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°Terror gegen Hoover° Freitag, 10. Juli 2009

Peter Brown liegt auf dem gekachelten Boden einer abgedunkelten Einzelzelle. Die Kühle ist für die Verhältnisse von Texas allerdings recht angenehm.

Seine Strafe betrug 6 Monate aber auch diese Zeit kann lang werden.

Vor einer Woche hatte er einen dieser zynischen Typen geschlagen die ihn mit göttlichen Worten erbauen wollten wenn sie nicht gerade eine Gaskammerschicht einlegten.

*P*eter *B*rowns Leben lag bis vor wenigen Stunden auch noch am Boden, er war freiwillig für das verdammte System in den Krieg gezogen und hatte dort seine innere Ruhe verloren, er war voller Hass, auf sich Selbst als auch auf diese Leute, die den 9.11 inszeniert hatten.

Seine Frau hatte die Scheidung beantragt und auch noch eine Verfügung erwirkt, so das er nicht einmal seinen Sohn sehen durfte, nicht näher als 300 Meter nennt sich das! Irgendwann merkte er auch das er sein Haus nicht mehr halten konnte weil es die Bank so wollte.

Seine Heimat hat er aber nach all dem was er erlebt hatte, eher noch mehr gebraucht, als seine Nachbarn, eine Ehepaar was im Keller Online Börsengeschäfte betrieb.

Peter fühlt sich am Ende seines Lebens, mit knapp über vierzig Jahren. Er hatte sinnlos Unschuldige Menschen töten müssen und dieser Geruch an ihm, ließ seine geliebten Menschen vor ihm weglaufen. Ab und zu rastete er schon einmal aus, die letzte Prügelei mit der Polizei war eine zuviel.

Wenn er aus dem Knast kommen würde dann könnte er noch das Versagerleben führen, das ihm die Gesellschaft zugedacht hat. Dieser Ort an dem er nun lag war seine Zukunft und die Wirtschaftkrise wird dazu den Rest erledigen.
Gestern war der Brief von der Bank gekommen, seine Heimat ohne Rückenhalt war aufgelöst worden. Die Zahlungen von der Armee gingen nicht mehr auf sein Konto ein, man hatte ihn Unehrenhaft entlassen!

Irgendwann hatte einer der Wärter ihn einmal zuviel als Verlierer beschimpft und so lag er denn auf dem kalten Boden in Dunkelhaft.

Er hatte versucht dem Kerl eine in die Fresse zu hauen, er war aber leider zu schnell gewesen, mit seinem Schlagstock.

Er war ein Mörder aber niemand hatte ihn wegen Mordes hier her gebracht. Da bemerkte er das fast alle Gewinner Leute umgebracht hatten. Mit eigener Hand der durch ihr wirken. Hitler ist unsterblich oder Roosevelt. Lee Harvey Oswald ist gleichermaßen unsterblich wie der Unabomber.
Winston Churchill war ein Mörder so wie Ernest Hemingway ein Mörder war – alle verschieden, alle töteten aus anderen Gründen aber sie hatten in diesem System ihren Ehrenplatz. Was sollte sein Sohn später über ihn denken?

Mein Vater der nie da wahr, dieser Looser? Oder sollte er in ihm ein Vorbild sehen – einen Mann der es in die Geschichte schaffte?

Angefangen hatte es schon vor seiner Rückkehr aus dem Irakkrieg, ein Kamerad sammelte auf seinen Laptop alles was die „Insidejob Leute“ über den 9.11 sammeln konnten. Da fiel es ihm eines Nachts wie Schuppen von den Augen, er erwachte und wusste wer die Wahrheit sagte. Alles was ihm das System über die Gründe des Krieges gesagt hatte war gelogen, was hindert also einen daran zu glauben das diese Bestie, die eigenen Leute Angriff um ihre eigentliche Ziele zu erreichen.

Tag ein Tag aus – auf allen Fernsehkanälen sprachen die Schnellsprecher von „Terroristen“ aber die Leute die ihn versuchten zu töten waren Partisanen und keine Terroristen, er konnte sie sogar irgendwie verstehen.

Wo waren also die echten Terroristen? Es gab keine mehr aber die Bestie schürte die Angst vor dieser Fiktion.

Was wäre wenn er selbst zu einem Terroristen würde? Hätte er dann den Grund den er brauchte um den Wärtern in den Arsch zu kriechen? Sich danach einen Job zu suchen und den Bewährungshelfer zu ertragen?

Er brauchte dann nur noch ein einziges Ding zu drehen, die Kontakte hier, hatte er zu Füssen.
Dann konnte er zur Tat schreiten und wenn es vorbei war würde er noch einen würdigen Prozess abliefern können – dann war der staatliche Tot sein Schicksal. Aber niemand würde es noch wagen ihn als einen Verlierer zu schimpfen!

Er hatte die Selbstmordattentäter in nächster Nähe erlebt. Wie sie eine tausendfach stärkere Kampfkraft wiederstanden und brechen konnten. Ihm war klar, das diese Eigenschaft zu seinem Plan gehören musste.

Die Frage war: Was konnte ein ausgebildeter Mechaniker mit seinem Wissen anrichten?

Ein paar berühmte Leute könnte er umbringen oder den Präsidenten – aber das war eher sehr schwierig zu machen und selbst wenn es ihm gelänge dann stände er noch hinter Oswald!
Etwas Gewaltiges, etwas Unvorstellbares, etwas was ein Symbol zerstörte aber auch etwas gewaltig Gutes in die Welt bringen musste.

Etwas was dem Angriff einer ganzen Armee entsprach aber mit simplen Mitteln zu bewerkstelligen war. Etwas was den 9.11 überragte aber gleichermaßen dem System vorführte den gewaltsamen Weg gegen das eigene Volk zu lassen!

Er brauchte eine einfache aber gewaltige Waffe am rechten Platz – das Wie umkreiste er von außen nach Innen – die Dunkelheit sollte ihn quälen – keiner der Aufseher sprach ein Wort zu ihm – als Exmilitär wusste er genau was Folter war. Sie erzeugten etwas in Ihm – es musste eine völlig neue Waffe sein und keine Militärische.

Es klapperte am Schloss – die Türe schob sich einen Spalt auf, er reichte die Wasserflasche und die Schüssel heraus und bekam beides gefüllt zurück. Dann krachte die Tür so laut zu das ihn die Stille fast erschlagen hätte.

Die Angst entzündete seinen Körper und brannte als Hass, bis tief in seinen Kopf. Dort wurde es aber Eiskalt, ihm war es eine Freude an seinem Plan zu arbeiten!

Er erwachte und ein Name lag auf seinen Lippen, Hoover, diese Ausgeburt, eine art Bulle und ein steinernes unzerstörbares Denkmal, ein Symbol. Dieser Damm der sich den wilden Fluten des Natürlichen entgegen stellte und die Wirtschaftskraft von Kalifornien bildet.

Er hörte sich laut JA sagen, so als spräche die innere Stimme nun aus dem Off.

Das Ziel hatte er gefunden aber das Wie war völlig unmöglich. Er spürte die Energie Hass, es floss wie ein bleiernes Glück durch seine Adern. Er hatte ein Ziel und ab jetzt könnte er jeden Arsch ablecken wenn es dem Ziel diente.

Er würde den Hoover Damm sprengen und etwas unmögliches tun, er würde der Natur seinen Raum zurückgeben und einen ganzen überheblichen Staat vernichten. Diese Flutwelle würde die Bilder erzeugen die ihn unsterblich machen würden. Die Wasserhähne würden trocken sein und die Schwimmbecken leer. Dann hätte Amerika eine gute Aufgabe, die sie lösen musste.

Wenn das System daran versagt, dann ist auch das System zerstört und alles begann mit Edgar Hoover und endete mit Peter Brown.

Las Vegas, diese symbolträchtige Geldhure … da bekam er einen Lachkrampf, er schüttelte sich und kreischte. Die Wärter öffneten die Tür und schleiften ihn über den Gang, an deren Ende ein Mann mit einer Nadel stand, er stach sie ihm in sein Bein, dann wurde die Welt völlig dumpf und leer, er konnte keinen Gedanken mehr denken, er lag in einem weisen Bett und durch die Vorhänge der Fenster strömte Abendlicht.

Er versuchte zu denken, das sie ihm beim denken erwischt haben, alles nun verraten war, er versuchte dies zu tun aber eine bedrohliche Dumpfheit umarmte ihn und strömte durch ihn hindurch.

Tief müde zu sein, ohne schlafen zu können, die Zeit gab es nicht mehr!

Als in Las Vegas Bay ein 30 Meter langer Sattelschlepper eintraf und ein Autokran, der ein ebenso langes fast 50 Tonnen schweres Betonschiff entlud, da monierte der Hafenmeister, denn für den See brauchte man eine Genehmigung und die Größe der Schiffe war natürlich beschränkt.

Ein Offizier der Marine stieg aus einer langen schwarzem Auto und klärte die Sache ab. Es gehe um die nationale Sicherheit und geheime Manöver, so sprach er in gewohntem Befehlston.

Das Schiff war zu Wasser gelassen und schwamm enorm tief, das Deck wurde durch kleine Wellen schon überspült, es machte den Eindruck sehr schwer zu sein und jeden Augenblick sinken zu können. Ein zweiter LKW der Armee entlud ein übergroßes Gummifloß, was schon voll aufgeblasen war und ein großes Bündel, es sah aus wie eine Rolle Segeltuch.

Dieses wurde von dem Kran auf das Gummifloß gehoben, Seile wurden verbunden und gespannt und im nächsten Augenblick fuhr der Offizier mit dem Tandem schon los in Richtung Hoover Damm.

Der Hafenmeister telefonierte mit der Polizei aber die hatten sehr wenig Zeit, weil Bombendrohungen in verschiedenen Spielkasinos, eingegangen waren.

Die Sicherheitskräfte am Damm wurden alarmiert als die Sperrseile durchtrennt wurden, in den Kameras war ein solides Schiff zu sehen, was kaum noch aus dem Wasser aufragte und sich der Mauer näherte. Dahinter schwamm ein durchsichtiger, gut 40 Meter langer Schwanz, halb auf dem Wasser und schon halb unter dem Wasser. Ein kleines schnelles Jetskie entfernte sich durch die geöffnete Seilsperre.

Per Lautsprecher wurde der Führer des Schiffes aufgefordert an zu halten, sonst würde er beschossen werden. Im gleichen Augenblick sank das Schiff in die Tiefe und zog das durchsichtige hinter ihm schwimmende Etwas mit sich.

In 50 Meter Entfernung sank das Schiff als Balastanker in 180 Meter Tiefe.

Auf 30 Meter unter der Wasseroberfläche öffnete der Druckregler die Wasserstoff und die Sauerstoffflaschen. Die dehnbare Spezialfolie blies sich dabei mit Gas auf, als das Betonboot den Grund berührte war der Ballon schon zur knapp zur Hälfte gefüllt, in seinem inneren pendelte eine Kugel von der Größe eine Fussballs.

Die Sicherheit vom Hooverdamm gab Großalarm und forderte Marinetaucher, die Polizei meldete indes die Festnahme eines Mannes auf den die Beschreibung zutraf.

Der Mann hieß Peter Brown, er telefonierte in Las Vegas in einer Telefonzelle, mehrere örtliche Radiostationen und lud ihre Vertreter ein, bei seiner Festnahme zugegen zu sein.

Vor der offen Zelle standen Taxis und ihre gelangweilten Fahrer wurden ganz hektisch als immer mehr Leute von der Presse eintrafen und den Herrn filmten der sich Peter Brown nannte.

„Liebe Bürger, liebe Presse, liebe Mörder und Terroristen – ich werde mich gleich der Polizei stellen, sie sollte also warten bis ich ausgesprochen habe, weitere Aussagen zum Untergang dieser Stadt mache ich nicht. Ich habe ein 40 lange und eine 30 Meter breite Bombe unmittelbar neben dem Hooverdamm angebracht, diese Gasbombe, wenn sie rechtzeitig gefüllt ist, bevor die Marinetaucher eintreffen, wird eine gewaltige Explosion, in weit über hundert Meter tiefe auslösen. Ich bin ein Mörder und Terrorist und werde meine gerechte Strafe bekommen und ihr die Ihre! So wie ein deutscher Einwanderer – Oskar Klein – euch das O:K beigebracht hat, weil er seine Namenskürzel auf die Fordmobile in der Endkontrolle schrieb, so werdet ihr in Zukunft das genau gegenteilige Kürzel in den Sprachgebrauch nehmen. P:B – das Unglück hat begonnen!“

Die Menge kreischte oder war es nur einer dieser wirren Spinner mit denen Las Vegas bevölkert war? Die Taxipreise schossen in die Höhe und Polizisten in Zivil führten P:B ab!

Die Nationalgarde versuchte durch die Wasseroberfläche zu schießen, die Marinetaucher sollten jeden Augenblick eintreffen.

Der Ballon war gefüllt und stand nun still nach oben, die Initialzündung aus Knallquecksilber, steigerte noch einmal die Kraft der Gasexplosion, das angrenzende Wasser verdampfte und Dampf vertausendfacht sein Volumen.

Die Wucht lies den Damm wanken und wie ein Wassergeschoss fegte eine Springwelle die Nationalgarde von der Dammkrone. Nun kochte der See wie die brüllenden Fünfziger und jede weitere Welle drosch gegen das Betonbauwerk ein.

Der anfliegende Marinehelikopter machte Filmaufnahmen aber setzte natürlich die Taucher nicht mehr ab!

Der Damm blieb stehen, aber die Gerüchte, das er im Innern rauschte und tropfte, das unglaubliche Wassermengen durch das Bauwerk torkelten, erzeugten panische Angst.

Die Experten gaben keine Sicherheitsgarantien mehr, aber wenn man den komplette See ablassen musst um den Damm zu reparieren, in eine Situation des schweren Wassermangels dann entschied die Politik zu warten.

Peter Brown wurde per Geständnis zu Tode verurteilt und nach Indizien verurteilt, er half bei der Aufarbeitung des Falles mit. Er kämpfte noch für eine humane Todesstrafe und nicht für ein Lebenslänglich.

Schon ein halbes Jahr später fand die Hinrichtung auf dem Giftbett statt, weil Brown keinen Gnadenakt stellte. Da seine Tat die Gesamtbevölkerung betraf und weil ein Exempel exekutiert werden sollte, gab es zum ersten male eine Live Berichterstattung!

Die letzten Worte des Peter Brown:

„Ich jammere nicht in der Stunde meines Todes und ich vergebe keinen Mörder, auch nicht mir selbst! Ihr die ihr denkt nur Zuschauer zu sein, euch sage ich das Gleiche, als böser Geist werde ich bei Euch bleiben, P:B werdet ihr mich rufen!
Das System hat mich dazu gemacht und nun spürt euch einmal in diese Mauer, sie tropft und ist verschoben und voller Haarrisse, ihr lebt in der Wüste und werdet es wohl dann merken wenn ihr kein Wasser mehr zum trinken habt (Der Scheriff versuchte abzubrechen aber er hatte so eine Situation noch nie erlebt) wenn ihr nicht zuvor ersoffen seit! Ich könnt mich nicht töten weil ich sterbe wenn ich will, so werde ich zum bösen Geist!“

Als Peter Brown das Wort „Geist“ sagte, gab das EKG Alarm, laut Vorschrift musste ein Arzt den Häftling wiederbeleben, so das die Todesstrafe bei lebendigen Leib, durchzuführen sei. Der Arzt ging nach Vorschrift vor aber es hatte keinen Zweck, er schüttelte mit dem Kop, der Delinquent maßte sich einfach an, selbst zu sterben.

P:B hatte es gemacht, sich selbst gestellt und ist seiner Strafe entkommen. Er war außer Kontrolle und hatte das Land auch noch verflucht. Die Elite wusste nun das die Live Berichterstattung ein Fehler gewesen wahr, wie groß, das wussten sie noch nicht!

In der Schaltzentrale des Hooverkraftwerkes waren alle Beschäftigte versammelt, sie wollten der Hinrichtung natürlich zu sehen, es war ja auch ihr Hooverdamm. Die schwere Eisentür war geschlossen und eine Schweißflamme zog ohne zittern, eine Schweißnaht. Danach brannten einige Kabelschächte.

Dunkel war es und kein Handy funktionierte hier. Sie donnerten gegen die Tür und riefen: „Pete – mach keinen Scheiß – mach die Tür auf“!

Dann machten sie sich gegenseitig schwere Vorwürfe, wer hat angefangen den Pete, Peter Brown zu nennen, ihn zu schikanieren, den Halbindianer. Sie hatte ihn verboten die Gasflaschen an seinem Arbeitsort auf zu bewahren, so musste er wegen jeder neuen Flasche eine extra Tour durch die langen Gänge der Mauer machen.

Nun holte der Schweißer alle seine Flaschen, eine nach der anderen und stieg mit ihnen tief in das Bauwerk. Er hatte genug Zeit, denn der Rest der Schicht saß in der Mausefalle. In sechs stunden würde erst die Ablösung kommen!

Er stellte eine Kerze ganz oben auf den Eisenschrank, er zündete sie an und drehte im Nebenraum hinter dem Gang, gut 50 Meter weit weg, alles seine Flaschen auf, dann schaltete er alle Sicherungen aus und verschloss jede Tür.

Still war es im rauschenden Gemäuer denn die Wasserturbinen trudelten aus, jeder Tag war nur noch Angst, keiner rettete die Situation. Sein zufälliger gleicher Name und seine kopfkranken Kollegen, erledigten den Rest.

Ihm war klar geworden was die Botschaft des ganzen gewesen war. Wenn die Regierung keine Angst vor dem eigenen Volk hatte dann war dies schlecht aber wenn das Volk Angst vor der Regierung hatte dann war dies eine Katastrophe.

Die frische Nachtluft, die Sterne über ihn dann gab er Vollgas auf seiner Maschine, er zog flach durch die Kurven und wollte nur noch weg, höher nicht niedriger!

Das Licht ging in ganz Kalifornien aus und die Wasserhähne tropften. Die Flutwelle nahm alles mit sich und zermalmte es. Eine zugeschweißte Tür wurde gefunden. P:B hatte recht behalten, der Hoover war zerbrochen, der große CANYON – war fast wieder frei!


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