meer

° Ein Weihnachtsmärchen für die lieben Kinder ° Sonntag, 24. Dezember 2006

, , ,

Es war einmal vor langer Zeit in einem Land was “Userland“ hieß, da zog in einer Wintersnacht, die so lang und kalt war das die Scheiben der Fenster zugefroren waren, der Knecht Ruprecht mit seinem Besen und seinem Sack durch das Dorf!

Den Besen hatte der Knecht Ruprecht dabei um die bösen Plagegeister zu vertreiben und im Sack befanden sich Nüsse für die Kinder.

Der Knecht war der Beschützer vom Weihnachtsengel, der um diese Zeit die Kinder besuchte um ihre Wünsche und Träume sich zu merken und in der oberen Welt vorzutragen!
Die Kinder waren glücklich die heilige Stunde zu spüren und sie freuten sich noch über einige Nüsse als Geschenk. Das war vor langer Zeit!

Heute ist natürlich alles anderes denn die grauen Männer der braunen Weltlimonade haben den alten Knecht Ruprecht in Rente geschickt. Sie bauen Fabriken die rote Weihnachtsmänner produzieren die zu Weihnachten die Straßen und Wege und sogar die Fenster verstopfen!

Alle diese Weihnachtsmänner aus der grauen Fabrik erkennt man an ihrer knall roten Farbe, die genau gleich der Farbe ist auf dem Etikett der braunen Limonade!

Die Eltern kaufen die Geschenke und der Weihnachtsmann bringt sie den Kindern, deshalb bedarf es auch für jedes Kind einen Weihnachtsmann herzustellen!

Die Wünsche der Kinder werden nicht mehr in die obere Welt getragen weil der Engel ohne Knecht Ruprecht sich gar zu sehr fürchtet und deshalb sehr vorsichtig geworden ist!

Die Kinder bekommen dafür all ihre Wünsche erfüllt, die aus den Fabriken kommen, und sie wollen jedes Jahr mehr davon!

Das freut die grauen Herren, denn dies ist vor allem ihr Geschäft!
An Nüssen kann man nicht viel verdienen! Aber die alten Zeiten sind nie ganz fort genau so wie die neuen Zeiten nie ganz da sind, und so kommt es vor das Kinder sich ihre Wünsche bewahren, die Wünsche die keine Fabrik der Welt herstellen kann.

Am heiligen Abend bis zur dunkelsten Nacht ist die Zeit wo es eine Stunde gibt, die ganz sehr Stille in sich hat.

Wo die Langeweile plötzlich abfällt obwohl sie doch da sein sollte, wo der Schnee ganz langsam in großen Flocken die Erde bedeckt und wo an einer Glasscheibe noch Eisblumen zu entdecken sind. Da hört sogar der Zwist zwischen den Menschen auf den man Streit nennt, weil die Leute Dinge teilen wollen die nicht Teilbar sind!

Da erkennt so manches Kind die heilige Stund’ und kein Mensch kann genau sagen wo das Heilige her kommt aber der Weihnachtsengel spricht im Herzen und sein Glitzern kann das Kind noch sehen!

Er hört den Wünschen zu und trägt sie weit über den Himmel hinaus zu einer Kraft die alles schafft, auch sich selbst!
Die Wünsche der kleinen ehrlichen Menschen, die nicht für sich Selbst bestimmt sind, bleiben aber in dieser langen kalten Nacht noch einige Zeit unter den Menschen.

Das nennen die Einen “Segen,”’ und die anderen “Weihenacht“ und wieder Andere einfach nur “gesundes Glück.

Ach so sind die großen Leut denn sie geben dem Einfachen viele komplizierte Namen, um das sie sich dann auch darum streiten können wenn es ihnen Langweilt!

Doch da der Knecht Ruprecht ist nicht mehr da ist, so das er zum Abschied den Kindern noch sagen kann: “Deine Wünsche werden Dir alle im Leben erfüllt aber das große Gesetz besagt. Nicht zu der Stund wo Du Dir es wünschest, das es geschehen soll Jedenfalls nicht immer!“

Dann knallen die Raketen in die Luft und die Böller lärmen das es Einen Grausen kann. Die Luft erzittert im neuen Jahr und all das “Alte”’ was noch geblieben ist geht nun auf die Reise.

Die Menschen freuen sich und fangen an zu “Wünschen” aber die kleinen Leut’ wissen das dies die falsche Stunde ist, dennoch ist die Freude groß und all die Ballerei soll die Plagegeister vertreiben, denn es sind viele geworden seit Ruprechts Zeiten.
Die Vorfreude auf den Frühling ist nah und wo das alte Jahr gerade gestorben so ist das Neue frisch geboren!

:: :: :: :::::: :: :: ::

kommentieren

Die Mailadresse wird nicht mit angezeigt.

:: :: :: :::::: :: :: ::