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° Gara und Jonai ° Freitag, 05. Oktober 2007
erzählung

Mitten in den Weiten des Atlantischen Meeres gibt es die beiden Inseln Gara und Jonai. Jonai ist vielfach größer als Gara. Jonai besitzt einen riesigen Vulkanberg der auch öfters sein Grollen die Hänge hinunterschickt.
Gara hingegen ist kleiner und schroffer und seine Vulkane sind längst erkaltet. Die Jonai sind eine Männergesellschaft und die Gara einen Frauengesellschaft. Weil die alten Männer auf Jonai schon immer etwas weiser waren als an anderen Orten in der Welt … so hatten sie vor langer Zeit beschlossen mit den Gara nichts zu tun haben zu wollen. Zwar wussten auch sie das die Gara die schöneren Frauen hatten aber sie wussten auch wie die Männer dort lebten.
Die Gara fürchteten sich vor den Jonai denn sie sahen jeden Tag ihre mächtige Insel und wie ihr heiliger Berg die Wolken durchstach. Auf der Spitze glänzte er ganz weis und niemand konnte sich denken was dies wohl war?
Die Länder waren warm und es gab genug Fische. Manchmal fehlte das süße Wasser um die Früchte zu bestellen aber im allgemeinen war es gut! Eines Tages trieb eine alte Fischerin aus Gara in einem plötzlichen Sturm ab und ihr kleines Schiff zerschellte in der Brandung von Jonai und wie durch ein Wunder wurde sie lebendig und gesund an den Strand gespült.
Die Alte wurde nicht beachtet, den was sollte sie denn auch tun … sie lebte unter einigen Palmen und die Leute von Jonai gaben ihr von ihrem Essen!
Als aber einmal der Königsohn kam um sie zu sehen da erzählte die Alte dem jungen Mann ihre Geschichten. Sie handelten von den schönen Frauen und von der Schönsten des Volkes der Gara. So wie die Königskinder beider Inseln trugen sie den Namen ihres Volkes und es half auch nicht das man die Alte eines Tages in einen Sack steckte um sie in einer Fumarole Verbrennen zu lassen.
Der junge Mann träumte von da ab um so mehr von seiner wunderschönen Gara. So geschah es das er sich eines Nachts in seinem Boot davon machte um nach Gara zu Gara gelangen.
Der Weg war schwer aber er landete in das strahlende Tal des Königs von Gara. Er fragte ihn ob er seine Tochter zu seiner Frau nehmen darf und der Vater willigte sofort ein. Dann fragte er die Mutter von Gara ob sie ihre Tochter hergebe und er lieben und zur Frau haben darf?
Sie lächelte ihn an und bewunderte seine Kraft und seine Behändigkeit. Sie strich durch sein Haar und prüfte seine gestählten Muskeln. Dann fragte sie ihn wie das Leben auf Jonai denn so sei? Wie ihre Sitten und Gebräuche wären … dann schlief sie vom starken Wein ein den auf Gara tranken nur die Frauen Palmenwein und auf Jonai nur die Männer!
Als alle schliefen und nur noch Jonai in die Sterne schaute da kam die schöne Gara und setzte sich zu ihm und sie liebte ihn aus vollen Herzen und gab sich ihm augenblicklich hin!
Noch in der Nacht liefen beide fort und am Mittag hörten sie die Kriegstrommeln in den Tälern.
Sie rannten immer höher in die Berge hinauf und als sie den höchsten Berg erklommen hatten sahen sie ihr Land zu ihren Füßen in vollendeter Schönheit sich ausbreiten und dahinter erstrahlte das Land der Jonai.
Die Schreie der Verfolger näherten sich von allen Seiten. Da spitzen sie sich einen Stock an beiden Enden … sie setzten die Spitze auf ihre Herzen … sie umarmten sich … sie zogen sich aneinander und küssten sich dabei während ihr gemeinsames Blut auf den heiligen Fels tropfte. Ab diesen Tag nannten die Gara den Berg den Garajonai und als die Jonai davon erfuhren weinten sie aus lauter Wut aber sie fuhren nie zu dieser Insel um Rache zu nehmen.
Aber einmal hatte die Insel Gara kein Wasser mehr weil der Regen so lange ausgeblieben war und eine Dürre herrschte. Die Leute von Gara schickten ihre beste Späherin aus um zu erkunden ob ihr Volk auf dem Land von Jonai überleben durfte … solange bis das Wasser wieder aus den Wolken kam! Nach einer Woche kam sie zurück und sie weinte und schluchzte. Sie schüttelte mit dem Kopf und schwieg. Doch Nachts trafen sich die jungen Mädchen am Strand … sie hatten ihre schönsten Kleider angelegt und ihren ganzen Schmuck.
Sie setzten sich in ihre Boote und fuhren in die Nacht hinaus. Am schwarzen Strand von Gara blieben ihre Waffen zurück!


