Gehirn könne denken und wissen, ist der Tatsache zuzuschreiben, dass der Mensch von sich glaubt, er denke, wenn er nur wahrnimmt. Der Mensch glaubt auch, er würde durch die wahrgenommene Beobachtung von sinnlich wahrgenommener WIRKUNG Wissen erwerben, wo er lediglich elektrische Wahrnehmungen aufzeichnet, die ihn über die Natur der von seinen Sinnen beobachteten Objekte informieren.
Der Körper ist eine hochstrukturierte Maschine, dafür gedacht, viele Dinge zu tun. Jede Bewegung wird durch elektrische Impulse über Nervenbahnen bestimmt.
Wenn solche Wahrnehmungen im Körper eines Menschen im Einklang mit seinem bewussten Gewahrsein des Lichtes stehen, das ihn als PERSON erfüllt, laufen Denken und Wahrnehmen gleichzeitig in ihm ab.
Das zentrale Bewusstsein des Menschen, die PERSON, wandelt Informationen, die sie von den Sinnen erhält, in dem Ausmaß in Wissen um, wie der Mensch fähig ist, anhand der WIRKUNG, die seine Sinne ihm melden, Rückschlüsse auf deren URSACHE im Geist zu ziehen.
Solange diese Transformation nicht stattfindet, verfügt der Mensch nicht über Wissen, wie umfassend seine Sinne ihn auch informiert haben mögen, denn Informationen sind kein Wissen.
Ein Mensch mag über eine wahrhaft enzyklopädische Flut von Informationen verfügen. Er mag zahlreiche Hochschulabschlüsse besitzen, weil er so gut informiert ist, und doch zu wenig Wissen besitzen, um irgendetwas zu erschaffen.
Zum Beispiel können wir die Idee einer Harfe nicht sinnlich wahrnehmen, während sie ruht, aber wir können um die Idee der Harfe wissen. Wir können ihre verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten kennen, auch wenn ihre Saiten gerade nicht schwingen. Genauso können wir uns zahllose komplexe musikalische Abläufe vorstellen, die in diesen stillen Saiten ruhen, ohne Ausdruck zu finden.
Umgekehrt können wir die Schwingungen, die von diesen Saiten ausgehen, wenn wir sie in Schwingung versetzen, nicht erkennen. Wir können diese Schwingungen nur über unsere sinnliche elektrische Wahrnehmung fühlen.

Kapitel XI
ELEKTRISCHES GEWAHRSEIN
Dieses materielle Universum aus vielen scheinbar getrennten Teilen ist elektrisch.
Das gesamte Universum mit seinen zahllosen Bestandteilen ist durch einen elektrischen Strom von „Nerven“ vernetzt, mit dessen Hilfe jeder Teil des Universums über den sich ständig wandelnden Zustand jedes anderen Teiles informiert wird.
Zwischen Materieteilen oder Materiezuständen, die miteinander ?im Gleichgewicht stehen, gibt es keine „Wahrnehmung“. Mit „Wahrnehmung“ meinen wir das Empfinden des elektrischen Stromes, der die Botschaft übermittelt. Elektrischer Strom im Gleichgewichtszustand ist unmöglich, da wir überhaupt keine Wahrnehmung empfinden können, wenn unser Körper oder Teile desselben sich in einem Gleichgewichtszustand befinden.
Elektrisches Gewahrsein ist in einem elektrisch aufgebauten Universum unerlässlich. Eine elektrisch betriebene Maschine in einer Fabrik hat genau dieselbe elektrische Wahrnehmung wie ein Mensch. Ihr verdrahtetes Nervensystem übermittelt elektrische Signale an ihre einzelnen Bestandteile zu dem zweifachen Zweck, diese anzutreiben und gleichzeitig alle Teile ständig aufeinander abzustimmen.
Elektrische Maschinen tun, was ihr elektrisches Gewahrsein durch Wahrnehmung von ihnen verlangt. So ist es auch beim Menschen, beim Baum, dem Sonnensystem und den galaktischen Sternennebeln.
Die menschlichen Körperzellen nehmen ihre mechanischen Aufgaben auf elektrischem Wege wahr und reagieren auf die elektrischen Signale, die ihnen zugehen. Sie besitzen ein elektrisches Zellgedächtnis von ihren individuellen und ihren Gruppen-Aufgaben. Sie handeln automatisch, wenn auf elektrischem Wege sinnliche Reflexe ausgelöst werden.
Körperfunktionen wie unser Herzschlag, Verdauung, Hormonsteuerung, Atmen und Gehen werden durch Reflexe des Zellgedächtnisses automatisch ausgeführt.
Das Zellgedächtnis und der Instinkt veranlassen Zugvögel zum Ziehen, Spinnen zum Weben ihrer Netze und bestimmte Pflanzen dazu, Fliegen und Fische zu fangen.
Instinktive Handlungen und Handlungen aufgrund von Reflexen des Zellgedächtnisses sind nicht geistiger Natur. Sie laufen rein mechanisch und automatisch ab.
Elektrische Wahrnehmung ist universal
Dieses Prinzip des elektrischen Gewahrseins über sinnliche Wahrnehmung ist nicht allein auf das tierische Leben beschränkt. Es gilt auch im Mineral- und Pflanzenreich. Es erstreckt sich auf das winzigste Elektronenteilchen und auf die mächtigste Galaxie.
Dabei ist jedes Teilchen in jeder Masse nicht nur seiner Aufgabe auf elektrischem Wege gewahr, sondern jedes Teilchen im gesamten Universum reagiert auch auf elektrische Signale, die es von allen anderen Teilchen im Universum erhält. Unser physisches Universum wird ausschließlich über elektrische Wahrnehmungen gelenkt, die von dem stillen magnetischen Licht im Zentrum aller Dinge gemessen und ins Gleichgewicht gebracht werden.
Das gesamte elektrische Universum der Bewegung wurde also von den beiden elektrischen Arbeitern, die das Universum erbauen und immer wieder zerlegen, um es neu zu bauen, derart vollkommen gestaltet, dass alle beweglichen Dinge in ihm alle anderen beweglichen Dinge darin wahrnehmen.
Und alle unterschiedlich gearteten Dinge im Universum stimmen ihren Zustand auf jede Zustandsveränderung jedes anderen Dinges im Universum ab.
In der Natur läuft ein ständiger Abtrennungsprozess ab, der auf ewig das universale Verlangen nach Wandel und Vielfalt ausdrückt, und ebenso gibt es einen ständigen Angleichungsprozess, der auf ewig das universale Verlangen nach Einheit ausdrückt.

Kapitel XII
INSTINKT
Organische Materie entsteht ausschließlich aus dem Verlangen des Geistes, Ideen in Materie zu manifestieren. Dieses kosmische Verlangen, Formen hervorzubringen, erschafft die gewünschte Form. Verlangen ist die treibende Kraft der gesamten Schöpfung.
Der Mensch beginnt bereits, die Idee Mensch auszudrücken, wenn er noch Einzelzelle ist. Die gesamte Idee des Menschen liegt in dieser einzelnen Zelle. Dann entfaltet sie sich dem kosmischen Gesetz gemäß geordnet in Raum und Zeit. Ebenso ist auch die gesamte Idee der ganzen Schöpfung in dieser einzelnen Zelle enthalten. Alle Ideen sind allgegenwärtig. Es gibt keine Teile des All-Ganzen.
Jeder Schritt bei der Entfaltung der Idee Mensch folgt dem fortwährenden Verlangen nach Entfaltung. Jeder Zelle wird bei ihrer Entfaltung das Zellgedächtnis an ihre Aufgabe mitgegeben. Das Muster der Idee folgt nach und nach im Zusammenwirken des Verlangens im Göttlichen Geist mit dem Verlangen in der wachsenden Idee, um die Idee in ausgestalteter Form zum Ausdruck zu bringen.
Jede Handlung des sich entfaltenden Menschen ist Teil der Entfaltung der Idee Mensch, wie sie als Ganzes in Gottes Geist existiert. Jedes menschliche Verlangen ist daher eine zweifach gegenläufige Ausstrahlung des Einen Lichtes jener Idee, die von Gott zum Menschen gelangt. Gott wird zum Ausdruck bringen, was immer Ihn im Menschen auszudrücken verlangt, denn Er ist der Schöpfer des Menschen.
Was immer der Mensch verlangt, wird der Gott in ihm erschaffen. Der Mensch muss allerdings gemeinsam mit Gott im Einklang mit Seinem universalen Gesetz erschaffen. In dem Ausmaß, wie der Mensch dieses Gesetz bricht, wird das Gesetz ihn brechen.
Das Leben ist eine Abfolge von Erfahrungen
Jeder Ausdruck des Verlangens bei der Entfaltung einer beliebigen Idee ist Bestandteil dieser Idee. Er ist aus Entscheidungen resultierende Erfahrung. Alle Erfahrungen sind Bestandteil der Entfaltung einer Idee.
Wie diese Entscheidungen auch lauten, sie werden im individuellen Menschen aufgezeichnet als seine eigene Deutung der Idee Mensch. Und sie werden in der gesamten menschlichen Rasse aufgezeichnet als die Gesamtsumme aus allem Verlangen und allen Erfahrungen der gesamten Idee Mensch.
Wie die Idee von allem eins ist, so sind auch die Teile jener Idee eins.
Instinktive Kommunikation
Ohne Instinkte könnte tierisches Leben nicht fortbestehen und sich entwickeln.
Instinkte veranlassen in jedem Körper mechanische Handlungen, um den Erfordernissen des Lebens zu genügen. Instinkte schützen das tierische Leben vor Feinden. Sie veranlassen die Auswahl geeigneter Nahrung, den Bau von Nestern, die Aufzucht der Nachkommen. Sie ermöglichen der Brieftaube die sichere Rückkehr nach dem Zurücklegen großer Entfernungen sowie zahllose weitere wunderbare Dinge, die Tiere leisten.
Ein Lachs, der in einem bestimmten Fluss abgelaicht wurde, verlässt diesen Fluss seinem Instinkt folgend und lebt im Meer, bis er die Geschlechtsreife erreicht hat. Wenn die Zeit zur Paarung und zum Laichen gekommen ist, kehrt er über Tausende von Kilometern ohne jeden Wegweiser zurück in genau den Fluss, wo er das Licht der Welt erblickte.
Ihr Instinkt drängt die Zugvögel, vor dem Einbruch des Winters südwärts zu fliegen. Ihr Instinkt sagt ihnen, in welcher Richtung Süden liegt. Ihr Instinkt sagt ihnen, dass es in dieser Richtung wärmer ist. Instinkte steuern auch die Wanderung von Robben, den Dammbau von Bibern und das Weben von Spinnennetzen.
Der Instinkt könnte definiert werden als eine Aufzeichnung aller Handlungen eines Körpers und aller Sinneseindrücke, die von diesen Handlungen ausgelöst wurden, im Zellgedächtnis.
Am Anfang war der Instinkt
Die Evolution allen tierischen und pflanzlichen Lebens wäre ohne Instinkte nicht möglich gewesen. Alles vom Schöpfer Erschaffene ist das Ergebnis von Aufzeichnungen der Schöpfergedanken in Form elektrischer Wellen. Sie sind Teile der Gesamtidee, auseinander genommen und Stück für Stück wieder zusammengefügt. Sie sind das Ergebnis des Universalen Gesetzes von Ursache und Wirkung.
Zu Anfang hat keines der Geschöpfe des Schöpfers die Fähigkeit zu denken. Es dauert Jahrmillionen, bevor komplexe Organismen den Geist in sich hinlänglich erkennen, um mit dem Denken anzufangen. Während dieser Äonen werden sie fast vollständig von ihren instinktiven Reflexen geleitet. Nur der Mensch hat begonnen zu denken, zu überlegen, sich vorzustellen, zu erschaffen und zu erfinden, und das auch erst seit wenigen Jahrtausenden.
Instinkt bedeutet: von Gott gelenkt
Instinkte sind also die Göttliche Lenkung für die Handlungen Seiner Geschöpfe. Die unwillkürlichen Vorgänge im Körper wie der Herzschlag oder die Aktivität der weißen Blutkörperchen laufen ab, ohne dass die beteiligten Zellen ihre Aufgabe im Heilungsprozess des Körpers kennen, aber Gott erfüllt und lenkt jedes Atom Seiner Schöpfung, und jedes muss seinen Zweck erfüllen.
Instinktives Herstellen durch Gott ?und den Menschen
Ein gutes Beispiel dafür, wie Gott und Mensch schöpferisch zusammenarbeiten, ist das vertraute Bild einer strickenden Frau. Stricken ist Teil der Idee Mensch und erfordert Handfertigkeit. Eine Frau, die stricken möchte, muss das Verlangen haben, diese Fähigkeit zu erwerben. Jegliches Verlangen muss zunächst einmal vorhanden sein, bevor es in irgendeiner Weise zum Ausdruck kommen kann.
Langsam strickt die Frau Masche für Masche. Ihre gesamte Konzentrationskraft wird für diese ersten Maschen benötigt. Jede gestrickte Masche birgt allerdings in sich das Verlangen nach der nächsten Masche.
Ganz langsam fügt sie Garne zum gewünschten Muster zusammen. Die Zellen ihrer Finger erwerben allmählich ein Gedächtnis für ihre Aufgabe. Diese Zellen koordinieren sich mit anderen Körperzellen bei der Entwicklung der Gesamtfertigkeit.
Allmählich lernt die Frau, instinktiv zu stricken. Ihr Geist muss sich nicht mehr konzentrieren, sie kann währenddessen an etwas anderes denken und sich dabei auch noch unterhalten. Ihre Körperzellen arbeiten alleine aus der Erinnerung an die ihnen gestellte Aufgabe.
So werden dem Körper des Menschen durch die gemeinsamen schöpferischen Bemühungen von Gott und Mensch instinktive Fertigkeiten zu Eigen. Der Pianist lehrt seine Finger, instinktiv zu arbeiten, damit sein Geist frei ist, um Musik zu denken. Gott arbeitet mit ihm. Ohne diese Zusammenarbeit mit Gott von Augenblick zu Augenblick könnte der Pianist gar nichts tun.
Gott, der Schöpfer aller Dinge, weiß alle Dinge und hat alle Macht.
Mensch und Gott sind Eins. Der Mensch kann alle Dinge wissen und alle Macht haben in dem Ausmaß, wie er das Verlangen hat, alle Dinge zu wissen und alle Macht zu haben. Das Gewahrsein des Lichtes in ihm wird dem Menschen alles Wissen und alle Macht geben. Der Mensch kann niemals von Gott getrennt sein. Kein Teil der Schöpfung kann jemals von Gott getrennt sein.

Kapitel XIII
BEWUSSTLOSIGKEIT, SCHLAF UND SCHMERZ
Im Hinblick auf den angeblich möglichen Zustand der „Bewusstlosigkeit“ herrscht große Verwirrung. Wenn wir schlafen oder betäubt sind, heißt es, wir seien „bewusstlos“.
Wir können gar nicht bewusstlos sein. Wir waren schon immer bewusst, ohne dessen im Mindesten gewahr zu sein.
Unsere Verwirrung in dieser Hinsicht beruht auf der Verwechslung von Wahrnehmung und Denken mit Bewusstsein.
Wenn wir, ob im Schlaf oder im Wachen, aufhören zu denken, hören wir nicht auf zu WISSEN und sind uns auch weiterhin unseres Seins bewusst. Wir hören nur auf, unser Wissen in Bewegung zu setzen, um durch die Schwingung des Denkens Ideen auszudrücken.
Der bewusste Geist schläft nicht. Schlaf ist nur die negative Hälfte im Wellenzyklus des elektrischen Gewahrseins unserer Wahrnehmungen. Wachsein ist die positive Hälfte.
Die ganze Natur schläft ein, wenn das schwindende Sonnenlicht die Möglichkeit aller Dinge, das Leben zu manifestieren, verringert. Schlaf ist die Todeshälfte im Kreislauf von Leben und Tod.
Wir können sagen: „Ich bin dessen nicht gewahr“, aber nicht: „Das ist mir nicht bewusst“, da wir doch immer bewusst sind.
Bewusstes Gewahrsein ist WISSEN. Nicht gewahr zu sein bedeutet, dass wir noch nicht wissen. Das Wissen ist in jedem, und jeder kann wissen, wenn es ihn danach verlangt.
Schlaf und Wachen sind positiv-negative Wellenanteile eines Wellenzyklus, so wie Geburt und Tod entgegengesetzte Enden eines Lebenszyklus sind.
Schlaf ist nur eine Betäubung. Durch Desensibilisierung der Zellen auf chemischem Wege kann der ganze Körper oder auch nur ein Körperteil in Schlaf versetzt werden. Wenn der Körper oder einzelne Körperteile auf diese Weise „schlafen gelegt“ werden, sind sie nicht „bewusstlos“ gemacht worden; lediglich ihre elektrische Spannung ist gesenkt worden.
Der Zahnarzt spricht nicht von Bewusstlosigkeit, wenn er lokal betäubt; er spricht von einem desensibilisierten Zustand. Aber wenn der Chirurg den ganzen Körper desensibilisiert, soll dieser dann „bewusstlos“ sein. Wir nehmen an, dass unser Gehirn dann aufgehört hat zu denken. Das Gehirn denkt aber nicht, daher kann es nicht mit etwas aufhören, was es nie getan hat. Wir gehen davon aus, dass unser Körper das Bewusstsein verliert, aber im Körper ist nie Bewusstsein.
Eine lokale Betäubung beseitigt Schmerz. Dieser ist ein zu intensiver elektrischer Strom. Die Spannung ist so hoch, dass die Nervenbahnen sie nicht aushalten können. Sie brennen durch, und die übermäßige Entladung beim Durchbrennen verursacht den Schmerz.
Wenn die Körpernerven FÜHLEN, dass ein elektrischer Strom durch sie hindurchläuft, wird der Körper gewahr, dass etwas geschieht, was geeignet ist, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn der Körper im Gleichgewicht ist, hat er keine Wahrnehmung. Wenn der Körper das Gleichgewicht verloren hat, informiert ihn seine Sinneswahrnehmung über das Wann und Wo, sonst könnte er nicht funktionieren.
Wachen und Schlafen entsprechen lediglich dem Laden und Entladen der unzähligen elektrischen Batterien im Körper. Wenn diese Batterien ständig im gleichen Ladungszustand blieben, gäbe es keine abwechselnden Zustände wie Schlafen und Wachen.
Dieser Planet trägt uns auf unserer Reise empor zu unserem Gipfel. Seine Batterien werden vom Generator Sonne aufgeladen. Die Sonne ist dieser Generator, aber die Erde dreht sich beständig zu ihrem Generator hin und wieder von ihm fort.
Wenn das aufladende Licht der Sonne abends hinter dem Horizont verschwindet, geht alles schlafen, um dann in der Morgendämmerung wieder zu erwachen. In diesem ewigen Zyklus werden die Batterien aller Dinge auf der Erde tagsüber aufgeladen und nachts entladen.

Kapitel XIV
DIE VORTÄUSCHUNG VON RUHE DURCH BEWEGUNG
Dieses elektrische Universum der Bewegung bewegt sich ewig, um Ruhe zu finden, ohne sie je zu erlangen. Materie in heftiger Bewegung täuscht durch ihre heftige Bewegung Ruhe und Gleichgewicht vor. Je heftiger die Bewegung, desto stärker ist die Illusion von Ruhe und Gleichgewicht. Bewegung kann zum Erliegen kommen, aber sie kann sich nie in Ruhe verwandeln.
Unser Universum der Illusionen
Das gesamte dynamische Wellenuniversum aus elektrischer Materie ist nicht, was es zu sein scheint. Alles, was in Ruhe zu sein scheint, braucht heftige Bewegung, um den Anschein zu erwecken, es sei in Ruhe.
Ein Speichenrad sieht, wenn es schnell genug rotiert, aus wie eine Stahlscheibe. Je schneller es sich dreht, desto mehr scheint es in Ruhe.
Dieser Planet, scheinbar in Ruhe, befindet sich in rasanter Bewegung um seinen zentralen Ruhepunkt, von dem aus er sich elektrisch ausdehnt. Scheinbar unbewegte Wolken, die über der Erde schweben, drehen sich mit dieser mit der ungeheuren Geschwindigkeit von tausend Meilen pro Stunde am Äquator, das ist viermal schneller, als ein Flugzeug fliegt [im Jahre 1947, Anm. d. Ü.].
Alle Planeten drehen sich mit hoher Geschwindigkeit um ihre Zentralsonne, die scheinbar still am Himmel steht, sich aber in Wirklichkeit mit unglaublicher Geschwindigkeit im Raum bewegt.
Desgleichen bewegen sich auch die scheinbar so ruhigen Sterne mit riesigen Geschwindigkeiten, um ihr gegenseitiges Ungleichgewicht in diesem dualen Universum des geteilten Druckes auszugleichen.
Der Stift in meiner Hand, der Schreibtisch, an dem ich schreibe, das Zimmer mit seinen zahlreichen Gegenständen, dies alles scheint in Ruhe zu sein, täuscht Ruhe jedoch nur vor durch die heftige Bewegung seiner vielen Teile. Ungeheure Schwingungen verbergen sich in diesem gläsernen Briefbeschwerer.
Kein Ding könnte die Ruhe, die es vortäuscht, manifestieren ohne die unglaubliche Geschwindigkeit der Atome, die so unermüdlich sich drehen und wirbeln, um diese scheinbare Ruhe zu ermöglichen.
Auch die bewegungslosen Dinge ?sind nicht bewegungslos
Alle scheinbar bewegungslose Materie manifestiert vorgetäuschte Ruhe durch vorgetäuschte Bewegung.
Bewegung selbst ist eine Illusion. Die Bewegung, die wir in unserem Gehirn registrieren, ist nicht realer als die Bewegung, die wir in einem Kinofilm wahrnehmen.
Die scheinbare Bewegung im Kino wird durch die Abfolge unterschiedlich geprägter Formen hervorgerufen, die auf die Leinwand projiziert werden und so den Eindruck von Bewegung erwecken, weil die unterschiedlichen Muster im Filmstreifen so schnell aufeinander folgen. Genau dieselbe Illusion liegt beim materiellen Universum vor.

Kapitel XV
DIE ILLUSION DER VERÄNDERUNG
Veränderung ist eine Sinnestäuschung auf der Grundlage von Bewegung.
Im bewussten Universum des Wissens gibt es keinerlei Veränderung. Es gibt nur eine Illusion von Veränderung, hervorgerufen durch die beiden sich austauschenden Lichtqualitäten des Denkens, um die Eine Gesamtidee in viele getrennte Ideen zu unterteilen und sie in Gestalt bewegter Materie aufzuzeichnen.
Die Sinne sind das Publikum für diese Gedankenschwingungen. Die Sinne sind ein Teil dieser Illusion. Die Sinne sind elektrisch. Sie gehören zum Gedankenuniversum der Bewegung und haben nichts mit Ruhe zu tun. So wie Bewegung selbst nicht existiert, sind auch die Sinne nicht-existent.
Die Sinne sind nur die imaginären Aufzeichnungen von imaginärer Bewegung, imaginärer Materie und imaginärer Veränderung. Als solche sind sie begrenzt auf winzige Gucklöcher auf die Unermesslichkeit, die sich jenseits ihrer Wahrnehmung erstreckt. Die Sinne haben kein Wissen um das, was sie wahrnehmen. Sie zeichnen lediglich Bewegung auf.
Die Sinne reagieren nur in einer Richtung auf Bewegung. Sie spüren den Vorwärtsfluss der Zeit, nicht jedoch den Rückwärtsfluss. Wenn sie beide Richtungen registrieren könnten, würden sie in diesem Nullsummen-Universum der scheinbaren Bewegung der Ruhe gewahr werden.
Das Universale Eine hat es so geplant, sonst könnte es die zeitliche und räumliche Abfolge von Gedankenmanifestationen, die das schöpferische Universum ausmacht, nicht geben.
Wenn unser Wissen unsere Wahrnehmung übersteigt, werden wir uns von den Illusionen unserer Sinne nicht mehr täuschen lassen.
Wer zum ersten Mal einen Technicolor-Film sähe und nichts über derartige elektrische Effekte wüsste, würde glauben, durch ein Fenster reale Geschehnisse zu betrachten, ohne zu merken, dass es sich nur um eine Illusion handelt, „erschaffen“ durch die Projektion von positivem Licht durch strukturierte Negative. Nicht mehr ist Schöpfung: Zwei Lichtstrahlen, die durch einander hindurchprojiziert werden, um Bewegung, Form und Wandel vorzutäuschen.
Unsere Sinne sind wie Reisende in einem Schnellzug. Die Passagiere nehmen Teile der Landschaft im Vorwärtseilen wahr, während sich für ihre Sinne die Landschaft rückwärts bewegt. Die Sinne deuten diese Effekte als Materie in schneller Bewegung, die sich in ständigem schnellem Wandel befindet. Wer denselben Zug von einem Berggipfel aus betrachtet, würde dieselbe schnelle Bewegung und den schnellen Wandel als unwandelbare Ruhe wahrnehmen.
Während sich der Mensch vom Sinnenmenschen zum geistigen Menschen entwickelt, wird er sich sowohl der gegenläufigen Bewegung aller Wirkung allmählich bewusst und dass diese zwei Wege die sichtbare Wirkung sind, auf die seine Sinne ansprechen, als auch des unsichtbaren Effekts, um den er weiß, ohne ihn wahrzunehmen.
Allmählich rückt bei dieser Entfaltung des Menschen die Zeit heran, wo sein volles Gewahrsein der All-Ursache es überflüssig macht, sich auf die Wahrnehmung zu stützen.
Damit erhebt sich der Mensch über seine Sinne. Er erkennt nun das Bewegungsuniversum als das, was es ist und nicht mehr als das, was es zu sein scheint.

Kapitel XVI
DIE TÄUSCHUNG DER SINNE
Stellen Sie sich ein vollkommen bewegungsloses Rad vor und eine Fliege, die um seinen Außenrand krabbelt. Sie bewegt sich vorwärts auf einer sich ständig verändernden Oberfläche, und das Rad scheint sich während der Zeit, in der die Fliege ständige Veränderungen an dem doch gänzlich unveränderten Rad wahrnimmt, rückwärts zu bewegen.
Jedes Mal, wenn die Fliege an denselben Punkt gelangt, würde sie die auf der Reise vergangene Zeit berechnen und wie lange sie für den nächsten Umlauf weiterkrabbeln müsste.
Das Rad ruht jedoch, und Bewegung, Veränderung und Zeit werden von der Fliege selbst erzeugt, welche die Gesamtidee Rad analysiert, indem sie das Rad umkreist und Stück für Stück untersucht.
Die Fliege nimmt Bewegung wahr, indem sie ihre Stellung auf dem Rad ändert. Sie nimmt Veränderung wahr, indem sie in jedem Moment ihres Vorwärtskrabbelns einen scheinbar veränderten Zustand feststellt. Sie nimmt Zeit wahr, indem sie die notwendigen Abfolgen erschafft. Dafür zerlegt sie die eine Idee des Rades in viele getrennte Ideen.
Dieser einfache Vergleich ist ein gutes Bild für die Schöpfung. Dieser Planet wandert, wie die Fliege auf dem Rad, für immer auf seiner unbewegten Umlaufbahn. Die Umlaufbahn ist so starr und still wie das Rad, auf dem die Fliege sich bewegt.
Während der Planet sich auf dem Rad seiner Umlaufbahn bewegt, nimmt er ständige Bewegung und ständigen Wechsel wahr. Er spürt die Veränderungen von Tag und Nacht, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. All diese scheinbaren Veränderungen liegen jedoch in der Bewegung des Planeten und nicht in dem Rad seiner Umlaufbahn. Jeder Wandel hängt ausschließlich mit der Bewegung des Planeten zusammen und nicht mit der unwandelbaren Umlaufbahn. Der Planet selbst registriert den Wandel auf seinem unwandelbaren Rad. Wandel liegt daher allein in der Bewegung. Die Sinne sind Bewegung, daher nehmen die Sinne nur das wahr, was sie selbst sind.
Die Beschränktheit unserer Sinne
Der Mensch überschätzt seine Sinne. Ohne Grund macht er sich zu sehr von ihnen abhängig, denn sie registrieren gar nicht alle Phänomene in seiner Umgebung. Und der Mensch traut ihnen ohne jede Berechtigung viel zu sehr, denn sie täuschen ihn ständig.
Die Sinne des Menschen registrieren die Unbewegtheit und Stille der Natur an einem ruhigen Nachmittag und versäumen dabei, ihn über die heftige Bewegung aller Dinge in seiner gesamten Umgebung zu informieren, vom Grashalm angefangen bis zu den Wolken am Himmel.
Diese scheinbar bewegungslosen Wolken bewegen sich am Äquator mit einer Geschwindigkeit von tausend Meilen pro Stunde, ohne dass uns unsere Sinne auch nur den leisesten Hinweis auf diese rasche Bewegung gäben. Die Erde bewegt sich ebenfalls viele Meilen pro Sekunde in zwei Richtungen; einmal um ihre Achse rotierend und zum anderen auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Unsere Sinne registrieren Ruhe. Sie werden dieser Bewegung elektrisch nicht gewahr.
Diese Täuschung ist völlig in Ordnung, genauso wie dieselbe Täuschung im Kino völlig in Ordnung ist. Gottes Universum ist nichts anderes als eine elektrische Aufzeichnung Seines Wissens, manifestiert durch Sein Denken. Um solcherart die Idee Seines Wissens in den beiden Lichtqualitäten Seines Denkens aufzuzeichnen, ist ein dreidimensionales Universum notwendig. Wenn unsere Sinne alle Bewegungen erkennen und aufzeichnen würden und nicht nur einen Teil davon, würde die Illusion sich auflösen. Die Sinne würden hinter die Illusion blicken und feststellen, dass alle Bewegung sich selbst wieder aufhebt. Die Illusion entsteht durch die Aufteilung des Ganzen in Teile. Wenn der Film aus dem Projektor genommen würde, wäre es um die Illusion von Bewegung und Wandel geschehen.
Genau dies ist Schöpfung, das Eine Licht des Wissens wird aufgeteilt in die strukturierten Teile des Denkens. Sinneswahrnehmung ist nur eine elektrische Spannung; sie entsteht durch die scheinbare Aufspaltung des Einen in die Vielen, die danach „lechzen“, ihr Verlangen nach Einheit zu erfüllen.
Wenn eine Einheit im Zustand erreicht ist, kommt die Wahrnehmung zwischen diesen Teilen zum Erliegen, weil die Spannung abfällt. Die Sinne sind nichts anderes als die Spannung des Verlangens nach Einheit zwischen getrennten Teilen, sie haben keine Realität.
Die Sinne sind elektrisch strömende Lichtstrahlen, die jedes Teilchen im Universum mit jedem anderen Teilchen verbinden. Sie sind die verbindenden und kommunizierenden Nervenstränge des einen universalen Körpers.
Wenn der Druck des Verlangens nach Ausgleich, Ruhe oder Einheit zum Erliegen kommt, verschwindet auch die Wahrnehmung.
In unserem elektrischen Universum ist Wahrnehmung der Druck des Widerstandes gegen die Trennung, die zwischen allen getrennten Körpern existiert. Alle Materie ist eins. Getrennte Teilchen verlangen danach, diese Einheit zu finden.
Es gehört zum Göttlichen Plan, dass die Sinne gänzlich auf die Registrierung eines winzigen Bruchteils von Wirkungen begrenzt sind. Die Sinne können nie das Ganze wahrnehmen, aber der bewusste Geist kann das Ganze ERKENNEN.

Kapitel XVII
DER NEUE ENTWICKLUNGSZYKLUS DES MENSCHEN
Das kommende Zeitalter wird einen entscheidenden Fortschritt in der Entwicklung des Menschen in Richtung auf sein Ziel der Allwissenheit und Allmacht verzeichnen.
Der Mensch wird zu einem höheren Wesen mit größerer Macht, da er Wissen erwirbt. Im Wissen allein liegt Macht. Nur durch Wissen kann der Mensch gemeinsam mit Gott schöpferisch tätig werden.
Wissen kann der Mensch nur erwerben, indem er des All-Geistes in sich gewahr wird. Der Mangel an diesem Gewahrsein ist die Tragödie der heutigen Zivilisation.
Im neunzehnten Jahrhundert, das die großartigsten wissenschaftlichen Fortschritte in der Menschheitsgeschichte brachte, haben die bedeutenden Völker der Welt getötet, geraubt und andere Menschen versklavt, um ihre eigenen Reiche zu erbauen.
Selbst heute tötet der Mensch millionenfach und entschuldigt sein Morden als zu seiner Selbsterhaltung notwendig. Er erntet jetzt lediglich, was er gesät hat. Wer durch das Schwert lebt, wird durch das Schwert umkommen.
Kein Mensch kann einen anderen verletzten, ohne sich selbst zu noch schwererer Verletzung zu verdammen.
Angst beherrscht die Welt von heute. Solange Angst in der Welt ist, kann nicht gleichzeitig Liebe da sein. Liebe kann die Welt erst regieren, wenn der Mensch das all-eine Licht des Geistes in sich erkennt und aufhört, vorwiegend über seine Sinne zu existieren.
Dieses neue Zeitalter führt den Menschen einen Schritt näher zum Universum des größeren Wissens, durch umfassenderes Verstehen der Beziehung zwischen Mensch und Mensch sowie zwischen Mensch und Gott.
Jeder bisherige Wachstumszyklus des Menschen hin zu einer höheren Entwicklungsstufe wurde von den wenigen inspirierten Lichtboten erleuchtet, die Gott in sich erkannt haben.
Neue inspirierte Boten, die Gott in sich erkennen, werden auch diesem neuen Zyklus in gleicher Weise Licht geben. Und diese wenigen Lichtboten müssen sich zu Legionen vervielfachen, denn die Dringlichkeit des spirituellen Erwachens ist groß.
Der ganze Grund für die Existenz des Menschen liegt darin, dass er sich allmählich durch Jahrmillionen physischer Wahrnehmung hindurch auf sein höchstes Ziel des spirituellen Wissens zubewegt. Der Mensch hat nun eine Schwelle in seiner Entfaltung erreicht, wo er dieses Wissen haben muss. Er kann dieses Wissen nur erwerben, indem er das Licht des universalen Selbstes, das in Einheit mit Gott seine Mitte bildet, stärker gewahrt.

Kapitel I
DIE BEIDEN HAUPTILLUSIONEN DES MENSCHEN
Das Geheimnis des Lichtes kann der Mensch nur ergründen, wenn er zuvor seine beiden Hauptillusionen auflöst. Die größere ist die Illusion über das Universum selbst. Der Mensch hat sein Universum nie als das erkannt, was es wirklich ist, sondern nur als das, was seine Sinne ihn haben glauben lassen, das es sei. Seine Sinne haben ihn mächtig getrogen.
Die andere Illusion betrifft den Menschen selbst. Mit Ausnahme des Nazareners hat der Mensch den Menschen nie erkannt. Er hat weder seine Beziehung zum Universum noch die zu seinem noch viel unergründlicheren Gott erkannt.
Das Wenige, was der Mensch über sich und sein Universum weiß, ist das, was seine körperlichen Augen und Ohren ihm über sich selbst und sein Universum berichtet haben.
Aber der Mensch hat auch geistige Augen und Ohren, die sehen und hören, was die Sinnesaugen und Sinnesohren niemals sehen oder hören können. Der Mensch ist noch zu jung in seiner Entfaltung. Er ist noch völlig unausgegoren.
Der Mensch nimmt Bewegung, Veränderung, Abfolge, Vielfalt, Zeit, Aktivität, Leben, Tod, Gut und Böse wahr. Er ist sich dieser Dinge ganz sicher. Seine Sinne haben dafür gesorgt, dass er sich ihrer tatsächlichen Existenz ganz sicher ist. Angesichts der Tatsache, dass er mit seinem vertrauten Universum sein ganzes Leben verbracht hat, fällt es ihm schwer, die Aussage zu akzeptieren, dass dieses Universum überhaupt nicht existiert, dass es völlige Illusion ist, insgesamt, ohne dass etwas übrige bliebe, was dieser Illusion zumindest als Grundlage dienen könnte.
Der Mensch kann als Illusion akzeptieren, dass sich die Eisenbahnschienen am Horizont treffen, aber die Eisenbahnschienen selbst sind real, wenn auch ihr scheinbares Zusammentreffen dies nicht ist. Sie wenigstens verbleiben als Grundlage für die auf ihnen beruhende Illusion.
Auch die Fata Morgana einer Stadt ist für den Menschen als Illusion begreiflich. Er weiß, sie existiert nicht, aber er weiß auch um die Realität der Stadt, die sich in den Spiegeln und Linsen der Lichtwellen im Himmel darüber geisterhaft wiederholt. Ihm zu sagen, dass auch die Stadt, wie ihr Trugbild, keine wirkliche Existenz hat, heißt seine Gutgläubigkeit und Geduld über Gebühr zu strapazieren.
Und doch offenbart das Geheimnis des Lichtes genau dies, und dies müssen wir berichten, einfach und überzeugend, dem Laien, dem Kleriker und dem Naturwissenschaftler gleichermaßen und in der Sprache und mit den Methoden, die jeder von ihnen braucht, um sich überzeugen zu können.
Kommt nun also und erkennt Gott, Sein Universum und den Menschen mit anderen Augen als denen unserer sinnlichen Körper. Die Augen des Geistes sind wissende Augen. Gottes Universum des Wissens ist alles, was es gibt. Das Universum der scheinbaren Bewegung existiert nicht.

Kapitel II
Die Schöpfung
I
Im Anfang Gott, der Vater.
Der Vater ist Licht, das stille Licht des Geistes, Den kein Mensch sehen kann.
Der Ort des Vaters ist das Himmelreich; und es ist ohne Form und leer.
Im Licht liegt der Samen der Schöpfung; und das Licht ist Vater dieses Samens. Im Licht ist Sein, und in dem Samen ist Verlangen zu sein. Und das Verlangen im Samen ist die Seele im Samen.
Der Vater im Himmel kennt Seine Idee. Er kennt sie als Eins, als ungeteiltes Eines.
Im Vater-Licht ist der Samen des Allwissens. In Ihm ist zweifaches Verlangen, Seinen Samen des Allwissens zu nach Seinen Vorstellungen geformten Bildern zu entfalten und wieder einzufalten, durch das Aufteilen von Ganzheit in Teile, Bewegungslosigkeit in Bewegung, Unwandelbarkeit in Wandel, Unbestimmtheit in Bestimmtheit, Leere in Form, Unendlichkeit in Maß, Ewigkeit in Zeit und Unsterblichkeit in Sterblichkeit.
II
Der Geist Gottes bewegte Sich, um Sein zweifaches Verlangen zu erfüllen und sprach: „Es werde Licht; und Dunkelheit scheine aus dem Licht und Licht aus der Dunkelheit“. Und es ward so.
Das Eine Licht des Vaters in Seinem Himmelreich teilte die Leere. Und siehe, zwei Vater-Mutter-Lichter von Sonnen ohne Nacht leuchteten aus der Dunkelheit der Leere, und der Tag erschien in der ungeteilten Einheit eines Ewigen Tages.
Und der Vater stellte Seine Sonnen als Samen Seines Verlangens in die Mitte, damit Formen erschienen aus dem ungeformten Licht, um Sein Verlangen nach Aufteilung des Einen in viele aufgeteilte Einheiten als Abbild Seiner Vorstellungen zu erfüllen.
Und in den Sonnen ohne Nacht brachten mächtige polare Atemzüge des Verlangens Erdkörper hervor, die in weiten Himmeln um die Sonnen kreisten, um den Tag zu teilen und dem Tag die Nacht als Gefährtin zu geben. Und siehe! Auf den Erden wurde aus dem Tag ohne Nacht die Nacht geboren, und der Tag wurde aus der Nacht geboren.
Und Gott sah, dass es gut war, dass jeder der beiden, aus dem Einen entsprungen, aus dem jeweils anderen geboren wurde, um wieder in das Eine zu verschwinden und als das jeweils andere neu zu erscheinen.
So erweiterte sich das Eine Licht des göttlichen Wissens zur Zwei Seines Denkens, pulsierte als die Drei aller schöpferischen Dinge, die Eins inmitten der Zwei, die Zwei als Erweiterung der Eins; der Geist; die Vater-Mutter-Polarität des Lichtes; die Dreieinigkeit als zentraler Ansatzpunkt des Schöpfungs-Scheins, Zentrum seines Herzschlages, alles EINS.
III
Die Ausstrahlung von Gottes Wissen zu Seinem Denken geschah folgendermaßen:
Der Vater des Reiches streckte Seine zwei Arme aus ruhendem Licht über Seinen Himmel aus und sprach zu dem einen: „Sei du hier und schaue nach innen. Sei Saat Meines Wissens, um Mein Denken zu wiederholen. Falte du die Formen Meiner Bilder wieder ein in deine Ruhe und gib sie Mir zurück, auf dass sie neu erstehen in den ersonnenen Bildformen Meiner Vorstellungen.
Sei du Vater Meines Denkens; und dein Name sei Norden, denn im Licht bedeutet Norden Einatmen aus den Himmeln, hin zur Einheit im Keim. Führe die sich entfaltenden Formen Meines Vorstellens von deinem Keim zum zentralen Keim in Mir.“
Und zum anderen Licht sprach der All-Geist der Mitte: „Sei du hier und schaue nach außen. Sei du der Schoß Meines Wissens, um Mein Denken zu gebären. Entfalte Meine Keime aus der Ruhe der Saat und gib ihre irdischen Formen den Himmeln, um Mich zu manifestieren.
Sei du Mutter Meines Denkens; und dein Name sei Süden, denn im Licht bedeutet Süden Ausatmen von der Saat in ihre Himmel. Verwebe Deine Lichtfäden der Erden und Sonnen mit den Lichtfäden der Himmel zu den Mustern Meines Denkens, wie sie von Meinem Wissen ausgehen, um Mein Wissen zu manifestieren.“
IV
Der Vater sprach zu Norden und Süden: „Sehet in Euch und in Mir das Firmament meines Verlangens, das Licht Meines Wissens in Vater-Mutter-Formen Meiner Vorstellung zu spiegeln.“
Und Erdplaneten erschienen unter dem Firmament, und Himmel erschienen über dem Firmament, und jedes war jedes, und jedes wurde vom jeweils anderen gespiegelt, um das andere zu werden.
Und siehe! Alle Bildformen in irdischen Keimen entfalteten sich in die Himmel hinein, und die Himmel falteten sie wieder ein in geprägte irdische Keime zur Erden-Neugeburt; und siehe, Gottes Bilder pulsierten mit dem Leben Seiner Bilder in Seinem allgegenwärtigen Königreich.
Dergestalt teilte Gott die Wasser von den Wassern: jene, die unter dem Firmament waren von denen, die über dem Firmament waren, und jedes war von jedem, und jedes war vom jeweils anderen.
Und Gott sah, dass es gut war. Alle Dinge wurden also geteilt, in zwei Hälften einer Einheit, die nie eins sein können, sondern für immer das jeweils andere aus sich gebären müssen, um das All-Wissen des Einen in Form der beiden entgegengesetzten Bestrebungen Seines Denkens zu manifestieren.
V
Und Allwissen war in dem Licht. Und Gott säte Keim-Sonnen des allwissenden Lichtes zu den fernsten Enden Seines Firmamentes, auf dass aus ihnen geprägte Bilder Seines Sinnens würden.
„Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamt, ein jegliches nach seiner Art, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und Gott sah, dass es gut war.“ (1. Mose 12)
„Und Gott sprach: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen. Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei geflügelte Tiere, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.“
„Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer; und das Federvieh mehre sich auf Erden.“ (1. Mose, 20 bis 22)
„Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.“
„Und Gott schuf die Tiere des Feldes, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.“ (1. Mose 24 und 25)
VI
Und es geschah, dass Gott Äonen lang zum Menschen geflüstert hatte, als der Mensch jung war, aber der Mensch hörte Sein Flüstern nicht.
„Und Gott sprach: Lasset Uns dem Menschen Wissen geben und ihn nach Unserem Bilde machen, dass er Uns gleich sei; und er soll herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.“ (1. Mose 26)
Und siehe, der Mensch erkannte Gott in sich und tauchte aus der Finsternis seines Urwaldes empor in die Morgendämmerung des Lichtes in sich. Er wandte seinen Blick aufwärts zum Berg seines Aufstiegs von der Wahrnehmung zum Wissen. Und der Mensch ersehnte seinen Aufstieg in das Licht.
Und Gott sah, dass es gut war, und er verweilte im Menschen und gab ihm das Licht des Allwissens, da der erwachende Mensch das Licht des Allwissens begehrte.

Kapitel III
Das Gesetz der Ausgewogenheit
Das grundlegende Gesetz der Schöpfung für alle Vorgänge in der Natur lautet RHYTHMISCHER, AUSGEWOGENER AUSTAUSCH. Von diesem einen Prinzip hängt das Bestehen des Universums ab. Auch die Dauerhaftigkeit der Geschäfte des Menschen, seine Gesundheit und sein Glück hängen von diesem einen Prinzip ab. Durch dieses Gesetz manifestiert sich das doppelte, polare Verlangen Gottes in allen Geschehnissen der Schöpfung.
AUSGEWOGENHEIT ist das Prinzip der Einigkeit und Einheit. Es ist die Stabilität, die in der URSACHE liegt. Ausgewogenheit ist die Grundlage des Universums.
AUSGEWOGENER AUSTAUSCH täuscht durch den Austausch zwischen Gegensatzpaaren Einheit vor. Er beinhaltet das Gesetz des gleichwertigen Gebens zwischen all den Paaren aus unausgewogenen Gegensätzen in Bewegung, aus denen dieses duale elektrische Universum besteht. In diesem Gesetz enthalten ist die Instabilität der WIRKUNG. Instabilität sucht auf ewig nach Stabilität, ohne sie je finden zu können. Aber Instabilität kann Stabilität vortäuschen, indem sie ihre Instabilität durch gleichberechtigten Austausch ausbalanciert.
RHYTHMISCHER, AUSGEWOGENER AUSTAUSCH ist das Prinzip der Beständigkeit in der WIRKUNG. Ausgewogener Austausch zwischen Gegensätzen wiederholt die Vortäuschung von Stabilität, und rhythmischer, ausgewogener Austausch setzt diese Wiederholung fort.
Absoluter Gehorsam gegenüber dem Gesetz
Rhythmischer, ausgewogener Austausch ist das unverbrüchliche Gesetz, das befolgt werden muss. Die Natur bricht es fortwährend und zahlt augenblicklich den Preis dafür in Gestalt ihrer Stürme, Orkane, Lawinen und der Tragödien in Feld, Wald und Dschungel.
Der Mensch bricht dieses Gesetz ebenfalls fortwährend und zahlt umgehend den Preis dafür in Form von Konkursen, Feindseligkeiten, Unglück und Krankheit.
Alle Stürme zusammen können das Gleichgewicht der Erde nicht beeinträchtigen, denn das Gleichgewicht im Universum kann nicht erschüttert werden. Die Erde bleibt so haargenau auf ihrer festgelegten, ausgewogenen Umlaufbahn, dass ihre Position jederzeit auf Sekundenbruchteile genau berechnet werden kann.
Wenn die Erde diesem Gesetz auch nur im Mindesten ungehorsam wäre, würden die Weltmeere die Kontinente von allem Leben und Wachstum reinwaschen.
Der Mensch muss für seinen Ungehorsam bezahlen
Der Ungehorsam des Menschen gegen das Gesetz kann das Gleichgewicht des Menschen auf seiner Reise insgesamt nicht erschüttern, denn jede seiner unausgewogenen Handlungen muss letztendlich ausgeglichen werden. Der Mensch ist auf dem Weg zu seinem kosmischen Ziel der Einheit mit seinem Schöpfer und kann in keiner Weise von dieser festgelegten Bahn abweichen, die ihn schließlich zu seiner glorreichen Bestimmung in den höchsten Himmeln führen wird. Durch Ungehorsam dem Gesetz gegenüber fügt er sich lediglich während seiner Reise Schmerz zu, aber er muss die Reise machen und in ihrem Verlauf jede unausgewogene Handlung ins Gleichgewicht bringen.
Es ist, als würde ein Mensch auf einem großen Ozeandampfer den Gesetzen des Schiffes trotzen. Das Schiff bringt ihn trotz seines Ungehorsams zu seinem Bestimmungsort, und er muss mitkommen. Aber er hat sich selbst geschadet, indem er die Unbeschwertheit seiner Reise minderte.
Das gesamte Prinzip der Schöpfung liegt im ausgewogenen Geben. Die Einheit des Lichtes ist in eine gleichberechtigte und gegensätzliche Zweiheit geteilt, und jeder Austausch zwischen den beiden muss in ausgewogenem Geben bestehen.
Dass Gott das Eine Licht in eine scheinbare Zweiheit gespalten hat, manifestiert sich in der Natur durch die elektrischen Wellen zweier polarer Lichtqualitäten, die aus dem stillen Ozean des magnetischen Gottes-Lichtes entspringen wie Wogen aus dem stillen Meer.
Das Hauptmerkmal von Wellen ist, dass sie in ständiger Wechselwirkung stehen. Wellentäler werden zu Wellenkämmen, und Wellenkämme werden zu Wellentälern. Der Druck der Schwerkraft ober- und unterhalb ihrer Mittellinie ist gleich. So lange die Ebenbürtigkeit des Austausches sich rhythmisch fortsetzt, so lange wiederholen die Wellen ihren Austausch. Wenn der ansteigende Sand am Strand diese Gleichmäßigkeit des rhythmischen, ausgewogenen Austausches verhindert, sammeln die Wellen so lange Ungleichgewicht an, bis sie sich an der Küste brechen.
Jede Beziehung unter Menschen hat nur Bestand, wenn dieses eine Gesetz befolgt wird. Ein Kaufmann, der weniger Gegenwert gibt, als er erhält, legt selbst den Grundstein für seinen Ruin. Er wird immer größere Mühe haben, etwas zu verkaufen und viele Kunden verlieren, die er verärgert hat. Wer hingegen für das, was er erhält, in gleicher Güte gibt, vervielfacht die Zahl seiner Kunden und hat Erfolg, weil seine Kunden ihn schätzen lernen.
Der Pulsschlag, das schwingende Pendel, das Ein- und Ausatmen aller Lebewesen – alles veranschaulicht das eine Göttliche Gesetz des rhythmischen, ausgewogenen Austausches. Jede Abweichung von diesem Gesetz im Herzschlag eines Menschen würde sein Leben gefährden, aber wenn Kontraktion und Erschlaffung der Herzkammern in einem rhythmisch ausgewogenen Austausch stehen, erfreut sich der Mensch bester Gesundheit.
Der Mensch ist völlig frei in der Wahl seiner Handlungen, aber er muss diese Aktionen mit entsprechenden entgegengesetzten Reaktionen ins Gleichgewicht bringen, bis er gelernt hat, dass Gottes einziges Gesetz befolgt werden muss. Dieses Gesetz gilt unverbrüchlich.
Der ganze Zweck des Lebens besteht darin, Gott wahrheitsgemäß und dem Gesetz entsprechend manifestieren zu lernen. Die Lektion ist hart, aber der Mensch selbst macht sie hart, weil er das Gesetz nicht erkennt. In dem Maße, wie der Mensch allmählich Gott in sich erkennt und damit auch seinen Lebenssinn und das Gesetz, wird das Leben immer wunderbarer und der Mensch immer machtvoller in seiner Manifestation von Kraft.
Die Kraft des Menschen liegt im Geben. Er muss lernen, so zu geben, wie die Natur es tut. Jede Hälfte eines Kreislaufs gibt auf ewig der anderen Hälfte, auf dass zurückgegeben werde. Die Natur entfaltet sich auf ewig in das Viele zu dem Zweck, alles Entfaltete in das Eine zurückzufalten. Jedes Individuum muss dieses universale Gesetz manifestieren.
Der Wunsch mancher „überbehütender“ Eltern, das Leben ihrer Kinder für diese zu regeln, gipfelt oft in der Behauptung, sie hätten ihr ganzes Leben den Kindern geopfert. Das bedeutet, dass diese Eltern von ihren Kindern nehmen, anstatt zu geben. Sie nehmen ihren Kindern die Initiativkraft, die diese brauchen, um ihre eigenen Kreisläufe zu vollenden. Die Kinder müssen ihr eigenes Leben leben.
Der Mensch muss das Prinzip der Schöpfung erkennen: das Geben zwischen den sich austauschenden polaren Hälften jedes Kreislaufs mit dem Ziel, dieses Geben zu wiederholen. Dieses Gesetz gilt universell, und jedes Individuum muss es umsetzen.
Der Mensch wird immer weiter Kriege führen, bis er lernt, aus vollem Herzen zu geben in der sicheren Zuversicht, dass in gleicher Weise zurückgegeben wird, und niemals zu nehmen, was nicht als wohlverdienter Lohn für seine Gabe gegeben wurde.

Kapitel IV
Die Quelle der Kraft
Gott der Schöpfer ist KRAFT. Es gibt keine andere Kraft. Alle Energie liegt in der Ruhe des Einen magnetischen Lichtes von Gott.
Gott ist Geist, die Intelligenz des Universums. In Gottes Geist enthalten ist die Eine Idee, die Gott als die Eine Gesamtidee kennt.
In Gottes Geist liegt das Verlangen, dieser Einen Idee schöpferischen Ausdruck zu verleihen, indem Er sie durch Denken teilt. Das Verlangen im Licht des Geistes ist die Kraftqualität des Geistes. Verlangen ist die Seele des Geistes, sein Wille.
Gott drückt das Verlangen des Geistes nach Manifestierung Seiner Idee aus, indem Er dieses Universum aus elektrischen Wellen erschafft.
Dieses elektrische Wellenuniversum ist das einzige Werk von Gottes Geist.
Alle Werke Gottes oder des Menschen sind das Ergebnis des Verlangens im Geist, ein Werk zu erschaffen.
Die Kraft des Erschaffens liegt im Geist, nicht im Werk. Das Werk trägt nicht die Kraft in sich, sich selbst zu bewerkstelligen.
Die Annahme, das Werk trage in sich die Kraft, sich selbst hervorzubringen, ist eine weitere menschliche Illusion, die den menschlichen Sinn während der frühen Tage seiner Entfaltung getäuscht hat. Es ist, als spräche der Architekt seiner Kathedrale die Kraft zu, sich selbst zu erschaffen.
Die Kathedrale ist Ausdruck des Verlangens im Architekten, der Idee seines Wissens eine Form zu geben. Die Kraft, diese Idee zu erschaffen, liegt im Wissen. Die Idee der Kathedrale existiert bereits. Die Geistesaugen können das geistige Abbild der Kathedrale so klar vor sich sehen, wie die Augen des Körpers sie dann als Werk seines Wissens in Stein betrachten.
Die Kraft, eine Idee als Werk zu erschaffen, kommt in der elektrischen Tat zum Ausdruck, die ruhende Idee im Licht des Geistes als zwei Lichtqualitäten in Form von Bewegungswellen zu denken, die diese Idee vorspiegeln.
Die Elektrizität als Dienerin des Geistes verleiht der Idee die bewegliche Form, indem sie die zum Werk notwendige Arbeit verrichtet. Die Kraft, so herzustellen, liegt jedoch weder in der Elektrizität noch in der Bewegung. Sie liegt einzig im Verlangen des Geistes. Ohne dieses Verlangen könnte die Schöpfung nicht existieren. Ohne das Verlangen des Geistes im Menschen hätte dieser keine Kraft, um zu erschaffen.
Geist ist Licht im Ruhezustand. Das Verlangen des Geistes wird durch Lichtwellen in Bewegung ausgedrückt. Der Ausdruck von Kraft durch Wellen ist nicht Kraft. Die gesamte Kraft des Ozeans liegt in seiner Ruhe, ob sie zum Ausdruck kommt oder nicht. Genauso liegt alle Kraft des Lichtes in der Ruhe seines Wissens, ob sie durch Lichtwellen zum Ausdruck kommt oder nicht.
Alle Ausdrucksformen von Energie entspringen der Ruhe, suchen einen Ruhepunkt und kehren in einen Ruhezustand zurück. Die Kraft eines bewegten Hebels kommt weder vom Hebel an sich noch aus seiner Bewegung. Es ist die bewegungslose Ruhe des Ansatzpunktes, von der er die Fähigkeit bezieht, dessen Kraft zu manifestieren.
Gott ist der Ansatzpunkt des Menschen und des Universums. Weder der Mensch noch irgend etwas anderes, das sich im Universum bewegt, trägt in sich die Kraft, irgend etwas zu tun. Alle Kraft, die der Mensch zum Ausdruck bringt, muss direkt vom Vater im Himmel ausgehen zu Seinen Vater-Mutter-Lichtqualitäten auf den Erden und in den Himmeln, die Ihn manifestieren.
Das mechanische Prinzip, über das der Schöpfer Kraft umsetzt, liegt in den Lichtwellen in gegenläufiger Bewegung, die Sein zweifaches Denken aufzeichnen. Wellen sind zweifach gegenläufige Kreisläufe. Sie sind in gleiche Teile geteilt und drücken so das zweifache Verlangen des Geistes aus, der durch Vorstellung Formbilder des Geistes erschaffen und diese Formen danach zerstören will, um sie wieder neu zu formen.
Wellen der Bewegung entspringen der Ruhe des universalen Gleichgewichtes. Sie sind der universale Herzschlag, der das ewige Leben und die Kraft in der Göttlichen Ruhe manifestiert durch immerwährende Wiederholung von vorgespiegeltem Leben und vorgespiegelter Kraft, ausgedrückt als Wellen der Bewegung.
Wellen der Bewegung bringen die Kraft des Verlangens nach Ungleichgewicht und Bewegung zum Ausdruck, welche im Lichte ruht, wie auch das entgegengesetzte Verlangen nach Gleichgewicht und Ruhe, das in der Bewegung liegt.
Das Verlangen in dem Einen Licht des Geistes ist positiv. Sein Ausdruck in den zwei Lichtqualitäten gegensätzlicher Bewegung ist negativ. In der Natur wird jeder Ausdruck von Kraft aufgehoben durch sein Gegenteil.
Die Sinne können immer nur jeweils einen dieser Gegensätze gleichzeitig wahrnehmen, und auch dann nur kleine Abschnitte des Gesamtkreislaufs. Wenn die Sinne die Gesamtheit jedes Kreislaufs der beiden Richtungen aufzeichnen könnten, würden sie Ruhe registrieren statt Bewegung, denn jede Aktion würde durch ihre in Gegenrichtung strömende Reaktion aufgehoben.

Kapitel V
Unser Universum –
Geschlechtlich und Elektrisch
Das ruhende magnetische Licht des Vaters aller Schöpfung ist Eins. Das Eine Licht ist das positive Prinzip. Es ist URSACHE.
Die beweglichen elektrischen Vater-Mutter-Lichtqualitäten der ganzen Schöpfung sind zwei. Sie sind zwei polare Gegensätze, die einander negieren. Sie sind die Kommunikationsstränge des universalen Körpers, wie die Nervenstränge im menschlichen Körper, durch welche er die Dinge wahrnimmt. Sie existieren nur durch die gegenseitige Wahrnehmung, denn sie spiegeln die Ausdehnungen der Imaginationen des Geistes, der wahrnimmt, was diese nur manifestieren.
Jeder elektrische Pol bedingt den jeweils anderen Pol durch ein geschlechtsbedingtes Ungleichgewicht. Jeder geschlechtliche Zustand bringt den jeweils anderen ins Ungleichgewicht, um den einen vom anderen zu trennen und so die polare Kraft beider zu verstärken. Dann gibt jeder Pol dem anderen etwas von sich selbst, um das Ungleichgewicht wieder aufzuheben. Um Gleichgewicht in jedem Pol herzustellen, muss jeder Pol zum anderen Pol werden. Der aufladende Pol muss entladen und der entladene muss aufladen. Nur so kann ein Ungleichgewicht aufgehoben werden. Auch kann eine Wiederholung nur so erfolgen.
Das elektrische Universum ist das negative Prinzip. Es ist WIRKUNG. Die beiden beweglichen Lichtqualitäten des elektrischen Universums sind zwei gleiche Hälften, die sich in entgegengesetzter Richtung zum Ausdruck bringen. Diesen Gegensatz zu bilden ist ihr einziger Zweck.
Gegensätze, die in starker, konträrer Polarität stehen und sich gegenseitig aufheben, können niemals eins werden und sich auch nicht anziehen.
Was ist Geschlechtlichkeit?
Geschlechtlichkeit (oder Sexualität) ist die Aufspaltung eines ausgewogenen Gleichgewichtszustandes in zwei gleichermaßen unausgewogene Zustände, die einander in regelmäßigen Abständen aufheben, um danach die beiden unausgewogenen Zustände sogleich wieder herzustellen.
Sexualität ist das Schöpfungsprinzip. Sie ist die zweifache Kraft des Verlangens im Geist, der seine Eine Idee zum Ausdruck bringen will. Ohne eine Aufspaltung des einen unbedingten All-Lichtes in zwei scheinbar bedingte Lichtqualitäten könnte es die Schöpfung nicht geben.
Sexualität ist keine Sache, sondern ein Zustand.
Ein elektrisch ausgewogener Zustand von etwas ist ungeschlechtlich, ob es sich dabei um einen Mann, eine Frau, eine elektrische Batterie oder die Atmosphäre handelt.
Ein geschlechtlicher Zustand ist ein Zustand des Ungleichgewichts. Eine voll aufgeladene elektrische Batterie ist durch die gegensätzlichen elektrischen Drücke von Verdichtung und Ausdehnung zweifach im Ungleichgewicht. Diese beiden unausgewogenen, polaren Zustände verlangen heftig danach, in die Einheit des Gleichgewichts zurückzukehren, aus der sie in die Zweiheit aufgespalten wurden. Ein Kurzschluss zwischen den beiden Polen der Batterie gibt ihr dieses Gleichgewicht zurück. Wir sagen dann, sie ist leer, denn sie ist nicht mehr in der Lage, Arbeit zu verrichten, indem sie ihr Verlangen nach Gleichgewicht zum Ausdruck bringt.
Eine unausgewogene Atmosphäre wird heftig einen ausgewogenen Zustand anstreben, je nach der Intensität des Ungleichgewichts. Die Ruhe nach dem Sturm zeigt an, dass dieses Verlangen nach Ausgleich nicht mehr vorhanden ist, denn wenn das Gleichgewicht in der Ruhe erlangt wurde, ist keine Bewegung mehr möglich.
Der geschlechtliche Zustand des Ungleichgewichts ist beim Menschen derselbe, wie bei allen Phänomenen in der Natur. Ein unausgewogener Zustand der Geschlechtlichkeit beim Menschen erfordert einen Ausgleich auf demselben Weg, und die Heftigkeit dieses Ausgleichs hängt vom elektrischen Ausmaß des Ungleichgewichts ab. Wenn dieses Verlangen befriedigt und das Gleichgewicht wiederhergestellt ist, ist der Mensch so ungeschlechtlich wie die leere Batterie, aus demselben Grund.
Die erneute Aufladung des Menschen in einen geschlechtlichen Zustand geschieht durch den Herzschlag, durch die Nahrung und durch das Ein- und Ausatmen. Diese Generatoren laden die „leeren Batterien“ des ganzen Universums wieder zu geschlechtlichen „vollen Batterien“ auf.
Ein geschlechtlicher Zustand und ein elektrischer Zustand sind identisch. Die Elektrizität bringt alle ungeschlechtliche Materie in ihren geschlechtlichen Zustand, indem sie einen druckfreien Zustand in zwei entgegengesetzte Druckzustände aufspaltet, die Erlösung aus ihrer Gegensätzlichkeit suchen. Die gesamte Arbeit im Universum wird infolge dieses Verlangens in unausgewogener Materie verrichtet, welche nach der Ruhe eines ausgewogenen Zustandes strebt.
Dieses Universum ist geschlechtlich und elektrisch in jeder Auswirkung von Bewegung, sei es im Herzen einer riesigen Sonne oder im Blütenblatt eines Veilchens.
Jeder Bewegungsablauf im Universum ist ein Ergebnis des geschlechtlichen Verlangens nach Bewegung aus einem Zustand der Ruhe heraus, oder des Strebens nach Ruhe aus einem Zustand der Bewegung.
Dieses zweifache geschlechtliche Verlangen von elektrischer Aktion und Reaktion ist das Ergebnis des zweifachen Verlangens des Vaters, Sein Eines Licht zu manifestieren. Dies geschieht durch die von Ihm ausgehenden Vater-Mutter-Lichtqualitäten, die Seine Schöpfungsidee zu vielfältigen Formen verweben und sie regelmäßig wieder zunichte machen, um sie erneut zu weben.
Das Verlangen nach zweifacher, gegenläufiger Bewegung in ebenbürtiger Aktion und Reaktion spiegelt sich in dem zweifachen elektrischen Verlangen nach Geben, um zurückzugeben und nach Entfaltung, um sich wieder einzufalten.

Kapitel VI
Geschlechtsbedingte Gegensätze
Die Gesamtheit dieses ausgewogenen Universums ist also in unausgewogene Paare von geschlechtlich bedingten Vater-Mutter-Geschlechtspartnern aufgeteilt. Dies dient der scheinbaren Unterteilung der universalen Einheit in ein Universum aus vielen Einheiten.
Mit welchen Namen wir die Paare von Geschlechtspartnern auch bezeichnen, ob Schwerkraft und Strahlung, männlich und weiblich, positiv und negativ, Ladung und Entladung, zentripetal und zentrifugal, zeugend und strahlend, aufbauend und zersetzend, plus und minus, heiß und kalt, Leben und Tod, Verkäufer und Käufer, Produzent und Konsument, Import und Export, Leeren und Füllen, Innen und Außen, Norden und Süden, Himmel und Erde, Wachstum und Zerfall – sie sind alle in ähnlicher Weise durch die beiden gegensätzlichen elektrischen Arbeiter bedingt.
Mit anderen Worten, sie werden alle zusammengepresst und auseinander gezogen, wenn wir das Bild des Druckes wählen, beziehungsweise aufgeladen und entladen, wenn wir ein elektrisches Bild wählen. Beide verdeutlichen dasselbe. Alles, was durch positive Elektrizität komprimiert oder aufgeladen wird, erfährt gleichzeitig in geringerem Ausmaß eine Ausdehnung und Entladung durch negative Elektrizität.
Genauso werden alle Dinge während ihrer Ausdehnung durch negative Elektrizität gleichzeitig in geringerem Ausmaß durch positive Elektrizität komprimiert und aufgeladen. Dieses Universum ist in jeder seiner Bewegungen zweifach und gegenläufig, und die beiden gegensätzlichen Wirkungen kommen in beiden Partnern sowohl gleichzeitig als auch nacheinander zum Ausdruck.
Unser gegenläufiges Universum
Elektrizität baut Licht immer und ewig spiralig zu heißen kugeligen Himmelskörpern auf, die von kalten würfelförmigen Wellenfeldern des Raumes umgeben sind. Im Laufe der Zeit werden sie wieder abgebaut, um neu aufgewunden zu werden. Während das Licht zu komprimierten Lichtmassen aufgewunden wird, werden diese gleichzeitig in geringerem Ausmaß entwunden. Umgekehrt werden sie während ihres Abbaus in geringerem Maße auch aufgebaut.
Jede Hälfte eines Paares von Gegensätzen lädt in der einen Hälfte ihres Kreislaufs überwiegend auf, trotz des gleichzeitig stattfindenden Entladungsvorgangs. Dann entlädt sie überwiegend trotz des gleichzeitig stattfindenden Aufladungsvorgangs. Leben und Tod sind gute Beispiele hierfür. In der einen Hälfte eines Zyklus lädt das Leben einen Körper überwiegend auf im Vergleich zur gleichzeitig immer auch ablaufenden Entladung, und in der anderen Hälfte des Zyklus findet durch den Tod eine überwiegende Entladung statt.
Genauso lädt die Sonne die Erde während der Hälfte ihres vierundzwanzigstündigen Kreislaufs überwiegend auf im Vergleich zur Nachtseite des Planeten. Allmählich wird dann die Nachtseite zur Tagseite, und die nächtlich vorwiegende Entladung kehrt sich zu einem Überwiegen des Aufladevorgangs um.
Das Vater-Mutter-Prinzip ist bei allen Vorgängen grundlegend, und beide manifestieren sich in allen Vorgängen gleichzeitig, wobei in jeder Hälfte eines Kreislaufs jeweils das eine überwiegt.
Das Vater-Prinzip vervielfacht Licht in Richtung auf Dichte und hohes Potenzial. Das Mutter-Prinzip teilt das Licht in Richtung auf Dämpfe und Gase mit niedrigerem Potenzial. So wird Licht vervielfacht und aufgeteilt in Sonnen und Planeten, umgeben vom „Raum“.
Die „Materie“ der Erde ist von derselben Beschaffenheit wie die Materie des Himmels, mit einem einzigen Unterschied: VOLUMEN. Und darin liegt das Geheimnis des universalen Pulsschlages. Raum ist eine Zerteilung von Festigkeit in Feinheit. Er ist außerdem eine Vervielfachung des Volumens auf Kosten des Potenzials. Austausch zwischen diesen beiden unausgewogenen Gegensätzen ist die Grundlage aller Bewegung in diesem rhythmischen Universum.
Geschlechtspartner sind zwei gleichwertige Hälften eines Ganzen. Sie können nie eins sein. Sie können sich nie vereinen, denn ihre Bewegung ist gegensätzlich. Gegensätzliche Bewegungen können zum Erliegen kommen und so der Auftakt zur jeweils gegenläufigen Bewegung werden, aber sie können nie anders sein als gegensätzlich.
Gegensätze bedingen sich gegenseitig
Kompression kann sich nie ausdehnen, aber Ausgedehntheit wird aus Kompression geboren. Umgekehrt kann Ausgedehntheit sich nie komprimieren, aber Kompression wird aus der Ausgedehntheit geboren.
Sie können sich aber mit ihrem Gegenteil mit jedem Pulsschlag austauschen, und das tun sie auch. Jeder Gegensatz wird aus seinem Gegensatz geboren. Jeder Pulsschlag bringt jeden Gegensatz näher zur Aufhebung und zum vollständigen Wechsel in das jeweils andere. Er wird nach Ablauf des halben Zyklus zum jeweils anderen, aber er bleibt weiterhin ein Gegensatz. Gegensätze widerssetzen sich einander. Sie haben keine andere Aufgabe, als sich zu widersetzen.
Gegensätzlichkeit allein bringt in einem Universum aus dem Einen unteilbaren Etwas die Idee der Getrenntheit hervor.
Der Gegensatz zu Wasser ist Wasserdampf. Wasser ist ein komprimierter Zustand. Er gehört zum Vater-Licht. Wasserdampf ist der ausgedehnte Zustand des Wassers. Er gehört zum Mutter-Licht. Sie sind zwei Hälften eines Ganzen, die nie eins sein können.
Das Mutter-Licht entfaltet sich aus dem Vater-Licht. Das Vater-Licht faltet den Wasserdampf wieder zurück zu Wasser. Jedes ist aus dem jeweils anderen geboren. Jedes IST das andere, aber sie können sich nie vereinen, um eins zu werden.
In dieser Weise sind alle Geist-Ideen in geschlechtliche Paare gegensätzlicher Partner aufgeteilt. Materie ist in Feststoffe und Gase aufgeteilt. Gase sind Feststoffe, die nach außen, himmelwärts gerichtet sind. Feststoffe sind dieselben Gase, jedoch nach innen, zur Schwerkraft hin gerichtet.
Wärme und Kälte sind Gegensätze. Nach innen orientierte Lichtstrahlen erzeugen Wärme aus Kälte, indem sie die Kälte komprimieren. Nach außen orientierte Lichtstrahlen bauen Wärme ab zu Kälte, indem sie die Wärme ausdehnen. Es heißt, Kälte sei weniger Wärme. Genauso gut könnte man sagen, Osten sei weniger Westen. Osten und Westen sind zwei Gegensätze, genau wie Kälte und Wärme.
Gegensätzliche Geschlechtlichkeiten ?bedingen einander
Materie und Raum sind ebensolche Geschlechtspartner. Jedes ist geworden, was es ist, durch den Gegensatz zum anderen, um den Anschein von Getrenntheit zu erlangen. Dann tritt jedes in Austausch mit dem jeweils anderen, indem sie ineinander ein- und ausatmen, bis der Raum die Materie zersetzt und wird, was das andere war. Der Raum löst Sonnen und Erden durch Äquatoren auf und erzeugt sie durch Pole. Wärme, aus Kälte durch Pole erzeugt, wird durch Äquatoren ausgestrahlt. Die Sonnen kehren so das Innere nach außen. Kälte bohrt schwarze Löcher durch die Pole hindurch, und große Sonnen werden zu Ringen, wie im Sternbild Leier und anderen Ringnebeln, die es so zahlreich am Himmel gibt.
Alle Materie wird durch den Abbau ihres Gegenteils hervorgebracht. Und alle so erzeugte Materie wird danach durch die Erzeugung ihres Gegenteils wieder abgebaut.
Kompression in der Materie wird durch eine gleich starke Vakuumbildung im Raum ausgeglichen. Jeder unausgeglichene Zustand in der Natur muss durch einen gleich starken Gegensatz ausgeglichen werden. Allen Leihgaben aus dem Bankhaus der Natur steht ein ebenso hoher Schuldbetrag gegenüber, so wie sich bei einer Bank Soll und Haben gegenüber stehen.
Auf das Verlangen nach Bewegung folgt das Verlangen nach Ruhe
Die zwei sind immer zwei und können nie eins werden, obwohl das Verlangen nach Einheit während des gesamten Kreislaufs bei jedem von beiden vorhanden ist. Gerade dieses Verlangen nach Einheit veranlasst sie, sich auszutauschen. Wenn Soll und Haben durch Austausch miteinander ausgeglichen werden, verschwinden sie beide. Sie werden nicht eins.
Wenn elektrische Gegensätze sich in dieser Weise durch Austausch ihrer Plus- und Minus-Bedingungen gegenseitig auslöschen, neutralisieren sie sich nicht, wie gemeinhin angenommen wird – sie hören auf zu sein.
Bewegung kann nicht neutralisiert werden
Von diesem natürlichen Ablauf gibt es keine Ausnahme. Alle Ideen werden elektrisch aufgezeichnet als gleichwertige Paare von Gegensätzen. Jede Hälfte eines Paares hebt die andere in zyklischer Regelmäßigkeit auf. Jede Hälfte wird, was zuvor die andere war.
Bei einer jeden Idee ist der Aufbauprozess in der ersten Hälfte ihres Kreislaufs stärker als die abbauende Strahlung. In der zweiten Hälfte des Kreislaufs überwiegt dann die abbauende Strahlung den Aufbauprozess. Beide Erscheinungen der durch Bewegung ausgedrückten Idee verschwinden. Die Idee hingegen existiert weiter. Die Idee ruht in ihrer Saat, aus der sie erneut als Form einer Idee hervorgehen kann.
Die Grundlagen eines jeden Kreislaufs sind die folgenden beiden Ruhepunkte: Der Ausgangspunkt an der Wellenachse und der Austauschpunkt zwischen positiven und negativen Gegensätzen auf der Wellenamplitude.
An diesen beiden Punkten kommt die Bewegung völlig zum Erliegen. Sie ist nicht zu einem Ruhezustand neutralisiert worden.

Kapitel VII
Das Prinzip der geschlechtlichen Fortpflanzung
Alle schöpferischen Dinge treten zu Paaren auf als Geschlechtspartner, die miteinander im Ungleichgewicht stehen sowie gleichwertig und gegensätzlich sind.
Die Fortpflanzung zweier Partner, die nicht im Gleichgewicht miteinander sind, kann erst wiederholt werden, wenn zunächst die Balance wiederhergestellt wurde. Die ruhige Oberfläche des Ozeans mag zu Wellen aufgeworfen sein, aber diese Wellen können sich nicht fortpflanzen, bevor die ruhige Meeresoberfläche wieder in ihren Gleichgewichts-Ruhezustand gebracht worden ist, auch wenn diese Ruhestellung nur von kurzer Dauer ist.
Die Reproduktion beginnt am Ruhepunkt, dort, wo der vorhergehende Wellenzyklus endet. Die Fortpflanzung von Ungleichgewicht muss einen Ansatzpunkt finden, von wo aus die Welle erregt werden kann, um das Muster zu wiederholen. Diese ewige Wiederholung, Muster um Muster, ist das Wesen der Schöpfung.
Unser Universum besteht aus Wellen innerhalb von Wellen und Wellen außerhalb von Wellen. Es sind pulsierende Wellen aus dualem Licht, die sich auf ewig bis zu den Enden des gespiegelten Raumes ausdehnen und von dort reflektiert werden in die mikroskopisch kleinen Ruhezentren, von denen sie dann wiederum aufbrechen können, um die Ruhe in der zweifachen Bewegung zu suchen, ohne sie jemals zu finden.
Unser Universum ist in Geschlechter aufgeteilt, gegenläufig elektrisch und erschafft und zerstört durch unausgewogene Paare, wiederholt (pflanzt fort) jedoch durch Paare, deren Geschlechtlichkeit aufgehoben ist.
Die Geschlechter vereinen sich nicht
Die Fortpflanzung dynamischer Geschlechtspaare geschieht nicht durch die Vereinigung, sondern durch die Aufhebung des geschlechtlichen Zustands. Und somit geht auch die Kraft der Fortpflanzung mit dem Ausdruck dynamischer Sexualität einher.
Fortpflanzung ist nicht die Einheit zweier gegensätzlicher Hälften eines geprägten Etwas; sie geschieht durch die Aufhebung der dynamischen Ausdruckskraft, die von allen unausgewogenen Gegensätzen ausgedrückt wird.
Reproduktion geschieht durch die Aufhebung der beiden unausgewogenen Zustände. So entsteht ein Gleichgewicht, aus dem ähnlich geprägte negative Formen ihren Ausdruck umkehren und positive Formen werden.
Geschlechtliche Gegensätze pflanzen sich durch Aufhebung der Geschlechtlichkeit fort
Auf diese Weise wiederholen alle geprägten Formen ihre Muster im zeitlichen Ablauf.
Alle Paare unausgewogener Gegensätze kommen von Gott, dem Einen, und kehren ausgeglichen als eins zu Gott zurück.
Alle unausgewogenen Paare getrennter, sich bedingender Dinge müssen erst zur Aufhebung ihres Ungleichgewichts und ihrer Gegensätzlichkeit finden. Sie müssen dann zu ihren eigenen Gegensätzen werden, um erneut ein Ungleichgewicht aufzubauen, wie es für eine weitere Aufhebung und die sich daraus ergebende Vermehrung nötig ist. Sie beide müssen in der Eins annulliert werden, um wieder zwei zu werden. Die Vermehrung unausgewogener Gegensätze durch unausgewogene Gegensätze ist unmöglich. Die Gegensätzlichkeit muss erst aufgehoben werden. Die Dynamik muss aus der Ruhe entstehen und in der Ruhe aufgehoben werden, um erneut dynamisch zu werden.
Das Verlangen nach Ausgewogenheit
Alle Dinge suchen die Ausgewogenheit. Zwei gegensätzliche, unausgewogene Hälften eines Einen versuchen immerwährend, ihre Gegensätzlichkeit auszugleichen. Zwei Kinder auf einer Wippe sind im Gleichgewicht, wenn sie sich zusammen mit dem mittigen Auflagepunkt auf einer waagerechten Ebene befinden. Wenn sie sich auf zwei verschiedenen Ebenen befinden, sind sie nicht im Gleichgewicht mit ihrem zentralen Auflagepunkt. Dann sind sie dynamisch. Der Auflagepunkt ist nicht länger ihr Zentrum, weil sie in sich selbst zentriert sind. In einer solchen Lage sind sie gezwungen, sich zu bewegen. Eine Wiederholung ihrer Bewegung ist unmöglich, solange sie im Gleichgewicht mit ihrem Auflagepunkt sind. Sie ist jedoch unumgänglich, wenn der Auflagepunkt nicht länger ihre Mitte bildet.
Ein ungeschlechtlicher Zustand ist zwingend erforderlich, bevor ein geschlechtlicher Zustand wiederholt werden kann. Genauso, wie alle Bewegung aus der Ruhe entsteht und in die Ruhe zurückkehrt, entsteht ein geschlechtlicher elektrischer Zustand aus einem ungeschlechtlichen.
Die beiden Geschlechter können daher nicht vereint werden, um sich fortzupflanzen. Erst müssen sie sich gegenseitig aufheben.
Unausgewogener Zustand und Wandel können sich nicht vereinen, um unausgewogenen Zustand und Wandel zu reproduzieren. Der unausgewogene Zustand und der Wandel müssen erst aufgehoben werden, damit Unausgewogenheit und Wandel sich wiederholen können.
Gegensätzliche Geschlechter ?neutralisieren sich nicht – sie heben sich auf
Die Geschlechter, wie die beiden Gegensätze der Bewegung, können sich nicht durch eine so genannte Vereinigung „neutralisieren“.
Das Dynamische kann nicht „neutralisiert“ werden.
Ebenso wenig kann es statisch werden. Aber es kann aufgehoben werden. Der statische Zustand stellt sich nicht erst dann ein, denn er ist ewig. Der statische Zustand war, bevor der dynamische sich entwickelte.
Der dynamische Zustand von Klang beispielsweise entsteht aus dem statischen Zustand der Stille, aber Klang wird nicht zur Stille. Der Klang wird aufgehoben; die Stille ist ewig.
Die dynamischen Zustände von Natrium und Chlor vereinigen sich nicht, um zum statischen Zustand von Natriumchlorid (Kochsalz) zu werden, und sie werden auch nicht neutralisiert. Sie müssen aufgehoben werden, bevor sie wiederholt werden können.
Das Geschlecht bestimmt sich aus der Druckrichtung
Gegensätze sind keine Dinge; sie sind Zustände von Dingen. So, wie Wärme und Kälte, Osten und Westen, Innen und Außen, Kompression und Ausdehnung sich nicht vereinigen können, um eins zu werden, so können sich auch die gegensätzlichen Geschlechter nicht vereinigen, denn sie sind nur nach innen-außen gerichtete Druckverhältnisse.
Der Geschlechtsgegensatz ist ganz allgemein ein Unterschied im Druckzustand. Der männliche Zustand ist die Kompression, der weibliche die Ausdehnung. Die Geschlechter sind also durch die zwei Richtungen des elektrischen Drucks unterschiedlich geprägt, im Einklang mit dem zweifach gegensätzlichen Verlangen des Schöpfers. Der Unterschied im Zustand lässt grundsätzlich ähnliche Stoffe wie unterschiedliche Dinge und Stoffe erscheinen.
Alle Dinge existieren in zwei Geschlechtern. Wenn daher zwei beliebige gegensätzliche und unausgewogene geschlechtliche Hälften von etwas ihren gegensätzlichen Zustand durch Bewegung ausgleichen, werden sie scheinbar zu etwas anderem oder einer anderen Substanz.
Diese Erscheinung ist eine Sinnestäuschung, denn sie können nichts anderes werden. Sie werden aufgehoben und etwas anderes erscheint an ihrer Stelle, von dem die zwei eine Erweiterung sind. In der Chemie nennen wir diese Paare stabile Verbindungen, zum Beispiel Salze.
Wasser als anderes Beispiel ist eine Aufhebung von Sauerstoff und Wasserstoff, denn im Wasser gibt es weder Sauerstoff noch Wasserstoff. Sauerstoff und Wasserstoff werden auch nicht zu Wasser. Wasser ist das Ergebnis der Aufhebung zweier unausgewogener und gegensätzlicher Zustände, verursacht durch den Ausgleich gegensätzlicher Druckzustände an statischen Äquatoren.
Betrachten Sie den statischen Zustand des ruhigen Ozeans. Ein Sturm verwandelt diese Oberfläche in einen dynamischen Zustand.
Wellen entspringen der statischen Meeresoberfläche und bilden Wellenkämme und Wellentäler. Sie vereinen sich nicht, um eine weitere Welle hervorzubringen; sie ziehen sich zurück in die Meeresoberfläche. Sie verschwinden vollständig und tauchen dann umgekehrt daraus auf, um die nächste Welle hervorzubringen.
Die absolute Aufhebung eines Zustandes muss erfolgen, bevor eine Wiederholung möglich ist.
Aufgehobene Bewegung wird in der Stille aufgezeichnet, aus der sie sich entfaltet hat, damit sie aus dieser Aufzeichnung heraus wiederholt werden kann.
Aufzeichnungen von Bewegung sind Keime für die Bewegungswiederholung. Im Keim liegt das Verlangen, Bildformen der Idee zu manifestieren. Alle Formen sind Wellenformen. Alle Wellenformen entfalten sich aus den keimhaften Aufzeichnungen dieser Wellenformen.

Kapitel VIII
Was ist Elektrizität?
Elektrizität ist der Druck oder die Spannung, die von den zwei gegensätzlichen Bestrebungen des Denkens im universalen Geist ausgehen: das Verlangen nach ausgewogener Aktion und das Verlangen nach Ruhe.
Dieses elektrische Universum ist ein komplexes Gebilde aus Spannungen, die durch die Interaktion dieser beiden gegensätzlichen, im Austausch stehenden elektrischen Bestrebungen verursacht werden.
Alle Materie ist elektrisch. Alle Materie befindet sich im Zustand der Spannung. Diese Spannung ist größer oder kleiner, je nach der Intensität des Verlangens, welches die Ursache ist für alle elektrische Spannung, der Materie unterworfen ist.
Je weiter etwas von der Ruhe entfernt ist, desto größer ist der Druck oder die Spannung. Was wir hohes elektrisches Potenzial nennen, ist nur große Spannung, um einen Zustand aufrechtzuerhalten, der weit vom Ruhezustand entfernt ist.
Der Ball am Gummiband – ein Kinderspielzeug – ist ein gutes Beispiel für elektrische Spannung. Wenn die Hand den Ball wirft, strafft sich das Gummiband allmählich und erhöht so den im Gummi erzeugten Zugwiderstand. Die Spannung intensiviert sich, bis der Ball zur Ruhe kommt. Wenn der Ball dann zurückkehrt, verringert sich die Spannung allmählich, bis der Ball in der Hand des Kindes wieder zur Ruhe kommt. In diesem Augenblick sind Zug und Spannung aufgehoben. Die Spannung ist nicht zur Ruhe GEWORDEN; sie hat aufgehört zu sein. Dieses ganze elektrische Universum ist ein komplexes Netz aus ähnlichen Spannungen. Jedes Materieteilchen im Universum wird von seinem Zustand der Einheit getrennt, genau wie der Ball am Gummiband von der Hand getrennt wird, und jedes Teilchen ist mit dem anderen durch einen elektrischen Lichtfaden verbunden, der die Spannung dieser Abgetrenntheit misst.
Es ist, als würden sämtliche Bestandteile des gesamten Universums miteinander Ball am Gummiband spielen. Wenn Materie einen Zustand der Einheit erreicht hat, hört die elektrische Spannung auf zu sein. Natriumchlorid (Kochsalz) soll dies verdeutlichen. Wenn Natrium und Chlor die Trennung aus ihrem Zustand der Einheit im Natriumchlorid anstreben, entsteht eine elektrische Spannung zwischen dieser getrennten Trinität. Wenn das Verlangen nach Getrenntheit Natrium und Chlor verlassen hat, sind die elektrischen Spannungen, die sie an den Ruhezustand, aus dem sie entsprungen sind, banden, aufgehoben. Genauso ist auch die Existenz von Natrium und Chlor aufgehoben.
Dies hat seine Ursache darin, dass alle Materie eine Reihe elektrischer Spannungen ist. Wenn die Spannungen zum Erliegen kommen, hören auch die von ihnen hervorgerufenen Zustände auf zu sein. Es ist, als würden zwei Kinder auf einer Wippe sich in deren Auflagepunkt begegnen.
Geschlechtliche Spannungen und Bestrebungen werden um so intensiver, je weiter sie vom Ruhezustand entfernt sind. Wenn unausgewogene geschlechtliche Spannungen ihr Ungleichgewicht aufheben, indem zwischen den entgegengesetzten elektrischen Bestrebungen, die diese Spannungen verursacht haben, ein Austausch stattfindet, hört die elektrische Kraft auf zu sein. Auch das geschlechtliche Zueinanderstreben hört dann auf.
Elektrische Spannungen existieren nur zwischen unausgewogener elektrischer Materie in Bewegung, die von anderer elektrischer Materie in Bewegung getrennt ist. Überall, wo ein Ruhezustand erreicht ist, kommt Elektrizität zum Erliegen. Elektrizität ist daher eine zweifache Kraft, die einen Ruhezustand scheinbar ins Ungleichgewicht bringt, indem sie ihn in zwei entgegengesetzte Zustände aufspaltet und diese in scheinbare Bewegung versetzt. Austausch zwischen den beiden Bewegungsgegensätzen hebt den unausgewogenen Zustand am Ende jedes Kreislaufs von elektrischer Manifestation auf.
Da Ruhe nicht im Ungleichgewicht sein kann, außer in der Illusion, hat Elektrizität, die diese Illusion verursacht, kein Sein.

Kapitel IX
Die beiden Formen des elektrischen Verlangens
Elektrizität ist die Dienerin des Einen Geistes. Sie erschafft mit ihrer Arbeit dieses Universum aus Lichtwellen, indem sie die Sequenzen, nach denen es den Einen Geist verlangt, entfaltet und wieder einfaltet. Der universale All-Geist hat zwei Formen des Verlangens – das Verlangen nach schöpferischem Ausdruck durch die Handlung des konzentrierenden Denkens und das Verlangen nach Ruhe vom Handeln durch dezentrierendes Denken.
Ein Verlangen richtet sich auf die Abtrennung aus der Einheit in die unausgewogene Vielfalt, das andere auf Aufhebung der Vielfalt hin zur ausgewogenen Einheit. Ein Verlangen richtet sich auf Handlung, das andere auf Ruhe.
Diese beiden Formen des Verlangens bilden das Prinzip des „Gebens um zurückzugeben“, mit dessen Hilfe alle Dinge in der Natur wachsen oder sich entfalten. Sie erscheinen aus der Leere der Ruhe im Königreich des Himmels, aus dem alle schöpferischen Dinge in zyklischer Abfolge erscheinen, verschwinden und neu erscheinen.
Der elektrische Ausdruck der beiden Sehnsüchte spiegelt sich im Pulsschlag des Universums. Ein Schlag des Pulses komprimiert, der andere dehnt aus. Der komprimierende Schlag gibt der Idee Gestalt, indem er die Ruhe durch zentripetale Aktionen auf den Amplituden der Wellen sucht. Der zerstörende Schlag des Pulses hebt die Form auf, um durch zentrifugale Reaktionen an den Wellenachsen Ruhe zu suchen.
Diese beiden entgegengesetzten Bestrebungen sind für alle Bewegungsauswirkungen charakteristisch. Alles tierische, pflanzliche und mineralische Leben sucht abwechselnd nach Aktivität und Ruhe.
Alle Bewegungsauswirkungen manifestieren dieses Prinzip. Ein in die Luft geworfener Ball sucht Ruhe von seiner Aktivität und kehrt aus seinem unausgewogenen Zustand zurück, um in der Reaktion Ruhe zu suchen.
Nach der Arbeit eines Tages ruht der Mensch sich aus für die Vorhaben des nächsten Tages.
Aufgrund dieser beiden entgegengesetzten Bestrebungen des universalen Geist-Denkens erscheinen alle schöpferischen Dinge auf den Erden aus der Leere ihres Himmels, verschwinden dann von ihren Erden in ihre Leere in den Himmeln und erscheinen neu aus dieser Leere, um ihre Sehnsüchte zu wiederholen.
Dies erklärt das Geheimnis, warum „Materie abwechselnd aus dem Weltraum heraus erscheint und wieder von ihm verschluckt wird.“

Kapitel X
Das Prinzip von Entfaltung und Wiedereinfaltung
Die beiden gegensätzlichen vom Verlangen des Geistes ausgehenden elektrischen Manifestationen entfalten alle Ideen des Geistes aus ihrem Muster im Samen zu geformten Bildern, um die Idee des Geistes nachzuahmen, und falten sie dann wieder ein in ihr im Samen aufgezeichnetes Muster, bereit zu neuer Entfaltung.
Jede dieser beiden Manifestationen bringt die andere ins Ungleichgewicht, um in der anderen Gleichgewicht zu suchen, um zu verschwinden und dann in der anderen neu zu erscheinen.
Positive Elektrizität ist das Vater-Licht. Es wird durch Gravitation zum die Mitte alles Schöpferischen bildenden Ruhepunkt gezogen.
Negative Elektrizität ist das Mutter-Licht. Es strahlt aus zu den Ebenen des Einen Lichtes in Ruhe, die alle Wellenfelder von Bewegung begrenzen.
Positive Elektrizität windet das Licht der Bewegung um Punkte von ruhendem magnetischem Licht herum auf zu dichten Feststoffen. Sie komprimiert Bewegung zu weißglühenden Himmelskörpern, die von der Leere negativer Elektrizität umgeben sind.
Negative Elektrizität entwindet das Licht der Bewegung von dichter Feststofflichkeit zu durchscheinender Leere, indem sie es in kubische Wellenfelder des Raumes hinein ausdehnt.
Positive Elektrizität zieht von innen spiralförmig nach innen, gegen den Widerstand negativer Elektrizität, die spiralförmig von innen nach außen drängt.
Dieses gegenläufig von innen nach außen und von außen nach innen strahlende Universum scheinbarer Bewegung ist das Ergebnis dieser beiden gegensätzlichen elektrischen Bedinger der Materie, die sich in entgegengesetzten Richtungen gegenseitig durchdringen. Jede tauscht sich in einer Abfolge von Pulsschlägen mit der jeweils anderen aus, von Schwerkraftpunkten ausgehend hin zu den Grenzen von Wellenfeldern und wieder zurück in endlosen Kreisläufen. An den Ruhepunkten auf halbem Weg dieser Kreisläufe wird jedes zum jeweils anderen.
Ein Beispiel in großem Maßstab für diesen Vorgang ist jeder Spiralnebel, besonders Nebel M74 im Sternbild Fische. Zwei feurige Spiralarme aus strahlendem Mutter-Licht greifen vom Äquator der Zentralsonne hinaus und bringen so die zahllosen anderen Sonnen und Erden hervor, die dann aus ihrem zentralen Keim entfaltet werden. (Abbildungen 35 und 37, S. 200f.)
Zwei schwarze Arme des durch Schwerkraft zusammenziehenden Vater-Lichts ziehen spiralförmig nach innen von den Himmeln in Richtung auf die Pole der zentralen Riesensonne und erzeugen so die Sonne in weißglühender Einheit aller Form. Das Vater-Licht der Gravitation faltet alle sich aus dem Schöpfungskeim entfaltenden Formen wieder ein zum ungeformten Licht der Sonnen und gibt diesen wachsende Körper.
Schwerkraft ist das männliche Prinzip der Schöpfung. Schwerkraft faltet wieder ein zum Keim.
Strahlung ist das weibliche Prinzip der Schöpfung. Strahlung entfaltet aus dem Keim.
Das schaffende Licht der Schwerkraft und das abbauende Licht der Strahlung werden von Ruhepunkt zu Ruhepunkt in pulsierenden Abfolgen durcheinander hindurch projiziert, um die Idee zu manifestieren. Dies geschieht, indem Vater-Mutter-Formen der Idee durch ihren sich gegenseitig aufhebenden Austausch hervorgebracht werden. Dieses Prinzip des rhythmisch ausgewogenen Austauschs zwischen den Vater-Mutter-Lichtqualitäten von Schwerkraft und Strahlung ist für alle schöpferischen Dinge grundlegend.
Dieses Prinzip des gleichwertigen Gebens in zwei Richtungen manifestiert die Qualität der Liebe im Lichte des Einen.

Kapitel XI
Die Illusion von Anziehung und Abstossung der Materie
Zu den großen Sinnestäuschungen gehört, dass Materie andere Materie anzieht und abstößt. Es herrscht auch der Glaube, dass gegensätzlich geladene elektrische Teilchen einander anziehen und gleich geladene sich abstoßen.
Für die Sinne schient dieser Schluss eindeutig zu sein, aber er ist genauso falsch wie der aus den Fehlinformationen der Sinne gezogene Schluss, Eisenbahnschienen würden am Horizont verschmelzen.
Wir sehen, wie die Gezeiten sich auf einer Seite der Erde zum Mond hin erheben, auf der anderen Seite hingegen fort von ihm. Wir schlussfolgern, dass der Mond die Erde anzieht und so den Ozean an sich zieht, aber das erklärt nicht die Tatsache, dass die Flut auch auf der abgewandten Erdhälfte steigt – sich also vom Mond fort bewegt. In Wirklichkeit versucht alle bedingte Materie ihren Zustand ständig ins Gleichgewicht mit aller anderen Materie zu bringen.
Mond und Erde sind jeweils das Zentrum eines eigenen Wellenfeldes, umgeben von Weltraum. Alle Wellenfelder werden durch Flächen mit Nullkrümmung und einen Zustand des Nulldrucks begrenzt, die jedes Feld im Universum von jedem anderen Feld isolieren. Die Formen der Wellenfelder von Erde und Mond ändern sich ständig, um sich auszubalancieren, während der Mond sich um die Erde dreht. Demzufolge müssen sich die gegenseitigen Äquatorebenen beider Felder scheibenartig verlängern, auf einer Ebene, die das Schwerkraftzentrum jedes Körpers schneidet. Natürlich steigt die Flut zum Mond hin und von ihm fort. Wenn die Erde nicht fest, sondern vollkommen flüssig wäre, würde sie sich an ihrem Äquator ebenfalls scheibenartig beträchtlich verlängern und an den Polen abflachen, um den Austausch zwischen den Feldern von Mond und Sonne auszugleichen, wie es bei Jupiter und den äußeren Planeten deutlich erkennbar ist. Sie würde auch wie Saturn und alle Sterne des Himmels Ringe absondern, und zwar aus demselben Grund.
Polarität
Wir sehen den positiven Pol einer Kompassnadel zum negativen Pol eines Magneten weisen sowie den negativen Pol des Magneten zum positiven Pol. Diese Offensichtlichkeit ist eine der Grundlagen für unsere Schlussfolgerung. Sie ist das, was unsere Augen sehen. In Wirklichkeit heben die Pole gegenseitig ihren unausgewogenen Zustand auf, um durch den jeweils anderen Gleichgewicht zu finden.
Entgegengesetzte Pole entfernen sich so weit wie möglich voneinander, bis ihre Gegensätzlichkeit durch das Gleichgewicht in ihrem Ansatzpunkt aufgehoben wird und sie aufhören zu sein.
Wenn der positive Pol eines Magneten in Kontakt mit dem negativen Pol eines anderen Magneten gebracht wird, ist der Effekt, den wir für Anziehung halten, ein Effekt der Aufhebung. Die Gegensätzlichkeit und damit die Kraft, irgend etwas zu manifestieren, kommt zum Erliegen. Polarität erlischt an diesem Punkt, und jeder der Gegensätze dehnt sich zum jeweils anderen Ende aus, so weit wie möglich vom anderen fort sowie spiralförmig durch den anderen hindurch.
Wenn entgegengesetzte Pole sich anziehen würden, wären sie gemeinsam in der Mitte eines Magneten zu finden und nicht an seinen Enden.
Materie besitzt keine Anziehungskraft
Materie zieht andere Materie weder an noch stößt sie diese ab. Unausgewogene Zustände von Materie streben zu ausgewogenen Zuständen. Alle Materie ist Bewegung, die beständig nach Ruhe strebt.
Diese Ruhe kann sie nur finden, indem sie ihren Zustand mit anderer Materie in ähnlichem Zustand ins Gleichgewicht bringt und die Spannungen ihres geschlechtlichen Zustands aufhebt. Dies ist der einzige Grund für Bewegung und die Ursache für ihre Fortdauer oder ihre Unterbrechung.
Alle Materie in Bewegung strebt Ruhe an
Unser Universum besteht aus EINEM. Alle Materie, die elektrisch von dieser Einheit getrennt ist, sucht nach ihr. Dies ist ein Grundprinzip und zentrales Verlangen der gesamten Schöpfung. Es gilt für Menschen und ihre Gefühle ebenso wie für Materie.
Wir betonen nochmals, dass Elektrizität eine Aufspaltung des Einen Lichtes in zwei Erweiterungen dieses Lichtes darstellt, die durch einander hindurch projiziert werden, wobei jedes abwechselnd zum anderen wird. Das Eine Licht ist ein druck- und geschlechtsloser Zustand. Die zwei Lichtqualitäten als Erweiterungen des Einen befinden sich in einem Zustand entgegengesetzten Druckes und gegensätzlichen Geschlechtes.
Es gibt also nur zwei Materiezustände – sich ausdehnend aus der Ruhe oder sich zusammenziehend hin zur Ruhe. Jeder Zustand entsteht aus dem anderen. In dem Augenblick, da ein Zustand sich in sein eigenes Gegenteil umkehrt, strebt er so weit wie nötig von diesem Gegenteil fort, um in einem ihm entsprechenden Zustand Gleichgewicht zu finden. Er sucht den ihm ähnlichen Zustand auf, um Ruhe in einem ausgewogenen Zustand zu finden und nicht, weil die in diesem Zustand befindliche Materie von der gesuchten Materie angezogen wird. Ein Baumstamm, der den Fluss hinabtreibt, sucht einen Gleichgewichtszustand und wird nicht vom Wehr oder von anderen Baumstämmen angezogen.
Diese Gegensätze stehen für das Vater-Mutter-Prinzip von Zusammenziehung und Ausdehnung, welches Licht zu Feststoffen verdichtet und zu Dampf und Gasen auflöst.
Masse in Bewegung ist immer im Ungleichgewicht
Die Behauptung, Gegensätze würden sich anziehen, entspricht der Behauptung, der Norden würde den Süden anziehen, das Innen das Außen, die Nässe die Trockenheit oder die Dunkelheit das Licht.
Wasser beispielsweise ist ein komprimierter Zustand.
Wenn Wasser verdampft, dehnt es sich aus in seinen entgegengesetzten Zustand. Es sucht dann Ruhe in Wolken gleichen Zustandes. Wenn es so in einem ausgewogenen Zustand Ruhe gefunden hat, kommen seine Bewegung und seine Gegensätzlichkeit zum Erliegen.
Trügerische Beweise
Dass heiße Luft angeblich zu kalter Luft aufsteigt und kalte Luft ins Warme absinkt, ist ein weiterer Bewegungseffekt, der die Sinne zu der Annahme verleitet hat, Gegensätze zögen sich an. Das geschieht nicht, denn Gleich und Gleich gesellt sich gern. Abkühlende Luft dehnt sich aus und steigt zur Kälte empor, und sich erwärmende Luft zieht sich zusammen und sinkt zur Wärme herab.
Negativ geladene Sauerstoffblasen sammeln sich während des Ladevorgangs am positiven Pol einer elektrischen Batterie, positiv geladene Wasserstoffblasen sammeln sich am negativen Pol. In Wirklichkeit nimmt der positive Pol den positiven Zustand aus dem Wasser und lässt den negativ geladenen Sauerstoff zurück. Genauso nimmt der negative Pol den negativen Zustand aus dem Wasser und lässt den positiv geladenen Wasserstoff übrig. Wiederum sucht Gleiches das Gleiche.
Der beste Beweis für das Prinzip, dass gleiche Zustände einander aufsuchen, liegt in den Elementen. Wenn Gegensätze sich – entsprechend den derzeitigen Vorstellungen – anziehen würden, wäre es unmöglich, auch nur ein Gramm desselben Elements zusammenzubringen. Alle Elemente suchen ihresgleichen. Bei jeder chemischen Zerlegung von Mischungen aus mehreren Stoffen sucht und findet jedes Element Elemente in ähnlichem Zustand.
Das gyroskopische Prinzip der Natur tut dies automatisch. Jedes Element hat seine eigene gyroskopische Beziehung zur Achse und Amplitude seiner Welle. Jedes sucht genau das passende Druckverhältnis und bewegt sich, bis es sich in der seiner Kreiselbewegung entsprechenden Druckebene befindet.

Kapitel XII
LICHT
Licht können wir nicht sehen; wir können nur von ihm wissen. Licht ist in Ruhe. Unsere Sehkraft kann auf Ruhe nicht reagieren. Was die Augen „fühlen“ und für Licht halten, ist nur Wellenbewegung, durch welche die Idee des Lichtes vorgespiegelt wird. Wie alles andere in diesem Universum aus elektrischen Wellen kann die Idee des Lichtes nicht Gestalt annehmen. Die elektrischen Wellen täuschen die Idee nur vor. Sie können nicht zur Idee werden.
Wenn der Mensch das Sonnenlicht sieht, glaubt er, wirklich das Licht zu sehen, wo doch seine Sehnerven nur die intensiven, schnellen, kurzwelligen Schwingungen von der Sorte Wellenbewegung „fühlen“, die er als Weißglut wahrnimmt. Der intensiv schwingende elektrische Strom, der in die Augen gespiegelt wird, verbrennt sie. Die Nerven können diese hohe Schwingungsrate nicht ertragen. Die Augen würden durch eine solche Schwingung zerstört werden, aber die Ursache einer solchen Zerstörung wäre nicht das Licht. Schnelle Bewegung, die Licht vortäuscht, wäre die Ursache. Es wäre, als würde man einen starken elektrischen Strom durch einen Draht schicken, der so fein wäre, dass der Strom ihn durchbrennen würde.
Genauso kann der Mensch Dunkelheit nicht sehen. Seine Sehnerven nehmen Bewegung wahr, die so langsam schwingt, dass er sie nicht länger „fühlen“ kann.
Der Mensch ist ganz an die Vorstellung gewöhnt, wirklich Licht in unterschiedlicher Intensität zu sehen, von dem unterschiedliche Stoffe mehr oder weniger erleuchtet werden. Daher fällt es ihm schwer zu erkennen, dass seine Sinne nur wie Spiegel verschiedene Intensitäten von Wellenbewegung reflektieren. Aber genau das ist der Fall.
Alles in der Natur, was elektrisch bedingt ist, spiegelt die Schwingungen aller anderen Dinge wieder, um das Verlangen aller Dinge nach der Synchronisierung ihrer eigenen Schwingungen mit denen aller anderen Dinge zu erfüllen. Alle Materie ist Licht in Bewegung. Alle Bewegung wird in Wellen ausgedrückt. Alle Lichtwellen sind Spiegel, die sich bis hin zum fernsten Stern gegenseitig ihren Zustand spiegeln.
Unser Universum ist ein elektrisch bedingtes Wellen-Universum. Alle Wellenzustände suchen auf ewig die Einheit. Aus diesem Grund reagiert alle Wahrnehmung auf alle andere Wahrnehmung.
Ist Licht Welle oder Teilchen?
Um die Frage, ob Licht Teilchencharakter hat, wie Newton behauptete, oder eine Welle ist, wurde viel gestritten. Für beide Theorien spricht vieles. Licht ist beides. Licht wird durch Bewegung ausgedrückt. Alle Bewegung hat Wellencharakter. Alle Wellen werden durch Felder aus gleichwertigen und gegensätzlichen Drücken einer gegenläufigen Doppelbewegung ausgedrückt. Das gesamte Volumen der Wellenfelder ist mit den beiden gegensätzlichen Aspekten von Bewegung ausgefüllt – dem positiven Aspekt, der Licht zu Feststoffen komprimiert, und dem negativen Aspekt, der Licht zum Raum um Festkörper herum ausdehnt.
Aller Raum innerhalb der Wellenfelder ist gekrümmt. Die Krümmung endet an Flächen von Nullkrümmung, die alle Wellenfelder begrenzen. Diese Begrenzungsebenen von allgegenwärtigem magnetischem Licht wirken als Spiegel und reflektieren alle Krümmung in alle anderen Wellenfelder des Universums, und als Ansatzpunkte, von denen die Bewegung in einem Wellenfeld universal wiederholt wird.
Alle Materie ist Wellenbewegung
Zusammen bilden diese Qualitäten das, was wir Materie und Raum nennen. Es war schwierig, sich Licht als rein korpuskular vorzustellen, denn es wird angenommen, dass Licht allen Raum erfüllt. Der Raum ist nicht leer. Er steckt voller Wellenbewegungen. Materieteilchen sind die eine Hälfte der Wellenzyklen aus Licht. Raum ist die andere Hälfte.
Die Frage, ob Licht Teilchen oder Welle ist, erübrigt sich, denn Bewegungswellen, die Licht und Dunkelheit des Raumes vortäuschen, sind alles, was es gibt.
Das Licht und die Bewegung fester Materie und gasförmiger Materie des Raumes unterscheiden sich nur hinsichtlich ihres Volumens und ihres Zustandes. Auf der Erde ist Wasser auf ein kleines Volumen komprimiert, in den Himmeln ist sein Volumen vieltausendfach ausgedehnt. Jeder Zustand stellt eine polare Hälfte des Wasserkreislaufs dar.
Wasserdampf ist Wasser, das von innen nach außen gekehrt wurde. Er wird wieder zu Wasser, wenn er sich von außen nach innen kehrt. Aus diesem Vorgang resultiert die ständige Abfolge von Ausdehnen und Zusammenziehen.
Alle Materie ist ein Spiel des Lichtes
Das Wasser der Himmel ist immer noch Wasser und besteht immer noch aus Lichtwellen. Zwischen dem Wasser auf der Erde und dem Wasser in den Himmeln besteht keinerlei Unterschied außer dem, dass in seinem Zustand einmal das Positive und einmal das Negative überwiegt. Dieser Wandel ist einzig auf eine Richtungsänderung im Hinblick auf das jeweilige Schwerkraftzentrum des Wassers zurückzuführen.
Alle dichte, kalte Materie wie Eisen, Stein, Holz und alle wachsenden und zerfallenden Dinge sind Licht. Wir denken nicht daran, dass sie Licht sind, aber alle sind Bewegungswellen, und alle Bewegungswellen sind Licht.
Licht ist alles, was es in diesem geistigen Universum des Wissens gibt, und Vorspiegelungen dieses Lichtes in gegensätzlicher Ausprägung sind alles, was es im Sinnesuniversum aus elektrischen Wellen gibt. Die Vortäuschung von Licht in Materie ist kein Licht. In der Materie gibt es kein Licht.
Vielleicht wird die Verwirrung im Hinblick auf diese Vorstellung geringer, wenn wir alles, was das geistige Universum betrifft, wie Leben, Intelligenz, Wahrheit, Kraft, Wissen und Gleichgewicht, dem EINEN LICHT des WISSENS zuordnen, und alles, was Materie und Bewegung angeht, den ZWEI VORGETÄUSCHTEN LICHTQUALITÄTEN des Denkens.
Denken drückt Wissen in Materie aus, aber weder denkt Materie, noch weiß sie.
Denken drückt auch Leben, Wahrheit, Ideen, Kraft und Gleichgewicht aus, indem die Ideen dieser Qualitäten in den zwei Lichtern von Materie in Bewegung aufgezeichnet werden, aber Materie lebt weder, noch ist sie wahr, ausgewogen oder Idee, auch wenn sie diese spirituellen Qualitäten vortäuscht.
Die Verwirrung des Menschen im Hinblick auf diese Unterscheidung liegt in seiner althergebrachten Annahme begründet, Materie sei real. Seine Annahme, sein Körper sei sein Selbst, sein Wissen sei in seinem Gehirn, und er lebe und sterbe, weil sein Körper sich aufbaut und zerfällt, ist ein so grundlegender Teil seines Denkens gewesen, dass es ihm schwer fällt, dieses Denken umzukehren zu der Tatsache, dass Materie nur Bewegung ist und außer der Vorspiegelung von Wirklichkeit keine Wirklichkeit besitzt.
Das Licht, welches wir zu sehen glauben, ist nur Bewegung. Wir sehen Licht nicht. Wir fühlen die Wellenschwingungen, die von der das Licht vortäuschenden Bewegung ausgelöst werden, aber die Bewegung elektrischer Wellen, die Licht vortäuscht, ist nicht identisch mit dem, was sie vortäuscht.
Verwirrung im Hinblick auf Lichtteilchen
Hinsichtlich der vielen Teilchensorten der Materie wie Elektronen, Protonen, Photonen, Neutronen und anderen gibt es viel Verwirrung. Diese vielen Partikel sind angeblich unterschiedlich, weil man glaubt, manche seien negativ geladen, andere positiv, und manche Ladungen seien gleich groß, so dass eine die andere angeblich neutralisiere.
In der Natur gibt es einen Zustand wie negative Ladung oder negativ geladene Partikel nicht. Laden und Entladen sind gegensätzliche Vorgänge, so wie Füllen und Leeren oder Zusammenpressen und Auseinanderziehen gegensätzliche Vorgänge sind.
Komprimierende Körper laden sich auf zu höheren Potenzialzuständen. Umgekehrt entladen sich ausdehnende Körper in Richtung auf niedrigere Potenzialzustände. Ein Elektron als negativ geladen zu beschreiben ist, als würde man sagen, es sei ein ausdehnender-zusammenziehender Körper.
Zusammenziehende und ausdehnende Körper bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen. Zusammenziehende Körper bewegen sich radial nach innen zum Massezentrum hin, und ausdehnende Körper bewegen sich radial nach außen in Richtung auf den die Masse umgebenden Raum. In unserem zweifach gegenläufigen Universum lädt Licht, das in Richtung nach innen zur Schwerkraft unterwegs ist, sich mit Masse auf und entlädt sich von Raum. Wenn es in Richtung Raum unterwegs ist, lädt es sich mit Raum auf und entlädt sich von Masse. Die Ausrichtung jeder Kraft in der Natur erfolgt spiralförmig.
Der Aufladungszustand ist positiv. Er vervielfacht die Geschwindigkeit der Bewegung zu stofflicher Dichte. Das Prinzip der Bewegungsvervielfachung infolge von Volumenabnahme ist die Ursache für die Schwerkraftbeschleunigung. Der Entladungszustand ist negativ. Er teilt die Geschwindigkeit der Bewegung in Durchlässigkeit des Stoffes auf. Das Prinzip der Aufteilung von Bewegung infolge von Volumenausdehnung ist die Ursache der Verlangsamung von Strahlung.
Wir können dieses Prinzip besser verstehen, wenn wir wissen, dass das, was wir Stoff nennen, nur Bewegung ist. Bewegung simuliert Stoff durch ihre Variation von Druckqualitäten, ihre Geschwindigkeit und die Kreiselbeziehung zu ihrer Wellenachse.
Partikel befinden sich in verschiedenen Zuständen im Hinblick auf den Druck, aber es gibt keine verschiedenen Partikel. Alle sind Lichtwellen, aufgewunden zu Partikeln, die doppelte Ladung tragen. Ihre Position an einem beliebigen Punkt auf ihrer Welle bedingt, dass sie den für diesen Punkt angemessenen elektrischen Zustand haben.
Lichtteilchen bewegen sich auf ewig in ihren Oktavwellen. Sie sind alle entweder in Richtung auf ihre Kathode oder ihre Anode unterwegs, das bedeutet in Richtung Vakuum oder Schwerkraft. Sie bewegen sich alle spiralförmig entweder nach innen oder nach außen.
Alle LichtPartikel sind gleich
Alle Lichtpartikel drücken entweder das Prinzip des Mutter-Lichtes aus oder das des Vater-Lichtes. Wenn sich ein Teilchen zum Beispiel auf der Amplitude der Welle befände, wäre es eine echte Kugel und als solche weder positiv noch negativ. Man könnte es dann zu Recht als Neutron bezeichnen. Ein Teilchen, das sich spiralförmig nach innen in Richtung auf das Zentrum eines Wirbels zu bewegt und dabei ist, kugelförmig zu werden, könnte gut als Proton bezeichnet werden, weil es das Prinzip des Vater-Lichtes zum Ausdruck bringt.
Wenn es wiederum auf dem spiralförmigen Weg nach außen ist, könnte man es Elektron nennen, weil es sich dann stärker entladen als aufladen würde beziehungsweise stärker ausdehnen als zusammenziehen.
Lichtstrahlen beispielsweise, welche die Sonne verlassen, entladen die Sonne. Sie entladen auch sich selbst, weil sie sich in ein größeres Volumen hinein ausdehnen. Und sie senken ihr eigenes Potenzial, indem sie ihr Volumen vervielfachen. Sie kehren ihre Polarität um, wenn sie sich radial der Erde nähern. Sie laden dann die Erde und sich selbst auf, indem sie sich auf ein kleineres Volumen zusammenziehen und durch diese Kontraktion gleichzeitig ihr eigenes Potenzial vervielfachen.
Semi-zyklischer Wechsel
Bei einem elektrischen Strom besteht ein beständiger Austausch zwischen Anode und Kathode oder positivem und negativem Pol. Ein Lichtteilchen dehnt sich aus, wenn es die Anode strahlenförmig nach außen verlässt und zieht sich zusammen, wenn es sich radial der Anode nähert. Dieses Lichtteilchen ist auf seiner Reise immer und überall dasselbe. Sein Wechsel zwischen Aufladung und Entladung, seine Bewegungsrichtung und der Zustand des Wellendruckes, in dem es sich jeweils befindet, sind die einzigen Gründe, warum es aus einem Zustand in den anderen wechselt. Die Lichtteilchen sind alle identisch und unterscheiden sich nur im Hinblick auf ihren Druckzustand.
Das gilt auch für die Elemente. Ob Eisen, Kohlenstoff, Silizium, Wismut oder Radium, alle bestehen aus derselben Art von Lichtteilchen.
Sie scheinen alle unterschiedliche Qualitäten und Eigenschaften zu besitzen, aber diese Qualitäten und Eigenschaften werden ihnen ebenfalls allein aufgrund ihrer jeweiligen Positionen verliehen, die sie in ihren Wellen einnehmen.
Alle Dinge ahmen das Licht nach
Ein Lichtteilchen, das zum Atomsystem von Natrium gehört, trägt in sich den gesamten Umfang aller Elemente sowie aller anderen schöpferischen Dinge im Universum. Es entspricht dem Zweck, die Idee des Natriums umzusetzen einzig, weil es im Druckzustand von Natrium ist und weil es Teil des sich aus dem Keim der trägen Edelgase entfaltenden Musters ist, aus der Oktave, aus der es sich entfaltet hat.
Wenn jenes selbe Teilchen sich aus dem Keim der Eiche entfaltet hätte, wäre es Teil der Holzfaser des Eichenstammes, oder eines Blattes, oder des Chlorophylls, das ihre Blätter grün färbt. Aber es wäre auch dann dieselbe Art von Teilchen und würde lediglich die Aufgabe von Cellulose erfüllen statt der Aufgabe des Natriums.
Alle Materie in diesem Universum ist nur unterschiedlich konditionierte Bewegung, die Licht vorspiegelt, und alle Zustandsunterschiede sind Druckunterschiede.
Licht wandert nicht
Die mutmaßliche Lichtgeschwindigkeit beträgt 300.000 km/s. Die Entfernung zwischen Sternen ist so groß, dass sie in Lichtjahren berechnet wird, denn kleinere Einheiten der Entfernung ließen die Zahlen so riesig werden, dass diese uns nichts mehr sagen würden.
Licht reist nur scheinbar. Dies ist eine weitere der zahllosen Illusionen, zu denen die Wellenbewegung führt. Die Ozeanwellen scheinen den Ozean zu überqueren, aber es scheint nur so, denn Wellen sind wie Kolben in den Maschinen des Universums, und Kolben arbeiten in Auf- und Abwärtsbewegung. Wellenkolben des Lichtes wie die des Meeres arbeiten radial und spiralförmig nach innen und nach außen, zur Schwerkraft hin und von ihr fort.
Lichtwellen wandern nicht. Sie reproduzieren sich von Wellenfeld zu Wellenfeld im Raum. Die Ebenen der Nullkrümmung, die alle Wellenfelder begrenzen, wirken wie Spiegel und reflektieren das Licht von einem Feld in das nächste. Dieses lässt das Licht als wandernd erscheinen – was jedoch reine Illusion ist.
Das Sonnenlicht, das wir auf unserem Körper fühlen, ist nicht das tatsächliche Licht von der Sonne. In Wirklichkeit reproduziert die Sonne ihren eigenen Zustand auf der Erde, indem sie die Vervielfältigungen durch den kalten Raum in immer größere Wellenfelder hinein ausdehnt, bis diese Vervielfältigungen anfangen, in Richtung auf unser Schwerkraftzentrum zu, wieder in immer kleinere Wellenfelder zu konvergieren. Die Wärme, die wir empfinden und das Licht, das wir sehen, hängen ausschließlich von der Fähigkeit der Wellenfelder ab, Licht und Wärme zu reproduzieren, und diese Fähigkeit ist bedingt durch den Grad an Feuchtigkeit in der Atmosphäre.
Wenn es in der Atmosphäre keine Feuchtigkeit gäbe, würde unser Körper durch die so reproduzierte Wärme verkohlen. Es ist nicht stimmig, sich diese Wärme als direkte Sonnenstrahlung zu denken, denn dasselbe Sonnenlicht war während seiner reproduzierten Reise durch die ungeheuer ausgedehnten Wellenfelder im Weltraum zwischen Sonne und Erde ausgesprochen kalt.
Das Licht und die Wärme, die von einem Stern oder der Sonne zu uns zu kommen scheinen, haben Stern und Sonne nie verlassen.
Was der Mensch als Licht sieht und als Wärme spürt, sind die kopierten Entsprechungen des Lichtes und der Wärme, die ihre Ursache sind.
Die Schwingungsgeschwindigkeit in einem Wellenfeld hängt von dessen Volumen ab. Die Schwingung in einem Wellenfeld ist gleichzusetzen mit dem Rhythmus des Austausches zwischen seinem komprimierten Kern und dem diesen Kern umgebenden Raum. Eine langsame Schwingung in einem großen Wellenfeld würde unseren Körper abkühlen oder sogar erfrieren lassen, und schnell pulsierender Austausch in extrem kleinen Wellenfeldern wäre in der Lage, ihn zu verbrennen.
Eine Linse, die Licht und Wärme auf einen Brennpunkt hin vervielfacht und so Papier entzündet, komprimiert nur größere Wellenfelder zu kleineren. Die Schwingungsrate steigt aus demselben Grund, weshalb die Planeten, die der Sonne am nächsten sind, auf ihren kleineren Umlaufbahnen viel schneller wandern als die weiter von der Sonne entfernten Planeten. Keplers Gesetz über die Planetengeschwindigkeiten lässt sich auf die Schwingungsraten in Wellenfeldern genauso anwenden wie auf die Bewegungen im Sonnensystem.

Kapitel XIII
Kreisläufe
Alle Energie kommt in Wellenzyklen zum Ausdruck.
Ein Zyklus ist eine zweifach gegenläufige elektrische Reise von einem Kompressionspunkt der Ruhe, an dem die Schwerkraft aufhört und die Strahlung einsetzt, zu einem Expansionspunkt der Ruhe an den Grenzen von Wellenfeldern, wo die Strahlung aufhört und die Schwerkraft beginnt. Ein Zyklus ist der universale Herzschlag dieses pulsierenden Universums aus Bewegung in zwei Richtungen.
Der menschliche Kreislauf von Leben und Tod ist eine Welle in einem elektrischen Strom. Wachstum und Zerfall oder der hereinkommende und hinausgehende Atem sind jeweils zwei Hälften eines Kreislaufs.
Materie kommt in Form von gegenläufigen Zyklen zum Ausdruck, weil Materie nichts anderes ist als eine Aufzeichnung von Gottes Wissen, ausgedrückt durch das zweifache, gegensätzliche Verlangen Seines gegenläufigen selbst-aufhebenden Denkens.
Die gesamte Natur ist ein Ausdruck des zweifachen Verlangens des Schöpfers. Zum einen des Verlangens nach Abtrennung aus der Einheit der Ruhe in Ihm, hin zu einer Vielfalt von Bildformen seiner Vorstellungen, zum anderen des Verlangens nach einer Auslöschung dieser Vielfalt durch die Rückkehr in die Ruhe Seiner Einheit.
Ein Kreislauf ist wie das Aufziehen und Entspannen einer Uhrfeder, nur dass Materie zu sichtbaren Kugelformen aufgewunden ist und sich in Form unsichtbarer Würfel entspannt. Das Entspannen einer Uhrfeder ist der Umkehrprozess ihres Aufgezogenwerdens. Die Natur ist kontinuierlich. Sie kehrt ihre Richtung nie um, wie der Kolben in einer Maschine oder zwei Kinder auf einer Wippe es tun.
Die Natur wendet ihre Wellen in einem kontinuierlichen spiralförmigen Fluss von innen nach außen und von außen nach innen. In ihren Atemzyklen tauscht sich feste Materie allmählich mit dem Raum aus, bis die Schwerkraft ihr Maximum erreicht hat. Dann übersteigt die Strahlung die Kraft der Gravitation, und die Materie beginnt sich auszudehnen, statt sich weiter zusammenzuziehen.
Strahlung ist nach außen gerichtetes Licht aus dem Samen. Schwerkraft ist nach innen gerichtetes Licht hin zum Samen. Nach außen gerichtetes Licht manifestiert die Entfaltung der Lichtmuster aus dem Samen. Es ist die Mutter der Schöpfung. Nach innen gerichtetes Licht manifestiert die Rückkehr der Lichtmuster in ihren Samen. Es ist der Vater der Schöpfung.
Die Mutter der Schöpfung verleiht einer Idee geprägte Körper, indem sie die Idee gen Himmel entfaltet. Dies ist die erste Hälfte eines jeden Kreislaufs. Der Vater faltet alle sich entfaltenden Ideen wieder zurück in ihren Samen, sonst könnte die sich entfaltende Form nicht als Materie sichtbar werden. Das ist die zweite Hälfte eines jeden Wellenzyklus. Alle wachsenden Dinge manifestieren diesen Prozess von Entfaltung und Wiedereinfaltung mit jedem Pulsschlag des Austausches zwischen den Vater-Mutter-Lichtqualitäten der Schöpfung.
Das Aus- und Einatmen aller Dinge ist der unaufhörliche zyklische Austauschprozess, über den ein Gegensatz allmählich zum anderen wird, bis jeder der Gegensätze durch Vervollständigung des Austausches in der Gesamtheit zum jeweils anderen wird.
Jeder Atemzug mit Aus- und Einatmen ist ein Zyklus. Jede Halbwelle wird durch die andere Hälfte zunichte gemacht, bis beide aufgehoben sind. Dann manifestiert sich keine von ihnen mehr. Beide verschwinden in ihrem Gleichgewicht, um als die jeweils andere neu zu erscheinen.
Leben und Tod stehen in einem allmählichen Austausch und heben einander auf zu dem Zweck, den Zyklus von Leben und Tod zu wiederholen.
Der Tod hat dieselbe Wiege wie das Leben, aber das Leben ist stark, der Tod hingegen schwach. Vom allerersten Atemzug des Neugeborenen an hebt der Tod mit jedem Ausatmen das Leben auf, und das Leben hebt mit jedem Einatmen den Tod auf. Im mittleren Alter sind Leben und Tod etwa gleich stark, dann wird der Tod stärker, bis beide verschwinden, um wieder neu zu erscheinen, wobei wiederum zunächst das Leben der stärkere und der Tod der schwächere Widerpart ist.
Unser expandierendes Universum
Man sagt, das Universum dehne sich aus, einem Wärmetod entgegen, alle Wärme würde allmählich aus dem Universum verschwinden und es völlig kalt und leer zurücklassen.
Man glaubt, dass Strahlung ein „Abwärtsfluss von Energie“ sei, der nicht durch einen ebenso starken „Aufwärtsfluss“ ausgeglichen werde. Strahlung wird als strahlende Energie definiert.
Aber Strahlung ist nur das Ausatmen dieses universalen Körpers, der in seiner Gesamtheit genauso einatmet wie der Mensch und alle anderen Dinge in der Natur. Strahlung ist die sich entfaltende Mutter-Lichtqualität.
Das Einatmen der Natur ist die Schwerkraft. Schwerkraft ist das Vater-Licht, das wieder einfaltet, was sich entfaltet.
Für jeden Wassertropfen, mit dem „Strahlungsenergie“ die Erde entlädt, lädt „Schwerkraftenergie“ die Erde mit Regen wieder auf. Der eine dieser Gegensätze ist der Abwärtsfluss der sich manifestierenden Energie, der andere ist der gleich starke Aufwärtsfluss.
Alles Schöpferische in diesem Universum hat einen Vater und eine Mutter, nicht nur das tierische und pflanzliche Leben, sondern jedes einzelne Materieteilchen im Universum. Ebenso ist jedes schöpferische Ding auch selbst sowohl Vater als auch Mutter. Die Mutter bringt den Vater hervor und der Vater die Mutter. Das Proton bringt das Elektron hervor und das Elektron das Proton. Jedes war das andere und wird im Laufe der Zeit zum anderen durch den pulsierenden Atem des Wellen-Austausches.
Trügerische Beweise
Eine der Illusionen, die den Menschen zu dem Glauben verleitet haben, der universale Körper Gottes liege im Sterben, war die Entdeckung, dass alle Sternennebel sich mit unglaublicher Geschwindigkeit voneinander entfernen. Diese Tatsache müsste im Laufe der Zeit zur völligen Auflösung des Universums führen. Die sogenannte „Rotverschiebung“ des Spektrums bewies diese Tatsache.
Die Tatsache an sich stimmt. Die Sternennebel rasen auseinander, aber der aus dieser Beobachtung gezogene Schluss ist durch die naturgesetzlichen Vorgänge nicht gerechtfertigt. Der Grund für die universale Ausdehnung, die zur Zeit stattfindet, liegt darin, dass unser Universum insgesamt genauso ein- und ausatmet wie alle anderen Dinge in der Natur.
Die riesigen Atemkreisläufe des gesamten universalen Körpers brauchen Ewigkeiten für einen Zyklus, wohingegen der Mensch in wenigen Sekunden ein- und ausatmet. Die Menschen zukünftiger Zeitalter werden Zeugen davon werden, wie die Sternennebel mit derselben Geschwindigkeit genauso lange wieder aufeinander zu rasen.
Es gibt in der gesamten Natur keinen Bewegungseffekt, der nicht durch einen entgegengesetzten Effekt ausgeglichen wird. Das Universum ist durch und durch geschlechtlich. Ein Geschlecht kann ohne das andere nicht existieren. „Strahlungsenergie“ ist unmöglich ohne die erzeugende Energie, von der sie hervorgebracht wird.
Das Verlangen des Schöpfers nach Abtrennung muss durch Sein Verlangen nach Einheit ausgeglichen werden. Dem Ausdehnungsschub des universalen Kolbens muss ein ausgleichender Kompressionsschub gegenüberstehen, damit der universale Körper das Leben seines Schöpfers zum Ausdruck bringen kann.
Das ganze Universum dehnt sich langsam aus in Richtung der Todeshälfte seines Atemzyklus und zieht sich dann zusammen in Richtung der Lebenshälfte dieses Kreislaufs.
Jede abgetrennte Masse im Universum ist in ihrem jeweiligen Abschnitt ihres eigenen Zyklus und atmet entweder ein bis zum Höhepunkt ihrer Reife, oder aus bis zu ihrer Auferstehung. Jede Masse, ob sie im Aufbau oder im Abbau begriffen ist, wird durch das Einatmen des Ganzen, von dem sie ein untrennbarer Teil ist, zu erweitertem Leben gebracht.

Kapitel XIV
Gewicht
Gewicht ist ein Maß für Ungleichgewicht. Es offenbart, wie intensiv eine gegebene Masse im Ungleichgewicht danach strebt, dieses Gleichgewicht zu finden.
Für jede Masse im Universum gibt es eine ihrem Potenzial entsprechende Position. Jede Masse findet diese Position, wenn sie daran nicht durch ihre Bindungen an andere Massen gehindert wird.
Gewicht sollte dual gemessen werden wie Temperatur. Es sollte Werte über und unter einem Nullpunkt geben, um messbar zu machen, wie intensiv das Streben verschiedener Massen ist, sich entweder von der Erde zu erheben oder auf sie zu fallen.
Gewicht ist Materie am falschen Ort
Alle Materie ist eine Aufzeichnung ihres Potenzials, welches an dem Ort ihrer Geburt in ihrer Welle herrschte. Massen aus Materie schweben im Raum wie Bojen im Ozean, die für Schiffe den Weg markieren, um das elektrische Potenzial der Position ihrer Geburt aufzuzeichnen.
Immer, wenn Materie sich am Ort ihrer Geburt befindet, gehört sie dorthin. Sie ist daher im Gleichgewicht und schwebt in ihrem ausgewogenen Feld.
In dieser Position ist sie ohne Gewicht im Verhältnis zu allem anderen im Universum. Sowie sie aus ihrem Feldzentrum genommen oder nicht zentrierter Bestandteil eines anderen Feldes wird, ist sie nicht mehr im Gleichgewicht mit den beiden Kräften, die auf sie wirken. Dann hat sie Gewicht, und das Maß dieses Gewichtes ist das Maß für ihre Unausgewogenheit mit ihrer Umgebung, in der sie fehl am Platz ist.
Das Gewicht von Materie und das Maß ihres elektrischen Potenzials sind ein und dasselbe.
Gewicht bedeutet Ungleichgewicht
Ein schwebender Körper hat kein messbares Gewicht. Er ist im Gleichgewicht mit seiner Umgebung. Ebenso hat eine erschöpfte Batterie kein messbares elektrisches Potenzial. Das Amperemeter zeigt Null an. Die beiden unausgewogenen Zustände von Ladung und Entladung haben sich gegenseitig aufgehoben.
Das als „Gewicht“ bezeichnete Maß und das als „elektrisches Potenzial“ bezeichnete Maß bringen die Kraft zum Ausdruck, welche die zwei elektrischen Gegensätze Ladung und Entladung an jedem Punkt des Universums aufeinander ausüben.
Das Potenzial aller Umlaufbahnen von Materie in einem Raum, in dem Materie schwebt, ist gleich dem Potenzial der Masse, die darin schwebt.
Die Äquatorialebene unserer Erde fällt zusammen mit einer Ebene von Drücken gleichen Potenzials. Diese Ebene ist gleichermaßen ausgewogen hinsichtlich des Teils der Erde, der oberhalb dieser Ebene schwebt und des Teils, der darunter schwebt. In dieser Ebene hat die Erde keinerlei Gewicht in Bezug auf etwas beliebiges anderes im gesamten Universum, denn sie ist in einer ausgewogenen Position bezogen auf das gesamte Universum und bewegt sich nur aufgrund der Bewegung aller anderen Massen im Universum weiter in neue Positionen.
Unsere Erde im Gleichgewicht wiegt nichts
Die Erde könnte nur etwas wiegen, wenn sie in andere Druckbereiche verbracht würde, die sich weiter erstrecken als die Fläche des linsenförmigen Rades, dessen Nabe unsere Sonne ist. Könnte die Erde von einer riesigen Hand näher zur Sonne geschoben werden, würde sie in ihrer eigenen Umlaufbahn wieder das Gleichgewicht herzustellen versuchen, genau wie ein Mensch nach oben steigen würde, wenn er unter die ihm gemäße Gleichgewichtslinie im Wasser nach unten gedrückt würde. Jede freibewegliche Masse im Universum schwebt in ihrem eigenen gleichmäßig aufgeteilten Wellenfeld exakt so, wie ein Mensch im Wasser schwebt.
Der Mond fällt nicht auf die Erde, wie allgemein angenommen wird, denn er befindet sich im Gleichgewicht mit seiner Umgebung und kann gar nicht fallen. Seine kontrahierte Masse ist gleich der ausgedehnten Masse, die er in seinem Wellenfeld verdrängt.
Aus demselben Grund schwebt eine Wolke am Himmel. Wenn man eine Wagschale unter sie halten könnte, würde sich herausstellen, dass sie kein Gewicht hat, es sei denn, sie würde über die ihr angemessene Potenzialebene heraufgehoben oder darunter hinabgedrückt. Nach einer Kondensation zu schwererem Wasserdampf würde sie absinken und einen neuen statischen Aufenthaltsbereich suchen, wo sie wieder schweben würde. Nach Kondensation zu Regen würde sie ins Meer fallen, um Gleichgewicht in einem ihr gemäßen Zustand zu finden.
Gewicht ist keine festgelegte Eigenschaft von Materie. Es ist so variabel wie Materie selbst.
Ein Mensch wiegt weniger, wenn er einen Berg ersteigt, er wiegt mehr, wenn er tief in ein Bergwerk hinabfährt und nichts, wenn er im Wasser schwebt.
Nur und ausschließlich dann, wenn Materie aus der ihr gemäßen Druckebene verdrängt wird, kann sie ein Gewicht haben und ein elektrisches Potenzial aufweisen.
Gewicht krümmt Schwerkraft
Das Gleichgewicht des Meeresspiegels ist ein gutes Beispiel. Wenn dieser statische Äquator keine dynamischen Wellenerweiterungen hat, können keine elektrischen Drücke ausgeübt werden, um Gewicht auszudrücken, und es kann auch kein Gewicht von Wellen vorhanden sein, wenn sich keine Wellen über den Meeresspiegel erheben.
Wellen oberhalb des Meeresspiegels besitzen ein positives Gewicht, wenn sie in Richtung der Schwerkraft fallen. Wellen unterhalb des Meeresspiegels haben ein negatives Gewicht, wenn sie sich in Richtung Raum erheben, um auf dem Meeresspiegel ihr Gleichgewicht zu finden.
Gewicht ist daher nur eine Dimension des Ungleichgewichtes. Nur Ungleichgewicht kann gewogen werden, denn Gleichgewicht kann kein Gewicht haben.
Definition von Gewicht
Die folgenden Definitionen für Gewicht stehen im Einklang mit dem Naturgesetz.
Gewicht ist die Summe der Unterschiede zwischen den beiden Druckqualitäten, die auf jede Masse einwirken.
Gewicht ist das Maß für die Unterschiede im elektrischen Potenzial zwischen einer gegebenen Masse und dem von ihr ausgefüllten Volumen.
Gewicht ist das Maß für das Ungleichgewicht zwischen einer gegebenen Masse und dem von ihr verdrängten Umfeld.
Gewicht ist das Maß für die Kraft, die ein Körper ausübt, während er sein wahres Potenzial anstrebt.
Gewicht ist die Gesamtdifferenz zwischen dem Einwärtssog der Schwerkraft und dem Auswärtsstoß der Strahlung.
Gewicht ist das Maß für die Intensität des Verlangens in jeder Materie, Bewegung auszudrücken oder Ruhe von der Bewegung anzustreben.

Kapitel XV
Die Quelle der Sonnenenergie
Die Quelle der sich stets erneuernden Energie der Sonne ist eines der größten Rätsel der Wissenschaft.
Angesichts der gegenwärtigen Sonnenstrahlung sollte die Sonne eigentlich schon seit langem ausgebrannt sein.
Was hält ihr Feuer in Gang? Was erzeugt die Wärme in der Sonne und bewahrt sie vor dem Abkühlen?
Eine Theorie lautet, dass ihre Kontraktion Wärme erzeugt, denn angeblich erwärmt Zusammenziehen.
Aber das ist nicht die Antwort, denn weder wärmt Kontraktion noch erzeugt sie. Kontraktion kann immer nur Wirkung von Erzeugung sein, nie deren Ursache.
Die Erzeugung muss der Kontraktion vorangehen. Sie folgt ihr nicht nach.
Wärme folgt als Ergebnis von Kontraktion. Wärme strahlt. Strahlung ist das Gegenteil von Erzeugung, und Gegensätze verhalten sich entgegengesetzt.
Strahlung dehnt aus und die daraus folgende Ausdehnung kühlt ab; Erzeugung hingegen zieht zusammen, und die daraus folgende Kontraktion wärmt.
Auch hier manifestiert das Vater-Mutter-Prinzip sein Gesetz des gleichwertigen, polaren und abwechselnden Austausches.
Die Kälte des ausgedehnten Weltraums erzeugt die Sonnenwärme durch Kompression eines großen Volumens auf ein kleineres.
Der hohe Druck der weißglühenden Sonne entsteht aus dem niedrigen Druck der Vakuumschwärze, im Einklang mit dem Gesetz des rhythmisch ausgewogenen Austausches zwischen allen Paaren von Vater-Mutter-Gegensätzen.
Der Temperaturkreislauf
Der Temperaturkreislauf ergibt sich aus dem ausgewogenen Austausch zwischen der Kälte des Weltraums und der Wärme von Sonnen wie folgt: Kälte erzeugt; Erzeugung zieht zusammen; Kontraktion erwärmt; Wärme strahlt; Strahlung dehnt aus, und Ausdehnung kühlt.
Unsere Sonne wird also über ihre Pole vom kalten Weltraum erzeugt und wird über ihren Äquator zurück in den Raum gestrahlt, im Einklang mit diesem Vater-Mutter-Umkehrprozess der Wendung von innen nach außen und von außen nach innen. Dieser Prozess wird weiterhin zunehmende Wärme in der Sonne erzeugen, bis sie eine echte Kugel wird. Diese Vollendung der Kugel ist noch nicht erreicht, denn die Sonne hat die Amplitude ihrer Welle, wo alle sich formende Materie wahrhaft kugelförmig wird, noch nicht erreicht.
Ein Gegensatz bringt den anderen hervor Ringnebel des Sternbildes Leier.
Wenn die Amplitudenstellung erreicht ist, beginnt die Strahlung die Erzeugung zu überwiegen. Nun herrscht der gleiche Zustand wie bei einem Menschen, der gerade den Höhepunkt seiner Jahre erreicht hat, wo Tod und Leben ihre Dominanz vertauschen.
Von diesem Zeitpunkt an wird der kalte Weltraum von Pol zu Pol ein schwarzes Loch durch die Sonne bohren und es zu einem riesigen Ring ausdehnen, in dessen Zentrum sich eine kleinere Sonne befindet, ein Kondensat aus den Überbleibseln ihres sich ausdehnenden Selbst. Am Himmel sind viele solcher Ringnebel zu sehen, besonders schön ist der Ringnebel des Sternbildes Leier (M57).
Was die Sterne erzählen Eulennebel mit zwei Ringen und zwei von ihm geborenen Sternen.
Der Eulennebel (M97) im Großen Bären und der Hantelnebel (M27) im Füchslein sind ausgezeichnete Beispiele für den Zerfall einer Sonne in einen oder mehrere Ringe durch den Umstülpungsprozess negativer Elektrizität.
Diesen Umstülpungsprozess kann man genauso am Gasherd in der Küche beobachten. Die Flammenstrahlen sehen aus wie blaue und grüne Flammen um ein schwarzes Loch in der Mitte jedes Strahles. Diese Gase sind überwiegend negativ, das heißt, sie drängen mehr aus ihrem Zentrum nach außen, als dass sie sich von dort aus nach innen ziehen.

Kapitel XVI
Das Lebensprinzip
Seit Jahrhunderten sucht der Mensch in Materieteilchen nach dem Lebensprinzip. Er könnte genauso gut seine Netze im Meer auswerfen, um nach Sauerstoff zu suchen.
In der Materie ist weder Leben noch Tod, denn Materie ist nur Bewegung. Bewegung beginnt und endet, beginnt erneut, aber das Leben ist unsterblich. Es hat keinen Anfang. Es hat kein Ende. Es kann nicht sterben.
Der Mensch hat lange geglaubt, sein Körper sei sein Selbst, die Person, das Wesen. Der menschliche Körper ist nur Bewegung. Er kann kein wahres Sein haben. Gott wohnt im Menschen. Die Person, das Wesen des Menschen, ist unsterblich. Das Leben im Menschen ist Gott in ihm. Der Körper des Menschen manifestiert Gott in ihm, indem er das Leben in Abfolgen von Leben-Tod-Auferstehung manifestiert wie alle erschaffenden-zerstörenden-neuerschaffenden Dinge in der Natur.
Der Körper des Menschen muss auf ewig wiedergeboren werden, bis zum Ende ohne Ende, um Gott in ihm zu manifestieren. In diesem zyklischen, pulsierenden Universum gibt es nur Geburt. Es gibt keinen Tod.
Die Idee Mensch ist ein Teil der Einen Gesamtidee der Schöpfung. Alle Schöpfung ist nur ein Ausdruck dieser Einen Idee, Stück für Stück, jedes Stück ein Teil des Ganzen. Gott ermöglicht allen Teilen Seiner Idee die ewige körperliche Wiederholung zur Manifestierung dieser Idee in Wellenzyklen aus dem aufgespaltenen Licht Seines Denkens. Eine Hälfte jedes Kreislaufs entfaltet die Idee in die Form dieser Idee und gibt ihr die Tat zur Herstellung dieser Form. Die andere Hälfte des Kreislaufs faltet die Idee wieder ein und gibt ihr so die Ruhe im Licht ihrer Quelle, um die Manifestierung in einer Wiederholung dieses Körpers zu wiederholen.
Eine Rückkehr zur Ruhe im Licht ist kein Tod, sondern eine Rückkehr zum Leben mit dem Zweck, neu geboren zu werden und das Leben in einem erneuerten Körper wiederum zu manifestieren.
Wir sagen ja auch nicht, ein Mensch sei tot, wenn er Ruhe im Schlaf findet, um seinen Körper teilweise zu regenerieren. Wir wissen, dass er mit neuen Anteilen seines Körpers erwachen wird, welche diejenigen ersetzen, die ihren Zweck erfüllt haben und verschwunden sind.
Wenn der Körpers des Menschen insgesamt verschlissen ist und ersetzt werden muss, ruht der Mensch genauso, lediglich in einem längeren Schlaf. Der menschliche Körper ist nichts anderes als geprägte Lichtwellen in Bewegung. Die Wellen verschwinden in der Ruhe des Ozeans, aber sie erscheinen wieder.
Der Ozean ist ein Teil der Schöpfungsidee. Die Wellen drücken die Idee von der Kraft des Ozeans aus, aber die Kraft und die Idee liegen in der Ruhe des Ozeans, ob sie in Form von Wellen zum Ausdruck kommen oder nicht.
Der Aufruhr des Ozeans entspringt aus seiner Ruhe, wie die Bewegung des Hebels seinem ruhenden Gelenkpunkt entspringt. Alle Bewegung geht in zwei Richtungen aus der Stille hervor.
Wir glauben nicht, der Ozean sei tot, wenn er ruhig und unbewegt ist, denn wir wissen, er wird seine Kraft wieder durch bewegte Wellen manifestieren, wenn das Verlangen in ihm stark genug ist, um sich als Bewegung zu manifestieren.
Die Lichtwellen, die dem Körper des Menschen eine vergängliche Form verleihen, sind nur sein Körper. Sie sind weder der Mensch noch die Idee Mensch. Der Körper des Menschen ist eine Erweiterung anderer Wellen des Vater-Mutter-Lichtes in der Sonne, und die Idee Mensch lebt in dem ruhenden Licht im Herzen der Sonne.
Der Mensch kann niemals sterben, denn er ist allgegenwärtiges Licht und existiert überall. Genauso kann der menschliche Körper nicht sterben, denn sein Körper manifestiert den unsterblichen Menschen, und der unsterbliche Mensch hat immer einen Körper, um sich darin zu manifestieren.
Dieser Körper, der sich von der Erde erhebt, verschwindet in die Himmel und in die Erde, aber das, was für die Sinne des Menschen verschwindet, hat nicht aufgehört zu sein, denn das zugrunde liegende Muster ist zur Wiederholung aufgezeichnet. Es IST noch immer und wird wieder neu erscheinen.
Die Sinne des Menschen sind nicht darauf abgestimmt, den Rest des menschlichen Kreislaufs auf seiner körperlichen Reise vom Verschwinden zum Wiedererscheinen wahrzunehmen, aber das menschliche Wissen reicht über den gesamten Kreislauf hinaus, und der Mensch erkennt die ewige Wiederkehr seines Körpers, wenn er Gott in sich erkennt.
Wenn Wasser verschwindet und in Form von Wasserdampf und Gas nicht mehr sinnlich wahrnehmbar ist, wissen wir trotzdem, dass es als Wasser wiederkehren wird, wenn es den Kreislauf seiner Reise vollendet hat. In dem Maße, wie der Mensch das All-Licht in sich erkennt, wird er die Gewissheit erlangen, dass er über Äonen hinweg immer wieder zurückkehrt, um dem Ziel, seinen Schöpfer als einen Teil der Gesamtidee zu manifestieren, vollständig gerecht zu werden. Dieses Ziel kann nicht in einem Leben erreicht werden und auch nicht in zehn mal zehn Millionen Lebenszyklen. Der Mensch hat gerade erst begonnen, die Idee Mensch auf diesem Planeten zu manifestieren. Er hat noch einen weiten Weg vor sich, und der Körper, den er braucht, um sich darin zu manifestieren, wird so gewiss zu ihm zurückkehren wie das Tageslicht aus der nächtlichen Dunkelheit, in die es verschwunden ist, zurückkehrt.
Was nach dem „Tod“ geschieht
Das ungelüftete Geheimnis „Wohin gehen wir, wenn wir sterben?“ erfordert eine verständliche Antwort. Abstraktionen und Theorien sind hier unbefriedigend. Die Vorgänge in der Natur sind einfach und überall die gleichen. Was einem Ding widerfährt, wenn es verschwindet, widerfährt allen Dingen. Es gibt bei diesem Naturvorgang keine Ausnahmen.
Alle Dinge in diesem Sonnensystem kommen von der Sonne und kehren zu ihr zurück.
Der „Lebenskeim“, nach dem der Mensch sucht, befindet sich in der Sonne. Die Idee Mensch ist in der Sonne, und genauso sind alle Ideen aller anderen Dinge in der Sonne und warten darauf, Gestalt anzunehmen. Das pulsierende Licht der Polarität verleiht jeder Idee ihre jeweilige Gestalt, wenn die Bedingungen günstig dafür sind, dass eine Idee durch eine Erweiterung der Sonne hervorgebracht wird.
Alles in der Natur ist eine sich bewegende Erweiterung, ausgehend von einem Ruhepunkt des Einen Lichtes. Das Zentrum der Sonne in unserem Sonnensystem ist der Punkt ruhendes Lichtes, aus dem alles im gesamten Sonnensystem spiralförmig ausstrahlt und wohin es, spiralförmig der Schwerkraft folgend, zurückkehrt, um für einen weiteren Kreislauf aufzuerstehen.
Die Sonne ist der Keim dieses Sonnensystems. Von ihr gehen alle Manifestationen von Ideen im gesamten System aus, und zu ihr kehren sie zurück.
Bewegung dient einzig dem Zweck, Ideen zu manifestieren. Alle Ideen entspringen einem Ruhezustand in ihrem Keim. Wie sie sich aus ihrem Keim entfalten, falten sie sich auch wieder in ihn zurück. Daraus folgt, dass Bewegung ein scheinbar gegenläufiges Ausdehnen-Zurückziehen von und zu einem Punkt ist und nur für die Sinne existiert; diese nehmen nur das Ausdehnen wahr, nicht aber das gleichzeitige Zurückziehen, das jenes aufhebt.
Alle Sonnen aller Himmel haben ein Zentrum, bestehend aus den Ruhepunkten des allgegenwärtigen Lichtes, von dem alle Ideen ausgehen und wohin sie zurückkehren. Sonnen sind Ideenkeime. Von diesen Keimen gehen alle Formen aus. Zu diesen Keimen kehren alle Formen zurück.
Die Erde ist genau zu diesem Zweck aus der Sonne hervorgegangen. Das organische Leben ist ein Teil von Gottes Einer Gesamtidee. Organisches Leben kann nicht in der Sonne Gestalt annehmen, obwohl die zugrunde liegende Idee hier lebt. Alles, was als Form einer Idee auf der Erde erscheint, ist in der Sonne als Konzept dieser Idee im Samen. Der Samen ist das Vater-Licht, das seine Idee vom Menschen und anderen schöpferischen Dingen in den fernen Weltraum hinaussendet, wo seine Kinder, die Planeten, genügend abgekühlt sind, um die Idee Mensch in organischer Form zu manifestieren.
Sonnen sind Schmelztiegel, die ihre Kinder, die Erden, hervorbringen und sie hinaussetzen, damit sie abkühlen und damit die göttlichen Ideen aus den formlosen Sonnen in den Erweiterungen dieser Sonnen Gestalt annehmen können.
Sonnen sind die Keimzellen der Schöpfung
Der Schöpfer verstreut Seine Lichtkeime durch den ganzen Weltraum, damit sie alle Bildformen Seiner Vorstellung als Vater-Mutter hervorbringen.
Im ruhenden Zentrum der Sonnen sind alle Ideen enthalten, um die Bilder von Gottes Vorstellungen zu gebären, aber in der Einheit des Sonnenlichtes sind sie ohne Form und leer. Alle Samen sind ohne Form und leer, obwohl sie die Muster aller Ideen in sich tragen.
Die Einheit der weißglühenden Sonnen muss aufgespalten werden und sich zu abkühlenden Erden erweitern, bevor die Ideen von Mineralreich, Pflanzenreich und Tierreich sich nacheinander entfalten können, um den Weg zur Entfaltung des Menschen aus seinem Samen in der Sonne zu bereiten.
Jeder Ausdruck der Idee Erde ist genauso in der Sonne enthalten und muss sich erweitern, um sich als Erde zu manifestieren. Berge und Ozeane sind in der Sonne, aber auch alle anderen Dinge wie das Weinen eines Neugeborenen, das Dröhnen einer Lawine oder der Straßenlärm einer Stadt. Das alles ist Licht, und das Licht kann in dieser Form seinen Ausdruck nur finden, weil es aufgespalten und ausgesandt wurde von dem Einen Licht in die beiden Lichtqualitäten, die das Eine manifestieren.
Vor Jahrmillionen hatte sich dieser Planet genügend weit von der Sonne entfernt, um den Ausdruck der Idee Wasser in Form von Gegensatzpaaren möglich zu machen, und niedere Formen organischen Lebens erschienen auf der Erde. Diese Formen wurden allmählich komplexer, bis die Idee Mensch anfing, Gestalt anzunehmen, nicht durch einen Samen, sondern durch die Polarisierung von Licht selbst, wie es sich im abwechselnden Herzschlag des universalen Vater-Mutter-Lichtes manifestierte.
Die Idee aller Dinge ist in dem Einen ruhenden Licht allgegenwärtig. Der Ausdruck aller Ideen wird zu den zwei Lichtqualitäten von weißen Sonnen und schwarzem Raum um sie herum ausgedehnt, die das zweifache Verlangen des Schöpfers manifestieren.
Verlangen nach Ausdruck wird durch die Abfolge elektrischer Aktion und Reaktion im Austausch zwischen den beiden gegensätzlichen weißen und schwarzen Lichtqualitäten von Sonnen und Weltraum manifestiert. Dieser Austausch polarisiert den ruhenden Keim einer Idee, so dass sie sich in ihre Form hinein entfaltet.
Polarisieren heißt, die Ruhe in gegensätzlich pulsierende Erweiterungen aufzuspalten. Es ist, als würde ein Hebel, ausgehend von einem festen Gelenkpunkt, verlängert und in Bewegung gesetzt, um die in dem ruhenden Gelenkpunkt liegende Idee zu manifestieren.
In dieser Art wird der Schoß von Mutter Erde geschwängert mit dem Samen der Idee Mensch, der von der Sonne ausgeht, und die erste Zelle des Menschen entfaltet sich von Mutter Erde in die Himmel hinein, hin zum wieder einfaltenden Licht des Vaters.
Das erste Pulsieren des Mutter-Lichtes, das Gottes Idee geprägte Form verleiht, ist das schwarze Licht aus der negativen Hälfte ihres Schwingungskreislaufs. Das sich entfaltende Mutter-Licht, das in die Himmel hinausreicht, ist das schwarze Licht der Ausdehnung. Schwarzes Licht ist das Negativ der positiven Idee Licht, wie sie sich in der Weißglut ausdrückt. Mit anderen Worten, schwarzes Licht ist ausgedehntes oder entfaltetes, weißes Licht. Umgekehrt ist weißglühendes Licht zusammengezogenes oder wieder eingefaltetes schwarzes Licht.
Dies ist die Methode der Natur, ungeformten Ideen geformte Körper zu verleihen. Das positive Vater-Licht faltet das sich entfaltende negative Mutter-Licht ein. Dies geschieht in zyklischen Wellenrhythmen, die der Mensch „Wachstum“ nennt, aber Wachstum ist nur ein bewegtes Bild von aufeinander folgenden Mustern der sich entfaltenden Idee, das auf den imaginären dreidimensionalen Schirm von Zeit und Raum projiziert wird.
Dies ist die Methode, wie der Schöpfer Seine Eine Gesamtidee elektrisch aufzeichnet als die vielen elektrisch wahrnehmbaren Körpergestalten der Materie in ihren zahllosen Ausprägungen.
Leben und Tod des Körpers
Um den Sinn von Leben und Tod zu verstehen, müssen wir mehr über die Vorgänge in der Natur wissen, besonders in Hinblick auf unseren Körper und den ihm innewohnenden Geist, der den Körper antreibt und auf ewig unsere sich ständig wandelnde Individualität aufzeichnet. Wir müssen die Grundlage unserer Individualität kennen lernen und den Grund für deren ständige Änderung erfahren. Um zu verstehen, „was nach dem Tod geschieht“, müssen wir der Naturvorgänge besser gewahr werden, die uns einen Körper geben und ihn wieder nehmen, um uns dann wieder einen neuen zu geben und so das Naturgesetz der Wiederholung zu erfüllen.
Der auf elektrischem Wege wahrnehmbare Körper des Menschen ist nicht der unsterbliche Mensch, den sein Körper manifestiert. Der Körper eines Menschen ist nicht das Individuum, zu dem er sein Leben und Sein beisteuert. Unser Körper ist aus einigen wenigen chemischen Elementen zusammengesetzt, die von Erde und Sonne geliehen sind, um ein Instrument zu unserem Gebrauch zu formen.
Wenn unser Körper verschwindet, ist das Individuum, das diesen Körper bewohnt hat, nicht tot. Jeder Körper taucht in wiederholten Kreisläufen von Erscheinen, Verschwinden und Wiedererscheinen aus einem ungeformten Zustand wieder auf in einen geformten Zustand.
Alle schöpferischen Dinge sind an ihrer Quelle als Idee formlos. Dann entfalten sie sich durch das Verlangen nach Entfaltung zu einer geformten Idee. Dieser Prozess des Auftauchens aus einem ungeformten Zustand und der Rückkehr in diesen Zustand vollzieht sich mit dem menschlichen Körper von Anbeginn.
Die Körper aller schöpferischen Dinge kehren während ihrer gesamten Zyklen fortwährend das Innere nach außen und das Äußere nach innen. Während eines kleinen Teils des Kreislaufs befinden sich die Körper im menschlichen Wahrnehmungsbereich, aber während des größeren Teils des Kreislaufs sind sie jenseits dieses Bereiches. Zu keiner Zeit während des gesamten Kreislaufs sind schöpferische Dinge ohne Körper oder geprägte Aufzeichnungen von Körpern, aus denen wieder neue Körper entsprechend der geprägten Aufzeichnungen entspringen.
Jeder Kreislauf von Ein- und Ausatmen entfaltet die Gestalt eines neuen Körpers aus einem bereits vorhandenen, aufgezeichneten Muster. Der ständige Prozess der Wiedereinfaltung, den der Mensch als Tod bezeichnet, wird aufgezeichnet, während er sich für die Wiederholung im nächsten Lebenszyklus einfaltet.
Die Natur zeichnet jede Aktion und jedes Verlangen des Körpers auf, und genauso jedes bewusste Verlangen und jeden Gedanken der Seele, und zwar in den kosmischen Elementen, die als „Edelgase“ bezeichnet werden – Helium, Neon, Krypton, Argon und andere. Diese kosmischen Elemente, die sich nicht mit anderen (chemischen) Elementen verbinden, sind die Grundlage des Göttlichen Aufzeichnungssystems, das heißt, jeder Gedanke und jede Tat eines jeglichen schöpferischen Dinges wird zum Zwecke der Wiederholung in ihnen gespeichert als keimhafte Erweiterungen des Sonnen- und Erdenzentrums, bis sie ihren Zweck erfüllt haben.
Alles in der Natur ist sinnvoll, und nichts in der Natur erfüllt seinen Sinn in einem einzigen Lebenszyklus.
Die Natur vervielfacht die Zeitdimensionen ihrer Lichtwellen, sodass geprägte Aufzeichnungen von Formen, die sich über den vom Menschen wahrnehmbaren Bereich hinaus ausgedehnt haben, wieder in diesen Bereich hineinkommen können. Dann teilt die Natur diese Zeitdimensionen, bis sie wieder in die andere Hälfte ihres Kreislaufs jenseits der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit entschwinden.
Die menschliche Individualität
Die größten Schwierigkeiten des Menschen zu verstehen, „was nach dem Verschwinden im Tod passiert“, gehen auf den Mangel an Verständnis für seine unwiderrufliche Unsterblichkeit zurück. Sein sichtbarer Körper wäre sinnlos, wenn er nicht erfüllt wäre von seinem unsichtbaren, unsterblichen Selbst, seiner Seele oder Person.
Der Mensch ist sich seiner selbst als Individuum bewusst, aber seine Vorstellungen davon, was seine Individualität ausmacht, sind vage. Seine Individualität ist das, was er unwissentlich als sein unsterbliches Selbst ansieht. Sein Selbst, oder seine Seele, wandelt sich niemals, sie erscheint und verschwindet nicht, aber seine Individualität ändert sich ständig, um der schwankenden Vorstellung des Menschen davon, wie er sein unsterbliches Selbst auslegt, stets zu entsprechen. In dem Maße, wie jeder Mensch allmählich das Licht seines Selbst in sich kennen lernt, ändert sich seine Individualität durch die ständige Erhebung hin zu größerer Bewusstheit seines ihm innewohnenden Allwissens.
Während der Mensch des Einen Lichtes des Universalen Selbstes stärker gewahr wird, verliert er allmählich seine Individualität und wird mehr und mehr zu diesem Universalen Selbst. Wenn die Menschheit sich ihrer Göttlichkeit ganz bewusst geworden ist, findet das Spiel des Menschen auf diesem Planeten ein Ende, sein Zweck ist erfüllt, und der individuelle Mensch wird aufhören zu sein.
Der Mensch verliert seinen Lebensausdruck in der Materie, um ewiges Leben im Licht zu finden.
DEN TOD GIBT ES NICHT.

Gott ist Licht
Gott ist Licht. Gott ist Liebe.
Gottes schöpferisches Universum ist auf Liebe gegründet. Es erschafft durch Licht. Symbol der Liebe
Das Prinzip der Liebe ist der Wunsch zu geben. Gott gibt Liebe, indem er Sein Licht ausdehnt. Gottes Liebe ist ein Spiegel aus Licht, der Sein Geben von Liebe durch das Zurückgeben von Liebe spiegelt.
Das Gesetz der Liebe ist rhythmisch ausgewogener Austausch zwischen allem Geben und Zurückgeben.
Das Symbol der Liebe ist die Welle aus dualem Licht, die gleichwertig und rhythmisch gibt und zurückgibt. Dies ist ein duales elektrisches Universum aus Licht im Austausch. Symbol der Kraft
Gottes Liebe ist überall; Sein Licht ist überall. In Gottes allwissendem Universum gibt es nur Gutes. Das Böse ist ein Produkt des menschlichen Denkens.
Gott dehnt Seine Liebe, Seine Kraft und Sein Wissen strahlenförmig von Nullpunkten der allgegenwärtigen Ruhe zu anderen Nullpunkten aus, nach dem Maß Seines Verlangens, Seinen Vorstellungen Gestalt zu verleihen. Die Intensität des sich von Zentralpunkten der Ruhe zu erweiterten Punkten der Ruhe ausdehnenden Verlangens bestimmt die Dimension des Verlangens.

Unser radiales Universum

Das gesamte mechanische Prinzip der Natur, mit dessen Hilfe die Lichtillusionen von Bewegung hergestellt werden, ist die konsequente Auswirkung solcher radialer Ausdehnungen. Daher werden die scheinbare Vervielfachung und Aufteilung des universalen Gleichgewichts in die gegensätzlichen elektrischen Druckqualitäten von Schwerkraft und Strahlung möglich gemacht, welche die Grundlage für dieses Universum des Wandels bilden.
Projektionsspiegel der Tat

Gottes Vorstellungen erstrecken sich von Ruhe zu Ruhe in Seinem dreidimensionalen radialen Universum von Länge, Breite und Tiefe – und werden so zur räumlichen Bühne Seines imaginären radialen Universums von Materie, Zeit, Veränderung und Bewegung.
Spiegelflächen der Reaktion

Ruhepunkte, die sich weiter ausdehnen zu anderen Ruhepunkten, bilden drei reflektierende Ebenen aus ruhendem magnetischem Licht, die rechtwinklig zueinander stehen. Vom Zentrum dieser drei Spiegelebenen mit Nullkrümmung werden Gottes Gaben strahlenförmig auf sechs gegensätzliche Spiegelflächen projiziert und von dort als Gegengaben wieder zurückprojiziert, um die Formen von Gottes Vorstellungen im gekrümmten elektrischen Universum Seines Verlangens zu entfalten und wieder einzufalten.

Die Geburt von Wellenfeldern
Die explosive Aktion Spiegelflächen der Reaktion

Gottes Verlangen, Seine Liebe zu geben, manifestiert sich als projizierte Aktion in Form einer Explosion aus einem als Ansatzpunkt dienenden zentralen Ruhepunkt. Das Verlangen zurückzugeben wird gleichzeitig von jedem Punkt ihrer Ausbreitung „radarähnlich“ zurückgestrahlt, um die sich entfaltende Aktion wieder einzufalten. Alle Aktion in der Natur verschwindet auf ewig in einem Spiegel ihres eigenen Bildnisses mit gleichem Potenzial.
Simultane Reaktionen

Jede projizierte Aktion in der Natur, die gleichzeitig zurückgestrahlt wird als zurückprojizierte Reaktion, wird nacheinander von ihren Wellenfeld-Ebenen der Nullkrümmung, die sie begrenzen, als gleichlautendes Echo wiederholt.
Reaktionen in zeitlicher Folge

Alle Aktionen in der Natur sind Explosionen – langsame Aktionen bei natürlichen Wachstumsvorgängen genauso wie schnelle Aktionen bei der Zündung von Dynamit oder einer Atombombe. Umgekehrt sind alle Reaktionen Implosionen. Aktionen entfalten Formlosigkeit zu Form. Reaktionen falten Form zurück in die Formlosigkeit. Aktionen sind die Grundlage für Strahlung. Reaktionen sind die Grundlage für Schwerkraft.
Jede Aktion ist allgegenwärtig

Jede an einem beliebigen Ort stattfindende Aktion wird überall im ganzen Universum wiederholt. In der Folge dehnen harmonische Zentren mit dem gleichen Maß an Verlangen ihre Aktionen von ihrem Zentrum in Richtung auf andere harmonische Zentren aus. Harmonische Explosionen gleichen Ausmaßes füllen daher den gesamten Raum in Gottes allgegenwärtigem Universum.
Wiederholte Explosionen begegnen sich

Aufeinander treffende Explosionen können keine Kugelform haben, denn der ganze Raum muss gefüllt sein. Tennisbälle, die man zusammendrückt, werden durch allmähliche Abflachung ihrer gekrümmten Oberfläche an den sechs Punkten, an denen sie aufeinander treffen, zu Würfeln. Genauso flachen sich Explosionen zu sechs Würfelflächen ab.
Wiederholte Explosionen führen zur Komprimierung

Explosionen-Implosionen finden den maximalen Widerstand in Richtung der sechs Punkte, an denen Kugeln aufeinander treffen. Demzufolge werden sie abgelenkt zu den acht Punkten geringsten Widerstandes, welche Diagonalen von Würfeln werden anstatt Kugelradien.
Die acht gegenläufigen Richtungen der Kraft

So entstehen acht Richtungen, in denen sich Kraft gegenläufig ausdrückt. Sie werden zur Grundlage der Oktavwelle.
Explosionen und Implosionen, die durcheinander hindurch projiziert werden, entwickeln zwei gegensätzliche Drücke. Die Auswärtsrichtung teilt ihr Potenzial auf, indem sie es radial ausdehnt. Die Einwärtsrichtung vervielfacht ihr Potenzial, indem sie es radial komprimiert.
So werden die beiden entgegengesetzten Phasen des Gleichgewichts erzeugt, Plus und Minus, die dieses elektrische Universum aus gegenläufiger Bewegung antreiben, ihm seinen Herzschlag verleihen und alle illusionären Effekte hervorbringen, die durch den Austausch zwischen den beiden Zuständen von Materie bedingt sind.

Die Würfel-Kugel

Paare sich austauschender polarer Zustände gehen auseinander hervor und verwandeln sich ineinander als eine Folge dieses Austausches. So entstehen alle Gegensätze in der Natur. Der Würfel und die Kugel sind zwei Formgegensätze, aus denen alle Formen sämtlicher Dinge hervorgehen. Sie sind die einzigen Formen, die jemals geschaffen wurden, und somit Vater und Mutter aller Formen.
Die Kugel und der Würfel manifestieren beide das kosmische Gleichgewichtsprinzip. Sie nehmen innerhalb von Lichtwellen genau die eine Gleichgewichtsposition ein, wo Kompression und Ausdehnung aufgehört haben, gegeneinander zu stehen, und das ist auf der Wellenamplitude (Wellental oder Wellenkamm). Kohlenstoff und Natriumchlorid sind gute Beispiele für echte kubische Kristallisation. Genauso sind ihre atomaren Einheiten echte Kugeln. Natriumjodid oder Natriumbromid kristallisieren nicht als echte Würfel, weil ihre unausgewogenen Positionen zwar in der Nähe der Wellenamplitude liegen, aber nicht genau auf ihr.
Würfel und Kugel sind eins, wenn auch zwei entgegengesetzte Phasen derselben Sache. Der Würfel ist die Kugel, ausgedehnt zu schwarzer Kälte, und die Kugel ist der Würfel, zusammengezogen zur Weißglut. Jede echte Kugel in jeder Lichtwelle ist eine weißglühende Sonne, ungeachtet ihrer Dimension. An den Polen gestreckte Himmelskörper wie unsere Sonne werden nach innen zu ihrer Mitte hin weißglühend, während an den Polen abgeflachte Himmelskörper wie unsere Planeten nach innen zu ihrem Zentrum hin kalt werden.
Der Würfel wird aus der Kugel geboren, um das Verlangen des Schöpfers zu erfüllen, das Verlangen nach der Erschaffung von Form durch die Projektion von Licht aus der Weißglut in das kalte Dunkel der Himmel. Umgekehrt wird die Kugel aus dem Würfel geboren, um das andere Verlangen nach Einheit zu erfüllen, und zwar durch Reprojektion der kalten Dunkelheit aus den Himmeln in das Licht im Samen.
Die Erschaffung aller Materieformen ist ein ewiger Austausch zwischen dem Vater-Licht weißglühender Kugeln und dem Mutter-Licht kalter Würfel. Alle Formen werden in Richtung der Kälte des Raumes geboren und vergehen in Richtung der Weißglut.
Jeder schöpferische Körper wird aus dem Schmelztiegel der Sonne hinaus in den Raum gestellt, um in die Form hinein abzukühlen, die seiner Erweiterung über die Sonne hinaus entspricht.
Das ist eine Hälfte der zyklischen Reise eines jeden Körpers von der Sonne fort und zu ihr zurück. Die andere Hälfte des Kreislaufs ist die Rückkehr zur Sonne, wo der Körper seiner Form enthoben wird, um eine neue Form zu erlangen. Jeder Bewegungskreislauf ist eine Reise von der Wärme zur Kälte und wieder zurück.
Alle Körper werden durch Gefrieren geformt und durch Schmelzen aufgelöst. Die Gefrier- und Schmelzpunkte aller Körper sind abhängig von deren jeweiliger Dichte und elektrischer Konditionierung.
Die Kugel ist der dunkle Lehm der Erden, das Licht der Sonnen und die Formlosigkeit von Samen. Sie ist der Schoß, aus dem der Lehm der Erden sich in die würfelbegrenzten Himmel erstreckt, um sich in die Form hinein zu erweitern, und sie ist das Grab, in das hinein alle Form aufgelöst wird, um den Himmeln als neue Form zurückgegeben zu werden. Alle Kristallformen sind Würfelschnitte
Jede Form in der Natur ist entweder auf dem Wege zum Würfel oder zur Kugel oder ist ein Teilstück von einem der beiden. Komplexe Körper sind aus einer Vielzahl von Materiekugeln zusammengesetzt, umgeben von einer Vielzahl von Raumwürfeln in einer Vielzahl von Wellenfeldern. Alle Kristallformen sind Würfelschnitte. Ihre Form wird durch ihre jeweilige Position in ihrem Wellenfeld bestimmt.
Die Raumwürfel sind Wellenfelder, die alle austauschende Bewegung zwischen den beiden in ihnen enthaltenen Zuständen eingrenzen. Bewegung kann diese Ebenen nicht durchdringen, aber symmetrisch reflektiert oder symmetrisch in Richtung auf das Zentrum des dazugehörigen Wellenfeldes ausgedehnt werden.
In jedem Würfelfeld liegt das gekrümmte Universum der zweifach gegenläufigen Lichtillusion; und jenseits bis hin zu den fernsten Enden des Raumes ereignet sich eine Wiederholung der Illusion von Wellenfeld zu Wellenfeld mit einer Geschwindigkeit von ca. 300.000 km/s. Das ist die Geschwindigkeit, in der sich jede Aktion-Reaktion an jedem beliebigen Ort wiederholt. Diese Illusion von Bewegung führt zu dem Glauben, Licht würde „reisen“.
In Wellenfeldern mit Nullkrümmung isolieren die Begrenzungsflächen alle Bewegungseffekte, die dort stattfinden, von jedem anderen Feld. Im Zentrum des Wellenfeldes befindet sich die weißglühende Kugel, die ihm zugehört. Das Potenzial des gesamten Feldes wird zu gleichen Teilen aufgeteilt zwischen der zentralen Kugel vervielfachter Materie und dem umgebenden Raum aus aufgeteilter Materie.
Jede Paarhälfte eines jeden Wellenfeldes im Universum steht im Gleichgewicht mit seiner entgegengesetzten Paarhälfte, bis hin zum Gewicht eines Elektrons. Der Grund, warum die zentrale Kugel ein hohes Potenzial hat und der umgebende Raum ein niedriges, geht auf einen Volumenunterschied zurück. Der Durchmesser der zentralen Kugel kann ein paar tausend Kilometer betragen und der des sie umgebenden Raumes viele Millionen Kilometer; und doch sind sie gleichwertig, wenn die Potenziale miteinander verglichen werden, und nur ungleich im Hinblick auf ihre Volumina.
Keine dieser Paarhälften könnte ihren getrennten Zustand aufrechterhalten ohne den ständigen Austausch, bei dem jede, in sich wiederholenden Kreisläufen, alles von sich an die andere Paarhälfte gibt.
Kugeln müssen den Raumwürfeln geben, indem sie ausatmen, um sich zu entladen und den Raum aufzuladen. Der Raum muss dann an die Kugeln zurückgeben durch Ausatmen, um sich zu entladen und die Kugeln wieder neu aufzuladen.
Kurze Kreisläufe des Austauschs werden zu einem längeren Zyklus von Leben und Tod akkumuliert, bei dem Festkörper vollkommen im Raum verschwinden und der Raum sein Potenzial umkehrt, um zu Festkörpern zu werden. Dieses Prinzip begründet die ewigen Wendungen der Natur von innen nach außen und von außen nach innen, vermittels derer alle Formen nacheinander erscheinen, verschwinden und erneut erscheinen.
Das Einatmen der Kugeln erzeugt aus einem niedrigen Potenzial ein hohes Potenzial. Der Aufbauvorgang der Natur ist die Schwerkraft. Das Ausatmen der Kugeln strahlt hohes Potenzial ab zu niedrigem Potenzial. Der Abbauvorgang in der Natur ist Strahlung.
Vervielfältigung und Teilung manifestierter Energie in das hohe und niedrige Potenzial von Schwerkraft und Strahlung wird durch den Plan der Natur ermöglicht, der dafür sorgt, dass alle Aktionen der Natur sich radial von allgegenwärtigen Punkten magnetischen Lichtes her ausdehnen. Das Geheimnis der Schwerkraft und Strahlung
Gravitation zieht spiralförmig von innen einwärts, um Lichtwellen zu Feststoffen aufzuwinden, die dem Raum ein Zentrum geben. Strahlung schleudert spiralförmig nach außen, um dichte Festkörper in den Raum hinein zu entwinden, damit sie Festkörper umgeben. Beides ist eine gleichwertige Reaktion auf das jeweils andere. Jedes wird im Laufe der Zeit zum anderen.
Schwerkraft ist das positive elektrische Prinzip, das seinen Druck zentripetal in Richtung auf die weißglühenden Punkte maximaler Kompression in jedem Wellenfeld ausübt. Sie ist das Vaterprinzip der Natur, das aufbauende Prinzip von „aufwärts fließender Energie“, das dem „Abwärtsfluss“ auf ewig die Waage hält.
Strahlung ist das negative elektrische Prinzip, das seinen Druck zentrifugal in Richtung auf die Begrenzungsflächen des Wellenfeldes aus magnetischem Licht wirken lässt.
Sie ist das Mutterprinzip der Natur, das desintegrierende Prinzip der „abwärts fließenden Energie“, das auf ewig dem „Aufwärtsfluss“ die Waage hält.
Der Schöpfer dehnt die Kraft der Bewegung für jede der beiden entgegengesetzten Manifestationen Seines Verlangens nur zu einer Hälfte eines Kreislaufs aus. Die Schwerkraft gibt Körpern eine materielle Form, um die Idee von Körpern zu manifestieren. Radioaktivität gibt den Himmeln geistige Ungeformtheit für das Zurückgeben an die Erden als geformte Körper.
Schwerkraft beginnt ihren halben Kreislauf als Implosionsreaktion auf eine nach außen gerichtete explosive Aktion und erfüllt so das Gesetz, dass alle entgegengesetzten Ausdrucksformen auseinander hervorgehen und sich austauschen, um zur jeweils anderen zu werden. Schwerkraft beendet ihren halben Kreislauf an einem Ruhepunkt, dem Ruhepunkt des magnetischen Lichtes im Zentrum eines jeden materiellen Körpers, ob seine Ausmaße mikrokosmisch oder makrokosmisch sind. Schwerkraft kommt zum Erliegen, wenn die Bewegung der Körper zum Erliegen kommt.
In der Natur gibt es kein „Zentrum der Schwerkraft“. Das zentrale Licht in jeder Masse ist ruhendes magnetisches Licht. Auch die ruhende Achse jedes Wirbels ist ruhendes magnetisches Licht.
Die Strahlkraft beginnt ihre Zyklushälfte von diesem Punkt der Ruhe aus und beendet sie auf Begrenzungsebenen von Wellenfeldern aus magnetischem Licht, von wo die Schwerkraft ihren Ausgang nahm. Strahlkraft kommt dann zum Erliegen, wenn ihre Bewegung zum Erliegen kommt.
Schwerkraft wie Strahlkraft entleihen ihre Kraft, um am Ende ihrer Reise das Gleichgewicht in der Ruhe zu finden, ausgehend von den Ruhepunkten an ihren Anfängen. Sie zahlen jede für sich die geliehene Kraft an jedem Punkt ihrer jeweiligen Reise an die jeweils andere Kraft zurück. So entleert jede sich immer weiter, indem sie an die andere gibt. Am Ende der Reise löst jeder Gegensatz sich auf, indem er alles an den jeweils anderen gibt. Dann wird er als der jeweils andere wiedergeboren. Überall in der Natur ist jede Aktion ihre eigene Reaktion.
Jede Aktion in der Natur demonstriert dieses Prinzip. Ein in die Luft geworfener Ball muss von einem Ruhepunkt ausgehen, angetrieben von Energie, die aus dem „Zentrum der Schwerkraft“ dieser Erde entliehen ist, nämlich ihrem Ansatzpunkt. Der Ruhepunkt in der Hand des Werfenden ist eine Fortsetzung des Ruhezentrums der Erde.
Während der Ball aufsteigt, wird er langsamer und zahlt so seine geliehene Energie an den Raum zurück. So lädt er den Raum mit den Leihgaben der Erde auf, und in gleicher Weise entlädt er die Erde. Wenn die Leihgabe vollständig bezahlt ist, kommt der Ball zur Ruhe. Von diesem Punkt an muss er wieder die Energie aus dem Raum borgen, welche ihrerseits von der Erde geborgt ist, um für seine Rückkehr zur Erde zu zahlen. Auf seiner sich beschleunigenden Reise zur Erde passiert der Ball jeden Punkt mit derselben Geschwindigkeit wie auf der Reise nach oben. So entlädt er den Raum und lädt in gleichem Maße die Erde auf, um alle Leihgaben und Zahlungen ins Gleichgewicht zu bringen.
Alle Aktionen in der Natur sind Erweiterungen-Schrumpfungen von Null zu Null, und wieder zurück zu Null. Alle werden gleichzeitig und in zeitlicher Folge ausbalanciert. Unser Universum ist ein Nullsummen-Universum aus plus Null und minus Null, das nie über die Null des Einen Lichtes hinausgeht, aus dem es scheinbar als Vielheit entsprang.

Die zwei entgegengesetzten elektrischen Zustände
Unser Nullsummen-Universum des Gleichgewichts erfordert zwei gegensätzliche Zustände, um das zu simulieren, was unsere Sinne als Bewegung und Wandel deuten. Diese beiden notwendigen Bedingungen sind das Plus- und Minus-Gleichgewicht; positive und negative Elektrizität.
x plus Null gleich Null minus x

Plus Null bedeutet eine Druckanleihe, die beim universalen Gleichgewicht aufgenommen wird, um ein großes Volumen zu einem kleinen Volumen zu komprimieren. Minus Null bedeutet eine gleich große Erweiterung, um die geliehene Kompression auszugleichen.
Von der Bank geliehene tausend Dollar sind ein Pluszustand von Kredit, also ein geliehenes Haben, dem eine gleich große Schuld von eintausend Dollar gegenübersteht. Die zentrale Null steht für die Bank. Die davon ausgehenden Nullen stehen für Kredit und Schuld. Beide sind gleich groß, aber entgegengesetzt. Ein Kredit von eintausend Dollar ist (für die Bank) gleich Null. Wenn der Kredit teilweise oder ganz zurückgezahlt wird, verschwindet die Schuld proportional gleichzeitig mit dem Kredit.
Diese beiden entgegengesetzten Zustände von Kredit und Debit entsprechen den beiden entgegengesetzten Zuständen von Kompression und Expansion in der Natur, von denen Bewegung abhängt. Wenn ein Gleichgewichtsdruck vom Nullpunkt, von dem beide ausgehen, in zwei entgegengesetzte Zustände aufgespalten wird, entwickelt sich zwangsläufig Bewegung zwischen den beiden. Sie müssen sich miteinander austauschen, um ihre unausgewogenen Zustände aufzuheben. Dies ist das Prinzip des elektrischen Stromes.
Grundlage von Bewegung

Die Abbildung repräsentiert einen Raum mit gleich großem Druck. Zwei Behälter in diesem Raum sind über einen Schlauch mit einem Hahn miteinander verbunden. Alle Luft wurde aus einem Behälter in den anderen gepumpt, und so wurden die Plus-Minus-Bedingungen hergestellt, die zwangsläufig zu Bewegung führen. Die Natur bringt immer auf diese Weise den einen Gegensatz aus dem anderen hervor.
Durch Öffnen des Hahns wird im Plus-Behälter ein explosionsartiges Ausströmen der Luft bewirkt. Ein implosionsartiges Einströmen gleichen Umfangs findet im entleerten Behälter statt. Der Plus-Behälter wird einen Teil seines komprimierten Zustandes entladen, um den Minus-Behälter aufzuladen. Eine elektrische Batterie funktioniert nach demselben Prinzip.
Gleich große, entgegengesetzte Potenziale

In der Natur implodiert die entladene Strahlung, die von der Sonne explodiert, gleichzeitig als Schwerkraft nach innen.

Die Ursache für den universalen Pulsschlag

Materie und Raum stellen die beiden in den Abbildung dargestellten, notwendigen Bedingungen für den Austausch von Bewegung dar – mit einem Unterschied. Dieser Unterschied besteht darin, dass die beiden von den Behältern mit komprimierter und ausgedehnter Luft dargestellten Zustände und die beiden Zellen einer elektrischen Batterie gleiches Volumen haben, Materiekörper und der sie umgebende Raum hingegen besitzen ungleiche Volumina.
Der ausgedehnte Zustand des Raumes hat ein millionenfach größeres Volumen als der komprimierte Zustand des ihn zentrierenden Körpers.
Dies erklärt das scheinbare Rätsel von Schwerkraft und Strahlung, das feste Objekte veranlasst, auf die Erde zu fallen, wohingegen Gase in den Raum aufsteigen.
In der elektrischen Batterie kann der Austausch zwischen den beiden Druckzuständen beide in einem explosiven Kurzschluss-Blitz entleeren, wenn der die beiden Zellen verbindende Draht dick genug ist. Wenn ein dünner Draht die beiden Zellen verbindet, braucht der Austausch Zeit bis zu einer vollständigen Entleerung. Jeder Zustand gibt dem anderen in Raten, denn der Draht ist nicht dick genug, um beide Zustände sofort aufzuheben. Das aufeinander folgende Geben und Zurückgeben der beiden entgegengesetzten Druckzustände bewirkt die Oszillationen des elektrischen Stromes. Der ratenweise elektrische Austausch wird durch Wellen gemessen und aufgezeichnet, und das Zeitelement dieser Aufzeichnungen des Austausches sind die Wellenfrequenzen.
Sie bilden den Pulsschlag des elektrischen Stromes. Wenn eine elektrische Leitung in der Wellenfrequenz eines elektrischen Stromes pulsiert, sprechen wir von einer stromführenden, lebendigen Leitung. Wenn die Leitung aufhört zu pulsieren, weil der Strom unterbrochen ist, sprechen wir von einer toten Leitung, denn sie pulsiert nicht länger.
Die gesamte Natur pulsiert in abgemessenen Frequenzen mit dem Herzschlag des universalen elektrischen Stromes, wie am universalen Einatmen in die Körper und Ausatmen in den Raum deutlich wird. Wenn die Atmung im menschlichen Körper abgeschaltet wird durch die Aufhebung des Austausches zwischen den beiden gegensätzlichen Druckzuständen von Materie, sagen wir, der betreffende Mensch sei tot. Durch die Lösung des Rätsels vom „Austausch in Raten“ zwischen Körpern und Raum wird die Tatsache besser verständlich, dass weder Pulsschlag, Atemzüge noch Wellenfrequenzen des Austausches irgendeinen Bezug zum Leben haben, denn sie hängen nur mit den Prinzipien zusammen, aufgrund derer Leben oder Energie durch Bewegung manifestiert werden.
Der erste Schritt zur Lösung dieses Rätsels liegt in dem Prinzip, wie Materie und Raum ein so verschiedenes Volumen entwickeln.
Ausgewogener Austausch zwischen gleichwertigen Zuständen

Die Abbildung zeigt die elektrische Batterie, und die Linie A–B als Gleichgewicht zwischen beiden Druckzuständen teilt sie auf. Diese Linie stellt einen statischen Äquator dar – eine Ruhe-Ebene, von der die beiden gegensätzlichen Zustände im rechten Winkel als dynamischer Äquator ausgehen – Linie C–D.
Würfelsymmetrie

Die Abbildung zeigt den statischen und den dynamischen (oder den magnetischen und den elektrischen) Äquator im rechten Winkel zueinander. Da die beiden gegensätzlichen Zustände, die von diesen Ruhe-Ebenen ausgehen, gleich stark sind, sind auch die Kraftlinien, die beide verbinden, so symmetrisch zu beiden Durchmessern, als würden sie von rechtwinklig zueinander aufgestellten Spiegeln reflektiert. Solche Symmetrie tritt nur bei Würfeln und Kugeln auf.
Austausch zwischen ungleichwertigen Zuständen

Die Abbildung veranschaulicht eine elektrische Batterie, deren negative Zelle viel größer ist als ihre positive. Die statischen und dynamischen Äquatoren stehen immer noch im rechten Winkel zueinander, aber der statische Äquator ist nicht in der Mitte. Er ist viel näher beim positiven Pol und gekrümmt, denn die Kraftlinien, die das Maß an Austausch zwischen den beiden gegensätzlichen Duckzuständen aufzeichnen, können nur zum dynamischen Äquator und nicht zum statischen symmetrisch verlaufen.
Eine solche Symmetrie gehört zu dem radialen Universum von Kegelschnitten. Alle dynamischen Äquatoren sind radial, und alle Kraftlinien mit konischer Symmetrie ändern sich beständig, um das sich fortwährend ändernde Potenzial dynamischer Äquatoren aufzuzeichnen.
Die Krümmung nimmt zu

Die Abbildung verdeutlicht dieses Prinzip, das Kugeln formt und die Illusion erzeugt, nach der jedes schwere Objekt scheinbar radial zur Erde gezogen und weniger schwere Materie radial von ihr fortgestoßen wird. Die Linie A–B zeigt die Krümmung des statischen Äquators, der den dynamischen Äquator dazu veranlasst, sich an seinem negativen Pol auszudehnen und an seinem positiven Pol zusammenzuziehen in die Radien eines Kegels. Der Auswärtsstoß der Strahlungsdrücke krümmt die Basis des auf diese Weise entstehenden Kegels, um der Krümmung seines statischen Äquators zu entsprechen, A–B.
Gleich großer Austausch

Die Abbildung zeigt einen Stabmagneten. Er wurde in die zwei gegensätzlichen Druckzustände dieses elektrischen Universums aufgespalten, indem ein geladener Draht um den Metallstab gewickelt wurde. So entstanden zwei gegensätzliche elektrische Plus- und Minus-Wirbel, deren Intensität an den Polen messbar ist.
Zwei Nägel gleichen Gewichts werden zu diesen Polen hin angehoben. Allerdings ist es nicht der Magnetismus, der diese Nägel anhebt. Es sind die elektrischen Wirbel, denn die Wirbel wirken weiter auf den Metallstab, auch nachdem der elektrisch geladene Draht entfernt worden ist.
Es ist die Strudelbewegung des elektrischen Wirbels, der die Arbeit verrichtet und die Nägel anhebt, nicht die Ruhe der Pole aus magnetischem Licht.
Austausch zwischen ungleich großen Volumina

Wird der Stabmagnet an einem Ende vergrößert, wird er zu einem Kegel. Die Aufteilung in die beiden entgegengesetzten Zustände ist dann immer noch gleichwertig, wie in obiger Abbildung, aber das Volumen in dem einen wird im Vergleich zum anderen Pol so groß, dass der Nagel, den das positive Ende noch immer anhebt, vom negativen Ende nicht angehoben werden kann, es sei denn, er würde zu einem feinen Metallstaub zerfeilt. Das negative Ende hebt dann insgesamt dasselbe Gewicht an, aber nur, wenn der Nagel über die gesamte Oberfläche verteilt wird.
Bevor man dieses Prinzip auf Materie und Raum überträgt, ist es notwendig, die weitverbreitete Meinung zu korrigieren, die Erde sei ein Magnet. An dem oebn dargestellten Stabmagneten wird deutlich, dass dieser nur an den Polen Schwerkraft ausstrahlt. Die Erde jedoch übt Schwerkraft über ihr Zentrum aus.
Materie wird zwischen den entgegengesetzten Polen in Wellen geformt

Die Erde wird zwischen magnetischen Lücken ihrer Welle geformt, wie alle anderen Körper auch. Wenn zwei Stabmagnete so ausgerichtet werden, dass ihre negativen und positiven Enden zueinander weisen, wird zwischen den beiden Enden jener Ruhepunkt deutlich, den wir als Schwerkraftzentrum bezeichnen. Werden Eisenspäne in diese Lücke gegeben, zeigen sich hier Schwerkraftbedingungen ähnlich wie bei der Erde.

In diesem Zentrum endet die Schwerkraft, und die Strahlung beginnt. Nägel fallen aus jeder Richtung dorthin, so wie es schwere Objekte auf der Erde tun, und Kompassnadeln folgen den Wirbelrichtungen der Kraftlinien, die sich zu den Polen hin erstrecken.
Zunehmende Krümmung

Die Analogie zwischen den ungleich starken Batteriezellen und den Stabmagneten ist jetzt hinreichend ausgearbeitet, um sie für einen Vergleich mit Materie und Raum heranzuziehen. In Abbildung 28 sind zwei Stabmagnete zu Kegeln aufgefächert worden. Das Gewicht, das vom positiven Ende in einem Stück angehoben werden kann, muss beim negativen Ende fein verteilt sein, um von dem vergrößerten Volumen des negativen Endes aufgehoben werden zu können.
Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden gegensätzlichen Druckzuständen der elektrischen Batterie und den beiden Zuständen von Materie und Raum ist, dass in der Batterie die entgegengesetzten Potenziale gleich groß sind, weil das Volumen jeweils gleich groß ist.
In der universalen Batterie von Materie und Raum sind die gegensätzlichen Zustände deutlich ungleich. Das daraus resultierende hohe und niedrige Potenzial stehen in so heftigem Gegensatz zueinander, dass feste Materie, die in Richtung auf das hohe Potenzial des komprimierten Zustandes „fällt“, in Dämpfe und Gase verwandelt werden muss, bevor derselbe Stoff in Richtung auf das niedrige Potenzial des ausgedehnten Zustands „fällt“. Ein fester Eisenstab wird radial zur Erde fallen, weil beide Körper komprimierte Festkörper mit hohem Potenzial sind. Wenn er durch Verdampfen hinreichend verteilt wird, fällt derselbe Eisenstab radial himmelwärts.
Schwerkraft und Strahlung sind entgegengesetzte Druckzustände derselben Sache. Diese beiden Druckzustände sind in jedem schöpferischen Ding anzutreffen. Jedes schöpferische Ding kann sich ausdehnen und so sein Potenzial senken oder sich zusammenziehen und sein Potenzial erhöhen. Gleiche Zustände suchen sich, um ins Gleichgewicht zu gelangen. Schöpferische Dinge, die ihren komprimierten Zustand mit einem ausgedehnten Zustand vertauschen, müssen ihr Gleichgewicht in entsprechenden Bedingungen finden. Das ist der einzige Grund für gegenläufige Bewegung.
Jedes Potenzial hat irgendwo im Universum eine ausgleichende Potenzialposition. Das Verlangen danach, diese Position zu finden, wohnt jedem schöpferischen Ding inne, und jedes Hemmnis, das die Bewegung hin auf dieses Gleichgewichtspotenzial behindert, wird als Gewicht messbar.
Die Ursache für das radiale Universum aus Materie und Raum liegt in der Ungleichheit seiner beiden entgegengesetzten Druckbedingungen im Hinblick sowohl auf Volumen als auch auf Potenzial.
Die Ursache für den universalen Pulsschlag und die Atmung, die das Manifestieren von Leben bei jedem schöpferischen Ding antreibt, liegt ebenfalls in dieser Ungleichheit. Alle schöpferischen Dinge pulsieren und atmen, genau wie alles organische „Leben“ pulsiert und atmet, aber das ist nicht Leben; es ist nur Bewegung.

Die beiden entgegengesetzten elektrischen Richtungen
Das Universum ist dual – das ruhende magnetische Universum der Realität und das dynamische elektrische, radial gegenläufige Universum der Illusion, das sich vom statischen Universum aus in einem Winkel von 90 Grad erstreckt.
Im dynamischen elektrischen Universum gibt es zwei Richtungen – radial nach innen und radial nach außen, von einem ruhenden Punkt aus magnetischem Licht ausgehend zu ruhenden Flächen aus magnetischem Licht. Alle Bewegung in magnetischen Wellenfeldern wird vom Schöpfer gelenkt.

Das Prinzip von Aufteilung und Vervielfachung

Die radiale Richtung nach innen ist Norden – die Druckrichtung der Schwerkraft, die das Potenzial vervielfacht, indem Lichtwellen radial zu kleineren Volumina mit höheren Frequenzen komprimiert werden. Die nach außen strahlende Richtung ist Süden – die ausdehnende Richtung von Strahlung, die Potenzial austeilt, indem sie Lichtwellen zu größeren Volumina mit niedrigeren Frequenzen ausdehnt.

Die beiden Richtungen des statischen Universums sind Osten und Westen. Sie sind statisch, weil sie rund sind. Sie folgen gekrümmten Flächen mit unwandelbaren Drücken gleichen Potenzials, wie es die Umrisse der Erde oder Sonne oder die Umlaufbahnen von Planeten oder Wolken sind. Osten und Westen stehen nicht im Gegensatz zueinander. Sie erreichen ihren jeweils eigenen Startpunkt ohne Änderung des Potenzials.

Norden und Süden hingegen stehen einander diametral gegenüber. Sie ändern sich beständig. Sie suchen entgegengesetzte Richtungen und wandern dabei in entgegengesetzten Spiralbahnen durcheinander hindurch. Dabei tauscht sich im Durchdringen jede Richtung mit der anderen aus, jede hebt die andere durch diesen Austausch auf und wird dadurch zur jeweils anderen.

Sphärische Ost-West-Flächen formen die Achsen von Lichtwellen, von denen ausgehend das dynamische Universum seine Kreiselwelle radial, mit Amplituden von 90 Grad, ausdehnt, und auch seine anderen Kreisel-Oktavtöne bei unterschiedlichen Druckgraden, wo die Elemente der Materie geformt werden.
Sphärische Ost-West-Flächen sind auch die Ansatzpunkte für Wellen-Hebel, welche die Schwerkraft krümmen, indem sie hohes Potenzial in Richtung niedrigen Potenzials pumpen, um so Feststoffe zu Gasen im Raum auszudehnen, und niedriges Potenzial verdichten, um Lichtwellen zu den Feststoffen der Erde zu komprimieren.

Weißglühende Sonnen aus weißem, heißem Licht werden aus kalter schwarzer Dunkelheit geboren, und kalter dunkler Raum wird aus weißen, heißen Sonnen geboren.

Unser gekrümmtes elektrisches Universum
Licht entsteht aus Dunkelheit und Dunkelheit aus Licht

Die vier Ströme des Lichts
Alle Sonnen werden weißglühend erschaffen von zwei schwarzen Strömen drucklosen Lichtes, die über ihre Pole zentripetal einwärts zu ihren Ruhezentren strömen. Umgekehrt wird die Dunkelheit des Raumes ausgestrahlt von zwei weißglühenden Flüssen aus Licht, die zentrifugal von den Äquatoren der Sonne nach außen strömen
?So sind die vier Arme aller Spiralnebel als zwei Paare von Gegensätzen geformt, die sich miteinander austauschen, um zu den beiden anderen zu werden; die beiden schwarzen Arme gehören zur Schwerkraft und die beiden weißen zur Leere. (Abbildungen rechts)
Die Krümmung

0=Spiegelebene aus ruhendem Licht
A=Raum-Leinwand für projizierte Lichter in Bewegung
Unser elektrisches Universum ist gekrümmt – die Bewegung ist spiralförmig. Wo die Bewegung aufhört, endet auch die Krümmung. Aufspaltungen zwischen den Wellenfelder-Begrenzungsflächen von Kristallen trennen diese in ihre individuellen Kristallformen auf. Bewegung kann diese Flächen nicht durchdringen, denn dort gibt es nur Ruhe. Bewegung wird durch gespiegelte Erweiterung aus den Begrenzungsflächen von Wellenfeldern in allen Wellenfeldern wiederholt.
Die Krümmung ist unter solchen Bedingungen zwangsläufig, denn entgegengesetzte Druckzustände widerstehen einander, und jeder muss sich zum anderen neigen, um seinem eigenen Ausdruck von Kraft einen Weg zu bahnen. Bewegung und Krümmung beginnen und enden gleichzeitig, wenn Gegensätzlichkeit beginnt und endet. (Null in der Abbildung oben).
Jedes Wellenfeld ist wie eine getrennte Projektionsmaschine, deren eigenes gekrümmtes Lichtspiel-Universum zweifach auf ihre ihr selbst angemessene Null-Leinwand des Raumes projiziert wird (A in der Abbildung oben). Die weißglühende Lichtkugel im Zentrum bildet die Formen des Verlangens im Maßstab des Verlangens nach Manifestierung ab. (Siehe auch Abbildung rechts)
Das Universum aus projizierter Bewegung

Unser gekrümmtes Universum besteht aus Linsen und Spiegeln aus Licht, die Licht zu seinen zahllosen Formen reflektieren, beugen, krümmen, konzentrieren und dezentrieren. Jede Aktion an jedem beliebigen Ort wird überall von zahllosen Spiegelflächen von Wellenfeldern und Raumlinsen und durch diese hindurch wiederholt.
Gekrümmte Druckzustände des Lichtes

Lichtstrahlen laufen parallel, wenn sie Flächen mit Nullkrümmung passieren

Durch Kugelflächen projizierte Lichtstrahlen verlaufen radial
Konzentrierte Kugeln, wie Erde und Sonne sie darstellen, sind von Lichtschichten mit gleichen Druckzuständen umgeben. Um die Erde schweben Wolken in diesen Lichtschichten. Der Grund, warum sie in Kurven parallel zur Erdoberfläche schweben, ist der, dass sich diese sphärischen Flächen gleichen Druckes krümmen, wie auch die Erdoberfläche gekrümmt ist.
Gekrümmte Druckzustände des Lichtes wirken wie Linsen und vervielfachen und teilen Licht radial. Durch gekrümmte Flächen fallende Lichtstrahlen konzentrieren sich in einem Punkt, wenn sie in konvexer Richtung durch Lichtlinsen des Raumes projiziert werden und dezentrieren sich, wenn sie diese Flächen in konkaver Richtung passieren (Abbildungen rechts)
Schwerkraft

In unserem radialen Universum sind zwei vertikale Linien nie zueinander parallel

Vertikal fallender Regen bildet Kegelform
Für diese Tatsache werden Schwerkraft und Strahlkraft verantwortlich gemacht. Jedes Objekt, das zur Erde fällt, fällt aufgrund dieser Tatsache radial in Richtung auf die Erdmitte. Zwei Menschen, die aufrecht im Gleichgewicht mit der Schwerkraft stehen, stehen niemals genau parallel zueinander. Würde man durch die Füße und Köpfe zweier beliebiger Menschen, die in einer Hemisphäre stehen, Linien ziehen, würden diese einen Kegel bilden, dessen Grundfläche im Himmel läge, seine Spitze im Erdmittelpunkt. Regen, der vertikal aus einer Wolke fällt, fällt konisch. Die Grundfläche dieses Kegels in der Wolke ist größer als die konischen Abmessungen auf der Erde .
Das elektrische Potenzial von Regen steigt im Fallen, da die Drücke durch die Lichtlinsen, welche die Erde umgeben, vervielfacht werden. Aus demselben Grund verliert ein Mensch an Gewicht, wenn er auf einen Berg steigt, und gewinnt es beim Abstieg zurück. Lichtlinsen reduzieren sein Potenzial, indem sie dessen Volumen im Aufstieg vervielfachen, und vervielfachen sein Potenzial, indem sie dessen Volumen reduzieren, während der Mensch absteigt.
Für alle Druckzustände, alle Muster, alle Eigenschaften von Materie wie Dichte, Festigkeit, Schmelzpunkt, Sprödigkeit, Leitfähigkeit und zahllose andere Effekte, die verschwinden, wenn die Krümmung in Ruheflächen an den Grenzen eines Wellenfeldes oder in Ruhepunkten im Zentrum spiralförmig rotierender Bewegung verschwindet, gibt es eine Ursache. Sie liegt in der Krümmung der Achsen von Lichtwellen, hervorgerufen durch die Zusammenziehung und Ausdehnung zwischen Flächen von Nullkrümmung.

Die Spirale in der Natur
Innerhalb des Wellenfeldes winden sich Lichtwellen in zentripetalen Spiralen zu Kugeln auf und hören dann auf, Spiralen zu sein. Zentrifugale Spiralen entrollen sich aus Kugeln zu Würfeln und hören dann ebenfalls auf, Spiralen zu sein. Zentripetale und zentrifugale Spiralen sind Partner mit elektrisch festgelegtem Geschlecht. Ihr Austausch gebiert alle Formen und hebt genauso alle Formen wieder auf.

Die sechs äußeren Spiegel der Schwerkraft
Zentripetale Spiralen sind elektro-positiv. Sie winden Licht nach innen zu weißglühenden Kugeln auf. Sie gehören zum Vater-Licht, welches sich entfaltende Formen wieder einfaltet. Sie beginnen ihre Halbkreise an würfelförmigen Grenzflächen von Wellenfeldern und beenden sie im Zentrum von Kugeln. Die Abbildung unten verdeutlicht die sechs Spiegelebenen, die gravitierendes Licht zentripetal durch die Pole nach innen reflektieren.

Die sechs inneren Spiegel der Schwerkraft
Zentrifugale Spiralen sind elektro-negativ. Sie entwinden Licht aus weißglühenden Kugeln zu dem kalten schwarzen Licht des Raumes. Sie gehören zum Mutter-Licht, das Formlosigkeit zu Form entfaltet.
Sie beginnen ihre Halbkreise in Ruhezentren von Kugeln und beenden sie in den Rückprojektions-Spiegeln von Wellenfeld-Flächen. Die nächste Abbildung verdeutlicht die sechs Spiegelebenen, die strahlendes Licht von den Äquatoren zentrifugal nach außen projizieren.

Wellenspiralen auf ihrer Wellenachse

Die Abbildung zeigt die Raum-Leinwand, die Bewegung vortäuscht, und zwar mit Hilfe der gegenläufigen Projektion von Licht in entgegengesetzten Zuständen durcheinander hindurch nach innen und nach außen, um so die Illusion von Bewegung, Veränderung, Reihenfolge und Zeit zu erschaffen.
(siehe auch die folgende Abbildung)

0=Spiegelebene aus ruhendem Licht
A=Raum-Leinwand für projizierte Lichter in Bewegung
Die Entstehung kugelförmiger Systeme

Kugeln und kugelförmige Systeme wie Kohlenstoff werden dort geboren, wo zentripetale und zentrifugale Spiralen sich begegnen. Materie behält das Potenzial ihrer Geburtsposition. Aus diesem Grund schwebt Materie in Umlaufbahnen gleichen Potenzials, entsprechend ihrer Position in ihrem Wellenfeld und zusammen mit allen Einheiten ihres Systems. Im elektrischen Strom werden elektronische Systeme geboren, bei denen die vertrauten Kraftschleifen um einen geladenen Draht herum auftreten (siehe Abbildung rechts).
In den folgenden Abbildungen sind elektrische Systeme dargestellt, die sich bei A–A bilden.

Die Spirale ist eine unvollständige Kugel, genauso wie Kristallformen unvollständige Würfel sind. Spiralen und Kristalle haben eine Individualität, die sie verlieren, wenn sie sich in der Einheit von Kugeln und Würfeln auflösen.
Individualität ist Körpern zu dem Zweck verliehen, Getrenntheit und Vielfalt zu manifestieren. Individualität, Getrenntheit und Vielfalt werden dann in der Einheit aufgehoben.
Die Individualität eines jeden schöpferischen Dinges ist eine Momentaufnahme seiner Entfaltung und Wiedereinfaltung. Sie ist die Frucht des kosmischen Verlangens nach schöpferischem Ausdruck. Sie beginnt, wenn der Zyklus beginnt, endet, wenn dieser endet, und wiederholt sich in jedem Zyklus, bis der gesamte Zyklus einer jeden ausgedrückten Idee in seiner Vollendung aufgehoben wird.
Polar geschlechtliche Spiralen

A_B Die Achse von Erde und Mond

A – Das Maß der entliehenden Energie
B – Seine Widerholung

A ist eine Anleihe. B ist seine gleich große Schuld.
Gegenläufige und polar geschlechtliche Spiralen sind die vollendeten Individualitäten aller Schöpfung. Sie bedingen durch den Zustand ihrer Körper alle anderen Körper. Sie entfalten alle Ideen aus der Ruhe des Wissens im All-Geist in die bewegliche Form der Vorstellungen des All-Geistes und falten sie zurück in die Ruhe des Wissens im All-Geist. Sie sind die elektrischen Arbeiter, die das Verlangen des All-Geistes erfüllen, indem sie die Lichtfäden zu geprägten Gestalten verweben und diese geprägten Formen in dem stillen All-Licht aufzeichnen, das die Mitte eines jeden Spiralenpaares bildet, so wie die Achse eines Kegels die Mitte des Kegels bildet.
Die eine zentrale Achse der beiden Spiralen ist die Wellenachse, um die das dynamische Universum rotiert.
Alle Bewegung ist Drehbewegung und vollzieht sich um ruhende zentrale Achsen, und alle Achsen sind zweifach gegenläufige Erweiterungen von Punkten, die zu den Zentren von Kugeln und durch sie hindurch führen.
Die vertraute Wellenlinie, die alle Auswirkungen von Bewegung aufzeichnet, steuert diese Auswirkungen. Man kann diese Wellenlinie aufzeichnen, ohne der Tatsache gewahr zu sein, dass sie die Kraft ist, die vom Schöpfer gemäß dem Verlangen nach Kraft ausgedehnt wird.
Die Wellenlinie ist eine Aufzeichnung der Energiemenge, die von ihrem statischen Äquator ausgeliehen wurde, um einen beliebigen mechanischen Prozess zu ermöglichen, wie die Schwingung einer Harfensaite, die rhythmischen Stöße eines Motors, das Kardiogramm unseres Herzschlags oder das Muster eines Erdbebens, wie ein Seismograph diesen Prozess aufzeichnet (siehe Abbildungen rechts).
Die Achse einer Welle ist eine Linie, die durch jeden Punkt auf der Oberfläche eines von Wellen aufgewühlten Ozeans im Längsschnitt geht, wo Wasser und Himmel sich treffen. Um die ruhende Wellenachse ist jede Wellenbewegung spiralförmig und verwebt die Prägungen und Formen des Verlangens miteinander.
Muster
Alle Spiralformen müssen eine ausgeprägte Individualität besitzen, um solch eine erstaunliche Vielfalt an Formen und Mustern hervorzubringen.

Verschiedene Muster von Wellenachsen, welche die entliehene Energie aufzeichnen.
Die bei allen schöpferischen Formen immer wiederkehrende Umkehrung Innen-nach-Außen und Außen-nach-Innen geht auf das Prinzip der allmählichen Entfaltung und Wiedereinfaltung in der Natur zurück. Dieser Prozess wird von Spiralenpaaren gelenkt, die durch ruhende Achsen aus magnetischem Licht in ihrer Mitte angetrieben werden. Gegensätzliche Spiralenpaare dehnen sich allmählich zentrifugal aus zu Flächen, die sich bei den statischen Äquatoren begegnen und so die sich entfaltende Hälfte des Kreislaufs vollenden. Sie ziehen sich dann zusammen als das Gegenteil von dem, was sie waren, um die andere Hälfte zu vollenden. Während der gesamten Reise kehren sie nie ihre Richtung um.
Eine Spirale, die sich im Uhrzeigersinn dreht, behält diese Drehrichtung während ihrer gesamten zentripetalen Reise zu ihrem Apex und während ihrer zentrifugalen Reise zu ihrer Basis bei.
Die gegenläufige Spirale, die um dieselbe Achse rotiert, läuft im Gegenuhrzeigersinn, denn beide werden durch einander hindurch projiziert.

Die Richtung der Spiralbewegung kehrt sich niemals um.
Das charakteristische Naturprinzip von Entfalten-Wiedereinfalten, Innen-nach-Außen und Außen-nach-Innen verursacht die Integration von Materie an den Polen und die Desintegration an den Äquatoren. Materie baut sich auf durch die Zusammenziehung eines Spiralenpaares um die Achsen, welche sie über ihre Pole zu Kugeln aufwinden, und Materie zerfällt durch die Ausdehnung des anderen Paares, die sie über die Äquatoren wieder entwinden.
Spiralen, Kugeln und Ringe
Das Spiralenpaar, das Lichtwellen zu Kugeln aufwindet, setzt dieses Aufwinden fort, bis Löcher durch die Kugeln gebohrt werden und sich Ringe bilden, unterstützt durch die zentrifugale Kraft, die von der Ausdehnung der gegenläufigen Spiralen ausgeht.
Ringe sind die „Todes“-Hälften der Zyklen von Kugeln. Ringe rekondensieren um Punkte im Raum und winden sich wieder auf zu Sphären. Der majestätische Ringnebel im Sternbild Leier ist ein hervorragendes Beispiel für den Zerfallsvorgang in der Natur.

Der Ring veranschaulicht die „Todes“-Hälfte des Kreislaufs und die neuerlich gebildete Sonne in seinem Zentrum die „Lebens“-Hälfte. Ein neuer Körper wurde aus dem alten geboren, während der alte sich in die Himmel hinein ausdehnte.
Der Himmel ist voll von neuen Himmelskörpern, die aus alten hervorgehen, welche in eine andere Form verschwunden sind. Der Eulennebel demonstriert dieses Prinzip durch zwei Ringe und zwei von ihm neu geborene Sterne.

Die Saturnringe werden einst zu Monden werden, genauso, wie seine anderen Ringe bereits zu seinen etlichen Monden geworden sind. Unser Erdmond wurde aus einem Ring von der Erde geboren, da diese ihren Umfang vergrößert, indem sie ihre Ozeane absorbiert, und ihre Drehgeschwindigkeit beschleunigt, wie alle anderen äußeren Planeten es auch getan haben.

Jupiter entwickelt gerade jetzt Gürtel, die später als Ringe abgeworfen werden, um Monde zu werden. Diese Monde werden zu Kometen und werden schließlich in die Sonne stürzen, wie alle anderen Dinge in diesem Sonnensystem auch.
Entwindungsprozesse
Die Abbildung verdeutlicht den Entwindungsprozess, vermittels dessen Monde sich aus der Bindung an ihre Mutterachse befreien, um sich eine neue Umlaufbahn um die Achse ihres Urbeginns in der Sonne zu suchen.

Der Zerfall von Sonnen und Planeten
Der Zerfall von Sonnen und Planeten durch Strahlung geht einher mit einer Abflachung an ihren Polen. Himmelskörper entstehen durch Zuwachs an den Polen und vergehen durch deren Abflachung. Die Ursache für dieses Phänomen ist die immer weiter zunehmende Rotationsgeschwindigkeit um die Achsen. Die inneren Planeten rotieren sehr langsam um ihre eigenen Achsen, weil sie ihrer Mutterachse in der Sonne so nahe sind, aber sie wandern sehr schnell auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne.

Wenn die Pole sich abflachen, verlängern sich die Äquatoren
Merkur, unser eigener Mond, und Phobos, der innere Mond des Mars, sind ihrer Mutterachse so nahe, dass sie gezwungen sind, schnell auf ihrer Umlaufbahn zu kreisen und dabei ihrem Ursprung stets dasselbe Gesicht zuzuwenden. Die äußeren Planeten sind so weit von dem Einfluss ihrer Mutterachse in der Sonne entfernt, dass ihre Jahre sich beträchtlich verlängert und ihre Tage erheblich verkürzt haben, und sie wenden der Sonne ständig wechselnde Gesichter zu.
Das Tornadoprinzip

Wirbelstürme, Wasserhosen und Tornados entwickeln sich bei uns auf der Erde, wenn Spiralen sich ganz eng um ihre Achsen ziehen, denn je mehr sie sich in dieser Weise zusammenziehen, um so größer wird ihre Geschwindigkeit. Wenn Spiralen an ihrer Grundfläche so groß sind, dass ihr Winkel zur Erdoberfläche vernachlässigbar klein ist, herrschen Ruhe und Frieden; aber wenn sie sich zu dünnen Stiften zusammenziehen, die wie wild im rechten Winkel zur Erdoberfläche um zentrale Achsen aus magnetischer Ruhe wirbeln, richten sie unermesslichen Schaden an. (Abbildung 66)

Die universale Oktave
Die universale Oktave
Der Herzschlag des Universums geht vom Nullpunkt der Ruhe aus, bewegt sich spiralförmig vom Minimum zum Maximum und wieder zurück zu Null, und das in vier Paaren von gegensätzlichen Aktionen und Reaktionen. Diese vier Paare gegensätzlicher elektrischer Verflechter bauen die universale spiralförmige Oktavwelle auf, vermittels derer das dynamische Universum der Wirkung sich aus dem statischen Universum der Ursache erhebt.

Die Formel der Oktavwelle, die alle Bewegung regiert, und ihre Geburtsposition in der universalen Welle ist in der folgenden Abbildung dargestellt:

Gegenläufige Reise von Null – durch Null – zu Null
Null bis Vier steht für die zentripetale Richtung hin zum Apex der Spirale. Sie führt zu einer Erhöhung von Potenzial, Dichte, Schwerkraft und zu der äußersten Hitze der Weißglut. Vier bis Null steht für die zentrifugale Richtung zur Basis der Spirale. Sie führt zu einer Erniedrigung von Druck und Potenzial, zu Vakuum, Strahlung und der schwarzen Kälte des Raumes. Null bis Vier und Vier bis Null entsprechen jeweils einer Hälfte des Zyklus.
Eine Oktave kann nicht von eins bis acht gezählt werden, sondern nur von eins bis vier. Der Grund hierfür liegt darin, dass jeder der Drücke, welcher die Beziehungen von eins bis vier positiv in der Oktave in sich trägt, ein Habendruck ist, dem ein gleich hoher, entgegengesetzter Schulddruck von eins bis vier negativ entspricht.
Die Elemente der Materie, wie Töne aus den Spiralenpaaren von Gegensätzen geboren, stehen in derselben Beziehung zueinander wie musikalische Töne auf der Oktavwelle.
Alle Wellenbewegung wird in acht Tönen, d.h. vier Gegensatzpaaren ausgedrückt. Das mittlere Paar ist scheinbar eins. Daher wird die Oktave meist durch sieben Töne dargestellt. Eine Oktave ist eine Folge geordneter harmonischer Töne. Töne sind vervielfachte und geteilte Lichtdruckzustände, die sich in rhythmischen, mathematisch genau festgelegten Abständen voneinander auf jeder Oktavwelle von Bewegung befinden. Das Gesetz, das für eine Wirkung von Bewegung gilt, gilt für alle, ob Klangwelle, elektrischer Strom, Farbspektrum oder Oktaven chemischer Elemente.
Kein Bewegungszustand hat Beständigkeit oder auch nur Dauer. Alles ist immer in einem Übergangszustand und ändert seine Position in seiner jeweiligen Welle, indem es seine Schwingungsfrequenzen entweder vervielfacht oder teilt, um seine Bedingtheit zu verändern.
Die Basis jeglicher Oktave ist der Grundton der Ruhe, aus dem die Oktave entspringt, um die Idee auszudrücken, die in der magnetischen Ruhe dieses Grundtons liegt. Der Ansatzpunkt der Welle von musikalischen Oktaven ist ihr Grundton, von dem aus alle tonalen Veränderungen in Bezug auf Wellenfrequenz und Volumen in der Oktave mathematisch errechenbar sind. Dieser Grundton ist immer in unserem Bewusstsein, ob der Ton selbst erklingt oder nicht. Er ist die Balance seiner Oktave. Alle Töne sind zu allen Zeiten aus dem Gleichgewicht mit ihm und suchen es immerzu. Kein Bewegungszustand kann dem Grundton der Ruhe entgehen, aus dem er entsprungen ist, und er kann von ihm auch weder elektrisch in der Materie noch bewusst im Geiste getrennt werden.
Welches Instrument auch Oktavtöne hervorbringt, die Frequenzen und anderen Dimensionen müssen die Ordnung einhalten, die von den eröffnenden und schließenden Spiralenpaaren vorgegeben wird. Diese steuern und bedingen jene Töne. Ob menschlicher Kehlkopf oder Geigensaite, Kohlenstoff-Wellenfeld oder Farbspektrum, welches Instrument auch immer: Die einzige Antriebskraft eines jeden dieser Instrumente zum Wechsel der Dimension, um einen Wechsel im Ton hervorzubringen, ist elektrischer Druck, der von Verlangen gelenkt wird und vom Grundton der inneren Stille einer Oktave entliehen ist. Darüber hinaus muss alle Kraft, die auf diese Weise entliehen wird und in einer beliebigen Oktave zum Ausdruck kommt, im Gleichgewicht mit dem Gegenton stehen, in welchem diese Anleihen als Schuld geführt werden.
Diese entscheidende naturgesetzliche Tatsache müssen wir bei der Betrachtung der Prinzipien, die der Mechanik der universalen Welle zugrundeliegen, berücksichtigen. Diese universale Welle bringt die Oktavwellentöne der chemischen Elemente in solcher Präzision hervor, dass jede Auswirkung, die von einem dieser Elemente in Kombination mit anderen oder allein hervorgebracht wird, immer in derselben Weise hervorgebracht wird.
Die neun Okatven der chemischen Elemente
Russels Periodensysteme

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Die neun Oktaven der chemischen Elemente manifestieren das Prinzip der Polarisierung. Sie erzeugen dynamische Aktion, indem aus einem Angelpunkt der Ruhe heraus zwei Äquatore ausgedehnt werden. Diese beiden Äquatore erheben sich durch zentripetal vervielfachte Kreiselaktivität in vier konzentrierenden Schüben auf eine Amplitudenebene, die im rechten Winkel zur Nullebene der Edelgase steht. Dann steigen sie in vier dezentralisierenden, entpolarisierenden Stufen wieder ab, um in ihren Edelgasen zu verschwinden und in endlosen Kreisläufen immerfort wieder aus ihnen hervorzugehen.
Alle Körper erscheinen und verschwinden solcherart und erscheinen in alle Ewigkeit wieder neu.

Die chemischen Elemente
Eine unveränderliche Eigenschaft der Natur ist, dass sie die Lebens-Todes-Zyklen einer jeden Idee in neun untergeordneten, miteinander verwobenen Zyklen ausdrückt, die in den einen eingefaltet sind. Wenn wir uns den Menschen als Idee vorstellen, denken wir ihn uns als Erwachsenen mittleren Alters. Bis dahin betrachten wir einen heranwachsenden Menschen als Baby, Kind und Jugendlichen. Diesen aufbauenden Zyklen folgen die abbauenden, in denen der Mensch nach und nach all seine Leihgaben von seinem Ruhepunkt bei Null zurückzahlt und wieder zu diesem Nullpunkt zurückkehrt, um sich neuerliche Kraft auszuleihen für die erneute Wiederverwirklichung der Idee Mensch.

Der universale Kreislauf von neun Okatven
Dieser Naturprozess, der also seine Ideenzyklen in neun untergeordneten Zyklen ausdrückt, ist in den Lebens-Todes-Zyklen der chemischen Elemente deutlich erkennbar. Nur der Kohlenstoff bringt die Idee von Materie zum Ausdruck. Alle neun Oktaven der Elemente sind Stufen der Entfaltung und Wiedereinfaltung von Kohlenstoff. Die ersten viereinhalb Oktaven führen durch die aufbauende Kontraktion der Schwerkraft zur Reife des Kohlenstoffs. Dies ist die härteste Stufe von allen seinen Übergangsstufen und hat den höchsten Schmelzpunkt. Die letzten viereinhalb Oktaven führen von der Reife durch das Alter bis zum Verschwinden am Ende des Neun-Oktaven-Zyklus durch die Ausdehnung ins Nichts durch Strahlung. (Siehe Periodensystem)
Die aufbauende Aktivität beginnt mit der Geburt des Kohlenstoffes in der ersten Oktave mit der aufbauenden, implodierenden Lichtgeschwindigkeit von 300.000 km/s. Sie endet mit dem radioaktiven Zerfall, der Strahlung gleicher Geschwindigkeit wieder freisetzt. Diese Geschwindigkeit ist die Grenze, mit der Bewegung sich in gekrümmten Wellenfeldern fortpflanzen kann, bevor sie den Nullpunkt erreicht, wo Bewegung und Krümmung verschwinden.

Oktavdruck-Beziehung
Kohlenstoff erfüllt den Plan des Schöpfers in Seinem Verlangen, nur eine einzige Form zu erschaffen: die Würfel-Kugel. Nur Kohlenstoff kristallisiert als echter Würfel mit der vollen Ausprägung aller Eigenschaften von echtem Würfel und echter Kugel. Alle anderen als Würfel kristallisierenden Elemente sind Oktaverweiterungen des Kohlenstoffs. Alle diese Erweiterungen besetzen die Vier-Null-Vier-Position der Wellenamplitude.
Im Kohlenstoff sind alle Elemente seiner früheren Stadien enthalten, so wie im Menschen alle Aktionen und Reaktionen seiner früheren Stadien vorhanden sind. Wasserstoff ist ein Prototyp des Kohlenstoffs, der eine Oktave jünger ist. Er formt sich auf der Wellenamplitude bei Vier-Null-Vier, so wie sich der Kohlenstoff eine Oktave weiter bei Vier-Null-Vier bildet. Im Wasserstoff liegt eine ganze Oktave von Elementartönen. Mehrere von ihnen sind unlängst entdeckt und fälschlicherweise als Isotope bezeichnet worden, also Zwischentöne, wie sie ein Geiger zwischen den ganzen Tönen hervorbringen kann.
In der Entfaltung der Lebenschronik von Kohlenstoff geschieht an diesem Punkt etwas Erstaunliches. Der Schmelzpunkt von Wasserstoff liegt bei minus 259 °C, und innerhalb einer Oktave wirkt der natürliche Aufwindungsprozess an seiner Position, wo sich auf halbem Wege aufbauende Aktivität und Strahlungsaktivität auf gleicher Ebene begegnen, wie ein Peitschenhieb. Dieser Effekt strafft die Aufwindung von Kohlenstoff zu einem Stoff mit derart hoher Dichte, dass der Schmelzpunkt in dieser einen Oktave auf plus 3.550 °C springt. Die Natur gleicht diesen Beschleunigungsprozess sofort aus, indem sie Stickstoff, das nächste Element nach Kohlenstoff, als Gas bildet, das bei minus 210 °C schmilzt. Sie verlässt während der restlichen Oktave den Gaszustand nicht mehr.
Der kosmische Samen von Kohlenstoff ist das Helium. Silizium ist eine Oktave älter als Kohlenstoff. Der Schmelzpunkt von Silizium fällt auf weniger als die Hälfte des Wertes seiner jüngeren Entwicklungsstufe: 1.420 °C.
Der kosmische Samen von Silizium ist Neon. Wenn Kohlenstoff eine weitere Oktave älter wird, in der Vier-Null-Vier-Position von Kobalt in der sechsten Oktave, teilt er seinen Ganzton in zehn isotopische Spalttöne, fünf auf jeder Seite. (Siehe Periodensystem)
Auf dieser Stufe hat Kohlenstoff viel von seiner Vitalität verloren und verwandelt seinen Charakter, indem er sich in Kobalt-Isotope aufspaltet. Sein Schmelzpunkt ist auf 1.480 °C gesunken, kaum höher als bei der Silizium-Stufe des Kohlenstoffs. Weil er seine Position mit zehn anderen teilt, hat er von seiner Ausgleichsqualität als echte Würfel-Kugel, die durch die Vier-Null-Vier-Position manifestiert wird, viel verloren.
Dies zeigt sich in der metallischen Qualität von Kobalt, die in der echten Würfel-Kugel-Position Vier-Null-Vier auf der Oktavwelle unmöglich wäre.
Die Vier-Null-Vier-Position bildet das Gleichgewicht zwischen den Paaren metallischer Gegensätze wie Eisen und Nickel, Mangan und Kupfer, Chrom und Zink oder Natrium und Chlor. Wenn eines dieser Paare seine metallische Qualität verliert, wie Eisen in Verbindung mit Sauerstoff im Eisenoxid (Rost) oder Natrium mit Chlor im Natriumchlorid (Kochsalz), finden beide Ruhe und Gleichgewicht in der Steinqualität der Salze. Sie kristallisieren im kubischen System, wenn sie gleichwertige oder fast gleichwertige Gegensatzpaare bilden. Natrium ist ein gutes Beispiel. Wir können seine annähernd echten Würfel beim Natriumchlorid erkennen oder in den verzerrten Würfelkristallen des Natriumjodids.
Die Vier-Null-Vier-Position in den Elementaroktaven ist die Ruheposition, in der jede Aktion ihren Halbzyklus beenden und die andere Hälfte beginnen muss. Sie gelangt an einen Ruhepunkt, bevor sie wie alle Aktionen und Reaktionen in der Natur zu einem Ruhepunkt zurückkehrt.
Nach einer weiteren Oktave des Alterns wird Kohlenstoff zu Rhodium und erklimmt in fünf Schritten wieder seine Amplitudenposition bei Vier-Null-Vier, um mit fünf weiteren Schritten wieder hinabzusteigen. Rhodium ist vitaler als Kobalt, sein Schmelzpunkt liegt bei 1.950 °C . (Siehe Periodensystem)
Der kosmische Samen von Rhodium ist Krypton.
In den Schöpfungen der Natur zeigt sich oft große Vitalität, nachdem sie zur vollen Reife gelangt sind. Das radioaktive Todesprinzip ist genauso vital beim Abbau des Körpers, wie das aktiv erschaffende Prinzip bei seinem Aufbau. Diese Vitalität wird durch den Widerstand des aktiv erschaffenden Prinzips noch verstärkt. Zu den alternden Halbzyklen des Kohlenstoffs gehören so starke, vitale Metalle wie Silber, Nickel, Kupfer, Tantal, Wolfram, Osmium, Platin und Gold.
Tantal ist ein radioaktives Metall, das aufgrund der Opposition zwischen den beiden elektrischen Arbeitern so dicht wird, dass sein Schmelzpunkt 3.000 °C erreicht und so bis auf 550 °C an Kohlenstoff herankommt. Osmium folgt mit einem Schmelzpunkt von 2.700 °C und Platin mit 1.755 °C. In dieser Oktave wird der heftige Abfall vom Schmelzpunkt des Kohlenstoffs zum Schmelzpunkt des Stickstoffs durch diese korrespondierende aktiv erschaffende Reaktion ausgeglichen.
In der nächsten Alterungsoktave des Kohlenstoffs wird in Lutetium das radioaktive Todesprinzip deutlicher. Nachdem es die Position Drei in der positiven Hälfte seiner Oktave erreicht hat, erreicht es seine Gleichgewichtsstellung Vier-Null-Vier erst nach dreizehn Schritten, wie dreizehn erst teilweise bekannte Isotope zeigen. Diese werden von dreizehn Isotopen in der negativen Zyklushälfte aufgewogen. Unter diesen dreizehn befindet sich das vitale Wolfram, ein negatives Metall mit hohem Handelswert. Wird dieses Metall mit einem so starken Strom bombardiert, dass es zerfällt, setzt es seine Saat kosmischer Edelgase frei, so wie eine Eiche ihre kosmische Saat in Form von Eicheln freisetzt.
Der kosmische Samen der Lutetium-Oktave ist Xenon. Der kosmische Samen der letzten Kohlenstoff-Oktave des Verschwindens erhebt sich aus dem Edelgas Radon. Die Oktaven entfalten sich aus ihrem in der Vergangenheit aufgezeichneten Samen und müssen einen Samen haben, in den sie ihre gegenwärtige Chronik wiedereinfalten können. Dieses Prinzip gilt in der Natur uneingeschränkt.
Radium und Actinium verdeutlichen den Samenbildungsprozess aller abgeschlossenen Zyklen wachsender Dinge besonders klar. Beim Radium ist dieser Prozess zu beobachten, ohne dass dafür wie beim Wolfram die Zerstörung des Elements durch Elektrizität notwendig wäre.
Ein kleines, dem Okular eines Mikroskops ähnelndes Instrument, das Spinthariskop, enthält eine Nadel, auf der eine winzige Radiummenge vor einem fluoreszierenden Schirm positioniert wurde. Wer im Dunkeln durch die Linsen schaut, kann erkennen, wie die kosmische Saat des langsam ersterbenden Kohlenstoffs auf seiner Radiumstufe ausstrahlt und die Strahlen dieser kosmischen Samen den Bildschirm bombardieren. Der wunderschöne Effekt gleicht einem klaren Nachthimmel mit all seinen blinkenden Sternen, die aufblitzen und verschwinden wie Glühwürmchen auf einer dunklen Sommerwiese.

Zyklus der Elemente von Ruhepunkt zu Ruhepunkt
Beim Tomium [heutige Bezeichnung Americum] gelangt der Kohlenstoff niemals in den Wahrnehmungsbereich, aber seine Anstrengungen, das Tomium [Americum] zu erreichen, werden in der Gruppe der Uranisotope deutlich, von denen es fünfzehn gibt, bevor Tomium [Americum] erreicht ist. Aus dieser Gruppe sind bereits mehrere gefunden und nutzbar gemacht worden, besonders jene, aus denen die Atombombe hergestellt wurde. (Siehe Periodensystem)
Die Radioaktivität hat an diesem Punkt schon fast ihr Maximum erreicht, sodass die gemessene Geschwindigkeit der von diesen Isotopen freigesetzten kosmischen Saat knapp 290.000 km/s beträgt, was fast der Lichtgeschwindigkeit entspricht, und zwar bei Tomium [Americum] nahe dem Endpunkt, wo die Oktave mit Alphanon erneut beginnt.

Die Edelgase
Die Oktaven der chemischen Elemente „wachsen“ aus Samen wie alle Dinge. Von dem Moment an, wo sich die Elemente aus ihrem Samen entfalten, befinden sie sich in einem ständigen Übergang, vom Anfang ihres Zyklus bis zum Ende. Elemente sind keine festgelegten, erschaffenen Dinge. Sie sind Druck-Zustände von Lichtwellen. Diese Zustände von Lichtdruck ändern sich vom Säuglingsalter bis zum Greisenalter beständig, genau wie im Tierreich. Die Edelgase sind kosmische Elemente, die sich freiwillig mit keinem anderen Element verbinden. Sie bilden das Aufzeichnungssystem unseres schöpferischen Universums. Sie umgeben den Nullpunkt, von dem Bewegung entspringt und zu dem sie zurückkehrt. Sie stehen für minimale Bewegung in der Welle, so wie die Amplituden maximale Bewegung repräsentieren. Sie sind Samen der Materieoktaven, und jede Oktave hat einen anderen Samen, so wie verschiedene Bäume unterschiedliche Früchte hervorbringen.
Elemente sind Wellen, und Wellen verschwinden und tauchen wieder auf. Das göttliche Aufzeichnungssystem lässt es nicht zu, dass irgend ein schöpferisches Ding verschwindet, ohne dass die Aktionen und Reaktionen seiner Erscheinungsstufen festgehalten werden. Alle Bewegungszustände sind in den Edelgasen aufgezeichnet. In den Edelgasen liegen die Seelen ihrer körperlichen Manifestationen im Universum der Bewegung. In ihnen liegt das Verlangen nach Ausdruck und die geprägte Form dieses Verlangens.
Die kosmischen Edelgase füllen den gesamten Raum zwischen den Sternen am Himmel. Sie isolieren Bewegungszustände voneinander durch ihre ausgleichende Null. Sie bringen durch den Willen Gottes alle Bewegung ins Sein, getreu dem Muster Seines Verlangens. Sie sind die Quelle der ausgleichenden kosmischen Strahlen, die sich zwischen Null und Materie austauschen. Sie beleben die Materie mit der Allmacht des schöpferischen Verlangens, das innerhalb des Nullbereichs dieser komischen Strahlen liegt.
Es gibt neun kosmische Gase, von denen das erste und das letzte eins sind. Alphanon eröffnet den Zyklus und schließt ihn auch wieder ab.
Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Es folgt die Liste der kosmischen Gase: Alphanon, Betanon, Gammanon, Helium*, Neon*, Argon*, Krypton*, Xenon* und Radon* (* Sternchen kennzeichnen die bisher bekannten Elemente).

Die Spektralanalyse
Es gibt fünfeinhalb bekannte Oktaven, die im Bereich unserer Wahrnehmung liegen. Sie beginnen mit der dritten Oktave des Wasserstoffs und enden mit der Uran-Gruppe, die aus Isotopen von Actinium und Tomium [heutige Bezeichnung: Americium] in der letzten Oktave bestehen.
An unsichtbaren Oktaven der fein verteilten Materie im Raum gibt es dreieinhalb. Diese Oktaven befinden sich jenseits unseres Wahrnehmungsbereiches, aber nicht jenseits unseres Wissens.
Licht ist die universale Sprache. Durch die Spektralanalyse von Lichtwellen ist der Mensch in der Lage, jedes Element in seinem weißglühendem Zustand zu analysieren und wiederzuerkennen.
Das Spektroskop ermöglicht es dem Menschen, durch seine Prismen Lichtstrahlen in ihre Bestandteile zu zerlegen, welche die Lebensgeschichte von jeder Entwicklungsstufe ihres zweifach gegenläufigen Zyklus ausmachen. Jedes Element erzählt die Geschichte seiner gesamten vorhergehenden „Inkarnationen“ in anderen Oktaven von seinem Ursprung an. Jede Linie in einer Oktave wird in der nächsten wiederholt, aber von der Position her verschoben, weil in jeder Oktave wieder andere Druckverhältnisse herrschen.
Das Spektrum des Wasserstoffs ist vorwiegend rot. Eine hellrote Linie zeigt seine gegenwärtige Oktave an, andere rote Linien erzählen von seiner Geschichte in niedrigeren Oktaven.
Die einfache Geschichte des Wasserstoffs im Vergleich zum komplexen Eisenspektrum ist wie die Geschichte eines namenlosen Jugendlichen im Vergleich zur Geschichte Napoleons.
Bei der Spektralanalyse des Eisens lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Linien zum Eisen gehören und welche seine jüngere und ferne Geschichte erzählen. Diese Linien zeigen weiterhin die relative Fähigkeit des Eisenatoms an, sich aufzuladen und zu entladen.
Die Wellenlänge 7.181,8 ist sofort erkennbar als zum Eisen in seiner gegenwärtigen Oktave gehörig; 6.916,8 ist jüngere Geschichte, und 6.944,8 ist extrem lang vergangene Geschichte. Es folgt eine unvollständige Liste von Linien, deren Wellenlängen zum Eisen oder zu den ihm unmittelbar benachbarten Zentraltönen gehören, sowie Listen, die seine jüngere und entferntere Geschichte aufzeigen.
Das sichtbare und unsichtbare Spektrum ist in mehrere tausend Linien unterteilt. Jede Linie hat eine andere Farbschattierung und liegt in einer anderen Ebene. Jede Linie beweist, dass dieses Universum unterschiedlicher Bewegung ein Universum unterschiedlicher Druckzustände ist.

Der Atomaufbau
Die chemischen Elemente sind keine unterschiedlichen Stofflichkeiten der Dinge. Sie sind unterschiedliche Druckbedingungen von Lichtwellen. Die Lichteinheiten der Elemente sind alle gleich, aber sie werden während der spiralförmigen Reise nach innen oder außen von Null zu Null durch die auf sie ausgeübten elektrischen Drücke in unterschiedliche Zustände gebracht.
Das ungelöste Rätsel, wie die Elemente zu mathematisch exakten Oktavtönen werden, genau wie die Töne in der Musik oder Farbtöne des Spektrums mathematisch exakt nach Schwingung geordnet sind, liegt im Kreiselprinzip des Wellenfeldes begründet.
Die acht Elemente einer Oktave formen zwei Hälften eines Gesamtzyklus von Tönen, die von Null zur Vier-Null-Vier-Position auf der Amplitude aufsteigen und wieder zurück zu Null absteigen, um aufs Neue zu beginnen.

Beziehung zwischen den Tönen der Elemente und den Farbtönen des Spektrums
Auf ihrer Reise zieht sich die Spirale zusammen, hinein in Bereiche höheren Druckes, wenn sie sich den Positionen der Wellenfeld-Amplituden an den Spiralspitzen nähert, während sie sich auf der Rückreise zu den Spiralbasen in Bereiche niedrigeren Druckes hinein ausdehnt.
Diese gegenläufige Spiralreise jeder Zyklushälfte erstreckt sich zwischen sechs Spiegeln aus ruhendem Licht, die das Wellenfeld zusammensetzen, und windet sich um eine ruhende Achse, welche die Mitte der Spirale bildet. Drei dieser Spiegel sind Spiegel der Aktion, drei sind Spiegel der Reaktion.

Die Lage der Elemente auf den Wellenfeldern wird durch Wellenfeld-Spiegel festgelegt
Die drei Aktionsspiegel sind die inneren Schnittebenen des Würfels, und die drei Reaktionsspiegel sind die äußeren Grenzflächen des Wellenfeldes.
Alle diese Flächen des Wellenfeldes haben eine Nullkrümmung, aber das Spiralenuniversum, das sich innerhalb dieser Flächen bildet, ist gekrümmt. Gekrümmte Flächen aus Licht wirken wie Zwei-Wege-Linsen, die das Licht zu Brennpunkten beugen und es von diesen Brennpunkten aus radial zerstreuen.
Da die gegenläufigen Spiralen der sich bildenden Materie sich vom Zentrum des Wellenfeldes in entgegengesetzte Richtungen zu den Wellenfeld-Schnittkanten hin erstrecken, fokussieren die sechs Spiegelebenen aus ruhendem Licht drei Punkte von ruhendem Licht auf die ruhende Achse jeder Zyklushälfte. An diesen Brennpunkten werden Zentren gebildet, die zu den einfach, zweifach und dreifach positiven und negativen chemischen Elementen werden, indem sie kreiselartig auf den Lichträdern rotieren, die als Äquatoren für diese Töne in ihrer Entstehung fungieren.
Vervielfachende und aufteilende Drücke legen die Dichte und das Volumen jedes weiteren Elementes fest. Das Farbspektrum zeichnet diese Drücke als vollständige Geschichte jedes Elementes von Oktave zu Oktave des gesamten Neun-Oktaven-Zyklus der Elemente auf.
Vervielfachende Drücke der Spirale beeinflussen auch die Krümmung ihrer Lichtlinsen in einem solchen Ausmaß, dass die Positionen der Brennpunkte ihr mathematisches Verhältnis entsprechend der Beschleunigung durch die Schwerkraft und der Verlangsamung durch die Strahlung verändern.
Die Positionen der Brennpunktzentren kreiselartiger Räder auf der Wellenachse werden in der in Abbildung 76 und 72 dargestellten Weise beeinflusst. Jedes Element ist das Quadrat der Entfernung von und zu dem nachfolgenden Element, im Einklang mit seiner Richtung. Die Richtung der Schwerkraft ist das reziproke Quadrat, und die entgegengesetzte Richtung ist das direkte Quadrat.
Das Volumen jedes nachfolgenden Elementes wird genauso direkt und reziprok beeinflusst wie der Würfel.
Sechs der acht Kreiselräder der ganzen Oktave sind also für die geometrische Projektion von zwei einander gegenläufig durchdringenden Lichtqualitäten verantwortlich, ausgehend von diesen zwei Gruppen aus drei Spiegel-Grenzfeldern. Der vierte Doppelton wird am Ruhepunkt erzeugt, wo acht würfelförmige Wellenfelder aufeinandertreffen. Hier ist der Ruhepunkt, auch bekannt als Zentrum der Schwerkraft in Erden oder Sonnen – wo Bewegung und Krümmung enden.
Die vervollständigte Kugel wird so zu einem Schnitt aus acht benachbarten Wellenfeldern und dreht sich um diesen Ruhepunkt auf der Wellenachse, wo die beiden Halbwellen sich begegnen.
Aus diesem Grund ist die Vier-Null-Vier-Position eine Position des Gleichgewichts, in dem Gelborange die vorherrschende Farbe eines seiner beiden Kreiselräder ist und Gelbgrün die des anderen, während die Mitte weiß ist.
An den beiden Punkten auf der Ruheachse der sich drehenden Kugel, wo die Achse die Oberfläche durchstößt, befinden sich die magnetischen Pole aus ruhendem All-Licht, die das Gleichgewicht bei der Umdrehung einer jeden Kugel steuern. Einer dieser Pole ist der magnetische Nordpol, der das Aufwinden der Kugel in die Dichte durch zentripetale elektrische Kraft steuert, der andere ist der magnetische Südpol, der das zentrifugale Entwinden in den Raum hinein lenkt.
Bei einem Himmelskörper wie unserer fast reifen Sonne befinden sich diese magnetischen Pole praktisch auf dem Rotationspol der Sonne, aber bei polar abgeflachten Planeten wie unserer Erde entfernen sich die magnetischen Pole von jenem Rotationspol, im Einklang mit dem Maß der Abflachung des Planeten.

Das Kreiselprinzip der Oktave
Die chemischen Elemente sind Sternsysteme im Kleinen. Jedes Gesetz und Prinzip, das für das eine System gilt, gilt auch für das andere. Unser Sonnensystem ist ein Kreiselrad in der gleichen Position, wie sie in der Elementenreihe das Eisen einnimmt. Wenn es sich auf der Spirale ein bisschen weiter bewegt, wird es dem Kohlenstoffatom entsprechen. Die Sonne wird dann eine echte Kugel sein, und ihre neuen Planeten werden ebenfalls echte Kugeln sein.
Das Kreiselprinzip begründet das Naturgesetz, welches dazu führt, dass ähnliche Elemente einander suchen. Alle zersetzenden Komponenten werden über das Kreiselprinzip Element für Element aussortiert.
Die Bemühungen des Menschen, ein Element in ein anderes zu verwandeln, müssen von diesem Prinzip gelenkt werden und nicht von der Theorie, eine neue Substanz ließe sich herstellen, indem man „ein Elektron herausschlägt“. Insofern ist es egal, wie viele Planeten es in einem solaren oder atomaren System gibt, jedenfalls was seine „Stofflichkeit“ als Element angeht. Ein oder mehr Elektronen mehr oder weniger verwandeln das Element nicht in einen neuen Stoff, genauso wenig wie ein oder mehr Kinder mehr oder weniger die Nationalität der Eltern beeinflussen.
Die Transmutation wird vereinfacht werden durch die Beobachtung, dass ausschließlich die Kreiselebene in Bezug zur Amplitude sowie die Drehgeschwindigkeit des kreiselnden Rades auf seiner ruhenden Achse, durch Vervielfachung oder Aufteilung der Dichte zu Volumenänderungen führen. In der sachgemäßen Anwendung dieses Prinzips liegen große Möglichkeiten für neue Metalle.

Die Form des Universums
Dieses zeitlose Universum hat keine Form. Es hat eine scheinbar unendliche Ausdehnung, aber diese Ausdehnung kommt durch Reflektion zustande. Unser elektrisches Universum von gegenläufig ausgedehntem Licht ist nur eine Reihe von Spiegeln, die einander über gekrümmte Linsen reflektieren. Seine scheinbare Ausdehnung könnte mit einer Lichtquelle in einem voll verspiegelten Raum verglichen werden.
Eine Lichtquelle in einem solchen abgeschlossenen, verspiegelten Raum hätte eine scheinbar unbegrenzte Ausdehnung, aber die so gespiegelte Lichtquelle wäre immer dieselbe. Die gespiegelte Ausdehnung hätte keine Realität.
Die Vorstellung von Kontinuität oder Diskontinuität basiert auf der gespiegelten Auswirkung einer Anfangsursache. Kontinuität setzt Zeit voraus. Zeit ist nur eine der Wirkungen, die dieses Universum ausmachen. Die Zeit fließt in zwei Richtungen, aber unsere Sinne nehmen nur den Vorwärtsfluss wahr. Sie können den Rückwärtsfluss nicht ausmachen, der den Vorwärtsfluss aufhebt. Zeit ist so unwirklich, wie das ganze Wellenuniversum unwirklich ist.
Was für eine Welle gilt, gilt für alle Wellen. Jede Welle ist eine in zwei Richtungen gespiegelte Fortsetzung eines Gleichgewicht-Nullpunktes, Schwingung genannt. Schwingungen erscheinen, verschwinden und erscheinen von ihrer Ruhequelle ausgehend erneut, um die Idee zu manifestieren, die allein in der Ruhe existiert. Genau wie die Schwingung einer Welle in das Nichts der universalen Ruhe verschwindet, so verschwinden alle Schwingungen in das universale Nichts der Ruhe. Dieses Nullsummen-Universum aus schwingenden Wellen kann immer nur eine scheinbare Form haben.

Das Prinzip der Aufhebung
Dies ist ein Nullsummen-Universum scheinbarer mechanischer Bewegung durch Kraft, die in einem dreidimensional scheinenden Universum ausgeübt wird.
Jede Aktion gleich welcher Art beginnt bei Null, durchläuft neun Stufen, endet dann und beginnt erneut bei Null. Über Neun kann sie nicht hinausgehen, aber bis zur Neun muss sie gehen. Die Neun ist universal.
Die Neun ist deswegen universal, weil sie die Zahl des Wellenfeldes ist – die Acht des Würfels mit der zentralen Null der Schwerkraft in der Kugel.
Unser Dezimalsystem basiert auf dem Wellenfeld der Würfel-Kugel. Es lautet:

Die Notenskala und das Spektrum der Natur entsprechen den Wellenfeld-Tönen wie folgt:
Töne der Musik / Farbtöne:

Die folgende Abbildung veranschaulicht diese Tatsache.

In der Mitte der drei zentralen Ebenen befindet sich die Null. Alle Schnitte dieser Ebenen addieren sich zu acht. Acht mit ihrer Nullquelle in der Mitte addiert sich zu neun. Auch der Würfel selbst addiert sich zu acht, indem man die Schnitte seiner sechs Außenflächen zählt. Auch gibt es acht Aktionsrichtungen und acht Reaktionsrichtungen. Jede Acht besteht aus vier Paaren, was durch Hinzufügen der zentralen Null neun ergibt.

Neun ist drei mal drei von Länge, Breite und Höhe, ausgehend von Null. Länge, Breite und Höhe einer beliebigen Manifestation beträgt zwei erweiterte Nullen mit einer Null in der Mitte. (siehe Abbildung rechts)
Länge und Breite sind statisch, weil sie auf einer Ebene liegen. Höhe ist dynamisch, denn sie ist radial.
Die universale Neun von Materie und Raum besteht aus drei Spiegeln der Ruhe, in deren Mitte Ruhe ist. Aus dieser zentralen Ruhe dehnen sich alle drei Spiegel in rechten Winkeln zueinander aus, dabei spiegelt sich jedes in das andere hinein. (siehe Abbildung oben)
Das Maß für die Ausdehnung von Null zu Null ist das Verlangen nach Ausdehnung. Das Verlangen nach Ausdehnung von Null zu Null ist die Energie der Null. Energie, ausgedehnt von Null zu Null, wird manifestiert durch Drücke des Verlangens, die in gleicher Weise vervielfacht und geteilt – in gleicher Weise addiert und subtrahiert – in gleicher Weise als Haben und als Schuld gebucht – und in gleicher Weise und gegensätzlich konditioniert sind. Die Summe aller dieser ausgewogenen Wirkungen ist Null. (siehe Abbildung oben)
In gleicher Weise vervielfachte und geteilte Null-Druckzustände werden durch die Aktion und Reaktion von Bewegung manifestiert. Bewegung ist eine Projektion der gegensätzlichen Energie-Druckzustände des Verlangens, ausgehend von einem zentralen Nullwert hin zu den ausgedehnten Spiegeln der Ruhe, die das Verlangen messen und es als zum Ausdruck gebrachtes Verlangen zurückspiegeln in die Ruhe der zentralen Null.
Die also durch Aktion zur Erfüllung des Verlangens ausgedehnte Null, die gleichzeitig zurückgespiegelt wird, um die Erfüllung des zum Ausdruck gebrachten Verlangens zu manifestieren, ist alles, was es im Universum der Ruhe gibt. Null vervielfacht oder geteilt – addiert oder subtrahiert – erweitert oder zusammengezogen – ergibt Null. Dies ist ein Nullsummen-Universum im Hinblick auf alle Wirkungen von Bewegung – ein scheinbares Universum im Hinblick auf Zeit und Abfolge – und ein Wunder-Universum der imaginären Form.
Es ist ein Universum aus zwei Verneinungen, die einander gleichzeitig aufheben und das Aufheben ihrer Negationen in zeitlicher Abfolge wiederholen, um die Illusion zu erzeugen, Null könne vervielfacht werden – oder geteilt – man könne hinzuaddieren – oder davon subtrahieren – um eine Wirklichkeit zu erschaffen, die niemals ist noch werden kann.
Das ist das Wesen der Schöpfung. Es ist die Vorstellung des Wissens. Wissen ist Licht. Licht ist in Ruhe. Vorstellen heißt Denken. Denken ist imaginäre Aktion und Reaktion der Bewegung, welche von der Null der Ruhe zur Null der Ruhe gespiegelt wird.
Dies ist ein ruhendes Universum aus dem Licht des Wissens. Es gibt in ihm keine Aktivität.
Aber was ist mit unseren Sinnen? Unsere Sinne sagen uns etwas anderes. Unsere Sinne sind für etwas anderes gemacht. Sie täuschen uns mächtig. Und das ist gut so, denn sonst könnte das Spiel der Schöpfung nicht stattfinden. Die Sinne zeichnen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Ganzen auf. Könnten unsere Sinne das Ganze sehen, gäbe es kein Spiel. Unsere Sinne zeichnen nur Bewegung auf, denn die Sinne sind selbst nichts anderes als Bewegung. Bewegung ist eine Illusion, die nur zu sein scheint. Sie hat kein wirkliches Sein.
Die Sinne wissen nicht, aber der Mensch glaubt, seine Sinne wüssten – und dieser Glaube begründet seine Verwirrung.
Die Sinne, die nichts als Bewegung sind, nehmen bewegte Dinge wahr und bewegtes Licht, das als bewegte Dinge gespiegelt wird. Sie nehmen die Vorwärtsbewegung eines Flugzeugs wahr, das vor sich Kompression aufhäuft – aber sie zeichnen nicht das unsichtbare gespiegelte Gegenstück dieses Flugzeugs auf, das ihm an Potenzial und Geschwindigkeit gleich ist und sich hinter dem Flugzeug in Gegenrichtung in ein Vakuum bewegtJede Aktion wird aufgehoben, sowie sie erfolgt, wird wiederholt, sowie sie aufgehoben wird und wird aufgezeichnet, sowie sie wiederholt wird.
Die Göttliche Iliade welches die Kompression vor dem Flugzeug zeitgleich aufhebt.
Diese Unfähigkeit der Sinne, den Rückwärtsfluss von Dingen in Vorwärtsbewegung aufzuzeichnen, erzeugt die Illusionen von zeitlicher Abfolge und von Zeit.
In der folgenden Abbildung wird dieses Prinzip durch Pfeile angezeigt, die von jedem Element in der ganzen bekannten Reihe in zwei Richtungen ausgehen und anzeigen, dass Aufbau und Zerfall sich die Waage halten. Übertragen auf die Gegensätze der Natur verstreicht keine Zeit zwischen Kreditaufnahme und Rückforderung.

In der nächsten Abbildung stellt alle Materie als Paare entgegengesetzter Zustände dar. Jede Linie ist mit ihrem polaren Partner verbunden. Jeder Partner in einem solchen Paar ist die Verneinung des jeweils anderen. Jedes Paar ist so beschaffen wie die beiden Behälter mit Luft in und die Batterie im Kapitel Die zwei entgegengesetzten elektischen Zustände. Jedes dieser Elementar-Paare ist eine gleichwertige und polar gespiegelte Erweiterung, ausgehend von einem Null-Ansatzpunkt im Zentrum.

Der Ansatzpunkt jeder Wirkung ist das Eine Licht Gottes.
NUR GOTT IST – IM MENSCHENUND IN ALLEN DINGEN

Biographien
Glenn Clark
The Man Who Tapped The Secrets Of The Universe (1946) Deutsch: Walter Russell – Vielfalt im Einklang
Dieses über 300.000 mal verkaufte Buch machte Walter Russell und insbesondere sein naturwissenschaftlich-philosophisches Werk einer weiten Öffentlichkeit bekannt.

Walter Russell
Kraft und Frieden
Zwei Vorträge von 1946 und 1951 – hochaktuell und brisant

Die eigene Kraft potenzieren
So schaffen wir Frieden
61 Seiten
broschiert
Format: 10 × 15 cm

Erscheinungsjahr: 2003
ISBN: 978-3-934719-14-9
Preis: 5,90 €/ 9,20 sFr
Versandkosten (nur Ausland): 1,15 €
Klar, das Genie steckt in jedem – aber wie hat Walter Russell es eigentlich geschafft, eine so überwältigende Werkfülle zustande zu bringen? In seinem prägnanten Vortrag schildert er es detailliert und nachvollziehbar:
Das können wir alle!

Walter Russell macht unmissverständlich deutlich, dass die »Goldene Regel« der Nächstenliebe, wie alle Menschheitslehrer sie bis heute verkünden, keine weltferne ethische Forderung ist, sondern ein Naturgesetz: einfach und klar in der Anwendung, unausweichlich wie die Schwerkraft in den Folgen.

Walter und Lao Russell
Radioaktivität
Das Todesprinzip in der Natur

An ihrem natürlichen Ort ist radioaktive Strahlung für das Gesamtgleichgewicht unerlässlich, wenn der Mensch sie über die ganze Erde verteilt, verursacht sie eine massive globale Erwärmung und verwandelt den Planeten in eine heiße Wüste.
282 Seiten
gebunden, Leseband
Format: 18 × 25 cm

Erscheinungsjahr: 2006
ISBN: 978-3-934719-17-0
Preis: 25,00 €/ 40,00 sFr
Versandkosten (nur Ausland): 3,10 €
Radioaktivität – das Todesprinzip in der Natur

Aus Walter und Lao Russells Wissen um die beiden Grundprinzipien des materiellen Universums, Konzentrierung und Ausstrahlung, ergibt sich zwingend, dass die Radioaktivität das „Todesprinzip“ in der Schöpfung darstellt. An ihrem natürlichen Ort ist radioaktive Strahlung für das Gesamtgleichgewicht unerlässlich, wenn der Mensch sie über die ganze Erde verteilt, verursacht sie eine massive globale Erwärmung und verwandelt den Planeten in eine heiße Wüste.
Daraus ergibt sich, dass die zivile wie militärische Nutzung der Atomenergie aus naturgesetzlichen Gründen katastrophale Folgen für uns alle hat, selbst wenn nie ein Unfall geschehen würde/wäre. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Wer dieses Buch gelesen hat, versteht die Grundprinzipien der Schöpfung. Es ist nie zu spät, denn unser Bewusstsein ist der Schlüssel zur Heilung.

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