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° Kampf der Kulturen ° Mittwoch, 15. August 2007

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Er räumt das Konzept – der Kriege der Kulturen ein – unter Ausschluss des Heißen Krieges!

Das betrifft aber nicht nur die Kultur um die es im Interview geht – denn jüdische Kriegslust ist ja in dem bekannt was sie “Kriegs” Ethik nennen – es betrifft auch die Glaubenskultur des Atheismus und des Monotheismus!

Zitat (Ausschnitte) SPIEGEL ONLINE, Das Interview führte Henryk M. Broder:

Henryk M. Broder:Warum haben Sie den Namen Ibn Warraq angenommen?

Warraq: … ich wollte nicht sterben

Henryk M. Broder: Gab es einen besonderen Anlass, das Buch zu schreiben?

Warraq: Die Rushdie-Affäre. Ich war entsetzt über die Reaktionen der westlichen Intellektuellen. Sie waren nicht in der Lage, das kostbare Gut der Freiheit zu verteidigen

strong>Henryk M. Broder: Sie haben vor kurzem gesagt: “Wir brauchen einen Kalten Krieg gegen den Islam.” Wollen Sie das wirklich?

Warraq: Ja, ich meine es ernst. Wir werden einen “heißen Krieg” gegen den Islam nie gewinnen.

Henryk M. Broder: Warum sprechen Sie vom “Kalten Krieg”, warum sagen Sie nicht einfach “Aufklärung” oder “Information”?

Warraq: Weil es ein Kampf ist, der an vielen Fronten geführt werden muss. Denn sobald ein Muslim in einer muslimischen Gesellschaft die Rechte eines Andersgläubigen anerkennt, befindet sich die Gesellschaft schon auf dem Weg in die Säkularisierung.

Henryk M. Broder : Aber dann wäre er dem Islam aufgezwungen. Würde das nicht erbitterte Widerstände provozieren?

Warraq: Wenn Sie die Ursprünge des Koran rational erklären, werden Ihnen rational denkende Menschen folgen, egal ob es Moslems sind oder andere.

Henryk M. Broder : Welche Herangehensweise schlagen Sie vor?

Warraq: Man muss den Koran als ein Dokument menschlichen Geistes sehen. Sogar dann, wenn man die Prämisse akzeptiert, dass er “von oben” inspiriert wurde..

Henryk M. Broder : Was würde dann von der muslimischen Kultur, dem Islam übrig bleiben?

Warraq: Es wäre eine private Angelegenheit

Henryk M. Broder : Mit diesem anspruchsvollen Projekt werden Sie bis zum Jüngsten Tag beschäftigt sein.

Warraq: Ja, und ich werde das Ende nicht erleben. Der Kalte Krieg gegen den Kommunismus hat 40 Jahre gedauert, dieser hier kann 100 Jahre dauern. Oder noch länger. Aber er muss geführt werden.

Henryk M. Broder : Sie unterscheiden nicht zwischen Islam und Islamismus, wie es in Europa üblich ist.

Warraq: Wenn Sie differenzieren möchten, dann könnten Sie sagen: Der Islam ist keine friedliche Religion, aber es gibt viele friedliche Moslems.

Henryk M. Broder : Das verheißt nichts Gutes für die Zukunft.

Warraq: Es ist noch nichts entschieden. In England soll demnächst ein Gesetz zum Schutz religiöser Gefühle verabschiedet werden, das eine Kritik am Islam unmöglich machen würde. Es wäre das Ende jeder Debatte.

Henryk M. Broder : Gibt es etwas, das Sie hoffnungsvoll stimmt?

Warraq: Das Auftreten des australischen Ministerpräsidenten Howard. Er hat den in Australien lebenden Moslems klar gesagt: “Wer hier lebt, der muss sich an unsere Gesetze halten. Wenn ihr unter der Scharia leben wollt, dann müsst ihr Australien verlassen.” So klar hat sich kein anderer Politiker geäußert.

Das heißt also das man mit den Methoden des Kalten Krieges und mit einer vorgeblichen Aufklärung – heißt Rationalisierung – einen Glaubenskrieg kämpfen will!

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